Steigende Strompreise, ein schwerer Strom-Schlag für die Elektromobilität

Steigende Strompreise, ein schwerer Strom-Schlag für die Elektromobilität

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Im täglichen Trubel um Infektionszahlen und Corona-Beschränkungen ist eine Meldung weitgehend untergegangen: Im internationalen Vergleich zahlen deutsche Verbraucher aberwitzig hohe Strompreise. Teurer ist die Kilowattstunde fast nur noch in Entwicklungsländern wie Ruanda, Sierra Leone und Burkina Faso, hat das Vergleichsportal Verivox ermittelt. Europaweit ist die Rechnung bloß in Portugal höher.

Der Trend ist ein schleichender. Seit der Jahrtausendwende haben sich die Kilowattstunden-Kosten hierzulande auf im Schnitt 32,10 Cent mehr als verdoppelt. Hauptgründe sind Steuern und Abgaben wie etwa die EEG-Umlage oder Netzentgelte. Sie machen mittlerweile rund zwei Drittel des Strompreises aus. Unter den G20-Ländern ist die Bundesrepublik damit das Land mit der teuersten Elektrizität – und zwar mit weitem Abstand. Schon in der Türkei und in Italien auf den Plätzen zwei und drei ist die Kilowattstunde kaufkraftbereinigt rund zehn Cent billiger.

Wie sich diese Entwicklung mit dem von der Kanzlerin so sehnlich gewünschten Umstieg auf das Elektroauto verträgt, vermag derzeit niemand schlüssig zu erklären. Werden doch für Kaufzuschüsse und den Verzicht auf Kfz-Steuer staatliche Milliarden zuhauf ausgegeben. Zugegeben, Sprit ist derzeit wegen Corona weltweit weniger gefragt und damit günstiger als üblich – doch vom Versprechen, elektrisch fahre man besser, entfernt sich die Regierung immer weiter.

Schon jetzt ist Strom statt Sprit ein schlechtes Geschäft. Nach Berechnungen des ADAC verbraucht ein aktueller Diesel-Golf mit 150 PS rund 4,8 Liter auf 100 Kilometer. Bei einem Literpreis von 1,05 Euro liegen die Kosten damit bei rund 5,05 Euro. Ein eGolf mit 17,3 kWh Verbrauch für dieselbe Entfernung kommt bei 32,1 Cent dagegen auf 5,55 Euro. Von der spannenden Idee, ein E-Auto mache sich über die Jahre durch niedrigere Betriebskosten bezahlt, bleibt da nur ein Kurzschluss.

Und das ist bloß die Rechnung an der heimischen Steckdose. Wer auf öffentliche Stromtankstellen oder gar Schnellladesäulen ausweicht, kommt pro kWh schnell auch auf 77 Cent und mehr. Dann kosten 100 Kilometer happige 13,30 Euro – und damit fast schon das Dreifache im Vergleich zum Selbstzünder.

Wie aber soll eine Mobilitätswende gelingen, wenn Stromer zwar billiger werden, Strom jedoch ständig teurer? Schließlich schauen die Deutschen bei den Auto-Kosten zwar kaum auf den größten Brocken Wertverlust, dafür aber besonders gerne auf den Verbrauch. Nur so lässt sich die lange Zeit ungebrochene Liebe zum Diesel erklären, obwohl die Jahresfahrleistung den Mehrpreis und die höhere Kfz-Steuer oft nicht hergab. Hauptsache, an der Zapfsäule hat man ein gutes Gefühl. Das ist bei Elektrizität nicht anders.

Fatal ist der steigende Strompreis vor allem bei den ohnehin umstrittenen Plug-in-Hybriden. Da wird – erst recht bei Dienstwagen samt Tankkarte – purer Sprit dann sehr schnell deutlich attraktiver als das zeitraubende Laden. Irrwitz schlechthin: Der vorsätzliche Klima-Schaden wird mit einem saftigen Steuervorteil belohnt.

Das Geld wäre für billigeren Strom besser angelegt.

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Wer für seinen Strom zu Hause 31 ct/kWh bezahlt ist selbst dran Schuld und kann ohnehin mit Geld nicht umgehen. Man erhält zertifizierten Ökostrom schon heute teils für unter 24 ct/kWh brutto inkl. aller Abgaben. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, mein Preis liegt bei 22,xx ct/kWh. Im Oktober kommt die PV Anlage dazu dann liegt der kWh Preis bei deutlich unter 10 ct/kWh.
P.S.: Mal ehrlich der Golf schafft die 5 l Diesel nur wenn man den Motor auslässt und ihn 100 km den Berg runter rollen lässt.

und Finanzierungskosten für PV-Anlage… und die Zeit fürs Batterieladen mit PV-Anlage? Nachts wird es wohl nicht gehen und tags muss man fahren…

Wer Zuviel Geld hat und in eine Photovoltaikanlage investieren kann….sehr schön….aber nicht jeder hat ein paar Tausend Euro übrig und ein eigenes Heim worauf die Anlage montiert werden kann. Es gibt wohl noch genügend Mieter die dazu keine Möglichkeit haben….und ich habe zufällig einen VW Golf, BJ. 2002 mit einem Verbrauch von 4,3 Liter Diesel im Durchschnitt. Nicht jeder kann sich einen Tesla leisten und den Strom selbst produzieren….danke, mein guter alter Diesel

@Musicman
Mal schauen, wieviel Strom sie da ab Oktober noch generieren im Winterhalbjahr. Aber zweifellos wird die fortschreitende Flucht aus den Umlagen durch Nutzung des eigenerzeugten Stroms, bei gleichzeitiger Abschaffung der Zahlung der EEG Umlage für die Eigennutzer, für alle die nicht flüchten können noch mehr Kosten bedeuten. Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die kein eigenes Dach für eine Solaranlage haben.
Aber wichtiger:
Ich mag mit Geld aus ihrer Sicht nicht umgehen können, aber scheinbar fahre ich sehr viel sparsamer Auto als sie. Ich fahre allerdings nicht Golf, sondern einen Passat Diesel Bluemotion mit AdBlue. An dem Tag, an dem das Auto im Jahresmittel nicht deutlich unter 5 Liter bleibt, werde ich es verkaufen. Nur scheint der Tag tatsächlich fern. Im Winter bei lausigen Verhältnissen oder wenn der Kurzstreckenanteil sehr hoch ist, brauche ich auch mal bis zu 5,5 Liter. Derzeitiger Langzeitverbrauch 4,7, letztes Tanken 4,7 l/100 km. Coronabedingt (Homeoffice Frau/die den Wagen in der Regel und noch sparsamer als ich fährt) ist der Anteil der Kurzstrecken (<10 km) derzeit sehr hoch. Bei normalem Gebrauch liegt das Wägelchen im Sommerhalbjahr oft auch deutlich unter 4,5 l. Auf Landstraßen kann man den sogar unter 4 l fahren. Passat, nicht Golf wohlgemerkt. Und ich fahre nicht 80 auf Landstraßen.

