Tesla begrenzt Supercharger-Aufladung in Europa auf 120 kW, aber warum?

Tesla begrenzt Supercharger-Aufladung in Europa auf 120 kW, aber warum?

Copyright Abbildung(en): David Tonelson / Shutterstock.com

InsideEVs hat festgestellt, dass Tesla die Supercharger Aufladung in Europa auf 120 kW abriegelt, aber warum? Bisher stehen nur Mutmaßungen im Raum, da Tesla selbst noch keine offizielle Erklärung abgegeben hat. Seit der Ersteinführung der Supercharger in Europa im Jahr 2013 wurden auf dem Kontinent mehr als 525 Standorte mit mehr als 5.000 Ladepunkten in Betrieb genommen, an denen Kunden bis heute bereits Strom für mehr als zwei Milliarden elektrische Kilometer geladen haben. Doch nun sollen diese nicht mehr mit maximal 250 kW laden können.

Die Berichte über diese Ladebegrenzungen stammen aus Spanien, Großbritannien, Portugal, Schweden und den meisten anderen Ländern, in denen die Autos verkauft werden. Nach Angaben von Tesla-Fahrer schaffen es einige von ihnen gelegentlich, dieses Limit zu überschreiten, während die meisten an den 120 kW nicht vorbeikommen. Einige Fahrer sind in ihren Beschreibungen sogar noch präziser: Sie sagen, dass die Autos nur 117 kW erreichen können, selbst wenn kein anderes Auto aufgeladen wird. Tests an anderen Ladestationen, wie z.B. IONITY haben gezeigt, dass das Problem wirklich an den Supercharger und nicht am jeweiligen Tesla E-Auto lag.

Die Besitzer der Fahrzeuge haben versucht Tesla zu kontaktieren, um eine offizielle Erklärung zu erhalten. Bisher jedoch ohne Erfolg. Hierdurch werden entsprechende Theorien unter den Fahrern angeheizt. Unter anderem glaubt man, dass die Ladegeschwindigkeit begrenzt wird, um die Supercharger vor Überhitzung, gerade in den heißen Sommermonaten, zu schützen. Zudem steht die Überlegung im Raum, dass Tesla durch eine geringere Ladeleistung mehr Geld verdienen könne. Mehr wird man erfahren, wenn Tesla sich äußert.

Zur Erinnerung: In der Supercharger-Version 3 ermöglichen die Supercharger Ladekapazitäten von bis zu 250 kW, während die V2-Ladegeräte in der letzten Expansionsstufe bis zu 150 kW erreichten. Laut supercharge.info befinden sich derzeit auch in Deutschland die ersten beiden V3-Standorte im Bau: zwölf Säulen in Wismar und 16 in Frankfurt am Main.

Quelle: InsideEVs – Tesla Is Limiting Supercharging To 120 kW In Europe, But Why?

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18 Antworten

  1. Hi,

    in Hilden am Seed&Greet wird auch ein neuer V3 SuC gebaut, im Endausbau mit 40 Stalls.
    Dort wurde aber mittlerweile schon ein temporärer V2 SuC mit 14 Stall aufgestellt.

  2. Mir erschließt sich die Aussage

    ” Zudem steht die Überlegung im Raum, dass Tesla durch eine geringere Ladeleistung mehr Geld verdienen könne.”

    nicht. Soweit bekannt ist, wird auch bei Tesla nach KW abgerechnet, da ist die Ladeleistung /-geschwindigkeit unerheblich.

    1. Als gewerblicher Stromgroßabnehmer, bezahlt man in Deutschland, zusätzlich zum kWh Verbrauch auch nach einer 15minutugen Spitzenleistung. Eine Art Leisitungsbereitstellungsaufschlag. Der ist nicht unerheblich. Deshalb haben einige Gerwerbe Lastmanagmentsysteme im Einsatz. Hier macht das ber keinen Sinn wenn nur wenige Laden. Wenn alle oder nahezu Stalls besetzt sind, durchhaus um Stromkosten zu sparen.

  3. Spitzenlaskappung ist ein Thema. Aber das Thema hat schon das BMWi versaut. Da hätte man die AC-Säulen als öffentlichen Netzzugang freigeben müssen.
    Den SuC 2.0 mangelt es einfach an Infrastruktur mit Lastmanagement.
    In Hilden hat Tesla die einmalige Chance den SuC 3.0 in ein ganzheitliches Konzept zusammmen mit „ihr Bäcker Schüren“ einzubetten.
    PV und Windkraft helfen den Grundbedarf mit Unterstützung von Speichern, abzudecken. Für den Winter und zur Spitzenlastabdeckunf könnte noch eine leistungsfähige Gasturbine mit einem Wärmenutzungskonzept Verwendung finden.

  4. Also Tesla will Geld machen. In ganz Europa hätte man multi-Tankstellen machen sollen. Tesla haben spezielle Stecker(Damit das jedes e-Fahrzeug laden kann.)

  5. 100 kW sind besser als 300 die nicht funktionieren.
    Tesla ist trotzdem und als einziger Vorreiter bei Ladeinfrastruktur.
    Europa EU. und die Deutschen Autokonzerne verschlafen den Zug.
    Eigentlich kauft man bei Tesla kein Auto sondern Zugang zu einem sicheren Ladenetzwerk.
    Weiter so ….

  6. ich hätte da mehrere Theorien..

    könnte es ein technisches Problem mit der Überlastung geben bzw dem Thermomanagement geben das Tesla das aus Sicherheitsgründen runterregelt (Thema Sommmermonate)?
    könnte es sein das Tesla allen Ladern die gleiche Leistung geben möchte. ist es bisher nicht so dass der erste an der Säule die Maximale Leistung bekommen hat und er zweite nur verringerte Leistung?
    könnte es ein rechtliches Problem sein das Tesla bekommen könnte . Müsste das Ding aufgrund der Leistung evtl Hypercharger heißen und müsste nach Norm einen CCS Anschluss haben? Und Tesla aus dem Letzen Schein-Prozess aufgrund vorgeschriebenen downgegradeten Autopiloten gelernt hat.

    es bleibt spannend…

  7. Kann das nicht bestätigen.
    Hatte am ersten August kurzzeitig knapp 220 kW. Hab sogar nochn Foto mit 196 kW (wen’s interessiert) SuC V3 Middelburg.

    M3 LR DM

  8. Mit meinem Model S P85D aus 2014 lade ich seit einiger Zeit nur noch zwischen 90 und 25 KW und Tesla antwortet nicht auf mein warum? Gottlob bin ich Rentner….

    1. Möglicherweise haben Sie eine Begrenzung erhalten weil Ihr Fahrzeug nach sechs Jahren zu viele SuC Ladungen registriert hat? So etwas habe ich beim YT Kanal von Ove namens „T&T Emoblity“ mal gehört. Schade, dass sich Tesla nicht bei Ihnen gemeldet hat.

  9. Warum ist meine Ladekapazität an stark ausgelasteten Supercharger-Ladestationen auf 80% begrenzt?
    Wenn mehr als 50% der Supercharger-Ladeplätze belegt sind, setzen wir einen Ladegrenzwert von 80%, um einen effizienteren Ladevorgang zu gewährleisten. Sie können jedoch das Ladelimit über den Touchscreen im Fahrzeug oder über die Tesla App unter “Aufladen” manuell einstellen, falls Sie für die Weiterfahrt eine höhere Ladung benötigen.

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