Tesla Autopilot unerwünscht in Deutschland? Welche Rolle spielen Daimler, BMW und VW?

Tesla Autopilot unerwünscht in Deutschland? Welche Rolle spielen Daimler, BMW und VW?

Copyright Abbildung(en): Aleksandra Suzi / Shutterstock.com

Mitte Juli 2020 urteilte ein deutsches Gericht, in München, dass der Begriff ‚Autopilot’ von Tesla irreführende Werbung sei. Der Richter erklärte, dass Tesla angibt, das System arbeite autonom und automatisch und der Name Autopilot sei irrführend da er etwas verspreche das er weder technisch biete noch rechtlich bieten dürfte. Zitat: „Durch die Verwendung der Terminologie Autopilot und anderer Definitionen suggeriert der Angeklagte jedoch, dass ihre Fahrzeuge in der Lage wären, völlig autonom zu fahren.“

Die Wettbewerbszentrale welche die Klage führte, ist eine Organisation mit vielen Mitgliedern, und der Antrag, Tesla zu verklagen, kam laut Medienquellen u.a. von einem der großen deutschen Automobilhersteller. Daimler, BMW und die Volkswagen-Gruppe sind Mitglieder der Wettbewerbszentrale und zahlen eine Mitgliedsgebühr die nicht öffentlich ist. Die Mietgliedergebühr ist dabei frei verhandelbar. Einen Antrag zur Klage darf nur stellen wer Mitglied ist und die verhandelbare Gebühr gezahlt hat. Die Wettbewerbszentrale selbst entscheidet gegen wen geklagt wird.

Wikipedia

Niemand hat Transparenz darüber, wer wann und was in welcher Höhe an die Wettbewerbszentrale zahlt. Dies eröffnet Unternehmen die Möglichkeit durch eine höhere Gebühr eine Klage zu fordern den es gibt kein Kontrollgremium. Wir sprechen hier von einer Struktur die Bestechung möglich macht, ja sogar wegen mangelnder Transparenz und Kontrolle die Option zu dieser bewusst oder unbewusst in Kauf nimmt. Die Wettbewerbszentrale klagt nur, wenn ein Mitglied darum bittet, was zu der merkwürdigen Situation geführt hat, dass Unternehmen, die in der Vergangenheit verklagt wurden, sich danach für eine Mitgliedschaft entschieden haben.

Im September 2020 testete die Euro NCAP, eine Organisation die nicht offiziell einer Regierung untersteht aber sehr viele europäische Regierungsbehörden als Mitglieder hat, Fahrunterstützungssysteme und stufte den Autopiloten von Tesla als unterdurchschnittlich ein. Als Hauptgrund für die niedrige Bewertung erklärten sie, Zitat: „Der Begriff Autopilot ist unangebracht, da er eine vollständige Automatisierung suggeriert“. In ihren Bewertungsrichtlinien erklären sie weiter, Zitat: „Ein guter Systemname sollte nicht irreführend sein und Assistenz enthalten, um das Systemdesign und seinen Zweck zur Unterstützung des Fahrers klar zu identifizieren. Darüber hinaus sollte der Systemname niemals das Wort „Auto“ oder einen Hinweis auf die Automatisierung enthalten“.

Tesla rangiert unter den 10 getesteten Systemen auf Platz 6. Das ist unterdurchschnittlich, obwohl der Autopilot in den beiden funktionalen Kategorien u.a. der Sicherheit unter den insgesamt 3 Testkategorien als das beste System von allen eingestuft wurde. Die Top 3 der von der EU NCAP getesteten Fahrerassistenzsysteme sind 1. Daimler, 2. BMW und 3. Audi, ein Unternehmen der Volkswagen-Gruppe.

Sind diese beiden Entscheidungen ein Zufall?

EU NCAP

Tesla wurde sowohl vom deutschen Gericht als auch von der EU NCAP beschuldigt, den Verbraucher irregeführt zu haben, indem er angab, das System fahre autonom und automatisch. Wenn wir uns die Beschreibungen der Fahrassistenzsysteme von Daimler, BMW und Audi auf ihren Webseiten ansehen, finden wir die Terminologie automatisch und autonom an vielen Stellen. Weder das Münchner Gericht noch die EU-NCAP scheinen aber ein Problem damit zu haben, den kalifornischen Hersteller Tesla aufgrund einer Terminologie zu beurteilen und zu verurteilen die sie zwar bei Tesla als Bewertungskriterium ansetzen aber nicht bei den großen deutschen Automobilherstellern.

EU NCAP

Ein Autopilot in einem Flugzeug ist ein Flugassistenzsystem, so wie der Autopilot in einem Tesla-Fahrzeug ein Fahrassistenzsystem ist, bei dem der Fahrer oder Pilot jederzeit bereit sein muss, die Führung zu übernehmen und einzugreifen. Es ist vollkommen unklar, warum das deutsche Gericht, wie auch die EU NCAP , es für eine irreführende Terminologie halten kann, wenn Tesla einen Begriff verwendet der allgemein bekannt und seit Jahrzehnten für ein vergleichbares System in einem Flugzeug im Einsatz ist. Flugzeuge die wir alle irgendwann einmal genutzt haben. Wenn also der Begriff Auto laut Gericht bedeutet, dass die Flugzeuge autonom fliegen obwohl sie nur Assistenzsysteme sind, warum ist dann der Autopilot in einem Flugzeug nicht irreführende Werbung?

Twitter / Screenshot

Auto bedeutet in dem Kontext eines Fahrassistenten nichts Anderes als dass einige Funktionen automatisiert sind, wie wir es von allen anderen Systemen kennen, die wir tagtäglich benutzen. Automatisierung bedeutet keineswegs autonomen Fähigkeiten zu haben, und Tesla hat außerdem sehr klar definiert, dass das System noch nicht autonom ist. Im Gegensatz zu der Aussage des Richters ist dem Durchschnittsmenschen in Deutschland sehr wohl bewusst, dass automatisch nicht autonom bedeutet und Auto keineswegs heißt das es von selbst also autonom fährt. Wenn das anders wäre dann müssten wir ja auch den Begriff Auto als Fahrzeugbeschreibung oder Autobahn als Schnellstraße als irreführend verbieten.