Spätestens wenn in Deutschland die Fördergelder zum Kauf von Elektrofahrzeugen auslaufen, wird das grosse heulen losgehen… schwer vorstellbar, dass die Verkäufe nicht einbrechen. Keine Nation wird daher darum herumkommen, anstatt den Kauf von Elektrofahrzeugen temporär zu subventionieren, den Preis von fossilen Treibstoffen markant zu erhöhen um die Menschen doch zum Kauf eines Elektroautos zu animieren. Die meisten werden dies als Bevormundung des Staates sehen, daher tut sich die Politik schwer damit. Umweltschutz kostet, das ist nicht jedem klar.

Tja. Das haben wir jetzt davon, dass sich einige Menschen mit dem garantierten Einspeisepreis und ihrer PV-Anlage eine goldene Nase verdient haben und der Rest durch die EEG Umlage die Zeche zahlen muss. Solange wir hier nicht grundlegend an EEG Umlage, Abgaben etc. rangehen, wird sich am hohen Strompreis wohl nichts ändern.
Und bei diesen Spritpreisen ist sogar mein 1,8 Tonnen C-Klasse T-Modell mit Allrad und Diesel kostengünstiger zu bewegen, als ein vergleichbares E-Auto. Was viele nicht bedenken – wer viel Autobahn fährt ist mit einem Diesel nicht wesentlich teurer (wenn nicht sogar günstiger) als mit einem E-Auto unterwegs. Verbrenner haben nämlich bei 100-120 km/h ebenfalls Ihr Verbrauchsoptimum.
Beispiel: Mein Daimler verbraucht bei max. 130 km/h höchstens 6 l/100 km (wir sind mal großzügig). Das macht bei aktuellen Spritpreisen 5,9-6 EUR/100 km. Ein ID3 (man beachte: kleineres Auto!) verbraucht da 20,1 kW/100 km – multipliziert mit 0,3 Euro pro kWh sind wir knapp über 6 EUR/100 km. Und das ohne Ionity-Preise!

@Broesel
Na, die Kosten für die EEG Umlage werden trotzdem auf mittlere Sicht sinken. Die alten Anlagen mit hoher Förderung fallen ja raus und neue Anlagen erhalten eine viel geringere Förderung. Aktuell bekommt man ca. 8 cent fürs Einspeisen.
Der Unterschied zwischen Jan und Jun ist bei der Stromproduktion einer PV Anlage ungefähr 1:3 bis 1:4. Ob das für das Auto reicht hängt natürlich in erster Linie von der Größe der Anlage und der Nutzung des Autos ab.

Die EEG Umlage liegt aktuell bei ca. 6,xx ct/kWh. Der Strompreis an der Börse bei ca. 4,xx ct/kWh. Das macht also ca. 10,xx ct/kWh.
Die Frage welche man sich nun stellen müsste wäre eher wo kommt der Rest der Kosten her? Den PV Anlagenbetreibern gönnt man die 1,2 % Rendite nicht, riesige Neiddebatte! Die Netzbetreiber erhalten eine garantierte Rendite über 10% !!! Die EEG Umlage ist wenigstens transparent. Was man von den Milliarden Subvention der Fossilen Lobby nicht behaupten kann. Mal eben wird für 800 Millionen Euro ein neues LNG Terminal gebaut um Fracking Gas aus Amerika zu importieren. Dies zahlt der Steuerzahler dann direkt. Es gibt nichts schlimmeres wie Stammtischgerede.
@Broesel: Ich fahre seit ca. 15 Jahren einen Passat Diesel, ca. 40.000 km pro Jahr. Ich weiß sehr genau wie man fahren muss um unter 5 l / 100km zu kommen. Und wer kein eigenes Dach hat kann dennoch seinen Stromanbieter wechseln. Das kann jeder!

Die EEG Umlage ist auch, weil stromintensive Betriebe keine EEG zahlen und weil die Gewinne der Lobby, politisch unterstützt, immer noch zu hoch sind. Merkel killt weiterhin die Energiewende. … uns überhaupt geht es gar nicht mehr um das Geld – wenn wir die Erde erhalten wollen müssen wir Abstriche machen…

Im Dieselpreis von 1,05 €/l sind noch 47,04 ct/l Energiesteuer, früher Mineralölsteuer genannt zzgl. der darauf zu zahlenden Umsatzsteuer enthalten. Bei dem genannten Verbrauch von 4,8 l/100km spült der Verbrenner noch 47,04×4,8×1,19=2,69 € in die Staatskasse.

Strom wird hingegen mit nur 2,05 ct/kWh besteuert und erbringt damit ein Steueraufkommen von 2,05×17,3×1,19=0,42 €.

Über die Gesamtlebensdauer von angenommenen 200.000 km zahlt ein solcher Diesel damit rd. 4.500 € zusätzlich an Steuern.

Volkswirtschaftlich ist das E-Auto damit derzeit in jeder Hinsicht vollkommen unrentabel.

Die Preise werden in den kommenden Jahren eh durch die Decke gehen, wenn es mit der Nutzung von E-Fahrzeugen so läuft wie gewünscht. Die Nachfrage bestimmt den Preis und diese steigt mit höherer Nutzung von E-Mobilen. Zudem fällt die Konkurrenz innerhalb der Energiearten weg, da alles immer mehr auf Strom konzentriert wird. Wohl dem, der sich das noch leisten kann. Die Wohlstandsschere wird immer weiter geöffnet.

