Subaru plant „Komplett-Elektrifizierung“ bis 2035

Subaru plant „Komplett-Elektrifizierung“ bis 2035

Copyright Abbildung(en): Max Anuchkin / Shutterstock.com

Den Namen Subaru liest man auf Elektroauto-News bislang eher selten. Das dürfte sich nun langsam ändern. Mit dem Eintritt der Automobilindustrie in eine neue Ära der Mobilität will Subaru seinem Engagement treu bleiben, seinen Kunden „Genuss und Sicherheit“ zu bieten, wie der Hersteller mitteilt. Im Bereich Automobile plant das Unternehmen eine Komplett-Elektrifizierung bis zum Jahr 2035 zur Senkung der CO2-Emissionen. Darüber hinaus soll konzernweit das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rücken.

Im Jahr 2030 sollen mindestens 40 Prozent aller weltweit verkauften Fahrzeuge von Subaru reine Elektroautos oder Hybride sein. Bis Mitte der 2030er-Jahre sollen schließlich alle Modelle der Marke mit E-Antriebs-Technologie ausgerüstet werden und mindestens einen Hybridantrieb erhalten. Details zu kommenden Elektroautos blieb der Hersteller allerdings schuldig.

„Auch in dieser Phase tiefgreifender Veränderungen bleibt Subarus starkes Engagement für die Automobilherstellung, die wir in unserer gesamten Geschichte gepflegt haben, unverändert. Mit dem Ziel, Subaru von anderen Marken zu unterscheiden, werden wir die besonderen Eigenschaften, die einen Subaru zu einem Subaru machen, weiter verfeinern und dabei die einzigartigen Eigenschaften bewahren, die unsere Kunden gewohnt sind. Gleichzeitig werden wir bei unserer Arbeit zur Erfüllung unserer sozialen Verantwortung, einschließlich des Schutzes der globalen Umwelt, den einzigartigen Charakter und die technologische Innovation von Subaru nutzen, um zur Schaffung einer kohlenstofffreien Gesellschaft beizutragen.“ — Tomomi Nakamura, Subaru-Präsident

Mit dem Automobil- und Luftfahrtgeschäft als Säulen der Geschäftstätigkeit von Subaru sind unsere Geschäftsfelder die Erde, der Himmel und die Natur“, so Nakamura weiter. Die Erhaltung des Ökosystems unseres Planeten sei von größter Bedeutung, „um die Zukunftsfähigkeit sowohl der Gesellschaft als auch unserer Organisation zu gewährleisten, und wir arbeiten in all unseren Geschäftsaktivitäten auf dieses Ziel hin“. Der Klimawandel wird erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaften und Volkswirtschaften haben, und Subaru betrachte es als dringend, dieses Problem anzugehen.

Gemeinsam mit Toyota zum ersten Subaru-Elektroauto

Wohin die Reise von Subaru gehen könnte, zeigte sich zuletzt Mitte des vergangenen Jahres, als der Hersteller mit Toyota die gemeinsame Entwicklung einer Plattform für batterieelektrische Fahrzeuge sowie eines C-Segment-SUV-Modells mit Elektroantrieb vereinbart hatte. Beide Unternehmen wollen ihre jeweiligen Stärken in die Zusammenarbeit einbringen: Während Subaru insbesondere seine langjährige Allradkompetenz mitbringt, steuert Toyota seine Elektrifizierungstechnologien bei, um Unternehmen zusammenzubringen, die die gleichen Ziele teilen. In der neuen Kooperation stellen sich die beiden Partner der Aufgabe, attraktive Produkte mit einer Anziehungskraft zu entwickeln, die nur Fahrzeuge mit Elektroantrieb bieten können.

Seit der ersten Verständigung über eine Zusammenarbeit im Jahr 2005 haben Toyota und Subaru ihre Kooperation bereits auf zahlreichen Feldern vertieft, unter anderem in Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Beispiele für den Erfolg der Partnerschaft sind die gemeinsame Entwicklung der Sportwagen Toyota GT86 und Subaru BRZ sowie die Markteinführung des Subaru Crosstrek Hybrid in den USA, in dessen Plug-in-Technik das Hybrid-Know-how von Toyota steckt.

Um schnell auf die unterschiedlichen Marktbedürfnisse und Herausforderungen reagieren zu können, ist nach Überzeugung von Toyota und Subaru ein neues Geschäftsmodell erforderlich, das sich über industrielle Grenzen hinweg mit anderen Instanzen verbindet, die die gleichen Ziele verfolgen. Als erster Schritt in diese Richtung bündeln beide Unternehmen ihre jeweiligen Stärken, um gemeinsam eine Plattform für batterieelektrische Fahrzeuge zu entwickeln. Diese lässt sich als Basis für verschiedene Fahrzeugtypen, darunter Limousinen und SUV-Modelle des C- und D-Segments, sowie für eine effiziente Entwicklung von Modellderivaten nutzen.

Quelle: Subaru — Pressemitteilungen vom 20.01.2020 und 06.06.2019

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Tschüss Subaru! Sorry das ich das so sage aber der 2030 ist die Welt schon lang eine andere! Wer nicht spàtestens 2020 mit einem Elektrofahrzeug am Start ist hat da Rennen schon verloren.

Subaru bietet in Deutschland bereits die elektrifizierten Boxer im XV (Crosstrek) und Forester an. Außerdem gibt es in den USA den Crosstrek als Plug-In-Hybrid, der wahrscheinlich auch bald in Deutschland angeboten wird. Man kann eine Marke nicht von heute auf morgen komplett umkrempeln. Tesla hat von Anfang an nur Elektrofahrzeuge gebaut und bis heute noch keinen Gewinn erwirtschaftet. Das kann auch noch fürchterlich schief gehen!

Ich halte das Ziel von Subaru für realistischer als das von z. B. VW. Ich denke, dass sie trotzdem 2030 bzw. 2035 weiter sein können. Typisch für Subaru ist, dass sie nicht unbedingt die ersten sind. Dafür funktioniert die Technik häufig zuverlässiger als bei vielen anderen.

Hoffen wir das Berti, aber 2035 ist dann für die Enkeln.
Sie waren dafür die ersten mit Allrad. Oft war die Kopie besser als das Original. In der E Mobilität sieht s wohl etwas anders aus. Wer eben nicht gleich auch beim Akku Geschäft von Anfang weg dabei war, tut sich heute sehr schwer die Autos ohne Zwischenlagerung auf die Strasse zu bekommen.

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