ŠKODA ENYAQ iV: Viel Leistung, hohe Reichweite & kurze Ladezeiten

ŠKODA ENYAQ iV: Viel Leistung, hohe Reichweite & kurze Ladezeiten

Copyright Abbildung(en): ŠKODA

Das Modell markiert für den tschechischen Automobilhersteller den Aufbruch in eine neue Ära, daher macht die Marke mit dem Enyaq iV auch beim Design den nächsten Entwicklungsschritt. Emotionale Linien und ausgewogene, dynamische Proportionen verbinden sich beim ersten Skoda auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen Konzern mit typisch großzügigen Platzverhältnissen und nachhaltigem Fahrspaß. So viel konnte man bereits im Vorhinein erfahren.

Mittlerweile steht fest, der ŠKODA ENYAQ iV kommt mit zwei Antriebsvarianten, drei Batteriegrößen und fünf Leistungsstufen von 109 bis 225 kW (148 bis 306 PS) daher. Die maximale Reichweite wird mit bis zu 510 km nach WLTP angegeben, wobei die Ladezeiten entsprechend kurz sein sollen. Erwähnenswert ist sicherlich die Tatsache, dass der MEB-Stromer des tschechischen Automobilherstellers das einzige Elektroauto auf VWs E-Auto-Plattform ist, welches im tschechischen Stammwerk in Mladá Boleslav gefertigt wird. Damit ist es in Europa das einzige MEB-Modell des Volkswagen Konzerns, das außerhalb Deutschlands vom Band rollt.

„Die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten etwa bei Batteriegröße und Motorleistung machen den Modularen Elektrifizierungsbaukasten zu einer perfekten technischen Ausgangsbasis für unsere rein batterieelektrischen Modelle. Der MEB erlaubt uns, individuell auf die unterschiedlichen Anforderungen und Nutzungsgewohnheiten unserer Kunden einzugehen und künftig noch weitere technisch innovative ŠKODA iV Fahrzeuge zu entwickeln.“ – Christian Strube, ŠKODA Vorstand für Technische Entwicklung

ŠKODA ENYAQ iV Design: Durch das Besondere geprägt

Allen Varianten des ENYAQ iV sind die Außenmaße gleich, diese betragen: 4.649 Millimeter lang, 1.879 Millimeter breit und 1.616 Millimeter hoch. Der Radstand von 2.765 Millimetern und der fehlende Mitteltunnel ermöglichen äußerst großzügige Platzverhältnisse mit entsprechender Kniefreiheit im Fond. Der Kofferraum fasst 585 Liter. Bevor wir jedoch auf die technischen Daten des ENYAQ iV zu sprechen kommen, riskieren wir einen kurzen Blick auf die Design-Highlights.

„Bei unserem ENYAQ iV verfolgen wir unsere ŠKODA typische Frontidentität weiter, die sich besonders durch das Crystal Face Element auszeichnet. In Kombination mit der emotionalen Designsprache und dem markant robusten Auftritt, den auch die großen Räder unterstreichen, ist unser neuer ENYAQ iV ein echter Hingucker, der neue Akzente setzt.“ – Oliver Stefani, Leiter von ŠKODA Design

ŠKODAs Crystal Face verfügt über eine animierte Coming/Leaving Home-Funktion. Zusammen mit den LED-Modulen für Abblend- und Fernlicht der Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer und der Tagfahrlichtleiste kreieren sie einen Welcome-Effekt. Definitiv ein Blickfang beim MEB-Stromer aus Mladá Boleslav. Ebenso interessant ist allerdings die Tatsache, dass man nicht nur beim E-Antrieb nachhaltig denkt.

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Denn auch im Innenraum setzt das Elektroauto auf Basis der MEB-Plattform auf Nachhaltigkeit. In den Design Selections Lodge und ecoSuite zeigt sich dies auf den ersten Blick. So fällt bei den Sitzbezüge der Selection Lodge auf, dass diese zu 40 Prozent aus Schurwolle bestehen. Die verwendete Schurwolle wird unabhängig getestet und ist nach den strikten Anforderungen der Woolmark Company zertifiziert.