Ich persönlich Fähre einen E-Golf und ich weis nicht wie man auf einen Verbrauch von 17.3kwh kommen soll. Da muss man schon mehr als sportlich fahren. Mein Durchschnittsverbrauch liegt bei 13.6 bei, ich wurde sagen , normaler bis zügiger Fahrweise bei einem mix aus Stadt und Überlandfahrten.

Das ist schon bezeichnend für unser Land, dass der hohe Strompreis nur deshalb kritisiert wird, weil damit das Fahren mit Elektroautos schwerer ist. Dass vielleicht arme Bürger sich einfach dieses lebensnotwendige Gut nicht mehr leisten können, weil gerade für das ganze Klimagedöns und andere artfremde Projekte das Geld zum Fenster raus geworfen wurde, anstatt arbeitenden Bürgern eine ordentliche Rente oder einen sinnvollen Nettolohn zu gewährleisten, darauf kommt anscheinend niemand mehr bzw. darf darauf nicht mehr kommen.

@Brösel, vielleicht sollten Sie den Profis von den Zeitschriften mal unterrichten. Ich habe keinen einzigen Test gelesen, wo der Passat Diesel Bluemotion unter 5,1 l Verbrauch geschafft hat. Ein wahres Wunder sind Ihre Werte.

Weitere Kosten zum Fahrstrom werden den E-Fahrer treffen. Im Benzin und Dieselpreis sind ca. 45 Prozent Abgaben drin, die unter anderem für die Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur verwendet werden. Dies fehlt im Haudhaltsstrompreis. Bedeutet bei 20.000 km Fahrleistung fehlen dem Staat bei einem Elektroauto ca. 1.400,- Euro. Das kann er nicht lange durchstehen. Also wird auch der E-Fahrer diese Kosten tragen müssen. Das wird kommen…entweder als Steuer oder als Sonderabgabe auf Fahrstrom. Bedeutet weitere 35 ct/KWh auf den Fahrstrom….hierzu erfolgt keine Aufklärung….erst mal genug Fahrzeuge an den Mann bringen. Die Keule kommt dann zu einem anderen Zeitpunkt….

Plug-in-Hybride können nichts für teuren Strom. Das Problem ist in der Energiewende zu suchen. Wenn man volatile Energien pusht, kaum Energiespeicher zur Verfügung hat, bei Wind und Sonne den Strom ins Ausland verschenkt, um ihn kurz darauf teuer zurückkaufen zu müssen; wenn teure Schattenkraftwerke Windflauten überbrücken müssen, dann wird der Strom eben teuer. Da hilft es nicht, über Plug-in-Hybride zu lästern, das ist ein anderes Thema. Das Problem liegt auf der Ebene der Energieerzeugung. Wie habe ich kürzlichso schön gelesen: Wenn man aus Ideologie Strom herstellen könnte, wäre Deutschland Elektrifizierungsweltmeister. Stattdessen sind wir Strompreis-Weltmeister.

Bei dieser Beispielrechnung wird mal wieder vergessen, dass der Dieselpreis auch durch die Bundesregierung gefördert wird.
Es verwundert schon ein wenig wie der ADAC sich inzwischen an der Klientelpolitik beteiligt.

@Wilmink
Ich habe den Eindruck, das man aus Deinen Zeilen Freude entnimmt, Freude darüber, was die E-Fahrer in Zukunft noch alles erwartet.
Eine Frage: Was, oder mit welchem Antrieb fährst du in Zukunft?

@Musicman
Ja wenn sie selbst einen Passat unter 5 l fahren, wieso dann die Behauptung den Golf Diesel müsse man den Berg runterrollen lassen dafür? Haben sie an Ihrem Stammtisch den Eindruck bekommen, dass nur sie dazu in der Lage sind? Der Eindruck ist augenscheinlich falsch. Das Wechseln des Stromanbieters bringt einen aber auch nicht auf 10 cent und nur darauf bezog sich der Hinweis mit dem Dach, logischerweise.
Ihre Rechnung mit 4 cent Börsenpreis + 6 cent Umlage geht übrigens auch ganz stark in Richtung Stammtisch. Für eine zu jeder Zeit garantierte Versorgung, die auch an ihrem Stromzähler ankommt, fehlen da ein paar Details. Ein gewisser Ein-Kugel-Eis-Mann hat früher wohl auch so ähnlich gerechnet. Wie falsch das war dürfte inzwischen jeder wissen.

@Atze67
Genau diese Reaktion habe ich nun auch erwartet. Sollten sie damit so Fachblätter wie die AMS meinen, muss ich ihnen leider sagen, dass die tatsächlich wie Idioten fahren müssen. Könnte ich hier ein Bild hochladen, würde ich hier zwei Bilder von meiner Verbrauchsanzeige schicken, mit der ich meinen inzwischen Audi-SUV fahrenden Vater genervt habe. Darauf zu sehen eine Fahrt vom schönen Oberschwaben über die schwäbische Alb nach Herrenberg am 4.04.20. Insgesamt 114 km, Fahrzeit 1.33 h, 74 km/h, Verbrauch 3,8 l/100km. Startpunkt 615 müNN, Endpunkt 500 müNN, also tatsächlich -115 m. Fahrt über Land- und Bundesstraßen mit diversen Ortschaften. Am Scheitelpkt bei Bitz war der Verbrauch bei 4,4 l/100 km.
Und ja seit drei Jahren haben wir es auf 74.000 km im Langzeitverbrauch (99 h Anzeige) gefühlt nie über 5 Liter geschafft. Ich kann aber nicht ausschließen, dass es dennoch einmal so war (ich starre ja nicht dauernd auf die Anzeige und bei 100 h ist die Anzeige dann eben weg). Aber 4,2 hat er auch schon nach 99 h angezeigt. Natürlich hängt das alles auch mit dem Fahrprofil zusammen. Es handelt sich übrigens um einen Passat Bluemotion mit 1,6 l Hubraum und 120 PS. Das Fahrzeug gibt es neu nicht mehr und Tests von genau diesem sind sehr rar wie das Auto selbst auch. Der 2 Liter Diesel braucht wohl deutlich mehr.

