Tesla bestätigt günstiges Model 3 mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien in China

Tesla bestätigt günstiges Model 3 mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien

Copyright Abbildung(en): solepsizm / Shutterstock.com

Tesla senkte vor kurzem den Preis für das in China hergestellte Tesla Model 3 in seiner Einstiegsvariante. Am Markt wurde vermutet, dass dies möglich sei, da Tesla auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien zurückgreift. Eine Vermutung, welche vonseiten Tesla mittlerweile offiziell bestätigt wurde. Auf dem unternehmenseigenen WeChat-Account gab Tesla zu verstehen, dass man von einer Lithium-Ionen- auf eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie umgestiegen ist. 468 km rein elektrisch, nach chinesischen Standards, sind damit drin.

Tesla gab auch zu verstehen, dass beide Batterien den Herstellungs- und Reichweitenstandards von Tesla entsprechen, und jede hat ihre eigenen Vorteile, die sie zu einem außergewöhnlichen Fahrerlebnis machen. Tesla China gab am 1. Oktober bekannt, dass das in China hergestellte Model 3 mit Standardreichweite nach Subventionen 249.900 RMB (~ 31.400 Euro) kostet, während das in China hergestellte Model 3 mit Langstrecken-Hinterradantrieb 309.900 RMB (~ 38.900 Euro) kostet. Mit der „alten“ Batterie kam man auf Preise von umgerechnet 36.600 Euro beziehungsweise 43.200 Euro. Durchaus eine sehenswerte Ersparnis.

Vonseiten des Unternehmens wurde zudem kommuniziert, dass das in China gebaute Model 3 seit seiner offiziellen Lieferung aus dem Werk in Shanghai am Markt gut aufgenommen wurde und dass der Herstellungsprozess kontinuierlich verbessert wird. Tesla behält nur einen angemessenen Gewinn für die Ausweitung der Produktion ein, und jeder überschüssige Gewinn wird sofort in Preisnachlässe für die Verbraucher umgewandelt, so dass umweltbewusstere Menschen sich Tesla anschließen können, um den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie voranzutreiben, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Damit die Stromer entsprechend geladen werden können hat Tesla bisweilen 440 Supercharger in China errichtet, die etwa 90 Prozent der dicht besiedelten Städte des Landes abdecken. Künftig wird ein Ausbau über 4.000 weitere Supercharger angestrebt. Inklusive der leistungsfähigeren Version V3 der Supercharger.

Quelle: cnTechPost – Tesla confirms entry-level China-made Model 3 uses lithium iron phosphate batteries

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„Tesla behält nur einen angemessenen Gewinn für die Ausweitung der Produktion ein, und jeder überschüssige Gewinn wird sofort in Preisnachlässe für die Verbraucher umgewandelt (…)“

Alles gesagt! Ich bin mal gespannt wie die ‚etablierten‘ Autohersteller, allen voran die
(sog.)“Premiumhersteller“ auf diese Strategie reagieren werden. Ist deren Denkmodell doch noch immer ein komplett anderes. Gewinn, Gewinn und nochmals Gewinn. Die 43 % Umsatzsteigerung bei Tesla, selbst in Zeiten in denen viele andere Hersteller am Stock gehen, wundern mich jedenfalls nicht.

Deutschland hält noch immer Dornröschenschlaf. Die anderen machen uns es vor.

Tesla´s Firmenphilosophie war seit Anbeginn die elektrische Mobilisierung, Vermeidung von Umweltbelastungen und die Nachhaltigkeit.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Tesla mit Elon Musk China auf umweltfreundlichen Kurs bringen wird, da China schon daran arbeitet.
Mein Wunsch an Tesla wären noch ein ein/zwei kleinere Fahrzeugkategorien zu entwickeln, welche einen Ersatz für die größten Fahrzeugklassensegmente darstellen.

