Škoda investiert 32 Millionen Euro in die Fertigung des ENYAQ iV

Škoda investiert 32 Millionen Euro in die Fertigung des ENYAQ iV

Copyright Abbildung(en): Škoda

Seit Sommer vergangenen Jahres hat ŠKODA AUTO im Stammwerk Mladá Boleslav eine bestehende Fertigungslinie für die Produktion von MEB-Fahrzeugen umgebaut. Nun sind die Umbaumaßnahmen abgeschlossen. Pünktlich zur Premiere des ersten MEB-Stromers des Unternehmens, dem ŠKODA ENYAQ iV. Das Modell markiert für den tschechischen Automobilhersteller den Aufbruch in eine neue Ära, daher macht die Marke mit dem Enyaq iV auch beim Design den nächsten Entwicklungsschritt.

Emotionale Linien und ausgewogene, dynamische Proportionen verbinden sich beim ersten Skoda auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen Konzern mit typisch großzügigen Platzverhältnissen und nachhaltigem Fahrspaß. Um das Fahrzeug wie erdacht auf die Straße zu bringen war es notwendig Anpassungen in den Bereichen Gebäudestatik, Transporttechnologie und Endmontage vorzunehmen. Die getätigten Investitionen belaufen sich insgesamt auf 32 Millionen Euro. Durch das Investment ist es nun möglich, dass auf einer Fertigungslinie – als einzige im gesamten VW-Konzern – sowohl Fahrzeuge auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) und des Modularen Querbaukastens (MQB) gefertigt werden können.

„Der planmäßig abgeschlossene Umbau der ŠKODA ENYAQ iV-Fertigungslinie in Mladá Boleslav ermöglicht die parallele Fertigung von Fahrzeugen auf MEB- und MQB-Basis. Das ist bisher ein konzernweit einzigartiges Konzept. So bekommen wir die Möglichkeit, in unserem Stammwerk pro Tag voll flexibel zwischen 250 und 350 Einheiten des ENYAQ iV zu fertigen.“ – Michael Oeljeklaus, ŠKODA AUTO Vorstand für Produktion und Logistik

Oeljeklaus betont des weiteren, dass man dabei „verzögerungsfrei auf die jeweilige Marktnachfrage“ reagiert sowie „zugleich jederzeit eine vollständige Auslastung der Linie sicherstellt“. Noch in diesem Jahr soll die Fertigung des neuen Flaggschiffs anlaufen.

Begonnen hat man mit den Vorbereitungen zum Umbau der Fertigungslinie bereits im Sommer 2019. Seitdem wurden beispielsweise die Gebäudestatik oder Technologien für den Teiletransport für das Gewicht von rein batterieelektrischen Fahrzeugen sowie der verbauten Komponenten ausgelegt. Außerdem erfolgt die Endmontage der Bodengruppe nach dem Umbau automatisiert und schließt dabei auch die Hochvolt-Traktionsbatterie ein.

Insbesondere im Bereich der Batteriepacks hat man sich einige Gedanke gemacht. So habe das Unternehmen für das Handling der schweren Batteriepacks Hilfsroboter installiert, zum Justieren der Head-up-Displays richtete der tschechische Automobilhersteller zudem eine größere Arbeitsstation ein. Einen besonderen Fokus legte die tschechische Marke beim Umbau der Fertigungsstraße auf die Sicherheit, insbesondere im Bereich des Batteriehandlings. Das Unternehmen traf umfangreiche Feuerschutzvorkehrungen und installierte beispielsweise Wärmebildkameras. Sie kontrollieren die Temperatur in der Werkshalle rund um die Uhr und lösen bei entsprechender Abweichung einen Alarm aus.

Der ŠKODA ENYAQ iV Founders Edition wird ebenfalls im modernisierten Werk entstehen. Mit diesem könnte hierbei sogar der exklusivste MEB-Stromer in 2021 auf die Straße kommen.

Quelle: Škoda – Pressemitteilung vom 02. September 2020

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
7 Comments
Älteste
Neuste Am häufigsten bewertet
Inline Feedbacks
View all comments

Diese Investition von 32 Mill. ist es kaum wert erwähnt zu werden. Erst recht nicht als Überschrift. Da sind die Boni der Vorstände wahrscheinlich höher.

Aber eine andere Aussage ist wichtig: 250 bis 350 Fahrzeuge sind pro Tag möchlich. Das gibt bei Vollauslastung knapp 80.000 Wagen ..
Das ist schon eine Zahl, die für den BEV-Markt eine Bedeutung hat.
Einer davon könnte meiner werden.

möglich

Die 32 Mil. € sind in dieser Höhe nur nötig, weil auch noch Verbrenner auf der Linie gefertigt werden sollen. Eine reine E-Auto Linie wäre billiger gewesen.

Selbst dran schuld wer bei dem Betrugskonzern noch irgendwas kauft…Da werden sogar Karossen ohne Validierung zugelassen auf die Menschheit . Einfach besser informieren

Bitte Quelle nennen, sonst ist das Dünnschiet!

Finde ich auch bemerkenswert, dass also nur 32 Mio. EUR in die Hand genommen werden mussten.
Zwickau investiert bekanntlich circa 1 Mrd. EUR für den Komplettumbau des Werks auf MEB-Fahrzeuge. Natürlich entsteht dabei in Zwickau die mindestens vierfache Kapazität für MEB-Stückzahlen als bei Skoda, aber dies eben mit 1 Mrd. EUR. Und Skoda ist in der Fertigung weiterhin flexibel hinsichtlich des MEB- bzw. Verbrenneranteils. Hut ab! Sicher kann der VW-Konzern aus beiden Produktionsherangehensweisen lernen auch für künftige Werksumbauten und -erweiterungen (Hannover, Emden usw.).

7
0
Kommentar zum Thema verfassenx
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).