Tesla nimmt Drittanbieter-Ladestationen in Fahrzeugnavigation auf

Tesla nimmt Drittanbieter-Ladestationen in Fahrzeugnavigation auf

Copyright Abbildung(en): jessica.kirsh / Shutterstock.com

Tesla beginnt, neben den eigenen Supercharger und Destination-Ladegeräten auch Ladestationen von Drittanbietern in die Fahrzeugnavigation aufzunehmen. Bereits zuvor verfügte Tesla über die umfangreichste Ladeinfrastruktur aller Automobilhersteller in eigener Hand. Nun wird diese spürbar erweitert, durch die Aufnahme qualifizierter Ladestationen Dritter.

So gibt es zwar mehrere andere Ladenetzwerke Dritter, aber die meisten Tesla-Besitzer müssen diese nie nutzen, da Teslas eigene Netzwerke einen großen Teil der Märkte abdecken, in denen das Unternehmen seine Fahrzeuge verkauft. Sämtliche Supercharger und Destination-Ladegeräten sind alle in Teslas Fahrzeugnavigationssystem aufgelistet, das die Navigation direkt zu einer Ladestation leitet, wenn Ihr Endziel aufgrund des aktuellen Ladezustands nicht erreicht werden kann.

Jetzt beginnt Tesla damit, die Karten und die Navigation um Stationen von Drittanbietern zu erweitern, was den Besitzern helfen soll auch deren Stationen zu nutzen. Ein Tesla-Besitzer in Europa berichtete, dass der Autohersteller ihm die folgende Nachricht geschickt hat:

“In den Frühjahrsferien haben wir Ihre Navigation geändert, um mehr Ladeoptionen in Belgien, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Österreich anzuzeigen. Wählen Sie das Ladesymbol unten rechts auf Ihrem Touchscreen, scrollen Sie nach unten und wählen Sie ein Supercharger, ein Zielladegerät oder ein öffentliches Ladegerät aus, um es zu Ihrer Route hinzuzufügen. Öffentliche Ladegeräte haben unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen, und Sie müssen möglicherweise eine Anwendung wie Plugsurfing herunterladen und ein Konto erstellen, um das Ladegerät nutzen zu können. Diese Funktionalität wird in zukünftigen Software-Updates verbessert werden, und wir werden kontinuierlich neue Ladegeräte hinzufügen”.

Dieser Schritt erfolgt, nachdem Tesla den CCS-Standard für seine europäischen Fahrzeuge verabschiedet hat, der den Eigentümern dort den Zugang zu Ladestationen von Drittanbietern wesentlich erleichtert. Tesla bietet in Europa auch einen CCS-Adapter für Fahrzeuge an, die nicht über diesen Anschluss verfügen. In den USA und Kanada verwendet Tesla jedoch immer noch seinen eigenen Ladestecker – was die Verwendung von Ladestationen von Drittanbietern erschwert. Mit dem CHAdeMO-Adapter von Tesla ist dies immer noch möglich, aber der Autohersteller bietet in den USA noch keinen CCS-Adapter an.

Quelle: electrek.co – Tesla is starting to add third-party charging stations to its in-car navigation

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22 Antworten

  1. Finde ich gut, nicht weil mir das Ladenetz von Tesla in Europa nicht ausreicht sondern auch weil die Last zwischen den Ladepunkten dadurch besser verteilt wird.
    Es muss nicht immer ein schneller Zwischenstopp sein, manchmal möchte man ja auch in Ruhe essen 😉

  2. Da sieht man das Tesla ein ganzes Stück Vorsprung hat. Ich glaube wenn die “Drittanbieter” mal ein dichtes Netz aufgebaut haben wird auch Tesla seine Ladestationen öffnen. Gegen bezahlung versteht sich. Würden die heute schon für jeden nutzbar gäbe es keine anderen Ladestationen.

    1. ich hoffe nicht das Tesla die Supercharger fuer andere oeffnet. wuerde absolut keinen sinn machen und als Tesla Fahrer waere ich Mega angepisst auf irgendeinen E Golf Schnarchlader vor mir warten zu muessen. tesla integriert drittanbieter um die supercharger zu entlasten.