Na klar, Elon Murks macht alles uneigennützig. Wie naiv kann man sein

Was heißt uneigennützig? Elon musk hält Milliarden an Aktien an Tesla, wenn die Gewinne reinvestiert werden steigt sein Vermögen genauso, außerdem dient es der Firma wenn Gewinne dem Wachstum dienen. Sie sind nicht nur naiv, Sie haben scheinbar fundamental nicht verstanden wie Börsennotierte Unternehmen im 21. Jahrhundert funktionieren. Aber grämen Sie sich nicht, Daimler und Co haben es auch noch nicht verstanden.

#yMichi, seh ich genauso. Genau genommen so eine Art modern gelebter Kommunismus. Investion in die Sache und Philosophie, zum Allgemeinwohl. Elon Musk Biografie ist sehr interessant, der macht dies nicht aus reiner Profitgier, sondern aus purer Überzeugung.

Ich hoffe die Preisnachlässe des Model 3 schaffen es ebenfalls zu uns nach Deutschland.

@Michi: Elon Musk hält Optionen auf Aktien.

Elon Musk ist im Gegensatz zu den Managern so vieler herkömmlicher Autobauer ein Serial Entrepreneur was etwas ganz fundamental Anderes ist. Elon Musks Optionen sind nur dann etwas Wert, wenn er es schaft das Unternehmen zum Erfolg zu führen und deshalb hat er auch die Verantwortung für deren Arbeitsplätze, egal wie man auch zu seiner Person stehen mag. Ein Manager trägt gar keine Verantwortung ausser seiner selbst.

Wie schon Peter Bigge sagt, Elon Musk macht das nicht um der reinen Profitgier wegen, sondern wirklich aus Überzeugung an eine Vision, die eben von so vielen ebenfalls Querdenkenden weltweit mitgetragen wird. Und das Ganze verhilft der Firma zu ihrer grossen Bedeutung. Es ist nicht das Spaltmass oder dass die Autos nicht frei von Fehlern sind oder auch nicht dass der Service in weiten Bereichen noch sehr zu wünschen übrig lässt ( verbesserungswürdig ), sondern die Erkenntnis, dass etwas das Alle Anfangs als für unmöglich gehalten haben, jetzt auf eine andere Art als bisher im 20. Jahrhundert zur Wirklichkeit geworden ist. Nämlich, dass Elektromobilität mit Batteriebetriebenen Autos inkl. Infrastruktur funktioniert. Und das sehen immer mehr Leute, welche überzeugt davon sind.

Die Menschheit sollte viel mehr von diesen Querköpfen wie Elon Musk haben, die einen zugegebenermassen auch schon ab und zu auf Twitter erstaunen lassen. Das Schaffen dieses Typs können wir Alle heute noch viel zu wenig richtig einschätzen. Was er genau mit Tesla vor hat und wieso die Vision den Mars zu bevölkern wirklich ins Leben gerufen wurde. Wir werden es sehen und dürfen gespannt sein.

@Peter Bigge:
„Tesla´s Firmenphilosophie war seit Anbeginn die elektrische Mobilisierung, Vermeidung von Umweltbelastungen und die Nachhaltigkeit.“

Genau, darum öffnet man seine Supercharger auch nicht für andere Fahrzeuge, unterstützt Fiat dabei, weiter Verbrenner zu bauen, ist nicht bemüht, die eigenen Fahrzeuge CO2-Neutral zu bauen und verbaut dazu auch keine nachhaltigen Materialien.
Tesla ist einer der schmutzigsten BEV-Hersteller auf dem Markt.

So CO2 neutral wie die VW Fahrzeuge? Bloßes billiges schönkaufen. Gibt dazu ne Greenpeace Studie explizit zum ID3&4.

Tesla muss sich erst einmal durchsetzen und massiv wachsen und Geld verdienen, sind Strafgelder von FCA bei der EU besser aufgehoben? VW hat nen Pool mit SAIC gebildet um von deren EAUTOS zu profitieren.