Ich hatte die Gelegenheit, den Autopiloten von Tesla sowohl in Europa als auch in den USA zu benutzen und zu testen, und habe erlebt, wie sehr das System in Europa in seinen Möglichkeiten heute schon durch die örtlichen Behörden funktional ins Negative eingeschränkt wird. Betrachtet man die volle Funktionalität die in den USA im Einsatz ist, ist es allen anderen Systemen deutlich und ohne Zweifel überlegen. Die NCAP hat dies in ihrem funktionalen Test auch bestätigt.

Euro NCAP
Euro NCAP

Wenn das stimmt, wie kann die NCAP dann ernsthaft die Punktzahl in der dritten Kategorie, in welcher der Name und die Interaktion mit dem Fahrer als Hauptthema genannt wurden, so stark reduzieren, dass die Gesamtpunktzahl des Tests bei unterdurchschnittlichen 6 von 10 Rängen liegt. Dem Leser des NCAP Tests wird dadurch auf irreführende Art und Weise suggeriert die Funktion des Systems wäre anderen Systemen unterlegen.

Das System, das in der Notfall- und Fahrhilfefunktionalität am besten funktioniert und dadurch nachweißlich durch jahrelange statistische Daten beweist, dass es Unfälle und Todesfälle um einen Faktor von fast 10 reduziert, wird unterdurchschnittlich bewertet, weil der Name nicht nach den Wünschen der NCAP ausgewählt wurde?

„Nach welchen Maßstäben wird die Sicherheit in Europa eigentlich beurteilt? Macht ein Name ein System funktional wirklich sicherer? Mir ist vollkommen egal wie ein System heißt aber mir ist überhaupt nicht egal wie gut es funktioniert!“

Europäische Verkehrs-Ministerien aus allen wichtigen EU-Ländern sind Mitglied des NCAP und akzeptieren, dass die Verbraucher auf einer Bewertung Systeme auswählen in denen die weniger gut funktionieren Fahrassistenzsystem als führend bezeichnet werden und setzten damit das Leben und die Gesundheit ihrer Bürger bewusst oder unbewusst aufs Spiel!

EU NCAP

Offensichtlich ist nicht der Verbraucher derjenige, der von der NCAP -Punktzahl profitiert, sondern die hiesige Automobilindustrie, die nun behaupten kann, nach dem Test die besten Systeme zu haben, was faktisch falsch sind. Der ADAC auch Mitglied des NCAP erklärte, dass „erwartungsgemäß die teuersten Fahrassistenzsysteme der deutschen Premiumhersteller die besten sind“. Diese Aussage ist faktisch falsch, irreführend und fahrlässig.

Wer behauptet, das deutsche Fahrassistenzsystem sei das Beste, hat die Testergebnisse der NCAP nicht gelesen und macht sich schuldig für Menschen, die sich für ein minderwertiges Fahrassistenzsystem entscheiden und möglicherweise in einen Unfall verwickelt werden. Die europäischen Ministerien, die Mitglieder des NCAP sind, machen sich in ihren Ländern durch vermeidbarer Unfälle, Verletzungen und Todesfälle schuldig. Eine Namenskonvention verursacht keinen Unfall, aber ein schlecht funktionierendes Fahrassistenzsystem tut es.

Wenn wir genau untersuchen, was das Gericht entschieden hat und was die NCAP geprüft und zu welchem Schluss es gekommen ist, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es in diesen Fällen zu viele Merkwürdigkeiten gibt, als dass man sie alle als Zufall bezeichnen könnte.

Selbst Ferdinand Dudenhöfer, der viele Jahre mit seiner Einschätzung zum Thema Elektromobilität und Tesla vollkommen falsch lag hat inzwischen bei der Analyse harter Daten und Statistiken erkannt, dass der Autopilot von Tesla ohne Zweifel Unfälle verhindert und Leben rettet.

Twitter / Screenshot

Das vollautomatisierte Fahren berge ein „gewaltiges Potenzial, das viele Verkehrstote und Verletzte erspart“, schreibt der Branchenexperte der in seinem CAR Institut errechnet das umgerechnet auf die Europäischen Verhältnisse sogar 66% weniger Unfällen vorkommen würden. Das sind 2 von 3 Unfällen!

„Es ist überfällig das in Deutschland bei dem Thema Fahrassistenzsystem und autonomes Fahren endlich Fakten betrachtet werden denn es geht um unser aller Gesundheit und um unser aller Leben.“

Wenn die hiesigen Lobby Gruppen mit Profiten und Arbeitsplätzen argumentieren dann sollte niemand es wagen diese höher zu bewerten als unsere Gesundheit und unser Leben.


Dieser Artikel ist im Oktober 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

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Tesla arbeitet im Kern kamerabasiert und hat in den nicht optischen Systemen keinerlei Redundanz aufzuweisen, weder in der verarbeitenden Elektronik noch in der Sensorik. Das Auge kann man täuschen, eine Kamera ebenso. Es reicht eine Pixelgrafik und der Tesla ist hilflos: https://www.automobil-industrie.vogel.de/farbmuster-stoert-objekterkennung-von-fahrzeugkameras-a-878671/ Andere Hersteller setzen auf mehrfache Radarsysteme und LIDAR. Und zwei Recheneinheiten. Nur damit kann man die Fahrt sicher machen, denn selbst wenn die Kamera sich irritieren lässt, werden zwei andere System erfassen, was wirklich passiert. Tesla ist viel Fake, viel Lautsprecher, viel überzogene Versprechen. Das passt mit einer Technik, der man Menschen Leben anvertraut, nicht zusammen. Da fehlt das Vertrauen. Selbst gusseiserne Tesla Fans kamen vor wenigen Monaten ins Zweifeln, als ein Model 3 einen auf der Fahrbahn liegenden LKW bei bestem Wetter nicht erkannte, weil die Kameras die weiße Plane für den Hintergrund gehalten haben: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Tesla-rast-beinahe-ungebremst-in-verunglueckten-Lkw-article21823830.html

