Tesla stößt bei Model Y-Serienanlauf auf Herausforderungen

Tesla stößt bei Model Y-Serienanlauf auf Herausforderungen

Copyright Abbildung(en): Tesla

Anfang Juni konnten wir berichten, dass Luftaufnahmen zeigen, dass der Rohbau der zweiten Ausbaustufe von Teslas Gigafactory in Shanghai kurz vor der Fertigstellung steht. Auch hinsichtlich der Produktionsanlage für das Tesla Model Y in China sei man auf gutem Weg. Doch zunächst gilt es für den amerikanischen Automobilhersteller im eigenen Land Herausforderungen beim Serienanlauf des Tesla Model Y zu lösen, wie eine geleakte Mail von Tesla-CEO Elon Musk aufzuzeigen vermag.

Erst Mitte Mai wurde bekannt, dass Richard Miller, zuvor Leiter der Lackiererei, zum Leiter der gesamten Produktion in Teslas Stammwerk aufstieg. Miller ersetzt Jatinder Dhillon, der Tesla Medienberichten zufolge bereits im März verlassen hatte. Des Weiteren hatte Tesla mit der Schließung des Werkes aufgrund des Coronavirus zu kämpfen. Zumindest dies hat man mittlerweile in den Griff bekommen. Dennoch wird es wohl eine Weile dauern, bis die Produktionskapazität wieder auf den Stand vor der Schließung zurückgeht.

„Es ist äußerst wichtig für uns, die Produktion von Model Y hochzufahren und den Nachbesserungsbedarf zu minimieren. Ich möchte, dass Sie wissen, dass dies für Tesla im Moment wirklich einen Unterschied ausmacht.“ – Elon Musk, CEO von Tesla

Die sogenannten Nachbesserungen beziehen sich auf Dinge, welche Tesla im Nachgang an die regulären Produktionsprozesse, bei den einzelnen Fahrzeugen nacharbeiten muss, damit diese dem gewünschten Standard entsprechen.  Insbesondere die Hauptmontage habe sowohl für die Produktions- als auch für die Fertigungstechnik oberste Priorität. Die Montage-Linie 4 scheint hierbei besonders betroffen und besitzt laut Mail von Musk ebenfalls höchste Priorität für Verbesserungen der Anlagen. Er vergisst aber auch nicht sich bei denjenigen zu bedanken, welche eben dort arbeiten und verspricht mindestens einmal wöchentlich persönlich an der Fertigungslinie nach dem Rechten zu sehen.

Die Fertigung der Modelle Tesla Model S, X und 3 scheinen hingegen einigermaßen gut zu laufen. „Aber es gibt Herausforderungen bei der Produktion und der Lieferkette des Model Y, wie es bei neuen Produkten immer der Fall ist“, so der CEO von Tesla abschließend. Es ist derzeit unklar, wie viele Fahrzeuge Tesla derzeit pro Woche produziert.

Quelle: electrek.co – Elon Musk reveals Tesla Model Y production ramp up problem in leaked email

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Ah, doch noch mal ein letzter Versuch der Shorties mit schwachsinnigen Schlagzeilen die Aktie von Tesla zu bremsen.
Neue Verbrennermodelle der Premienhersteller werden schon längst fehlerhaft ausgeliefert und in den ersten Jahren per „stille Rückrufaktion“ nachgebessert. Wehe dem, der sein Neufahrzeug in freien Werkstätten warten lässt. Momentanter Spitzenreiter diesbezüglich: VW mit Golf 8 und ID.3. Ob bei VW der rabiate Richtungswechsel vom Entwicklungseinkäufer zum Entwicklungsdienstleister klappt, wage ich zu bezweifeln, drücke Herrn Diess aber dennoch beide Daumen !

Welche Verbrennermodelle, welcher Marken werden denn fehlerhaft ausgeliefert? Welcher „stillen Rückrufaktionen“ gibt es, die Sie belegen können?