Gerade auch die Speicherakkusparte wird den Strom Markt wohl kräftig umkrempeln. Tesla stellt zukünftig extra auf LFP Akkuchemie um, wo möglich, also Standard Rang Autos und Heimspeicher. Die Effizienz der Autos ist ungeschlagen. Tesla baut in Texas eigene Lithium Raffinerie mit Li aus Nevada. Cobalt freie Kathode bei eigener Produktion.

@Noticed: Herr Peter Bigge hat vollkommen recht mit der Aussage, die Sie bemängeln.

Tesla hat in den neuesten Zellen 0.5% Kobalt, Audi hat 8% und Tesla unternimmt Alles eine möglichst nachhaltige BEV Herstellung weltweit zu garantieren.
Wenn Tesla einmal auf allen Kontinenten Giga Factories haben würde verringert sich der CO2 Abdruck nochmals, da die Autos dann nicht mehr per Diesel Kargo Schiffen transportiert werden müssten.

Ich würde meine SuC auch nicht für Andere öffnen, wenn ich genau wüsste, dass die Alles tun würden, um die Elektroautorevolution überall aktiv zu torpedieren.
VW, Audi, MB und BMW müssten nur mit dem Finger zu schnippen und könnten ohne Probleme auf heimischem Boden ein doppelt oder dreifach so grosses Netz aufbauen und dieses dann nur für Tesla Autos sperren oder so hohe Tarife verlangen, dass es für Tesla Fahrer völlig unatraktiv sein wird dort jemals zu laden.

In den USA verhindern Car Dealer in verschiedenen Staat erfolgreich, dass Tesla eigene Stores eröffnet. Wieso wohl ? Wenn Tesla seine Autos via Dealer verkaufen müsste, wieviele Tesla Autos denken Sie würden von den Verbrenner Verkäufern mit ihrem Tunnelblick verkauft werden ?

Die Idee und Vision von Tesla ist zu revolutionär für den Status Quo, dass Tesla eine Gefahr sein muss.

Schonmal von Ionity gehört. Die Hersteller in dem Konsortium ermöglichen es IHTEN Kunden günstiger zu laden. Teilweise mit Grundgebühr.

Alle anderen sollen 79 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Also genau das was Sie beschreiben und das auch noch gefördert vom deutschen Steuerzahler.

Teslas sieht man bei Ionity wohl nur noch im Notfall.

Ja genau der Schnelllade-Joint-Venture Ionity, das von der EU koordinierte Projekt EUROP-E im Rahmen des Programms „Connecting Europe Facility for Transport“ ( CEF-T) finanziert wird und einen Korridor von Polen nach Portugal oder von Schweden nach Italien abdecken soll.
Hmmmm, was ist mit der übrigen Welt ?

Kenne ich vom sehen her, wenn ich entweder mit meinem Model 3 oder meinem Roadster an diesen Säulen vorbei fahre, entweder an einen SuC oder mit plugsurfing an eine ABB Ladestation. Sie können 100% sicher sein, dass ich Ionity in jedem Falle auslassen werde. Das Konzept von Ionity: „My way or the highway“. Wer nicht dazu gehört zahlt sich dumm und dämlich. Das Konzept der EU ganz allgemein. Wer nicht so will wie die EU es haben möchte wird gnadenlos bestraft.

Angenommen, das SuC Netzwerk von Tesla für Tesla’s würde nicht vorhanden sein, mit wieviel Cents oder Euros würden Tesla Fahrer an so einer Ionity Ladestation abgezockt ? Der schlechte Ruf von Ionity ist sehr wohl bekannt und wurde schon ausgiebig in diesem Forum diskutiert. Ich denke ein Paradebeispiel, dass sehr viele Neueinsteiger vom Kauf eines Elektroautos abhält.

Und wo ist das DeC Netzwerk von Ionity bei Restaurants/Hotels bei dem ich bis max. 22kW AC gratis laden kann und das auch noch weltweit ?