1. Die Unfallstatistik beweisst das der Autopilot von Tesla deutlich besser ist als ein Mensch in der USA und dieses Zahlen sind auch übertragbar auf Deutschland. Dudenhöfer hat dies errechnet. Einfach mal nachlesen.https://teslamag.de/news/tesla-autopilot-fahrten-zehnmal-seltener-unfaelle-als-durchschnitt-28239

2. Fahrassistenzsysteme und Autonomes Fahren ist auf Vision also kamera- basierte Technik als einer der wichtigsten Sensortypen angewiesen aber Tesla setzt auch auf alle anderen Sensortypen ausser auf Lidar wie z.B. Ultraschall oder Radar. Aber ohne Kameras keine funktionierenden Systeme – das ist auch allen anderen Anbietern bewusst. Lidar ist nicht notwendig und die Erfolge zeigen das Tesla damit recht hat. Menschen fahren jeden Tag erfolgreich mit 2 Augen – ein Tesla hat 9 „Augen“. Lidar bringt fast keinen Zusatznutzen zu anderen Sensoren ist dafür aber bei vielen Wetterlagen gar nicht nutzbar.

3. Ich kann nur allen Lesern empfehlen die Videos von der aktuellen neuen Software FSD-Beta anzusehen die auf Twitter vefügbar sind und zeigen wie enorm gut das Fahrzeug durch Kreuzungen, Ampeln, engene Strassen, Kreisverkehre fährt und dabei für Fussgänger und Fahradfahrer als auch entgegenkommende Fahrzeuge bei parkenden Fahrzeugen selbstständig stopped. Wir sehen hier gerade eine deutliche Beschleunigung der Entwicklung dieser bahnbrechenden Technologie und die Deutschen Hersteller sind vollkommen abgeschlagen. https://twitter.com/teslaownersSV/status/1322336344534773760

4. Das FSD Beta von Tesla bekommt alle paar Tage ein Update und hat sich in dieser einen Woche bereits rapide verändert und verbessert. Aktuell gibt es bereits Videos von Tesla Fahrzeugen die komplett sicher und ohne Unterbrechung oder notwendigen Eingriff des Fahrers selbstständig vom Start bis zum Ziel fahren und das ist erst der Anfang https://youtu.be/mYpA_US_RzM. Das System wird sehr schnell und konstant besser und das obwohl der sog. Dojo Computer der eine neue rechenleistung bringen wird nocht nicht enmal aktiv ist.

Deutschland wird diesen Vorsprung von Tesla vermutlih nie aufholen können denn die Ansätze der Deutschen Hersteller basieren auf falschen Annahmen und Rahmenbedingungen.

Sehe es auch so wie David. Tesla ist zwar bzgl. Datenverarbeitung mit Standard Kameras am besten unterwegs. Aber seitens Hardware muss da noch einiges geschehen. Es ist fahrlässig, ohne doppelten Boden hinsichtlich Sicherheit unterwegs zu sein. Es gab bereits verschiedene schwere Unfälle und beim von David verlinkten Video hätte der Fahrer sogar tödlich verunglücken können! So einen ähnlichen Unfall gab es auch schonmal, hat sich anscheinend nichts geändert. Lidar hätte es definitiv verhindert. Aber man glaubt lieber Musk, der seit Jahren verspricht, voll autonom fahrende Systeme per Update zur Verfügung stellen zu können. Die hiesige Industrie hat mit Diesel Gate viel an Vertrauen eingebüßt und der Umgang mit den deutschen Kunden hat es noch verschlimmert. In den kommenden max. 2-3 Jahren wird sich ein Bild davon ergeben, wie die Automobil-Hersteller aufgestellt sind. Dann werden auch die deutschen Hersteller neue Systeme vorstellen. Übrigens unterlag in Amerika das Tesla System dem von Cadillac. Würde ich Tesla Aktien besitzen, wie der Autor des Artikels, dann würde ich mich auch nur an die positiven Aspekte orientieren

Es ist ja nicht so dass Tesla damit geworben hat, dass ihre Autos Ende 2019 vollständig autonom in Deutschland fahren können…

Die augenscheinliche Hilflosigkeit der Deutschen Autobauer ist nicht überraschend. Wer selber nichts auf die Reihe kriegt hindert andere auf juristischem Weg daran den Vorsprung auszubauen. Genauso Dumm war es in Brüssel zu lobbyieren und jegliche Innovation zu verschlafen. Das hindert nur die eigene Entwicklung. Der technologische Rückstand in Deutschland ist eklatant. Wer heute Innovation kaufen will kauft bei Tesla oder in China. Deutschland fährt auf einer Dampflock einem ICE hinterher. Ich bezweifle, dass es ohne eine radikale Bereinigung gehen wird. R. I. P Deutsche Autoindustrie.

Genau. Tesla entwickelt ein durchdachtes Konzept rasend schnell weiter. In Deutschland diskutiert man noch Konzepte.

Ich finde es unpassend, dass ständig suggeriert wird, die Deutsche Autoindustrie würde im Hintergrund gegen Tesla arbeiten. Dafür gibt es keinerlei Belege und es stärkt leider nur das Bild der „Tesla-Fanboys“ die sich irgendwas zusammenreimen.

Fakt ist, dass das Thema „Autopilot“ auch in anderen Ländern für Diskussionen sorgte. Beispielsweise im Consumer Report (USA). Fakt ist auch, dass „Autobahn“ eine ziemlich schlechte Analogie ist. Denn am Ende kommt es darauf an, was dem Kunden suggeriert wird. Die Autobahn suggeriert nicht, dass automatisch gefahren wird. Aus Kundensicht (man Frage 100 Autofahrer) mag das beim Autopiloten aber anders sein. Die Gerichte haben das ja durchaus begründet.

