Tesla-Chef Musk will „Supercharger anderen Elektroautos zugänglich“ machen

Tesla-Chef Musk will „Supercharger anderen Elektroautos zugänglich“ machen

Copyright Abbildung(en): Grisha Bruev / Shutterstock.com

Bislang haben Tesla-Fahrer die Supercharger genannten Schnellladestationen des E-Auto-Marktführers für sich. Dies könnte sich bald ändern, wie Tesla-Chef Elon Musk per Twitter mitteilte: „Tesla Supercharger werden anderen Elektroautos zugänglich gemacht“, schrieb Musk vor Kurzem als Antwort auf einen anderen Tweet, bei dem sich der Fragesteller erkundigen wollte, warum andere E-Auto-Hersteller Teslas Angebot zur Nutzung des Supercharger-Netzes bislang nicht angenommen haben. „Sie tun es, allerdings eher zurückhaltend“, erwiderte Musk. Konkrete Details oder die Namen anderer Hersteller nannte Musk jedoch nicht.

Das entlang wichtiger Autobahnen und Schnellstraßen u.a. in den USA und einem Großteil Europas weitestgehend flächendeckende Supercharger-Netzwerk gilt als ein entscheidender Faktor für Teslas Standing als Elektroauto-Branchenprimus. Bislang haben Tesla-Fahrer das Netzwerk exklusiv für sich, manche dürften von einer Öffnung für Dritte, welche Tesla bereits mehrfach in Aussicht gestellt hatte, enttäuscht sein und Tesla würde einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verlieren. Andererseits könnte Tesla somit auch die Auslastung seiner Schnellladestationen und somit deren Erlöse erhöhen. Zwar ist noch keine Kooperation mit einem anderen Hersteller bekannt, im Hintergrund wird aber offenbar über mögliche Vereinbarungen verhandelt, vermutet Ecomento.

Bevor die Elektroautos anderer Marken an Tesla-Säulen laden können, müssten sie eine Grundvoraussetzung erfüllen: Den automatisierten Start und eine automatische Abrechnung des Ladevorgangs per Plug & Charge, wie es Tesla-Fahrer an Superchargern gewohnt sind. Wie sich die Tesla-eigene Herangehensweise mit der Vielzahl an Verträgen, Karten und Apps, welche aktuell an Ladestationen gebraucht werden, vereinbaren lässt, ist wohl eines der Haupt-Hindernisse für andere Autohersteller. Denn Plug & Charge steckt beim Rest der Branche meist noch im Entwicklungs- und Genehmigungsstadium.

Quelle: Ecomento – Tesla-Chef: „Supercharger“ werden für andere Elektroautos zugänglich gemacht

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Bei Tesla autorisiert das gemeldete Fahrzeug den Ladevorgang und davon wird Tesla auch nicht abrücken, denn nur so lässt sich das Ladeaufkommen regulieren. Könnten beliebige Personen jederzeit nach Belieben die Säulen nutzen, könnte Tesla seiner eigenen Kundschaft gewohnten Komfort nicht mehr zusichern. Andere Hersteller werden aber nicht die Fahrzeuge ihrer Kunden von Tesla kontrollieren lassen wollen. Es wird sich überhaupt nichts ändern – laden wird noch jahrzentelang ein Kasperltheater bleiben, insbesondere wenn auch noch der Gesetzgeber mitpfuscht.

Plug & Charge gibt es doch bereits für alle Fahrzeuge mit CCS Anschluss. Fastned nutzt das bereits. Nach dem ersten Start eines Ladevorgangs über die Fastned App kann Plug & Charge aktiviert werden. Das ist möglich, weil jedes CCS Fahrzeug eine individuelle Identifikationsnummer hat und diese Nummer über die Kommunikation mit der Säule abgefragt wird.
Tesla muss eigentlich nur die Tesla App für alle Fahrer von Elektroautos öffnen und die Fahrzeuge erstmals registrieren, damit das Fahrzeug eindeutig einem Kundenkonto zugeordnet werden kann. Diese erstmalige Registrierung könnte z.B. über einen QR Code an den Superchargern erfolgen.
Schritt 1: Fahrzeug mit Supercharger verbinden.
Schritt 2: QR Code mit Tesla App Scannen.
Schritt 3: Kreditkarte angeben.
Schritt 4: Fahrzeug lädt und beginnt in Zukunft alle Ladungen per Plug & Charge.