Was ich bei vielen Tesla Fahrern bemängle ist, wenn sie nachts um 22 Uhr noch für eine Stunde von Ihrem 5km entfernten Wohnort an einen SuC fahren und einem anderen Tesla Fahrer, der auf einer Langstreckenfahrt ist die Ladestation wegnehmen. Oder wenn ein Tesla Fahrer sein Auto während 3 Stunden an einer Ladesäule stehen lässt, obwohl schon längst die Ladung abgeschlossen ist. In diesen Beziehungen müssen Tesla Fahrer schon noch etwas Disziplin lernen.

Elon Musk ist größter Einzelaktionär und hält lt. heutiger Recherche 18,1% aller Aktien an Tesla. Das 2018 verabschiedete Entlohnungssystem sieht vor, dass Elon Musk bei Erreichen bestimmter Zielmarken, bestimmte Mengen an Aktien zu einem unveränderlichen Preis von 350,??$ kaufen kann. Der Preis bezieht sich auf die Aktie vor dem 1:5 Split und bedeutet ca. 70$ für die aktuelle Aktie. Diese Kaufoptionen sind unverfallbar. Die gekauften Aktien müssen mindestens ein Jahr gehalten werden, bevor sie veräußert werden. Auf dem Papier ist Elon Musk ziemlich reich. Aber sobald er Aktien verkauft, muss er das bekannt machen und dann ist der Kurs sehr in Gefahr. Es bleibt ihm nur seine Aktien zu beleihen, wenn er Geld braucht. Sollte der Kurs unter eine festgesetzte Beleihungsgrenze fallen, verkauft die Bank automatisch eine bestimmte Anzahl an Aktien(Margin Call), um die vereinbarte Sicherheit wieder herzustellen. Das ist bei Markus Braun, CEO von Wirecard eingetreten als der Aktienkurs von Wirecard in die Tiefe stürzte. Um diesem Risiko aus dem Weg zu gehen, hat Elon Musk 2019 medienwirksam erklärt, dass er sich von seinen Häusern trennt, weil er nichts besitzen will. Ein Großaktionär hat im September einige Aktienpakete verkauft mit der Begründung, dass durch den Kursanstieg das Gewicht im Fond zu hoch geworden. Super Begründung. Damit haben sie sich gegen Verluste abgesichert, die unweigerlich eintreten müssen, da der Preis (nicht der Wert) von Tesla ungefähr so hoch ist wie 50% der restlichen Autobauer diese Erde. Der Kurs schwebt in außerirdischen Sphären. Wenn er in den nächsten Tagen bis in 2 Jahren nicht wieder auf die Erde zurückkommt, würde ich die Existenz der Schwerkraft in Frage stellen. Eins ist Fakt: Elon Musk ist nicht der Messias. Er ist Unternehmer und versucht schon Gewinne zu machen. Er hat anfänglich auch angekündigt, dass er Tesla zum profitabelsten Autobauer der Welt machen will. Jetzt hat er wiederholt gesagt, dass er mit 1% oder auch nur 0,1% zufrieden wäre und das die Autos von Tesla noch zu teuer sind. Mit einem KGV von über 1000 bezogen auf die vergangenen 12 Monate von 30.06.2020 zurückblickend ist er jedenfalls näher an 0,1%. Das Vergütungsprogramm war und ist ehrgeizig, sieht aber auch eine durchaus fürstliche Belohnung vor. Das Vergütungsprogramm wurde von ihm selbst vorgeschlagen und letztlich auf der Hauptversammlung beschlossen. Mit der Milliardenübernahme von SolarCity durch Tesla hat Elon Musk seinen Bruder Kimbal Musk 2016 vor einem erheblichen finanziellen Verlust bewahrt. Der Umsatz von Solar City ist seitdem erheblich eingebrochen…. Man könnte hier noch lange weitermachen.

Ja klar, und er hat einen Privatjet und….

Meine Güte, immer dieser Neid. Musk ist ein Selfmademilliardär der seinesgleichen sucht. Selbst ein Zuckerberg hatte vor allem Dusel, höchstens ein Bezos ist aktuell vergleichbar.