Dass autonomes Fahren prinzipiell auch ohne Lidar funktioniert ist offensichtlich. Es würden ja 2 Kameras und 1 Mikrofon reichen. Dennoch setzt auch Tesla weitere Technologien ein – im Sinne der Sicherheit. Lidar bietet einen weiteren Kanal, um die Sicherheit zu erhöhen. Auf diesen verzichtet Tesla aus Kostengründen – das kann ja jeder nach Belieben bewerten.

Was die Unfallstatistik angeht, so würden mich die Bedingungen interessieren. Hat man auch identische Strecken verglichen? Also autonome Fahren auf der Autobahn vs. manuelles Fahren auf der Autobahn? Und gilt ein Unfall, in dem der Mensch im letzten Moment noch eingreifen musste, auch als Unfall unter Autopilot? Leider gibt eine solch allgemeine Statistik nicht viel her.

Ja über alles her ziehen, der Grund ist ein anderer
Man nennt so was auch Disruption, in dem Zustand befinden sich Daimler, BMW und Co.
mehr ist es nicht, alles weitere wird sich zeigen.

Definition:
Disruption ist ein Prozess, bei dem ein bestehendes Geschäftsmodell oder ein gesamter Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst beziehungsweise „zerschlagen“ wird.01.01.2019 (siehe Wikipedia)

Ich arbeite bei einem der größten Automobilzulieferer und ich kann nur bestätigen, dass Tesla um Jahre voraus ist. Die EU beschränkt Tesla massiv. Der normale Autopilot ist schon um einiges besser, als das was die Europäer bitten.

@Alexander : Vielen Dank für Ihre informativen Berichte.
@Sarah und Tobi : 1+

Tesla wendet ein sogenanntes „Vectoring“ mit einem „leistungsstarken CPU“ für ihren Full-Self-Driving ( FSD) Assistenten an und Tesla sammelt täglich Daten von über 1 Million Fahrzeugen.

Da wir im Allgemeinen nicht vorhersagen können wie sich ein Objekt (=Vektor) im Laufe der Zeit im Dreidimensionalen Raum
bewegen wird, verlassen wir uns auf Karten, welche aber statisch sind.
Andere Vektoren bewegen sich aber in dieser Landschaft, weshalb Karten alleine nicht helfen.
Wir müssen Risikoabschätzung vornehmen und Vorhersagen treffen können, was alleine mit Kameras nicht geht.
Bild für Bild wird aneinander gereiht und dann beobachtet wie sich die Vektoren im Raum gegeneinander bewegen.

Soweit zum technischen, wo, wie ich das beurteilen kann, Tesla am weitesten fortgeschritten und geht da Risiken ein. Ich selber bin mit den Fahrassistenten im Model 3 sehr zufrieden und das Feedback von Kollegen ist auf Autobahnen in der Schweiz durchaus positiv. Solange ich aber meine Hände immer noch in Bereitschaft halten muss, bin ich noch nicht bereit den FSD zu kaufen.

Zum politischen: Der technologische Stand der Deutschen Hersteller ist sicher auf einem sehr hohen und fast schon perfekten Niveau in Allem was sie tun, eben Deutsche Gründlichkeit. Japan und Südkorea, haben aber die Technik-verrücktesten Bevölkerungen, die ich schon je gesehen habe. China kommt neu hinzu und bedenken wir, dass sie noch am wenigsten lang mit von der Partie sind.

Tesla hat aber sicher, zumindest in Deutschland das ganze Establishment so richtig aufgewühlt und das kommt halt ganz schief rein. Ich sehe aber auch, dass bei Tesla nicht immer nur alles Gold ist was glänzt. Und das soll auch kritisch angesprochen werden und das soll auch Tesla helfen sich selber zu korrigieren.

Vor 10 Jahren, als ich den Roadster 2.5 gekauft habe, war Tesla noch keine Konkurrenz für niemanden, so eine Art Randerscheinung mit ein paar Freaks. Tesla wurde mit einem Schulterzucken wahrgenommen, aber das war es dann auch schon. Da gab es noch keine Notwendigkeit einen Change einzuleiten. Seit 3-4 Jahren macht das Unternehmen aber nicht mehr nur rote, sondern auch immer öfter schwarze Zahlen und baut Autos, die nicht nur Lotterkisten sind die auch noch funktionieren. Ein neuer Player ist auf die Bühne getreten und hat, wenn noch ein kleines aber doch schon ein nicht mehr zu vernachlässigendes Stück vom Kuchen. Völlig klar, dass das Establishment aufgeschreckt ist und mit allen Mitteln entgegenhält. Und das ist völlig legitim.

Also ich persönlich würde das als eine Herausforderung betrachten. Es wird für alle Platz haben. Am Ende wird es die herkömmlichen Hersteller + Tesla + Chinesische + … geben. Was für mich auch klar ist, dass der Kuchen für Alle kleiner werden wird. Und darauf sollten wir uns Alle schnellstens einstellen. Es sollte kein „to big to fail“ geben.

@Alexander

Doch genau das haben SIE! Es stand immer *bis Ende des Jahres*. Und durch das Gerichtsurteil (was ich absolut befürworte) steht seitdem im Konfigurator beim FSD “ in naher Zukunft“

Und solange dieses System weiterhin Phantombremsungen macht (TFF Forum Threads sind voll davon) kann und darf so ein System auch keine Nummer 1 sein. Schade dass das immer so runter geredet wird.

Ich halte übrigens auch die anderen Systeme bei weitem nicht so übel wie sie immer gemacht werden…

@Sworksm

Die EU beschränkt aber alle Hersteller zugleich massiv – weil hier klassischerweise Sicherheitsbedenken eine größere Rolle spielen als z.B. in den USA. Mercedes will im nächsten Jahr ein Level 3 System zulassen. Erlaubt sind nur 60km/h, obwohl technisch auch hier mehr ginge.