Verbrauch beim Kona liegt im Schnitt bei 15 kw multipliziert 0,28 das ist der durchschnittliche Strompreis 4,20 Euro.
Mann kann zuhause auch über Nachtstrom laden dann Zahlt man 0,19 sind dann 2,85 das topt keiner auch kein Golf.
Nur der e Golf ⛳.
Keine Steuern keine Wartung und es geht nichts kaputt großes Thema bei den Deutschen Autos.
Aber zugegeben wenn man nicht zuhause laden kann sollte man sich kein E Auto holen.

Unsere Sonnenstrom vom Dach kostet etwa 7 Cent/kWh und unsere „ZOE“ von Renault braucht auf 100 Km 15 kWh. Wir fahren somit 100 Km für 1,05 Euro. Auf jedes Grundstück ein Carport mit 4 Solarmodulen, bei Mietshäusern müssen die Parkplätze Solar überdacht werden, und die Sache sieht schon anders aus.

Zunächst sollte man aber mal drauf aufmerksam machen, warum unsere Strompreise so hoch sind.

Grund ist das paradoxe System das seit 2010, einer Ermächtigungsverordnung zum EEG, gilt.

Seit 2010 gilt, je niedriger die Börsenpreise, sprich Strom Beschaffungskosten für die Versorger, desto höher wird für die Verbraucher die EEG Umlage.

Die EEG Umlage könnte nach dem Kosten/Nutzen Prinzip eine „3“ vorm Komma haben, und somit unser Strompreis um mindestens 3 Cent niedriger sein.

Quelle zum nachvollziehen siehe hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgleichsmechanismusverordnung

Ich habe diesen Sommer/Herbst eine en Langzeitverbrauch bei meinem EGolf von rund 12KWh. Autobahn/Landstraße/ Stadt.
Mit meinem Diesel bin ich nie unter 6 Liter gekommen. Da hat der Liter Diesel zeitweise noch um 1.20€ gekostet. Dorthin wird’s auch wieder gehen. Da ich zu 95% daheim lade habe ich recht niedrige Energiekosten.
Das ist aber nicht der Grund, warum ich EAuto fahre 😉

Laut ADAC:
Im zügigen Stadt- und Landstraßenbetrieb hat der e-Up … 9,5 kWh verbraucht, … bei flotter Fahrt auf der Autobahn (max. 130 km/h) … 18 kWh.

Ein kleines E-Auto wie der VW e-up lässt sich also schon heute mit weniger als 10 kWh pro 100 km fahren und wenn die EEG-Umlage für Ladestationen und Wallboxen wegfallen würde, dann wäre schon ein gutes Stück gewonnen. Besser wird es mit Solaranlage auf dem Dach und / oder dem Carport.

Oder man integriert wie beim Sion eine Solaranlage in der Karosserie, hierbei könnte es durch Großserie sicherlich auch preislich interessant werden dies als Standard für alle E-Autos anzubieten, damit könnten dann viele Kurzstreckenfahrer ganz ohne Zusatzstrom auskommen.

@Bernd Meier
„Bei dieser Beispielrechnung wird mal wieder vergessen, dass der Dieselpreis auch durch die Bundesregierung gefördert wird.“
Er wird nicht gefördert sondern die Besteuerung ist je Liter geringer als bei Benzin, dafür ist die KFZ-Steuer deutlich höher.

Gefördert werden BEV.

Der hohe Strompreis in Deutschland hat einen ganz einfachen Grund: Energiewende + (politisch gewollter ) Preisdruck um den Verbrauch zu senken.
Aktuell kommt hinzu der Druck der Öffentlichkeit (teuere Erdverkabelung). Da beißt sich die Katze in den Schwanz der der gleiche Bürger der keine Oberleitung haben will möchte gleichzeitig einen niedrigen Strompreis.

Politsch gewollter hoher Strompreis hat natürlich nur so lange einen Sinn wie der Strom nicht vorrangig umweltfreundlich (c02-frei) erzeugt wird. Das Bild wandelt sich gerade und es wäre angezeigt, den Strompreis zu entlasten. Speziell für BEV wäre ein netzlastgesteuerter (da bin ich endlich mal auf Scheuers Seite) Ladebetrieb + günstige Preise zweckmäßig.

Das angeblich an einem E-Auto nichts kaputt geht, ist wohl ein Wunschtraum!

Da redet man sich wohl etwas schön. Bei neuen Verbrennern geht auch selten die ersten 100000 Kilometer was kaputt. Kosten kommen mit dem Alter und da ist auch Elektronik nicht geschützt.

@Daniel W.

„und wenn die EEG-Umlage für Ladestationen und Wallboxen wegfallen würde, dann wäre schon ein gutes Stück gewonnen.“

Ja so könnte man sich so manchen Gedankengang vorstellen. Lasst uns an irgendwelchen subventionierten „Fossilsystemen“ herumjammern und dann einfach mal den einfachen Stromkunden, der nicht aus der Umlage flüchten kann, die Zeche für die neue Mobilität noch mitblechen lassen. Der mit großem Dach gesegnete E-Automobilist, baut sich eine große Solaranlage aufs Dächlein und ein Speicherlein. Zahlt dann an der Finanzierung des teuren Superstromsystems nichts mehr mit, nimmt es aber natürlich in Anspruch, wenn die Sonne ihm nicht wohlgesonnen ist. Da die Solaranlage sehr groß sein muss, um im Winter auch noch was zu haben, muss der einfache Stromkunde natürlich auch noch die EEG-Umlage an den E-Automobilisten blechen für die Überschusseinspeisung. Und als Krönung eben dann auch noch den Fahrstrom quersubventionieren, selbst wenn er selbst noch nicht mal eine Auto hat wohlgemerkt! So sorgt man bestimmt für hohe Akzeptanz für die E-Mobilität! Der bedürftige etron/Tesla/ID4 Fahrer, der vom kleinen Hans durchsubventioniert wird. Aber über Subventionen an anderer Stelle kräftig jammern.

Hey, mein Golf verbraucht rund 12,5 kilowattstunden auf 100km. Und welcher Golf verbraucht 4,8 Liter?

