Tesla bestätigt günstiges Model 3 mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien

Tesla bestätigt günstiges Model 3 mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien in China

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Tesla senkte vor kurzem den Preis für das in China hergestellte Tesla Model 3 in seiner Einstiegsvariante. Am Markt wurde vermutet, dass dies möglich sei, da Tesla auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien zurückgreift. Eine Vermutung, welche vonseiten Tesla mittlerweile offiziell bestätigt wurde. Auf dem unternehmenseigenen WeChat-Account gab Tesla zu verstehen, dass man von einer Lithium-Ionen- auf eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie umgestiegen ist. 468 km rein elektrisch, nach chinesischen Standards, sind damit drin.

Tesla gab auch zu verstehen, dass beide Batterien den Herstellungs- und Reichweitenstandards von Tesla entsprechen, und jede hat ihre eigenen Vorteile, die sie zu einem außergewöhnlichen Fahrerlebnis machen. Tesla China gab am 1. Oktober bekannt, dass das in China hergestellte Model 3 mit Standardreichweite nach Subventionen 249.900 RMB (~ 31.400 Euro) kostet, während das in China hergestellte Model 3 mit Langstrecken-Hinterradantrieb 309.900 RMB (~ 38.900 Euro) kostet. Mit der „alten“ Batterie kam man auf Preise von umgerechnet 36.600 Euro beziehungsweise 43.200 Euro. Durchaus eine sehenswerte Ersparnis.

Vonseiten des Unternehmens wurde zudem kommuniziert, dass das in China gebaute Model 3 seit seiner offiziellen Lieferung aus dem Werk in Shanghai am Markt gut aufgenommen wurde und dass der Herstellungsprozess kontinuierlich verbessert wird. Tesla behält nur einen angemessenen Gewinn für die Ausweitung der Produktion ein, und jeder überschüssige Gewinn wird sofort in Preisnachlässe für die Verbraucher umgewandelt, so dass umweltbewusstere Menschen sich Tesla anschließen können, um den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie voranzutreiben, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Damit die Stromer entsprechend geladen werden können hat Tesla bisweilen 440 Supercharger in China errichtet, die etwa 90 Prozent der dicht besiedelten Städte des Landes abdecken. Künftig wird ein Ausbau über 4.000 weitere Supercharger angestrebt. Inklusive der leistungsfähigeren Version V3 der Supercharger.

Quelle: cnTechPost – Tesla confirms entry-level China-made Model 3 uses lithium iron phosphate batteries

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Erst einmal ist das eine doppelte, krachende Niederlage, die Tesla erlitten hat. Denn LFP ist eine Entwicklung, die CATL voran getrieben hat und nicht nur zu Serienreife, sondern auch zur Preisführerschaft gebracht hat. Die Zellen sind 40% billiger als das, was Tesla bislang einbaut. Zu gerne hätte Tesla eine Partnerschaft mit CATL gemacht, denn die sind im Moment der Innovationsführer, die haben auch noch den sogenannten 1-Million-Meilen Akku und sie haben Cell2pack, Lego für den Akkubau. Deshalb war übrigens auch der Batterie Batterie Day so lange verschoben worden, man verhandelte mit CATL, aber die haben sich für Mercedes als Entwicklungspartner entschieden.

Aber LFP verbauen in China viele – u.a. auch VW, die sich zwei Jahre vor Tesla große Kontingente gesichert haben. Das ist wohl auch der wahre Grund für die eigene Zellproduktion: Man konnte es sich vor zwei-drei Jahren nicht leisten, große Zellbestellungen zu machen, weil die Bilanzwirksam gewesen wären und hat jetzt am Markt schlechte Karten. Alle relevanten Hersteller sind ausgebucht, VW z.B. hat für 30 Milliarden fest bestellt.

Als ich vor fast zehn Jahren bei einem Besuch in San Franzisko das erste Mal mit einem Teslafahrzeug konfrontiert wurde und die Gelegenheit bekam als Beifahrer das Erlebnis E-Auto zu erfahren, war ich sehr beeindruckt. Ein Bekannter, der mit der Materie des Tesla sehr vertraut war, meinte nur, die deutschen Autobauer befinden sich, was die Entwicklung eines E-Autos betrifft in einer Art Dörnröschenschlaf. Natürlich habe ich die deutschen Autobauer vehemént verteidigt in der Annahme, dass Sie sich dieser Aufgabe stellen werden. Wie ich heute feststellen muss, war das ein Irrtum.
Man mag zu Elon Musk stehen wie man will, aber er hat eine Entwicklung angestossen, die einen Wechsel von fossilen Brennstoffen zu mehr güner Energie, in Gang gesetzt hat. Welche Alternativen sich durchsetzen werden , ob E-Auto, Brennstoffzelle oder andere neue Technologien spielt keine Rolle, aber es ist ein Anfang gemacht worden und der ist nun einmal mit dem Namen Elon Musk, verbunden.