Bei Tesla ist das für Musk tatsächlich so etwas wie ein GreenInvestment, er steht 100 pro hinter der Mission alles auf erneuerbare Energien umzumodeln. Kommt ja seit ein paar Jahren in Mode in grüne Technologien, Fonds und Unternehmen zu investieren.

Sein „Herz“ gehört aber wohl SpaceX. Und das ist wohl noch die größere Leistung.

@Dominik
Irgendwie funktioniert die Antworten-Funktion bei mir nicht.
Tesla hat angekündigt Lithium selbst in Nevada zu fördern. Wie ich bei seekingalpha com Jaberwock research gelesen habe, hat sind Minenrechte in den USA öffentlich einsehbar. Für Tesla soll in Nevada nichts eingetragen sein. Das Verfahren soll nicht neu sein, sondern ist schon seit Ende der 1920-Jahre bekannt. Man braucht außer Kochsalz noch Wasser und 1000 Grad (ich würde sagen Fahrenheit, wäre 537°C), um dann ein Metallgemisch herauszulösen, dass neben anderen Metallen auch Lithium enthält. Das Material ist nicht besonders rein und muss weiter aufbereitet werden. Wasser ist in Nevada knapp und Energie braucht man auch jede Menge. In dem Artikel wird alles in Frage gestellt. Das hat mich an alte Filme erinnert, in denen Goldklumpen auf wertlosem Land verteilt wurden und dann die Claims meistbietend verkauft wurden. Wenn man jedenfalls Bergbau betreibt, braucht man viel Kapital und entfernt sich auch weiter vom hochbewerteten Technologiesektor. Hauptsache vertikale Integration. Nach der Autositz-Produktion nun Lithium. Man kann auf jeden Fall viele neue Aktien mit guter Begründung verkaufen. Wann wird die Stahl- und Reifenproduktion integriert, weil es Tesla effektiver, besser und billiger kann?

Mich interresiert wieso die EU Tesla Preise so um 20000€ höher sind wie in China.
Is das auch die Elektromobilität Unterstützung in EU.
Einfach nur Profit machen…

@Dominik zu 21:47Uhr
Neid ist nicht mein Thema. Tesla ist intransparent für Anleger. Ich stelle auch nicht in Frage, dass CO2-Emissionen gesenkt werden müssen. Ich bin nur dagegen, dass der Teppich schon ausgerollt wird, bevor das Dach gedeckt ist. Die E-Autos fahren in den meisten Ländern mit schwarzem oder Atomstrom und werden auch damit produziert. Der sogenannte CO2-Rucksack wird mit dem heutigen Strom nicht abgefahren oder ist für die jetzt zugelassenen Fahrzeuge außer in Norwegen und Österreich bestenfalls ein Null-Summen-Spiel. Der Verkehrssektor verursacht 25% der CO2-Emissionen. Der PKW-Verkehr ist für ca. 18% verantwortlich , der Rest kommt von den anderen Verkehrsmitteln. Ich halte die Beseitigung des CO2-Anteils aus dem Verkehrssektor für die teuerste Variante von allen und finde es wünschenswert sich mit aller Kraft auf die anderen 75% zu konzentrieren, weil das zu einer schnelleren Verringerung des CO2-Ausstoßes führt. Man darf den Verkehrssektor nicht vernachlässigen, aber mir scheint, dass momentan hier der Schwerpunkt liegt. Man sieht den Auspuff auf der Straße, aber den Schornstein auf dem Dach oder den des Kraftwerks 50km weg sieht man nicht. Was wir zuallererst brauchen ist 100% sauberer Strom für den heutigen Strombedarf und danach oder besser gleichzeitig weiterer Ausbau, um die Verbrennung fossiler Energieträger elektrisch zu ersetzen. Statt Autos könnte sich Tesla viel mehr auf die Powerwall konzentrieren. Dort könnten sie wahrscheinlich eher rentabel arbeiten. Momentan produzieren sie immer mehr Stromverbraucher. Mit der Powerwall könnten sie auf Verbraucherebene den Strom sauberer machen. Das würde doch auch besser zur Firmenphilosophie der Nachhaltigkeit passen.