Solange die meisten sich Photovoltaik Anlagen anschauen als wenn es mondmaschinen sind können Eon, ewe und Konsorten mit uns machen was sie wollen. Und es gibt schon ewig alles auf dem Markt ( plug in solar ) sogar mit Speicher . Aber es muss sich alles amortisieren seid es Glühbirnen als led gibt. Ich habe noch nie gehört die ein verbrennen Fahrer oder noch einfacher ein fernseh konsument steht vor dem gerät und fragt wann hat sich das amortisiert.
Macht kein Mensch aber bei neuen Techniken Da muss sich alles bezahlen.

Es gibt auf einen Hybrid keinen Steuernachlass!!! Die Steuer wird allein nach dem Verbrennen berechnet.

Wir fahren ein SR+ liegen im Schnitt bei 13,8kWh und sind derzeit bei 0,26€ heißt je 100 km liegen wir bei 3,58€.

Was aber für uns einer der Gründe für ein EV war ist der Fakt das die Verschleißkosten erheblich niedrig sind.

Und die Frage ist nicht ob EV oder Verbrenner sonder was der Staat will und der will EV’s auf den Straßen !

Und wir standen vor einer Weile vor der Frage was kommt nach den unserem alten, im Rennen war auch ein Type R (2019) warum dann ein SR+ WEIL ! Nein Spaß bei Seite es waren Verbrauch und Unterhaltskosten.

Und solange es genug gibt die wettern und sich weigern in ein EV zu investieren fahren wir um so billiger

In den letzten sieben Jahren sind die Strompreise eigentlich nur noch marginal gestiegen. Die EEG-Umlage erreicht dieses oder nächstes Jahr auch ihren Scheitelpunkt. Ganz so dramatisch ist die Lage also nicht.

Irgendwann gehts einfach nicht mehr teurer…. Die Nummer 1 als teuerstes EU Land haben wir ja mit Abstand erreicht.

BETRIEBSKOSTEN SIND NICHT NUR ENERGIE! STROM WIRD zu vielen Zeiten BILLIGER!
mein Prius IV braucht Überland 3,5 Liter, auf Autobahnen 4. Mein erster Prius (II) ist billiger als ein Golf Diesel gekommen, weil auf 180.000 km nur 2.000,- für Wartung ausgegeben, niedrigere Steuern,…unvergleichlich mehr Fahrfreude!
Der nächste wird aber sicher Elektro: mit smart grid kommt BILLIGERER STROM – dieses Wochenende war der STROMPREIS NEGATIV – das werden die Versorger irgendwann weiter geben müssen, weil sie sich so Spitzen an anderen Zeiten lohnen.
DE hat 50 GWh Speicher (Ö. mit Hochgebirgsspeichern 3600 GWh) – wenn 40 Mio. E-PKW á 50 kWh am Netz hängen, wären das 200 GWh Speicher. Wenn der Trend bei den Batterien so weiter geht (vor 10 Jahren pro kWh 10*teurer!) kaufen wir 2030 Autos mit 1500 km Reichweite – aus Speicherlust – zum Geldverdienen!

In Mathematik und Strompreispolitik wohl nicht ganz aufgepasst…naja… macht ja nichts

Bevor das Jammern über die Strompreise für E-Autos beginnt, sollte man vielleicht mal lesen im Internet unter:
pdfinsinternet
Texte:
Gedanken-Anregungen zu Diesel-/E-Mobilität vs. Brennstoffzelle (aus 2018 – 9 Seiten)
Schreiben an VW VORSTAND vom 22.01.2020 KLIMAWANDEL – UMWELTSCHUTZ (18 Seiten)
SCHREIBEN an VW VORSTAND vom 03.05.2019 gleiches Thema (8 Seiten)
Stellungnahme: NULL!!!
Die deutsche Automobilindustrie hat die Zeit verschlafen.
Durch CORONA werden sich die gesamten Arbeitsprozesse und Mitarbeiter-Beschäftigungsstrukturen wesentlich ändern! HOMEOFFICE ist nur der Anfang, da die Politiker entweder nicht wissen wie sie es den Menschen “verklickern“ sollen oder wahrscheinlich eher, weil sie es aus anderen Gründen nicht wollen.
Hinweise zum Nachdenken
und bleiben Sie gesund!

Ich hole mir dann ein Diesel Aggregat um den benotigten Strom zu erzeugen.

Du hast leider recht

Gut dass die EEG Umlage vor allem der Industrie dient, die sich davon befreien lässt. Verbraucher zahlen also die Befreiung der anderen.

Wenn die e-Autoförderung wegfällt, und die KWh-Preise weiter so steigen, hat sich die Elektromobilität sowieso bald erledigt.

Das dämlichste was die Merkelregierung aus puren Aktionismus gemacht hat war und ist unsere Umweltzerstörende Energiewende die ein reiner Schwachsinn für eine Industrienation wie Deutschland sowie deren Natur ist.
Gülleproduzierende Biogasanlagen wo Nahrungsmittel zu Strom verarbeiten, die Landschaften zugespargelt mit Vogel und Insektenschreddern und riesige Flächen in der Natur mit Solarpaneelen zugepflastert die Umweltzerstörend in Drittländern hergestellt werden und weder Grundlastig bei Stromerzeugung sind sowie schlussendlich wieder teuer entsorgt werden müssen.

@Quaster: Die Aussage „hat sich die Elektromobilität sowieso bald erledigt“ glaube ich nicht, da sich die Politik aufgrund der steigenden Umweltschäden nicht ewig als Handlanger für Erdölindustrie und Verbrennerproduzenten einspannen lassen kann – die Kosten der Umweltschäden werden in Zukunft einfach zu groß.

Höhere Strompreise sind das Thema richtig.
Wir heizen in Zukunft unsere Häuser mit Strom gemeint sind Wärmepumpen Luft Wasser erde.
Der Münchner Stadtrat hat beschlossen in Coronazeiten
Restaurants im Freien mit elektrischen
Wärmestrahlern auszurüsten.
Und das alles mit Ökostrom.
Wir haben einen Altmaier als Wirtschaftsminister.
Einen Andi Scheuer als Verkehrsminister.
Ich sage nur Brennertunnel…..
Tesla betreibt ein eigenes Tanknetz
Andere E Auto Hersteller dürfen bei Tesla nicht tanken.
Tesla Autos tanken aber an allen E Tankstelle.