Ausgezeichnet werden die Sitze durch das Label Wool Blend Performance. Dieses erhalten Produkte, welche zwischen 30 und 49,9 Prozent Schurwolle enthalten. Die restlichen 60 Prozent des Stoffes für die Sitzbezüge bestehen aus dem Polyester recycelter PET-Flaschen. Des Weiteren besitzen die Sitzbezüge eine einzigartige Haptik und sorgen durch die verwendeten Materialien für ein angenehmes Sitzklima, so der Automobilhersteller. Das cognacfarbene Leder der Design Selection ecoSuite wird besonders nachhaltig produziert. Anstelle von Chemikalien kommt beim Gerben ein Extrakt aus den Blättern des Olivenbaums zum Einsatz.

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Nicht unerwähnt sollte man die Tatsache lassen, dass der MEB-Stromer, als erstes Modell von ŠKODA das Head-up-Display mit Augmented Reality nutzt, welches die Informationen in zwei Anzeigefelder teilt. In einem flachen Nahfeld, das sich auf der Frontscheibe im primären Sichtbereich des Fahrers befindet, können neben aktueller Geschwindigkeit und erkannten Verkehrszeichen auch Informationen der Assistenzsysteme und Navigationshinweise angezeigt werden.

Das Projektionsfeld für den Augmented-Reality-Bereich ist größer und befindet sich weiter oben an der Frontscheibe im Blickfeld des Fahrers. Es ist auf die vor dem Fahrzeug liegende Straße gerichtet, wo größere Symbole zum Beispiel mit Richtungspfeilen auf Navigationsansagen hinweisen, die Aktivität von Adaptivem Spurhalteassistenten oder Adaptivem Abstandsassistenten anzeigen und Verkehrszeichen oder Warnhinweise einblenden.

ŠKODA ENYAQ iV setzt auf zwei Antriebsvarianten, drei Batteriegrößen und fünf Leistungsstufen

Beim ŠKODA ENYAQ iV sorgen drei Batteriegrößen und fünf verschiedene Leistungsvarianten für nachhaltige Mobilität und Fahrspaß. Dabei setzt der MEB-Stromer ab seiner Basisvariante auf einen Heckantrieb. Bei den beiden kraftvollsten Modellen kommt zusätzlich zum Elektromotor an der Hinterachse ein zweiter Elektromotor an der Vorderachse zum Einsatz, das Systemdrehmoment von 425 bzw. 460 Nm wird dann über alle vier Räder auf die Straße gebracht.

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Je nach Variante des ENYAQ iV ist eine maximale Reichweite von bis zu 510 km nach WLTP-Zyklus zu erreichen. Wenn der Akku dem Ende zugeht, kann dieser mit bis zu 125 kW geladen werden. So lässt sich beispielsweise, an einer entsprechend leistungsstarken Gleichstrom-Ladesäulen die 82-kWh-Batterie (Nettokapazität 77 kWh) in nur 38 Minuten von 5 auf 80 Prozent der vollen Kapazität aufladen.  Zu Hause kann der ENYAQ iV bequem über Nacht an Wechselstrom-Wallboxen mit bis zu 11 kW Energie ‚nachtanken‘ – je nach Batteriegröße dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden. Der ENYAQ iV ist darüber hinaus mit einem speziellen iV Universal Charger ausgestattet, der an allen gängigen Ladesteckdosen passt.

Unterscheiden kann man die verschiedenen Modelle des Stromers bereits am Namen. So kommt der ŠKODA ENYAQ iV 50 als Einstiegsmodell mit einer Leistung von 109 kW (148 PS) angetrieben durch den zuvor angesprochenen Elektromotor daher. Dessen maximale Drehmoment wird mit 220 Nm angegeben. Hinsichtlich der rein elektrischen Reichweite sind hier maximal 340 km im WLTP-Zyklus zu erreichen; gespeist aus einem 55-kWh-Akku (52 kWh netto).