So müsste sich Tesla nicht mit den anderen Herstellern auseinandersetzen und die Kunden anderer Hersteller würden einen Deckungsbeitrag zur Finanzierung des Netzes leisten. Selbstverständlich müssten die Preise für die Ladung etwas höher ausfallen, damit Tesla nicht seine eigenen Verkaufszahlen kannibalisiert.
Ein pauschaler Aufschlag von 50% auf den Preis des bezahlten Supercharging für Tesla Fahrzeuge ist aus meiner Sicht durchaus angemessen und entspricht den Preisen anderer großer Anbieter.

Versucht doch mal wenigsten einen einfachen Gedanken zu fassen:

Sobald tatsächlich z.B Mieter BEVs fahren, schlicht Schnelllader in gravierender Stückzahl benötigt werden, werden die preislich günstigsten überlastet, wärend z.B. derzeit eine Ionity-Säule vereinsamt. Ich hab in München am kostenlosen Triplelader schon I3-Dauerparker angetroffen, die nicht mal angeschlossen waren. Weder dem Aldimarkt direkt an der Säule, noch der Polizei geht das irgendwas an (Säulen sind nicht von Aldi, der Parkplatz darunter nicht öffentlicher Grund). Manche Anbieter der DC-Lader kassieren Gebühren für Parkblockade, manche haben Pauschalbeträge pro Ladung, Gesamtpreise die über 100% zwischen den Anbieter differieren, Monatlich neue Hardware und Software, aber alle mit der schweineteuren schweizerischen Messvorrichtung versehen, weil unser Gesetzgeber meint, jedes Watt muss exakt gemessen werden und unsere Eichamt seine Daseinsberechtigung aufrecht erhalten muss. Der Markt wird teilweise regulierend eingreifen können, aber nur über täglich geänderte Strompreise, die er auch täglich publizieren wird – bleibe uneingeschränkt bei meiner Aussage. Musk wäre wirklich selten dämlich, wenn er da mitspielen würde.

Nebenbei: StarLink hat die Zulassung der deutschen Netzagentur bekommen. Anträge für Tesla als Stromanbieter und Anträge für Sonntagsfahrerlaubnis Elektro-LkWs laufen. USA stellt geänderte Förderung für Elektrofahrzeug in Aussicht, sofern diese in den USA gefertigt wurden, ….
Wo sind denn die Tesla-Shortseller abgeblieben, ich möchte endlich wieder günstig nachkaufen !

Sicherlich eine gute Sache, wobei Tesla das im Jahrss Durchschnitt auch gerne sehen würde weil seine Supercharger besser ausgelastet wären. Vielleicht bekommen Tesla Fahrer auch einen etwas günstigeren Preis um immer noch eine Vorteil zu haben. Plug & Charge ist natürlich Voraussetzung. Die FIN wird bei CCS soweit ich weiß sowieso übermittelt. Kann dann eigentlich nicht so schwer sein das zu machen. Vielleicht müsste man sich bei Tesla irgendwie registrieren mit seiner Kreditkarte.
Tesla wird mit Sicherheit keine RFID Leser installieren. Haben die Supercharger eigentlich geeichte Zähler drin? Das ist ja auch wieder so ne Sache in Deutschland.

Muss Zeit nähert sich dem Ende. Wenn er das macht ist Tesla nur noch Überlebensfähig wenn er an einen Konzern verkauft oder einen Konzern kauft. Meinen Tesla S fahre ich nur noch weil ich das Laden auf Lebenszeit frei habe. In zwei Jahren sind die grossen Hersteller soweit das Sie gleichgute Autos bauen. Dann wird es eng für Tesla. Musk hat keine Lust mehr für Autos. Er will lieber zum Mars.

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