Da sag ich nur
Prost

Leider die traurige Wahrheit

Hallo zusammen, Mal ein Beitrag aus einer etwas anderen Sicht: 5 Liter Diesel auf 100 km finde ich schon nicht schlecht. 1 Liter Diesel entspricht ca. 10 kWh.
Bei 5 Liter also 50 kWh pro 100km!?
Grüße Robert

Und wo ist nun die Leistungsfähigkeit? In Mathematik wohl nicht aufgepasst

Offensichtlich sind viele der Diskutanten gar nicht mit der Materie, oder genauer gesagt der energiepolitischen Volksverdummung vertraut, sonst wüssten sie warum unser Strom der teuerste in Europa ist.

Schaut mal hier: https://strom-report.de/eeg-umlage#eeg-umlage-auszahlung

Gerade mal 42% der EEG Umlage werden für die Förderung des Ökostromes ( Energiewende ) benötigt.

Wie die aufgeblähte Umlage zustande kommt, macht der Ex Chef vom Fraunhofer Institut im folgenden Video deutlich.

https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

Fazit: Um mindestens 3 Cent/kWh könnte unser Strom billiger sein, wie jeder an Hand der Daten und Fakten selbst nachvollziehen kann.

Leider glauben SEHR viele Menschen, vor allem die Politiker, dass der Strom aus der Steckdose kommt….

Genauso, wie sie auf das energetische Dämmen von Häusern fixiert waren. Was hat es gebracht? Nix! Außer, dass eine Menge Geld verbrannt wurde – von Steuerzahlern, Immobilienbesitzern und letztlich auch Mietern.

Alles in allem sollten wir uns auf steigende Preise für das Autofahren einrichten. Die Kaufsubventionen und die Steuerfreiheit für E-Fahrzeuge werden irgendwann Ende 2021 nach der Wahl oder bei Erreichen der für 2020 versprochenen 1Million Elektro-PKW zurückgefahren. Das Zurückfahren der Subventionen geht wahrscheinlich schneller als die Preise für E-Autos fallen. Wenn dann nicht genügend E-Autos den Flottendurchschnitt unter die EU-Grenzwerte drücken, werden sich alle Verbrenner in die Strafzahlungen teilen müssen oder man schlägt die Quersubventionierung der E-Autos innerhalb der Autokonzerne, die alle Antriebsarten beherrschen und anbieten auf die Verbrenner auf. Da momentan der Strom keine Abgaben enthält, die der Verkehr sonst aufbringt, muss der Strom durch neue Abgaben auch teurer werden. (Könnte auch sein, dass es mit einer neu erfundenen Abgabe verschleiert wird. ) Damit der Verbrenner trotz allem preislich nicht doch besser abschneidet, wird auch die Steuer auf Benzin und Diesel steigen. Weil sich alle Autokonzerne auf Lithium, Cobalt und Nickel stürzen, werden diese Rohstoffe teurer, was dann ein Sinken der Akkupreise verlangsamt und damit wie oben angeführt dazu führt, dass die E-Auto-Preise langsamer fallen als die Subventionen sinken. Dazu wird Gott sei Dank die Kernenergie bis 2022 abgeschaltet, was aber zu einem erhöhten CO2-Ausstoß führt. Dieser Wegfall sowie der Ausstieg aus der Kohle bis 2038 kann auf mittlere Frist nur halbwegs klimafreundlich durch Erdgas aus Russland, Norwegen oder dem Mittelmeer ersetzt werden. Erdgas ist zumindest teurer als Kohle, was den Strompreis an der Strombörse teurer macht. Der Ausbau von regenerativen Energie vor allem Windkraft scheitert an der Akzeptanz der Bevölkerung, wobei 1000m Abstand zur Wohnbebauung überhaupt nicht das Problem ist, da dieser Abstand spätestens seit 2005 zu 95% eingehalten wird. Damit können wir froh sein, wenn wir bei steigendem Stromverbrauch durch E-Autos den Anteil von 50% regenerativem Strom im Netz halten können. Wir werden in den nächsten zehn Jahren sehen, wie sich die Rohstoffsituation entwickelt, ob die Recht haben, dass alle Autos mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet werden können oder nicht. Den Klimawandel halten wir mit dieser Art der Entwicklung kein Zehntel-Grad auf, da erst einmal der Ausstoß von CO2 für die Produktion der Akkus höher ist als bei der herkömmlichen Antriebsart. Beim Verbrauch wird auch wenig bis nichts wiedergutgemacht, wie vorher ausgeführt. Der richtige Weg wäre Strom sauber machen, viel mehr sauberen Strom als heute produzieren, alles was Energie verbraucht auf diesen überschüssigen Strom umstellen, da wären z.B. Warmwasser, Heizung und die Autos mit dabei. Es kämen dann auch alle Autos ohne CO2-Rucksack auf die Straße. Was jetzt passiert ist Stillstand beim Aufhalten des Klimawandels bei gleichzeitiger Gefährdung des Lebensstandards.

Wie kann man nur so blauäugig sein? Denkt mal für 10 Pfennig nach. Wenn ihr alle so geil seid auf Elektromobilität, dann überlegt euch auch mal wie die dann immer mehr fallenden Einnahmen aus KFZ Steuer und Mineralölsteuer herkommen sollen. Das waren in 2019 fast 50 Mrd €.
Was glaubt ihr wie und womit die Regierung das auffangen wird. Euer Märchen vom billigen BEV hat dann ein Ende.

@Hannes Bader:

Zur Aussage „Erdgas ist zumindest teurer als Kohle, was den Strompreis an der Strombörse teurer macht.“ – das würde ich nicht sagen, denn Gaskraftwerke lassen sich schneller hoch- und herunterfahren, somit muss kein überflüssiger Strom von Solar- und Windanlagen ins Ausland verschenkt werden, wenn der Wind kräftig bläst oder die Sonne von morgens bis abends scheint.