Eine Stufe darüber setzt der ENYAQ iV 60 von ŠKODA an. Dieser bringt es auf eine Leistung von 132 kW (180 PS), bei einem maximalen Drehmoment von 310 Nm. Wie die Einstiegsvariante des Elektro-SUV setzt auch diese Modellvariante auf reinen Heckantrieb. Die Reichweite wird ebenfalls wie die Leistung leicht angehoben. Hierdurch bringt es der ENYAQ iV 60 auf 390 km Reichweite; gespeist aus einem 62-kWh-Akku (58 kWh netto).

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Die größte Reichweite, von 510 km im WLTP-Zyklus, bekommt man im ŠKODA ENYAQ iV 80 geboten. Dieser verfügt über eine Leistung von 150 kW (204 PS), sowie ein maximales Drehmoment von 310 Nm. Jedoch setzt auch bei diesem Modell der tschechische Automobilhersteller auf Heckantrieb. Die notwendige Energie für das Vorankommen im Straßenverkehr wird im Fall des ENYAQ iV 80 aus einer Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) bereitgestellt.

Wie eingangs erwähnt gibt es allerdings auch zwei Varianten mit Allradantrieb. Die erste der beiden Varianten präsentiert sich in Form des ENYAQ iV 80x von ŠKODA. Wie bereits der ENYAQ iV 80 ist die Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) Kapazität verbaut – diese leistet mit dem zweiten Elektromotor an der Vorderachse 195 kW (265 PS). Die rein elektrische Reichweite wird in diesem Fall mit 460 km angegeben.

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Besonderen Fahrspaß bietet das Topmodell, der ŠKODA ENYAQ iV RS. Er beschleunigt aus dem Stand in nur 6,2 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h und damit 20 km/h höher als bei anderen Leistungsvarianten. Wie bereits der ENYAQ iV 80x setzt die RS-Variante auf Allradantrieb und den gleiche 82 kWh (netto 77 kWh)-Akku. 460 km Reichweite sind hierbei rein elektrisch drin, bei 225 kW (306 PS) Leistung. Außerdem kann der stärkste ENYAQ iV einen bis zu 1.400 Kilogramm schweren Anhänger ziehen, eine schwenkbare Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung ist als Option erhältlich.

Optionale Wärmepumpe für Reichweitenvorteil im Winter

Seine hohe Effizienz erreicht der Elektro-SUV durch eine wohldurchdachte Aerodynamik, welche sich in einem cw-Wert ab 0,27 widerspiegelt. Aber auch die besonders rollwiderstandsarmen Reifen tragen zu Effizienz bei. Optional ist für das elektrische SUV eine Wärmepumpe erhältlich, die zum Heizen und Klimatisieren des Innenraums genutzt wird. Ein hocheffizientes Wärmepumpensystem verdichtet unter hohem Druck Kältemittel, wobei Wärme entsteht, die zur Erhitzung durchströmender Kaltluft genutzt wird.

Somit ist es möglich, dass auf diese Weise rund 3 bis 4 kWh/100 km weniger Energie aus der Batterie für die Hochvoltheizung genutzt werden. Hierdurch ergibt sich im Winter bei Temperaturen bis -25 °C ein Reichweitenvorteil von bis zu 30 Prozent gegenüber Elektrofahrzeugen ohne Wärmepumpe.

Quelle: ŠKODA – Pressemitteilung vom 01. September 2020

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18 Antworten

  1. der schaut richtig gut aus, gefällt mir.
    Da bin ich mal auf die Preise gespannt.
    Auch wenn keiner diese SUVs brauch gibt es ja genügend die rumfahren.
    Und gerade die großen Kisten müssen dann getauscht in EVs werden um eine Besserung der Luftqualität herbeizuführen.

    es bleibt spannend

    1. Die Basis soll ab gut 33.000€ los gehen. Mit der großen Batterie und Heckantrieb ab 43.000€. Wohl gemerkt vor Förderung. Also kann man nochmal knapp 10.000€ abziehen. Das ist dann schon ein Wort.