Ich fahre regelmäßig Langstrecke mit einem Modell 3. Dabei nutze ich den AP zu 95%, sogar auch bei AB Wechsel. Davor hatte ich ein BMW 530xd (G31). Das Assistenzsystem funktionierte auf der AB zwar sehr gut /Landstraße und Stadt gar nicht), ich konnte es aber gerade mal zu 50% auf der AB einsetzen, da es meist die Spur nicht erkannte, der BMW rechts überholt. Oft auch mitten in der Fahrt wurde die Assistenz schweigend beendet und wenn man das grüne Logo übersehen hat, merkte mann es erst gar nicht, erst dann ein man die Spur verlassen hat.
Der Tesla erkennt extrem zuverlässig die Spuren auch in schwierigen Baustellen Situationen und Schlechtwetter. Phantombremsungen gibt es deutlich mehr als beim BMW, aber die meisten sind sachte und kurz und damit problemlos. Selten gibt es allerdings Stärkere, dass ist dann unangenehm. Mit der Zeit erkennt man die Situationen wo eine Phantombremsung wahrscheinlich ist und hat den Fuß schon am Gaspedal (Z.B. Wenn ein LKW Fahrer in seiner Spur leicht nach links kommt und knapp vor der Fahrbahnbegrenzung ist, vor allem in Kurven und man den gerade überholt). Der große Unterschied ist allerdings der, dass der BMW nach 3 Jahren die gleichen Fehler und Fähigkeiten hatte wie am ersten Tag. Der Tesla entwickelt sich dank OTA Updates alle paar Wochen weiter und die Schritte sind nicht klein!

Noch mal ein Hinweis. Der Tesla Model 3 ist redundant für Level 5 aufgebaut. 2 unabhängige Motoren (je nach Modell), 2 unabhängige Rechner Einheiten für den AP, redundantes Lenksystem.

Mein G31 war ein höherwertiges Auto als das jetzige Model 3. Ich bereue den Umstieg keinen Tag. Ganz im Gegenteil, der Tesla ist das geilste Auto was je gefahren bin und hatte. Klar vermisse ich die Sitzlüftung, Matrixlicht und das HuD, aber der Tesla hat so viel super Features, die das mit Lässigkeit kompensieren.
Die Meisten die gegen Tesla stänkern, kennen das Auto nicht selbst, sondern wollen aus Unkenntnis und oft als Folge verzerrter Berichterstattung einfach dagegen sein. Mein M3 haben zwischenzeitlich ca. 30 Personen Probe gefahren, darunter auch reinrassige Petrolheads, tief beeindruckt waren durchwegs alle und einige haben auch daraufhin ein Model 3 bestellt und für den Besteller und mich dafür 1.500km kostenloses Schnelladen am SuC.

Die Berichterstattung in den Medien ist deshalb so verzerrt, weil A) das Wort Tesla grundsätzlich Klicks generiert, B) Tesla keine Werbeanzeigen schaltet, C) Keine aktive Presseabteilung hat. Wegen A wird jeder Scheiß online gestellt., wegen B ist man dann nicht durch Tesla erpressbar und wegen C wird es nicht richtig gestellt. Wenn es die Tesla Fahrer dann selbst richtig stellen wollen, werden die als Fanboys dargestellt. So ist es halt, Egal, irgendwann hat es der letzte auch noch kapiert.

Wie bereits zu deutlich gesagt wurde, es ist nicht alles Gold was von Tesla kommt. Nur Tesla hat die Welt auf den Kopf gestellt mit Konzepten, die nicht in die alte Autowelt passen. Da stand nun Tesla wieder am Pranger wegen eines ungeschützten Begriffes Autopilot, welcher nicht unbedingt suggeriert ein Auto würde autonom fahren. Hoppla, da war das Wort autonom, welches genauso irreführend ist. Bislang gibt es meiner Kenntnis nach keine käuflichen Systeme, welche ohne Aufsicht eigenständig sich im Verkehr fortbewegen können. Es sind alles Assistenzsysteme, die das Fahren einem ziemlich abnehmen oder erleichtern.
Wirklich irreführend finde ich Verbrauchsangaben von Plugs oder Verbrenner, die nicht nur verbal, sondern nachhaltig der Umwelt schaden.
Dann sei noch die inflationäre Verwendung des Begriffes KI zu nennen, oder der seit Jahren suggerierte Klimaschutz einiger großer Automarken, obwohl kaum ein Tag ohne Umweltskandal begonnen wird.
Tesla ist Hype, gut für Umwelt und Mensch, und unerwünscht in der alten Autowelt. Jedes eMobil und Autoassistenz ist reale Zukunft, gut für Umwelt und Klima.

@Max. Wenn Sicherheitsbedenken tatsächlich dominieren, dann hätten ihr schon viel mehr Assistenz!
Assinstenzsysteme datteln nicht am Handy, fahren nicht zu schnell, saufen nicht, sind nicht übermüdet, telefonieren nicht und stehen nicht unter Drogen. Nicht ohne Grund gibt es nachweislich weniger Unfälle beim Einsatz von Assitenzsystemen.

@Peter

Es sagt auch niemand etwas Gegen Assistenzsysteme. Hier reden wir von Level 2. Die Verantwortung trägt der Fahrer. Diese Systeme sind mittlerweile wirklich sehr gut. Die Regulierung tut sich aber mit allem ab Level 3 sehr schwer. Denn hier trägt das Auto die Verantwortung.