Erst einmal ist das eine doppelte, krachende Niederlage, die Tesla erlitten hat. Denn LFP ist eine Entwicklung, die CATL voran getrieben hat und nicht nur zu Serienreife, sondern auch zur Preisführerschaft gebracht hat. Die Zellen sind 40% billiger als das, was Tesla bislang einbaut. Zu gerne hätte Tesla eine Partnerschaft mit CATL gemacht, denn die sind im Moment der Innovationsführer, die haben auch noch den sogenannten 1-Million-Meilen Akku und sie haben Cell2pack, Lego für den Akkubau. Deshalb war übrigens auch der Batterie Batterie Day so lange verschoben worden, man verhandelte mit CATL, aber die haben sich für Mercedes als Entwicklungspartner entschieden.

Aber LFP verbauen in China viele – u.a. auch VW, die sich zwei Jahre vor Tesla große Kontingente gesichert haben. Das ist wohl auch der wahre Grund für die eigene Zellproduktion: Man konnte es sich vor zwei-drei Jahren nicht leisten, große Zellbestellungen zu machen, weil die Bilanzwirksam gewesen wären und hat jetzt am Markt schlechte Karten. Alle relevanten Hersteller sind ausgebucht, VW z.B. hat für 30 Milliarden fest bestellt.

Als ich vor fast zehn Jahren bei einem Besuch in San Franzisko das erste Mal mit einem Teslafahrzeug konfrontiert wurde und die Gelegenheit bekam als Beifahrer das Erlebnis E-Auto zu erfahren, war ich sehr beeindruckt. Ein Bekannter, der mit der Materie des Tesla sehr vertraut war, meinte nur, die deutschen Autobauer befinden sich, was die Entwicklung eines E-Autos betrifft in einer Art Dörnröschenschlaf. Natürlich habe ich die deutschen Autobauer vehemént verteidigt in der Annahme, dass Sie sich dieser Aufgabe stellen werden. Wie ich heute feststellen muss, war das ein Irrtum.
Man mag zu Elon Musk stehen wie man will, aber er hat eine Entwicklung angestossen, die einen Wechsel von fossilen Brennstoffen zu mehr güner Energie, in Gang gesetzt hat. Welche Alternativen sich durchsetzen werden , ob E-Auto, Brennstoffzelle oder andere neue Technologien spielt keine Rolle, aber es ist ein Anfang gemacht worden und der ist nun einmal mit dem Namen Elon Musk, verbunden.

Tesla ist nicht Makellos, aber gut genug, um so viele Konsumenten vom Weg, der Technologie und seinen Produkten zu überzeugen, dass Rohmaterial-, Energie-, Akku- und Auto-Branche reagieren müssen. Das ist der wichtigste Beitrag von Elon Musk an die EnergieWende und entsprechend lobenswert. Wenn er damit auch noch reich wird, macht er etwas besser als Andere und somit ist es dann ja auch unternehmerisch und mit echten Produkten verdient. Nachhaltiger Transport als Ziel zu haben und äusserst konsequent und zügig daran zu arbeiten ist doch auch ein Ziel, welches den Volkswirtschaften und unserer Umwelt und Gesundheit dienlicher ist als das heutige Verbrennen von Rohstoffen und Belasten unserer Luft/Gesundheit. Es gibt nicht Gutes, ausser man tut es, gilt auch hier. Jeder, der was tut, macht auch Fehler, aber der grösste Fehler ist, wenn man nichts tut. Wir wissen, dass wir die Abgase reduzieren müssen und die einen tun es z.Bsp. mit der neuen WLTP CO2 Berechnungsformel für Hybride rein auf Papier und die Anderen bewirken etwas, was dann auch die Umwelt spürt. Auf welche Handlungsweise sollten wir für die Verhinderung des Kippens unseres Klimas und Reduktion unserer Gesundheitskosten dank weniger Motoren-Feinstaub wohl setzen? Die Papier-Firscher/Planer/Statistiker, die warme gratis Worte Manager/Politiker oder die Macher, welche aus dem heute und morgen Machbaren schon mal eine nutzbringende Wirkung erzielen für das gemeinsame grosse Ziel?