Zur Aussage „Weil sich alle Autokonzerne auf Lithium, Cobalt und Nickel stürzen, werden diese Rohstoffe teurer“ – Tesla und sein chinesischer Partner arbeiten an einer cobaltfreien Batterie, es soll eine „verbesserte Versionen der Batterie mit größerer Energiedichte und Speicherkapazität und noch geringeren Kosten eingeführt werden“.

Zur Aussage „… in den nächsten zehn Jahren sehen, …, ob die Recht haben, dass alle Autos mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet werden können oder nicht.“ – vermutlich wird es bis dahin andere Materialien für die Batterien geben, die im größeren Umfang verfügbar sind und noch dazu preiswerter. Zurzeit sind Batterien ohne Lithium noch in der Erprobung oder zu schwer für den mobilen Einsatz.

Zur Aussage „der Ausstoß von CO2 für die Produktion der Akkus höher ist als bei der herkömmlichen Antriebsart.“ – der sogenannte CO2-Rucksack von Elektroautos wird kleiner, wenn mehr Solar- und Windstrom zum Aufladen der Batterie genutzt wird und wenn sich die Leute mit einer kleineren Batterie zufrieden geben, ebenso wenn die Batterien anschliessend stationär weiter benutzt und erst ganz am Schluss, wenn nichts mehr geht, recycled werden.

Und was die Arbeitsplätze betrifft – die Politik hat sich für Kohle und gegen Windkraft entschieden, obwohl die Kohle kaum Arbeitsplätze bringt und diese spätestens 2038 weg sind, aber ein vielfaches an Arbeitsplätzen beim Windkraftanlagenbau wurde vernichtet. Politiker, Lobbyisten und auch Bürger mit dem Motto „wasch mich, aber mach mich nicht nass“ verhindern, dass Windkraftanlagen entstehen.

Die Umweltschäden müssen bei fossilen Energien stärker auf den Preis aufgeschlagen werden, damit Bürger und Industrie in die umweltfreundlichere und am Ende auch preiswertere Richtung gelenkt werden. Wenn erst einmal Überschwemmungen, Stürme und, Dürre die Preise in die Höhe treiben, dann wird das den Lebensstandard massiv nach unten drücken.

Und beim ach so günstigen Atomstrom werden die immensen Kosten der sicheren Entsorgung des Atommülls für tausende von Generationen einfach „unter den Teppich gekehrt“. Würde dieses Geld in den Atomstrompreis eingerechnet, keiner würde Atomstrom nutzen.

@Musicman sagt:
7. Oktober 2020 um 07:25 Uhr
„Wer für seinen Strom zu Hause 31 ct/kWh bezahlt ist selbst dran Schuld und kann ohnehin mit Geld nicht umgehen.“

Heyho, was für eine starke Aussage.
Kleiner Tipp: Verlassen Sie zum Preisvergleich einmal Ihren (anscheinend bevorzugten) PLZ-Bereich.
Besonders die Regionen in mit überdurchschnittlich hohem Anteil an Erzeugung von erneuerbaren Energien haben die regional höchsten Preise, da die Politik eine gleichmäßige Umlegung der Netzentgelte/Durchleitungskosten auf alle Abnehmer noch immer blockiert.
Bitte nennen Sie mir den günstigen Anbieter für PLZ 17291, der Ihrer Aussage entsprechen soll.

Und als Perspektive:
Wenn dem Bund zukünftig größere Teile der Einnahmen aus der Mineralölsteuer usw. aus dem Treibstoffverkauf verloren geht, wird es dazu kommen, dass der „Fahrstrom“ zum Laden der E-KFZ zusätzlich mit Steuern belegt wird, denn auf die wegfallenden Milliarden wird der Bund garantiert nicht verzichten.
Dieses Thema (Wegfall der Einnahmen über die Tankstellen) wird in der Öffentlichkeit wohl wissend von offizieller Seite seit Jahren verschwiegen, Pläne zum Ausgleich liegen garantiert schon in der Schublade.

Also um mit einem aktuellen Diesel Golf einen Langzeitschnitt von 4,8 Litern zu schaffen muss man schon sehr zurückhaltend fahren und die richtige Strecke dafür haben.

…und wer 400km mit nem Elektroauto fahren will ebenso….

@Daniel W. 05:14
Vorweg alle Gegenargumente ändern nichts daran, dass sich der Strompreis zwangsläufig erhöhen muss, ob durch Abgaben oder durch höhere Erzeugungskosten ist egal. Nur eine Erhöhung der Steuern an anderer Stelle oder eine neue Abgabe können das verhindern. Falls das in meinem Kommentar nicht ordentlich rüberkam, ich bin gegen Atomstrom. Seit 1998 bin ich an der Planung und Umsetzung von Windparks beteiligt und sehe ziemlich genau, wann sich etwas bewegt und wann es mit der Windkraft vorwärts geht. Ab 2018 wurde der Ausbau gedeckelt auf 2000MW pro Jahr und das Ausschreibungsverfahren eingeführt. 2018 konnten wir noch gut die genehmigten Anlagen fertig bauen. Seitdem hat sich die Genehmigung von Windparks drastisch verringert. Das sieht man auch an den vierteljährlichen Ausschreibungen, an denen man sich als gewerblicher Errichter von Windparks nur mit erteilter Baugenehmigung beteiligen darf. Anfänglich waren diese immer überzeichnet, jetzt beteiligen sich regelmäßig weniger als möglich wäre. Von seiten der Onshore-Windenergie sollte man momentan nichts erwarten. Die Bestandsanlagen haben momentan eine 20-jährige Einspeisegarantie. Ein Weiterbetrieb danach ist faktisch ohne Einspeisung nicht möglich.

Gas: Gas ist teurer als Kohle, kann zwar schneller abgeschaltet werden, muss in Zukunft aber die Grundlast stellen. Wenn Kohle durch CO2-Abgaben teurer wird als Gas ändert das nichts daran, dass der Preis steigt. Es kommt auch nicht so oft vor, dass Strom verschenkt wird.

Die Materialpreise für Lithium, Cobalt und Nickel steigen. Die neuen Akkus, die diese Materialien sind noch nicht am Start, also bleibt es dabei, dass die Materialien für die heutigen Akkus teurer werden. Wann neue Akkus in Serie gehen, ist ungewiss.