Audi setzt seit der aktuellen A8 Generation (und auch Q8 und A6 soweit ich weiß) Systeme ein inkl Lidar und wollte damit schon länger Level 3 Autonomie anbieten (zumindest auf Autobahnen bis 60 kmh).
Sie dürfen es bis heute aufgrund EUROPÄISCHER Richtlinien nicht.
Zum einen müssen wir mal aufhören in unserer deutschen Blase zu denken, nicht alle Regeln kommen aus Deutschland.
Und das sich unter diesen Umständen (man könnte aber darf nicht) sich Hersteller dann gegen
Habe mich selbst ernsthaft für ein Model 3 interessiert und hatte aufgrund der suggerierten Möglichkeiten (Texte auf der Tesla Webseite) zumindest bei alltäglichen Situationen einen Funktionsumfang wie bei aktuellen Systemen aus (nur z. B.) dem VW Konzern erwartet. Bei einem direkten Vergleich der Funktionen (Details des Abstands-Radars etc) war ich dann schon ziemlich enttäuscht.
Das sich Hersteller dagegen wehren, wenn durch die Bezeichnung und Beschreibung einer für viele Käufer sehr wichtigen Funktion, eine Ausstattung suggeriert wird, die mind. Level 3 entspricht, dies aber in Europa noch gar nicht erlaubt ist, dann kann ich die Hersteller da schon verstehen.
Gleiches Recht und Chancen für alle im fairen Wettbewerb.
Bei Tesla wird halt gern mal ein zukünftiger Funktionsumfang beschrieben, ohne Garantie, dass es ihn so jemals geben wird oder erlaubt sein wird.
Ohne Zweifel leistet Tesla viel Pionierarbeit, aber häufig auch gepaart mit dem typisch amerikanischen „Sensationismus“ und großen Worten/Versprechungen.
Man stelle sich nur mal vor, dass VW nach dem großen Skandal solche Werbe-Versprechen abgeben würde und durchaus etwas irreführende Bezeichnungen verwenden würde… Dann würde die deutsche Presse es doch direkt als nächsten Mega-Skandal hoch pushen.
Komischerweise hat Tesla immer noch einen riesigen „Welpenschutz“ bei der deutschen Fachpresse, dabei ist Tesla aus den Kinderschuhen doch längst raus gewachsen und ein ernstzunehmender Hersteller.
Also bitte auch die gleichen Kriterien und den gleichen Umgang anwenden wie bei anderen Herstellern und nicht immer nur als Verteidiger von Tesla hin stellen. Gerne auch mal auf die Schattenseiten schauen.
Dieser Konzern hat bei viel Licht auch seine Schattenseiten… Oder glaubt hier jemand wirklich, dass man die Arbeitsbedingungen für die Angestellten in einer Tesla – Fabrik annähernd auf dem Niveau mit denen eines deutschen Herstellers vergleichbar sind?
Durch das Hypen von amerikanischen Firmen und bashen von deutschen Firmen (anstatt eines fairen Vergleichs in verschiedenen Bereichen) gefährden wir (u.U.) langfristig sogar unsere wirklich guten Arbeitnehmer – Standards und würden damit persönlich und als Gesellschaft darunter leiden.
Und dann liest man immer wieder diese „VW versucht doch eh immer nur zu betrügen“ Aussage. Ja, dort ist gewaltig was schief gelaufen, aber bedeutet das, dass bei denen 10-tausende Mitarbeiter den ganzen Tag nichts anderes im Sinn haben als sich den nächsten perfiden Plan auszudenken? Das halte ich für ziemlichen Unsinn und sehr kurzsichtig.
Der zweite Teil war jetzt ziemlich off topic, aber bezogen auf den fairen Vergleich von Herstellern und deren Versprechungen trotzdem wichtig.
Ciao!

Ich erhalte viele Zuschriften von Mitarbeitern der deutschen Automobilindustrie die wie Sie bestätigen das der Autopilot von Tesla der hiesigen Industrie weit voraus ist. Als ich vor wenigen Wochen in den USA die Gelegenheot hatte den AP zu testen habe ich weiterhin festetellen müssen das die Regulierung in USA wesentlich sicherer ist als in Deutschland. Das heisst die hiersigen Beschränkungen machen das fahren mit AP unsicherer.

Es ist in diesem Zusammenhang für mich unbedeutend warum die UNECE Europäer einer Gefahr aussetzt aber sie tut es definitiv. Leider ist das Gremium in seiner Entscheidungsfindung intransparent und die Mitglieder Lobby Gruppen zu nahe und zu sehr exponiert.

@Markus Doesesgger

sehr gerne. Die technologischen Beschreibung des Vektroing ist zutreffend und ich habe hierzu auch bereits Artikel verfasst weil ich den Ansatz für bahnbrechend und einmalig halte. Die Ergebnisse dieser 4D Vectoring Technologie sind aktuell in den FSD Beta Test Videos in den USA zu sehen und zeigen was möglich ist. EIn enormer technischer Fortschritt und es wird nun deutlich das autonomes fahren in Griffnähe kommt.

Man muss das so sehen das der aktuell in Deutschland eingesetzte AP eine Technologie hat die Tesla seit ca. 1 Jahr nicht weiterentwickelt da alle Ressourcen in das neue System gegangen sind das aktuell für FSD Beta User im Einsatz ist und eventuell schon im Dezember in den USA in einen breiten Einsatz kommt.

Der Sprecher von Mercedes hat übrigens letzte Woche verkündet das man an dem Rennen zum autonomen fahren nicht mehr teilnimmt weil man nicht gewinnen kann. Die exalten Zitate finde man von mir auf Twitter gepostet. Die hiesige Presse hat das weitgehend ignoriert.

Das Tesla System ist übrigends redundant und hat auch zwei nebeneinander geschaltete Chips. Die errechnen die nächsten Fahrmanöver unabhängig voneinenander und es wird dann entschieden welches Szenario umgesetzt wird. Es ist also falsch das der Tesla AP kein redundantes System hat.

Oft wird vergessen das Tesla auch der einzige Autohersteller ist der seinen eigenen Computer Chip designed und herstellen lässt. Auch dies ist ein wichtiger Baustein im System und andere Hersteller werden mit externen Chiphersteller wie z.B. mit Nvidia hier so ihre Probleme haben. Ich habe hierzu eine Interview mit dem verantwortlichen Nvidia Manager gemacht das man auch meinem YouTube Kanal sehen kann.

Neben meinen Artikeln veröffentliche ich auch auf CleanTechnica, mache YouTube Videos und bin auf Twitter fast täglich aktiv. Auf meiner Patreon Seite findet man alle Artikel und Videos.

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du – Gandhi.
So niederträchtiges Verhalten, führt zwangsweise zum nächsten Schritt. Der Dieselskandal ist noch nicht mal ganz durch die Gerichte aufgearbeitet und es zeigt sich, sie wollen nicht dazulernen.