      Bin auch gespannt was VW dann beim ID4 noch aus dem Hut zaubert. Der ist direkte Konkurrenz zum Enyag und müsste sich eigentlich irgendwie von ihm abheben. Sonst kauf den keiner.

  2. Wenn ich könnte, würde ich meinen MB 350 GLE de abbestellen und den Eniaq nehmen. Sieht super aus und technische Daten hören sich auch gut an. Von vorn sieht er fast wie ein BMW X5 mit M Paket aus, da der Grill der breit gezogenen Niere sehr nahe kommt und das Design insgesamt sehr sportlich ist.
    Witer so Skoda.

  3. Die technische Daten hören sich gut an und das Design sieht insgesamt sehr sportlich aus . Interessant währe vielleicht , bei diesem elektrischen Antriebskonzept , die Variante als Plug In Hybrid bzw die Ergänzung mit einen kleinen Verbrennungsmotor , der später gegen eine Brennstoffzelle ersetzt werden kann , um die Batterie während der Fahrt nachzuladen um so die Reichweite zu erhöhen oder die Größe der Batterie etwas einzuschränken ( Ressourcenverbrauch ). Ansonsten coole Idee , weiter so Škoda .

  4. Sieht gut aus und auch die Werte stimmen. Je nach Preis könnte das ein grosser Erfolg werden. Die Marke selbst geniesst ja inzwischen sehr grosses Vertrauen.
    Für mich ist einzig schade, dass der Wagen 1.88m breit ist. Ich habe jetzt 1.84 und mir geschworen, nie mehr über 1.80 zu kaufen. Ist einfach in sehr vielen Situationen zu breit – v.a. hier in der Schweiz. Leider machen immer mehr nur noch die Asiaten mal gelegentlich ein hochwertiges Fahrzeug, das unter 1.80 breit ist.

  5. Ist wirklich ein gelungenes Fahrzeug keine Frage,aber warum um alles in der Welt baut man ein SUV zum E-Auto auf.Warum nicht auf Basis des Skoda Scala oder Rapid.Die Preise für dieses Dickschiff werden mit Sicherheit bei 60-70 Tausend Euro liegen.Ich Frage mich ob das die Zukunft der flächendeckenden E-Mobilität sein kann.

  6. Also ich finde den gerade als Familienvater interessant. Ich habe 2 Kinder und will evtl. noch ein drittes. Der U5 von aiways hat da leider hinten für 3 Kindersitze zu wenig Platz. Und Kinderwagen plus mal paar Einkäufe wird bei den sonst kleinen Kofferraum auch eng. Ich hoffe da kommen noch ein paar mehr in die Richtung.

  7. Zur Aussage „ ist das einzige VW-Elektroauto in Europa, welches außerhalb Deutschland vom Band läuft“. Schlecht recherchiert. Selbst der VW eUp läuft nicht in Deutschland vom Band, sondern in Bratislava.

  8. Das ist doch wohl ein Witz, dass man bei einem solchen SUV von Nachhaltigkeit schreibt weil die Sitzbezüge aus ehemaligen PET Flaschen sind. Nachhaltig wäre es wenn die Autos kleiner, leichter und sparsamer im Verbrauch wären.

  9. Das erste eAuto das mich „elektrisiert“. Wenn dann noch der Preis stimmt und 5 Jahre Garantie auf das Fahrzeug und 8 Jahre Garantie auf die Batterie, dann werde ich einen Enyaq kaufen.

  10. Jörg, willst du eine kleinere Batterie und dazu lieber noch Brennstoffzellen verbauen im Auto, egal was dies kostet? Diese Lösung wäre auch „sperriger„ als eine kleinere Batterie Platz machen würde. Ja, also kaufen was angeboten wird, nicht nur immer darum herum reden.

  11. Dem kann ich nur zustimmen. So eine Breite ist sehr ärgerlich. Auch mit der Länge kann ich in Frankfurt ca. die Hälfte aller Parkplätze nicht nutzen. Auf dem Land aber ein Super-Auto. Obwohl es auch hier in der Garage eng werden kann. Sollte ich halt vorher mal messen.

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