Eine stille Rückrufaktion wird beim Kundendienst durchgeführt – Bauteile / Baugruppen werden ausgetauscht, natürlich ohne Beleg für den Kunden (der wundert sich nur über den langen Werkstattaufenthalt), das ist ja Sinn und Zweck der Übung. Die erste verfolgte ich berufsbedingt bereits vor 25 Jahren: eine Bremsleitung hatte bei bestimmten Modellen eines Premiumherstellers 3mm Abstand zur Starterbatterie. Infolge nicht exakter Montage der Starterbatterie, scheuerte diese bei einem Kunden die Leitung durch. Komplettausfall der Bremse auf der Autobahn – glücklicherweise kein Personenschaden. Hab das Zeug soweit möglich umkonstruiert und neue Bauteile wurden schnellstmöglich ausgetauscht, ohne dass Kunden was mitbekamen. Nebenbei, die Mobilitätsgarantie wurde eingeführt, dass Kunden die Hotline des Herstellers und nicht den ADAC anrufen, um die Schadensstatistiken zu schönen. Ein Dacia geht kapput, weil nicht mal ein Ölwechsel gemacht wird – deutsche Oberklassefahrzeuge werden mangelhaft ausgeliefert. Belege könnte ich über einen Zeitraum von 30 Jahren genügend vorlegen, werde mich aber hüten, dies öffentlich zu tun !

@Kasch
Weder Quellen noch Belge hast bis jetzt gezeigt, ganze 30 Jahre Erfahrung?! Und ich bin der Kaiser von Japans .. viel Blabla ohne Inhalt!
PS: Stell dir vor, ich nutze nur ADAC (bis jetzt nur 1x gebraucht) und habe auch eine Mobilitätsgarantie!
Nutze aber diese nicht, weil ich die Glaspaläste von den Premiumhersteller nicht unterstütze. Und jetzt?

dass Belege und Quellen fehlen ist ja wohl eher auf die Brisanz dieses Themas zurückzuführen.
Edward Snowden hatte ja auch erst Spät die Belege für seinen Aussagen geliefert.

aber vlt bist du ja der Kaiser von China….
wer weiß

Ja, diese Vorgehensweise gibt’s schon seit Ewigkeiten. Man braucht etwa nur in den Teilekatalog schauen, wieviele Teile dort nachträglich abgeändert oder nachgerüstet werden, ohne dass der Kunde aktiv darüber informiert wird, aber auch Teile die eingespart werden erkennt man so.
Bei einigen „Kulanznummern“ wird bescheid gegeben, dass man das gleich mit tauscht, andere werden still und heimlich durchgeführt.
Ums 2000er Jahr waren zb die Zündspulen ein gutes Beispiel. Die wurden glaub ich 5x geändert in der Fertigung und teilweise still getauscht.

Ist ja so ein netter Titel. Bei VW sind es Probleme, bei Tesla Herausforderungen. Tönt doch gleich viel netter.

Auch schön zu hören, dass Aufwand zur Nachbesserung der Fahrzeuge verringert werden soll. Diese sind nötig um den gewünschten Qualitätsstandard zu erreichen.
Was man so an allen Ecken und Enden hört, scheint dieser Qualitätsstandard aber auch nicht so wahnsinnig hoch zu sein (lockeres Lenkrad, fehlende Notrufeinrichtung, Löcher in Karosserie, Lackmängel, schief eingebaute Scheiben, Spaltmaße die man kaum so nennen darf…). Den Standard könnte man auch mal deutlich anziehen.

Bei allen Herstellern sind es natürlich Herausforderungen egal ob VW oder Tesla und das sagt ein Tesla Fahrer der aber auch mal VW gefahren ist und sehr zufrieden war. Mit dem Z3 war ich übrigens auch zufrieden. Also ich habe mich immer auch mit Deutschen Autos wohl gefühlt, so wie ich mit meinem Tesla Roadster und meinem Tesla Model 3 wohl fühle.

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