Bringt eure Argumente bitte auf den Punkt.

Selbst wenn er übers Wasser laufen könnte, kommen die Kritiker daher und schreien…
„Nicht mal schwimmen kann die Blödmann “ 😉

die Zeit wird zeigen was er umsetzen kann…
Visionär ist er… das steht außer Frage.

es bleibt spannend

Das Antworten auf einzelne Beiträge funktioniert mit meinen 2 Browsern im Moment nicht richtig, daher auf diese Art.
Gestern war Sonntag und das ist wohl der Grund dafür, dass die Tesla-Gemeinde mal wieder in religiöse Verzückungen verfallen ist.
Nur ein Beispiel: „Tesla behält nur einen angemessenen Gewinn für die Ausweitung der Produktion ein, und jeder überschüssige Gewinn wird sofort in Preisnachlässe für die Verbraucher umgewandelt (…)“. Lassen Sie diese Aussage bitte bis zum rationalen Teil des Gehirns durchdringen. Jedes Unternehmen behält nur einen ‚angemessenen‘ Gewinn ein und verwendet den Rest im Preiskampf gegen die Konkurrenz. Die Frage ist, was angemessen ist. Sogar seine Heiligkeit Elon hat ja kürzlich gerade angemerkt, dass Tesla noch keine erschwinglichen Elektrofahrzeuge produziert. Wenn ich das gesagt hätte, wäre ich hier gekreuzigt worden. Er weiss genau, dass Tesla grosse Mühe hat und haben wird, ein preislich konkurrenzfähiges Volumenmodell zu produzieren und nicht in die Spezi-Nische abzurutschen. Selbst mit den heutigen Preisen macht Tesla aus dem Fahrzeugverkauf keinen Gewinn, obwohl die Fahrzeuge in fast allen wichtigen Märkten mit Beiträgen, Steuererlassen und Erlass der Infrastrukturkosten massiv subventioniert sind.
Dann noch der: „Das Schaffen dieses Typs können wir Alle heute noch viel zu wenig richtig einschätzen. Was er genau mit Tesla vor hat und wieso die Vision den Mars zu bevölkern wirklich ins Leben gerufen wurde. Wir werden es sehen und dürfen gespannt sein.“ Hallo! Selbstverständlich! Und nächstens wird an einem noch geheimen Termin für alle Modelle OTA ein Upgrade nachgeliefert, der alle Teslamodelle zur Raumschiffen macht.

Ich finde den Ansatz von Tesla logisch und durchdacht für die „günstigen“ Modelle wie das Model 3 SR+ Eisenphosphat-Kathodenmaterialien einzusetzen. Ich hoffe nur, dass in Zukunft auch die Standardreichweitenmodelle für den europäischen und nordamerikanischen Markt entsprechend ausgestattet sein werden. So könnten nicht nur Kosten gespart, sondern auch der CO2-Fußabdruck bei der Akku-Herstellung massiv gesenkt werden. Nebenbei erhält man noch eine bessere Zyklenstabilität und spart teuere Metalle wie Nickel und Cobalt. Der Gewichtszuwachs durch die geringere Energiedichte ist bei diesen (im Vergleich zu den 100 kWh großen Akkupacks in den großen Modellen) „kleinen“ Akkus noch verschmerzbar.

Eine Anmerkung zum Artikel:
Es wird beschrieben, dass Tesla von einer Lithium-Ionen-Batteie auf eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie umgestiegen ist. Genau genommen ist Tesla beim Lithium-Ionen-Akku geblieben – es wurde lediglich beim Kathodenmaterial von NCA bzw. NMC zu LFP gewechselt. Der Artikel liest sich so, als würde es sich bei der Lithium-Eisenphosphat-Batterie um eine zum Lithium-Ionen-Akku alternative Akkutechnologien handeln.

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