Gratulation an den Autor, der hier schonungslos aufzeigt, dass solche Tests und vor allem die Bewertung der Ergebnisse nicht immer logisch nachvollziehbar sind, obwohl er hierzulande dafür wie Tesla mit massiven Anfeindungen rechnen muß. Es wäre durchaus interessant, mit welcher Begründung der EURO-NCAP nur die jeweils geringere Punktezahl der Kategorien Fahrerassistenz und Fahrereinbindung für die Errechnung der Gesamtpunktzahl berücksichtigt anstatt z.B. einen Mittelwert aus beiden zu berechnen. Für mich sieht das nach einer absichtlichen Verzerrung des Ergebnisses aus.

Elan wird sicher bald klar, dass Werbung gerade in Europa überhaupt nicht erforderlich ist – Understatement in der Beschreibung des FSD würde Tesla vielleicht gar manche Beschränkungen ersparen – der Tesla-Kaufinteressent ist doch informiert.
Und was dem Ami seine Waffen sind, ist halt dem Europäer der Straßenverkehr – wo sonst kann man noch so ursprünglich Macht über Artgenossen ausüben. Solange, teils ohne energischen Blickkontakt, hierzulande Vorfahrt schlicht nicht gewährt wird, wird autonomes Fahren keinen sonderlichen Stellenwert erreichen, egal wie gut das System funktioniert.

@Alexander

„Der Sprecher von Mercedes hat übrigens letzte Woche verkündet das man an dem Rennen zum autonomen fahren nicht mehr teilnimmt weil man nicht gewinnen kann. Die exalten Zitate finde man von mir auf Twitter gepostet. Die hiesige Presse hat das weitgehend ignoriert.“

Weil es eine Ente war. Sascha Pallenberg, Unternehmenskommunikation Daimler, stellte das klar:
https://twitter.com/sascha_p/status/1320806635359608837

Das einzige, was man offenbar nicht mehr verfolgt, ist der Robo-Taxi-Ansatz. Falls das jemals Ziel war..

Es ist schon interessant, dass vermeintliche Mitarbeiter der Deutschen Autoindustrie bestätigen, Tesla sei weit voraus. Wo genau arbeiten diese Personen denn? Bitte beachten sie. Bei den hiesigen OEMs arbeiten hundertausende Mitarbeiter. Falls solche Aussagen also nicht gerade von Mitarbeitern im Kontext autonomes Fahren stammen, sind sie praktisch wertlos. Jemand aus dem Vertrieb wird Ihnen z.B. auch nicht erklären können, warum die Motorsteuerung von VW besser oder schlechter als von BMW ist.

Fakt ist, es handelt sich bei allen Systemen (noch) um Level 2. Und hier spielt die Einbindung des Fahrers eine große Rolle. Daher ist die Abwertung in diesem Bereich auch gerechtfertigt. Über die Gewichtung kann man freilich streiten.

Zunächst mal: Ja, Tesla hat das beste Assistenzsystem und ja, die deutschen Automobilhersteller suchen das Haar in der Suppe.

ABER dieser Artikel ist hanebüchen. Die Bezeichnung Autopilot ist irreführend, das hat ein unabhängiges Gericht festgestellt. Warum ist es wichtig, wer das zuerst entdeckt hat? Transparenz würde in diesem Fall, denen Schaden die ihr Recht durchsetzen möchten.

Hallo Chris,
ich fahre ein Tesla Model S der hat nicht das beste Assistenzsystem! Ich habe hier mehrmals meinen Unmut über Tesla kundgetan, die Autos haben keinen europäischen Standard was die Qualität angeht, vom Service mal ganz zu schweigen. Bin am Wochenende mit einem voll ausgestatteten Audi (allerdings ein Plug-In-Hybrid) unterwegs gewesen und warum sollte ich jetzt lügen, der Audi ist besser, Schildererkennung etc.! Freue mich auf den e-tron GT.
Der E-Techniker (Elektrolurch)

Phantombremsungen bringt mein Golf 7 mit seinem Abstandsassistenten auch gelegentlich. Er beschleunigt auch schon mal, obwohl er bremsen muesste. Wird jedoch nie thematisiert. Macht das Fahren auch endlich wieder was prickelnder.

Nein Chris, Ihre Ausführungen sind hahnebüchern. Was anderes als Wettbewerbverzerrend ist den dieser Scheiss mit der hirnrissigen Begründung Autopilot sei eine irreführende Bezeichnung? Es geht einzig und ausschliesslich darum Tesla zu diskreditieren und den Umstand, dass die etablierten Europäischen Autohersteller nichts vergleichbares vorzuweisen haben. Sehen Sie sich die Beurteilung der NCAP doch mal genau an. Das schreit doch förmlich nach Manipulation. Da hat man ganz offensichtlich die Bewertung bewusst manipuliert um Deutsche Hersteller auf den Plätzen 1,2 und drei zu plazieren. Das ist hahnebüchern und zwar so richtig. Aber keine Angst, so wird sich der Fortschritt nicht aufhalten lassen. Das Bessere ist des Guten Tod, war schon immer so. Wenn die Europäischen Hersteller glauben mit solchen dummdreisten Mätzchen auf Dauer durchzukommen gefährden diese kriminellen Gangster unsere Arbeitplätze. Das sind diejenigen die Sie anprangern sollten und nicht Tesla, Hyundai oder die Chinesen.

@Jürgen, freut mich, dass Sie weiterhin elektrisch unterwegs sind. Aber mit Verlaub, ich verstehe nicht ganz was Sie am Audi Assistenten besser finden als bei Tesla? Schildererkennung?? Tut mir leid, ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie nie einen Tesla besessen haben. Schildererkennung ist ein alter Zopf den Sie nachplappern weil Sie das irgendwo mal gelesen haben. Zwischenzeitlich kann das jeder Tesla den Updates sei dank. Damit haben Sie sich dummerweise als Troll entlarvt. Husch zurück ins VW Körbchen.