Lithium: auf statista lag der Durchschnittspreis für Lithium 2017 bei 9100$, 2018 waren es 16.500$

Solar- und Windstrom: Dass momentan nicht mit mehr Windstrom zu rechnen ist, habe ich oben erläutert. Solarstrom ist teurer als Windstrom. Wer keine eigene Photovoltaikanlage hat, kann nicht von der Umgehung der Abgaben profitieren.

Die neuen E-Autos könnten nur mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren, wenn sie geladen würden, wenn die Erzeugung daraus bei 90-100% liegen würde. Es ist doch einfach logisch, wenn ich an ein ausgeglichenes Stromnetz mit voller Einspeisung der erneuerbaren Energien einen neuen Verbraucher anschließe, muss ich mit steuerbaren Erzeugern mehr Strom bereitstellen, was dann die fossilen Energieträger sind. Also spielen sie ihren Vorteil, dass sie keinen Verbrennungsmotor haben nicht aus.

„Die Umweltschäden müssen bei fossilen Energien stärker auf den Preis aufgeschlagen werden, damit Bürger und Industrie in die umweltfreundlichere und am Ende auch preiswertere Richtung gelenkt werden.“
Also Strom wird teurer, folglich wird Autofahren teurer. Es gibt doch niemanden anderes außer den Bürger, der es bezahlt. Ist doch nicht so, dass dann der Kraftwerksbetreiber getroffen wird. Der muss zumachen, wenn er die Kosten nicht mehr einspielt. Dem Mitarbeiter kann man den Lohn auch nicht kürzen. Wer bleibt übrig? Wir unter verschiedenen Namen: Autofahrer, Verbraucher, Steuerzahler.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Mir geht es darum, erst einmal die Energiefrage zu klären, bevor wir massiv auf E-Autos umsteigen.

Puh, ganz schönes Reizthema! Jetzt habe, obwohl kaum Zeit dafür, sehr viele Kommentare durchgelesen. Es gab lange und kurze, knackige und völlig nutzlose, berechtigte und Hirngespinste.
Bei allem fehlt aber der entscheidende Grundsatz.
Grundsätzlich ist der Individualverkehr extrem Kostenintensiv. Egal in welcher Form. Selbst als Fahrradfahrer ist man einem Verschleiß und somit mit Kosten verbunden. Mehr oder weniger also. Jedoch ist der ÖPNV ebenfalls nicht kostendeckend und ein Zuschußgeschäft.
Kein Hirngespinste ist, nehmen wir mal den optimalen Fall an, dass Lobbyismus strafbar wird (hoffentlich!), das es so etwas wie, ich verallgemeiner, Subventionen komplett und in allen Sparten gestrichen wird. Also Verkehr, Energie, Landwirtschaft usw. Dann würde sich der Markt also selbst regeln.
Der Staat würde dann Steuern nur dafür einsetzten, daß alles heile bleibt und alle genug zu essen haben, gesund sind, Kultur, Freizeit und Frieden haben.

Was würden wir dann zur Fortbewegung einsetzten? Diesel, Benzin oder Elektro? Was meinen Sie?

Kleiner Hieb noch auf das Diesel fahren. Ich sag nur Dieselskandal. Traue keinem VW weiter als du in schmeißen kannst. Unter 5 Liter sind dann Hirngespinste. Bin selber 25 Jahre Diesel gefahren und selbst ein kleiner Diesel kommt nicht drunter(ausser 1 Liter Motoren, die rechnen sich aber im Gesamtbetrag nicht) . Staat, Land, Autobahn. 30000km im Jahr.

Ein kleiner Hieb noch auf die EVs.
Fähre selber nun Elektroauto und kenne die Verbräuche derer. Wie oben erwähnt. Stadt, Land, Autobahn.
Das einzige effiziente Fahrzeug, was unter 15 kW im Drittel schafft, ist der Hyundai Kona. Den ich leider nicht fahre, sondern eine Ladezicke auf Frankreich.
Also unter 15 kW sind Hirngespinste.

Ein kleiner Hieb auf PHEVs.
Völlig nutzlos! Warum. Fahre ich elektrisch, schleppe ich einen Verbrennen mit mit rum. Nimm einen EV, einen Anhänger und einen Verbrennen oben drauf. Schau auf dem Verbrauch. Okay, hingt etwas, aber so kann man sich das vorstellen. Umgekehrt dann genauso.
Es gibt so viele Hybride, damit die Firmen ihre Co2 – Emissionen erfüllen und ihre Leute weiter beschäftigen können. Dumm wer einen Kauft. Das sind dann die nächsten im Skandalkarussel.

Am besten ist es, sich so gut wie möglich zu informieren und auch informiert bleiben. Anschließend sich entscheiden und die Daumen drücken halbwegs kostengünstig aus der Nummer raus zu kommen.

Die Frage ist , wie sah die Welt vor der kleinen Eiszeit aus? Das heisst im 15. Jahrhundert. Als Alpwirtschaft betrieben wurde, die dann für 2/3 Jahrhunderte unter eis verschwand und nun von aerchologen ausgegraben werden. Man verkennt vielleicht auch die folgen der beginnenden Eiszeit im 16. Jh . Als Ernteausfälle zu Hunger, kriegen (30jähriger Krieg), Pest und v.m. zu Tod und Elend führte. Innerhalb kurzer Zeit reduzierte sich die Bevölkerung um 30%! Die Gletscher wuchsen an und begruben Siedlungen. Die valisser Bevölkerung rief den Papst an für sie zu beten das die Gletscher doch aufhören sollten zu wachsen. Diese bitte zum göttlichen Schutz, wurde erst 1999 vom Papst aufgehoben. Co2 ist ein grosser betrug, sonst fragen sie mal,wie hoch der künstlich zugeführte co2 Gehalt der Luft in botanischen Gärten, treibhäuser, Aquarien, ihrem Mineralwasser/Cola,…….ist. Holz,torf, Kohle, Erdöl ist alles das selbe, nur gelangte es nicht in den Kreislauf von Verwesung und Wachstum zurück,es wurde durch geologische/klimatische Umstände überdeckt. Kurz, mehr fossiles Erdöl freisetzen lässt die Fauna spriessen und die Sahara wieder ergrünen!

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