      1. Mit dieser total dummen Bemerkung werden die (Vor)urteile gegenüber Tesla-Fahrern ja voll bestätigt! Damit haben Sie ihnen einen Bärendienst erwiesen. ;-(

  3. Finde ich nicht gut. Ich muss beobachten wie die ganzen Teslas die kostenlosen Supercharger blockieren (IKEA etc.) Da kaufen sie sich Autos für was weiß ich wieviel und dann können sie sich den Strom nicht leisten und blockieren uns die Säulen. Die sollen bei Ihren ladesäulen bleiben!

      1. Ein bisschen klugscheißen muss bei “euch” wohl immer sein? Für mich ist jeder e-Fahrer, der mit einer über 60 kWh großen Batterie beim Großmarkt kostenlosen Strom schnorrt, ein “Entaklemmer”!

      2. Auweia. Wie bist du denn unterwegs? Dir wird etwas kostenfrei angeboten und du gehst also weiter und nimmst das kostenpflichtige Angebot. Ich hoffe du hast diesen Blödsinn im Schlaf geschrieben. Wach auf! Ein Land voller ……. wieder ist einer enttarnt.

      1. Jan was du da sagst ist quatsch ich habe einen PHEV und fahre fast alles elektrisch und bin dann auch froh wenn ich mein Auto bei Ikea und Ko
        aufladen kann.

    1. Sehe ich genauso, nur weil TESLA nicht in der Lage ist genügend eigene Ladepunkte aufzubauen, werden jetzt möglicherweise alle übrigen Schnellladesäulen frequentiert. Als Fahrer eines “kleinen” E-Mobils, kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, wie es ist, wenn man an eine Ladesäule kommt, an der ein TESLA seit über 1 Std. bereits rund 64 kWh geladen hat.

      Die Gefahr besteht doch zudem, das Lidl, Aldi Süd, IKEA und Co. bald die kostenlose Nutzung abschaffen wird ! Schade darum …

      1. Mimimi was seit ihr für Kleingeister. Statt sich zu freuen das es endlich vorwärts geht in Sachen e-Mobilität zettelt ihr einen Kleinkrieg um Ladestationen an. Der Neid gegen Tesla frisst vor allem die Deutschen förmlich auf. Schade!

  4. Hallo, wenn Tesla Drittanbieter jetzt in Zukunft zulässt, könnte der Weg auch in Richtung laden für ander Automarken an Teslaladern möglich werden ❓ so hätte man ein größere Ladestruktur * für ganz Europa Was sagt IHR dazu ‍♂️ E Mobilisten….

    1. Das fände ich grundsätzlich ok, leider würde das den Druck auf die Politik wegnehmen endlich mehr für die Ladeinfrastruktur zu tun. Man könnte sich genüsslich zurücklehnen und die ganze Arbeit und die damit verbundenen Kosten Tesla aufhalsen. Zusätzlich würde das die Attraktivität der Marke Tesla schmälern und die Elektromobilität unattraktiver machen. E voilà Ziel erreicht für die dumben Manager der Oel und Autoindustrie.

  5. Wie fast alle EV-Besitzer nutzen auch die meisten TESLA-Fahrer diverse Apps auf ihren Smartphones, welche die gängigen “fremden” Ladestationen anzeigen. Dass TESLA einige davon nun in die eigene Datenbank übernimmt, ist doch in erster Linie lediglich ein Service für die eigenen Kunden, für welche die Findung dadurch etwas bequemer wird. Am Nutzungsverhalten insgesamt wird das gar nicht viel ändern … und somit auch keine “Nachteile” für nicht-TESLA-Fahrer haben. Und wenn eines Tages ausreichend viele Schnell-Lade-Stationen verfügbar sind, wird es auch vollkommen egal sein, wenn hier und da mal ein “Schnarchlader” an einem TESLA-Supercharger hängt.

  6. Über kurz oder lang muss es aber auch so kommen, das Tesla Charger auch von anderen Autos genutzt werden können. Ob das vielleicht schon mit der geplanten Erweiterung der LSV kommen wird (Diskriminierungsgrundsatz), bleibt wohl abzuwarten. Man stelle sich einmal vor, es gäbe Tankstellen, an denen man z.B. nur mit einem Stern vorne drauf tanken darf 😉

    Ich denke auch nicht, dass sich dadurch der Druck auf die Politik verringern würde, mehr für den Ausbau der Infrastruktur zu tun. Viel mehr würde es die Akzeptanz von BEV fördern, da automatisch mehr Ladepunkte verfügbar wären und somit die Reichweitenangst mancher Interessenten zerstreuen könnte.

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