Tesla hilft nach Fiat Chrysler nun auch Honda beim Erreichen der CO2-Ziele

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Honda sei der neuste Autohersteller, der sich einem offenen europäischen CO2-Pool angeschlossen hat, um die Einhaltung der CO2-Vorschriften der EU bis 2020 zu erreichen und kostspielige Bußgelder zu vermeiden. Wie Automobil-Analyst Matthias Schmidt zu verstehen gab, dessen Automotive Research-Report offizielle Daten der Europäischen Kommission vorliegen, hat sich Honda ebenfalls Teslas CO2-Pool angeschlossen.

Nach einem eher schwachen Verkaufsstart des Elektromodell Honda E, habe man sich nun entschieden, dem offenen FCA-Pool beizutreten und von Teslas emissionsfreier CO2-Bilanz zu profitieren und somit Teslas Einnahmen aus dem CO2-Pooling weiter zu erhöhen. Diese beliefen sich in 2020 bereits auf knapp 1,2 Milliarden Dollar. Laut Schmidt hat Honda in diesem Jahr bisher nur 1.000 Honda E Elektroautos in ganz Westeuropa zugelassen, was nur 2 Prozent der gesamten regionalen Zulassungen ausmacht. Nicht ausreichend, um die CO2-Zielvorgaben zu erfüllen.

Angesichts der Tatsache, dass Tesla im vierten Quartal wahrscheinlich einen großen Zulassungsschub erleben wird. Wobei sowohl Fahrzeuge aus chinesischer als auch aus US-amerikanischer Produktion auf dem Weg nach Europa sein sollen, scheint Tesla genug Volumen zu haben, um sowohl die etablierten FCA-Poolmitglieder als auch Honda in den eigenen CO2-Pool aufzunehmen. Bei Fiat Chrysler sieht es zumindest ein wenig positiver aus. Die Einführung der Teilzeitstromer Jeep Renegade und Jeep Compass beliefen sich auf insgesamt 1.200 Einheiten im 3. Quartal 2020. Des Weiteren scheint der Absatz des Fiat 500e ebenfalls zu steigen. Dies dürfte dazu führen, dass FCA etwas weniger Hilfe benötigt als zuvor erwartet.

Erst vergangene Woche konnten wir berichten, dass nach dem der Plug-In-Hybrid Ford Kuga einen Lieferstopp, aufgrund von Batterieproblemen einlegen musste, Ford sich mit Volvo und Polestar zusammengeschlossen hat, um die eigenen CO2-Ziele zu erreichen. Laut exklusiven Informationen sei zudem MG Motors, welches zu Chinas SAIC Motors gehört, für den Zeitraum 2020 bis 2022 dem CO2-Pool des Volkswagen-Konzerns in der EU sowie der Marke SAIC Motors Europe BV beigetreten. Mit der eigenen Marke MG Motors unterstützt man Kooperationspartner VW beim Erreichen der CO2-Emissionsziele in Europa. Auch bei Mercedes-Benz scheint man über ein entsprechendes CO2-Pooling nachzudenken.

Quelle: Matthias Schmidt – Honda join FCA/Tesla CO2 pool

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Da haben sich so einige Konzerne bei ihrer c02-kalkulation vergeigt.
Ford quält der Kuga-Akku-fehler, VW kriegt nicht genug ID.3 von den Bändern und muss die Sonderschichten in Wolfsburg streichen um nicht zu viele Verbrenner zu haben ..
Tesla freut sich .. mit c02-Handel lässt sich gut Geld verdienen.
Dass Honda und FCA zu den Bittstellern gehören war zu erwarten. Nix gemacht und jetzt müssen sie zahlen – zwar nicht an den Staat sondern an den Wettbewerber.
Ob denen das wohl stinkt?

Schon ein cooles Geschäftsmodell von Tesla.

Die zu Hängenden, finanzieren ihren Henker, damit der überhaupt seine Arbeit machen kann.

schön formuliert !

Hängt sie noch höher !

Mein Mitgefühl, gerade für VAG, hält sich in Grenzen.

Nicht nur wegen dem Diesel Skandal, sondern auch dem ganzen anderen Bockmist(Ölabstreifringe, Doppelkupplung Getriebe, Steuerketten, Turbolader) der dort ge/verbaut wurde, hat dem Otto den Rest gegeben.

Der E-Marshallplan ist im vollen Gange…
Dass FCA & co die GF4 de facto finanzieren ist schon ein Paradox par excellence…
Nach Grohmann, ATW hat sich jetzt EM des Saueressig ins Boot geholt… Cool.
who’s next? 😉

Sebastian schrieb u.a.:
„[…] Nach einem eher schwachen Verkaufsstart des Elektromodell Honda E, habe man sich nun entschieden, […] Teslas Einnahmen aus dem CO2-Pooling weiter zu erhöhen.“
Der „E“ erfüllt anscheinend für viele auf breiter Front die Erwartungen an einen urbanen eKleinwagen NICHT: (Zu) viel elektronischer »Firlefanz« und der damit einhergehende (zu) hohe Preis bei vergleichsweise geringer Reichweite und damit kombiniertem AC-1-Phasen-Schieflader (der in den meisten *privaten* urbanen Ladeanschlüssen – die jetzt ja eingerichtet werden können – mit grade mal max. 3,7 kW *nutzbar* sein dürfte!) – das alles wird IMO [in D] keine deutlichen Absatzzahlen bringen – schade!

BTW: Honda hätte ja auch entscheiden KÖNNEN, (mehr!) Geld ins Staatssäckl zu zahlen anstatt an Tesla … 😛

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