Spanien erneuert E-Auto-Förderprogramm MOVES

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Spaniens Regierung will Medienberichten zufolge ihr Elektroauto-Förderprogramm MOVES noch in diesem Jahr neu auflegen. Offizielle Details werden für Ende Mai/ Anfang Juni erwartet. Erste Informationen sind bereits durchgesickert. Das Budget etwa soll in diesem Jahr um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 65 Millionen Euro aufgestockt werden. Die maximale Fördersumme für die Anschaffung eines rein batterie-betriebenen Elektroautos soll weiterhin 5500 Euro betragen, sofern dafür ein mindestens zehn Jahre alter Verbrenner stillgelegt wird.

Bislang war in Spanien die Stilllegung eines alten Verbrenners Pflicht, um überhaupt an eine E-Auto-Förderung zu kommen. Diese Klausel soll nun allerdings aufgeweicht werden. Ohne Stilllegung eines alten Stinkers sollen E-Auto-Käufer noch bis zu 4000 Euro erhalten, was jenen zu Gute kommt, die zuvor kein Auto hatten oder aufgrund der zum Teil langen Lieferzeiten von Elektroautos lange ohne einen fahrbaren Untersatz gewesen wären: Denn das alte Auto musste bereits bei der Bestellung des E-Autos verschrottet werden.

Angepasst soll auch die Preisobergrenze werden, die spanischen Medienberichten zufolge um 5000 Euro auf 45.000 Euro angehoben werden soll. In der neuen Förderrunde soll – auch das ist neu – auch für Leasingfahrzeuge ein Zuschuss beantragt werden können. Festhalten will die spanische Regierung in der Neuauflage von MOVES an den Zuschüssen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur sowie den Kauf von Elektro-Zweirädern und -Nutzfahrzeugen. Als Wackelkandidat gelten Plug-in-Hybride — ob und wie die Teilzeitstromer weiter gefördert werden, sei noch offen.

Der spanische Energie- und Klimaplan (PNIEC) sieht vor, dass im Jahr 2030 mindestens fünf Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen. Die neue Förderrunde soll spätestens am 31.12.2020 enden, oder auch vorher, falls das Budget vorzeitig aufgebraucht ist. 2019 war das nicht der Fall, da allerdings noch mit der Verschrottungs-Pflicht. Man darf gespannt sein, wie sich diese Neuerung auf die Antragszahlen auswirkt.

Quelle: Electrive — Spanien plant für 2020 neue E-Auto-Förderung

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Es wäre der spanischen Regierung zu wünschen, dass sie sich, wie auch schon die englische, dazu entschließt, die Mogelpackungs-PHEV von der Förderung auszunehmen, wenn auch dadurch wahrscheinlich weniger Fördergelder abgerufen werden. Damit würde aber eine Förderung von Teilzeit-Verbrennern sinnvollerweise unterbleiben !

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