@Alexander:
„Das Tesla System ist übrigends redundant und hat auch zwei nebeneinander geschaltete Chips. Die errechnen die nächsten Fahrmanöver unabhängig voneinenander und es wird dann entschieden welches Szenario umgesetzt wird. Es ist also falsch das der Tesla AP kein redundantes System hat. “

A) nur weil der Chip redundant ist, ist das „System“ noch lange nicht redundant! …Sensorik vergessen? …schau mal bei MobilEye vorbei, die entwickeln/haben ein echtes, redundantes System… das kann Tesla mit der aktuellen Hardware niemals bieten… und wäre mir als User viel zu unsicher, weil eben NICHT redundant!

B) Ist (Wäre?) es auch Unsinn, dass wenn die jeweiligen Chips unterschiedliche Ergebnisse erzielen, sich dann für eins „entschieden“ wird? …wer und nach welchen Kriterien wird dann entschieden? …in so einer Situation müsste das Auto anhalten bzw. aus dem „autonomen“ Modus rausfallen, weil dann keine Klarheit über die nächste Handlung herrscht…

Alles in allem wird Tesla mit diesem Ansatz, auch wenn er in vielen Situationen funktionieren mag, niemals so sicher sein wie echte redundante Systeme… und da entscheide ich mich als Käufer, dem sein Leben lieb ist, dann doch für mehr Sicherheit…

Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!

den „unabhängigen “ glaube ich schon lange nichts mehr…..
sofern jemand sein Geld damit verdient ist er nicht unabhängig und er wird immer das Schreiben und Bewerten was das Beste ist damit er weiter sein Geld bekommt!

Hallo allerseits,

hier schreibt ein Fahrer von BMW X3e, BMW 530e, Tesla Model 3 (ohne Autopilot), ferner Model 3 mit Autopilot und Audi E-Tron und Mercedes GLC (jeweils nur Testfahren) mit 60.000 km/a. Kurz und knapp: die „deutschen“ Assistenzsysteme sind sehr gut, wenn es darum geht, die Geschwindigkeit einzuhalten und hinter dem Vordermann her zu fahren. Alles andere ist schlicht weg miserabel und sehr gefährlich, da die Spurhalteassistenten den Geist aufgeben ohne richtige Warnung. Der Tesla kann nicht so gleichmäßig auf fahrende oder stehende Fahrzeuge „andocken“, reagiert oft übervorsichtig und bremst bei Gegenverkehr im Ort stärker ab. Jedoch ist er wesentlich besser bei der Spurhaltung, kann auch ohne Autopilot im Ort der Straße ohne Lenkeingriff folgen (auch 90 ° Kurven!), kann in Autobahnabfahrten selbsttätig sauber herunter bremsen. Mit Autopilot kann bei eingeschaltetem Navigationssystem das Fahrzeug selbstständig von einer Autobahn auf die andere wechseln inclusive Blinker setzen, kein Lenkeingriff erforderlich, selbst beschleunigen und abbremsen.

Mit welchem System wer hier arbeitet, ist sekundär. Emotionale Kommentare über das Vertrauen in das System etc. kann man sich sparen – das Ergebnis zählt. Vielleicht kommen ja die heute im Ergebnis rückständigen Systeme irgend wann mal einen Schritt weiter und auf die Überholspur. Dann berichte ich gerne positiv.

Ein Auto, das mit mehreren Kameras die Umgebung detektiert, wird in Zukunft in der Lage sein, sich ebenso wie der beste Fahrer durch die Straßen zu bewegen. Ich meine, Tesla ist auf dem richtigen Weg. Ich kenne niemanden, der mit Lidar (am Kopf 🙂 ) ausgestattet ist. Keiner wird ernsthaft in Frage stellen, dass wir als Menschen ungeeignet sind, ein Auto zu fahren.
Level 5 mit einer Steuerung von außerhalb des PKW zu erreichen ist meiner Meinung nach schlicht unrealistisch. Maximal auf kurzen Strecken oder Loops. Weder ist es möglich ein allumfassendes Netzwerk zur Steuerung an allen Straßen aufzubauen noch die Autos auf den Straßen aufeinander abzustimmen.
Detailliertes Kartenmaterial ist schon eher eine Lösung, vielleicht auch in Verbindung mit Lidar. Was ist aber wenn die Kreuzung umgebaut wird, wie verhalte ich mich denn als Autofahrer? Ich suche mit den Augen einen Weg durch die Baustelle. Sicher ist es schwer vorstellbar das sich ein solcher „Computer“ (nach)entwickeln läßt. Ich traue Tesla das zu. Den „Drivepilot“ für die Nutzung im Stau brauche ich von Mercedes nicht, schon gar nicht mit Lidar! Den gibt es bereits bei der Konkurrenz!

An Hiker: Na dann lade ich Sie zu einer Probefahrt in meinem Tesla ein, es ist lachhaft, mir sowas zu unterstellen. Nach wie vor funktioniert die Schildererkennung im Model S nicht! Ihr Kommentar ist falsch, rufen Sie doch mal bei Tesla an ob das Model S Schilder erkennen kann, dann reden wir weiter! Vielleicht nehmen Sie dann Ihren unpassenden Kommentar zurück.
Der E-Techniker (Elektrolurch)

Na Hiker, wo bleibt ihre Antwort? Kalte Füße bekommen? Tesla arbeitet mit Kartenmaterial und dort gibt es ständig Updates aber was ist z.B. mit Baustellen bei denen die Geschwindigkeiten auf 80 begrenzt wird? Mit dem Tesla-Autopiloten würden Sie mit der eingestellten Geschwindigkeit (z.B. 130) dann alt aussehen und bei Überschreitung wird es bekanntlich teuer, wenn man geblitzt wird, mit Schildererkennung regelt das System bei vielen Autoherstellern runter oder warnt. Ich behaupte mal Sie, sind noch nie Tesla gefahren, sonst würden Sie nicht solch einen Unsinn schreiben, eine Entschuldigung wäre angebracht. Und mit VW habe ich überhaupt nichts am Hut! Also nochmal: Tesla hat z.Zt. keine Schildererkennung! Wäre nett wenn mir weitere Teslafahrer zustimmen würden. Solche Kommentare brauchen wir hier nicht!
Der E-Techniker (Elektrolurch)

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