Tesla Model 3 erhält dank Lightyear ein Solardach

Tesla Model 3 erhält dank Lightyear ein Solardach

Copyright Abbildung(en): Flymee Drone / Shutterstock.com

Anfang Januar diesen Jahres haben wir erfahren, dass das niederländische Solarauto-Startup Lightyear plant, erschwingliche Solarautos in Serie herzustellen. Ab 2023 will das Unternehmen mehr als 100.000 Solarautos zu einem Stückpreis von etwa 50.000 Euro auf die Straßen bringen. Gemeinsam mit DSM widmet man sich der Entwicklung von Solar-Dächer für E-Autos. Im Rahmen des Lightyear-Entwicklungsprogramms für Solarautos wurde nun ein Tesla Model 3 mit Solardach modifiziert.

Gemeinsam möchten die beiden Unternehmen Solardächer in eine Vielzahl von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen einbringen. Dazu zählen diese nicht nur PKW, sondern auch Lieferwagen und Busse. All dies in Vorbereitung auf das erste eigene Solarauto, welches im ersten Werk im niederländischen Helmond vom Band laufen soll. Das Solarauto Lightyear One mit 5 Sitzen und 725 Kilometer Reichweite wird dort gefertigt und ab 119.000 Euro verkauft.

Zuvor bringt das Unternehmen jedoch seine ersten beiden Forschungsfahrzeuge auf den Markt, um die eigene Solartechnologie zu testen. Sie integrierten die Maxeon-Solarzellen von Sunpower auf dem Dach eines Tesla Model 3 und eines Volkswagen Crafter LCV. Diese beiden Fahrzeuge mit den Nummern 005 und 006 sind die neuesten Entwicklungen einer Reihe von Forschungsfahrzeugen, die Lightyears Technologie- und Designentscheidungen bestätigen. Die Fahrzeuge sind in der Umgebung des Lightyear-Hauptsitzes in der Stadt Helmond in den Niederlanden zu sehen.

Lightyear beschreibt sein Testprogramm mit dem Model 3 und dem Volkswagen Crafter LCV wie folgt:

„Mit ihrer integrierten Solartechnologie werden die Lightyear-Forschungsfahrzeuge dazu beitragen, den Mehrwert von integrierten Solarpaneelen auf Fahrzeugen zu demonstrieren, während sie herumfahren und den Solarertrag messen. Die Fahrzeuge werden zusätzliche reale Daten über Schwingungsstoß, Stoßdämpfung und Wasserdichtigkeit liefern. Diese Tests gelten als entscheidend, um ein sicheres, zuverlässiges und langlebiges Solarsystem zu gewährleisten, das die Lebensdauer der Lightyear-Autos und anderer Fahrzeuge, die die Solardächer nutzen, überdauern wird.“

Das Start-up plant, mehr Testfahrzeuge mit immer mehr eigener Technologie auf den Fahrzeugen einzusetzen. Bis Ende des Jahres wollen sie ein Testfahrzeug Nr. 7 mit der Ligthyear-eigenen Solar-, Radmotor- und Batterietechnologie haben. Das eine solche Entwicklung sinnvoll ist hat das Start-Up selbst schon aufgezeigt, hierzu hat es die Frage: “Wie Solar-Elektroautos das Stromnetz entlasten und die CO2-Bilanz verbessern” beantwortet – der Sion von Sono Motors spielt bei dieser Betrachtung auch eine Rolle.

Quelle: electrek.co – Tesla Model 3 gets a solar roof thanks to Lightyear

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Tesla Model 3 erhält dank Lightyear ein Solardach“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Das ist wieviel… Ein knapper qm Solarpanel mit 150Wpeak auf dem m3? Über die Lebensdauer des Fahrzeugs kommen daraus bestimmt spektakuläre X*10000 durch solar geladene Kilometer. In der Realität stehen diese recht teuren Fahrzeuge die meiste Zeit in Tiefgaragen, Garagen und Carports oder an Straßen und Einfahrten zwischen Mehrstöckigen Häusern. Jeder der eine Solaranlage auslegen lassen hat weiß wie stark Beschattung im Jahresverlauf den Ertrag drückt. Weiterhin parke ich das Ding lieber nicht in der Sonne wenn ich im Anschluss die Energie in die Klima stecken muss um das ganze runterzukühlen. Da reicht ein wirkungsgrad von 15% und eine optimistische WP Zahl von 3,5 nicht um das energetisch zu rechtfertigen.

Ich als Nichtstadtmensch, der über keinen klimatisierten carport verfügt, und auf dem Land neben einer Kuherde parkt, und pro tag durchschnittlich nur 20 Km zur Arbeit fährt, würde so ein Solardach einen riesen Dienst erweisen. Vermutlich denken da die Holländer anders als Münchner, Berliner und Frankfurter.

Die Solarzellen machen auf dem Hausdach oder Carport aber erheblich mehr Sinn als auf dem Auto…

Das ist doch echt so lächerlich was da bei einem Autodach bei rum kommt…. ich halte das immer noch für einen Marketing Gag.

Ich würde sagen es ist ein Grenzfall, mit einigen interessanten Anwendungsfällen. In der Stadt mit Häusern und Tiefgaragen bringt das wirklich fast nix. Aber in Savannen und Wüstengebieten – wo es auch keine Stromtankstellen gibt – wäre ein selbst aufladendes Auto schon sehr nett. Australien, USA, viele afrikanische Staaten, usw. hätten wohl viele Leute in ländlichen Gebieten die das sinnvoll brauchen könnten. Allerdings gibt es sogar in Städten Menschen die das Auto nur sehr selten nützen und nach einigen Monaten Stehzeit gerne ein geladenes Auto vorfinden würden. Für Vielfahrer ist das nix, das ist auch klar.

Ganz so unsinnig scheint so Ein Solardach ja nicht zu sein, da Tesla für seinen Cyber Truck ja auch eine Solarabdeckung plant – mit der täglich zwischen 15 und 30 Meilen Fahrstrecke möglich sein sollen – das wahrscheinlich nur im sonnigen Kalifornien mit dem Heck nach Süden, aber wenn jeden Tag auch nur ein paar Kilometer dazukommen ist das doch irgendwie auch praktisch oder
Man stelle sich vor, wir kommen im Camping Urlaub an, stellen das Fahrzeug zwei Wochen in die Sonne Spaniens und fahren dann mit vollem Tank wieder nach Hause – wenn auch nur die ersten 800 km 😉

Alle Leute haben schlechte Tage. Aber E.Musk offenbar ausnahmsweise auch mal einen. Dies haben doch schon die meisten anderen ausprobiert.
Baut Solaranlagen auf die Schiffe, dann kann dort auch auf H2 verzichtet werden. Dort sind grosse Akkus kein Problem.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Geelys Zeekr 001 Shooting Brake bietet 700 km Reichweite & eigenes Ladenetz
GM/ LG Energy Solution investieren 2,3 Mrd. in Ultium-Zellen-Produktion
VW erweitert ID.-Modelle um Perfomance-Stromer des Labels GTX
6
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).