Tesla ist nicht Makellos, aber gut genug, um so viele Konsumenten vom Weg, der Technologie und seinen Produkten zu überzeugen, dass Rohmaterial-, Energie-, Akku- und Auto-Branche reagieren müssen. Das ist der wichtigste Beitrag von Elon Musk an die EnergieWende und entsprechend lobenswert. Wenn er damit auch noch reich wird, macht er etwas besser als Andere und somit ist es dann ja auch unternehmerisch und mit echten Produkten verdient. Nachhaltiger Transport als Ziel zu haben und äusserst konsequent und zügig daran zu arbeiten ist doch auch ein Ziel, welches den Volkswirtschaften und unserer Umwelt und Gesundheit dienlicher ist als das heutige Verbrennen von Rohstoffen und Belasten unserer Luft/Gesundheit. Es gibt nicht Gutes, ausser man tut es, gilt auch hier. Jeder, der was tut, macht auch Fehler, aber der grösste Fehler ist, wenn man nichts tut. Wir wissen, dass wir die Abgase reduzieren müssen und die einen tun es z.Bsp. mit der neuen WLTP CO2 Berechnungsformel für Hybride rein auf Papier und die Anderen bewirken etwas, was dann auch die Umwelt spürt. Auf welche Handlungsweise sollten wir für die Verhinderung des Kippens unseres Klimas und Reduktion unserer Gesundheitskosten dank weniger Motoren-Feinstaub wohl setzen? Die Papier-Firscher/Planer/Statistiker, die warme gratis Worte Manager/Politiker oder die Macher, welche aus dem heute und morgen Machbaren schon mal eine nutzbringende Wirkung erzielen für das gemeinsame grosse Ziel?

Bringt eure Argumente bitte auf den Punkt.

Selbst wenn er übers Wasser laufen könnte, kommen die Kritiker daher und schreien…
„Nicht mal schwimmen kann die Blödmann “ ;-)

die Zeit wird zeigen was er umsetzen kann…
Visionär ist er… das steht außer Frage.

es bleibt spannend

Das Antworten auf einzelne Beiträge funktioniert mit meinen 2 Browsern im Moment nicht richtig, daher auf diese Art.
Gestern war Sonntag und das ist wohl der Grund dafür, dass die Tesla-Gemeinde mal wieder in religiöse Verzückungen verfallen ist.
Nur ein Beispiel: „Tesla behält nur einen angemessenen Gewinn für die Ausweitung der Produktion ein, und jeder überschüssige Gewinn wird sofort in Preisnachlässe für die Verbraucher umgewandelt (…)“. Lassen Sie diese Aussage bitte bis zum rationalen Teil des Gehirns durchdringen. Jedes Unternehmen behält nur einen ‚angemessenen‘ Gewinn ein und verwendet den Rest im Preiskampf gegen die Konkurrenz. Die Frage ist, was angemessen ist. Sogar seine Heiligkeit Elon hat ja kürzlich gerade angemerkt, dass Tesla noch keine erschwinglichen Elektrofahrzeuge produziert. Wenn ich das gesagt hätte, wäre ich hier gekreuzigt worden. Er weiss genau, dass Tesla grosse Mühe hat und haben wird, ein preislich konkurrenzfähiges Volumenmodell zu produzieren und nicht in die Spezi-Nische abzurutschen. Selbst mit den heutigen Preisen macht Tesla aus dem Fahrzeugverkauf keinen Gewinn, obwohl die Fahrzeuge in fast allen wichtigen Märkten mit Beiträgen, Steuererlassen und Erlass der Infrastrukturkosten massiv subventioniert sind.
Dann noch der: „Das Schaffen dieses Typs können wir Alle heute noch viel zu wenig richtig einschätzen. Was er genau mit Tesla vor hat und wieso die Vision den Mars zu bevölkern wirklich ins Leben gerufen wurde. Wir werden es sehen und dürfen gespannt sein.“ Hallo! Selbstverständlich! Und nächstens wird an einem noch geheimen Termin für alle Modelle OTA ein Upgrade nachgeliefert, der alle Teslamodelle zur Raumschiffen macht.

Ich finde den Ansatz von Tesla logisch und durchdacht für die „günstigen“ Modelle wie das Model 3 SR+ Eisenphosphat-Kathodenmaterialien einzusetzen. Ich hoffe nur, dass in Zukunft auch die Standardreichweitenmodelle für den europäischen und nordamerikanischen Markt entsprechend ausgestattet sein werden. So könnten nicht nur Kosten gespart, sondern auch der CO2-Fußabdruck bei der Akku-Herstellung massiv gesenkt werden. Nebenbei erhält man noch eine bessere Zyklenstabilität und spart teuere Metalle wie Nickel und Cobalt. Der Gewichtszuwachs durch die geringere Energiedichte ist bei diesen (im Vergleich zu den 100 kWh großen Akkupacks in den großen Modellen) „kleinen“ Akkus noch verschmerzbar.

Eine Anmerkung zum Artikel:
Es wird beschrieben, dass Tesla von einer Lithium-Ionen-Batteie auf eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie umgestiegen ist. Genau genommen ist Tesla beim Lithium-Ionen-Akku geblieben – es wurde lediglich beim Kathodenmaterial von NCA bzw. NMC zu LFP gewechselt. Der Artikel liest sich so, als würde es sich bei der Lithium-Eisenphosphat-Batterie um eine zum Lithium-Ionen-Akku alternative Akkutechnologien handeln.

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