SK Innovation: Akku mit >800 km Reichweite mit 20 Minuten Schnellladung ab 2021

SK Innovation: Akku mit >800 km Reichweite mit 20 Minuten Schnellladung ab 2021

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Der südkoreanische Lieferant SK Innovation (SKI) gab am Donnerstag zu verstehen, dass er Zellen entwickelt habe, die nur zwei schnelle 10-Minuten-Ladungen benötigen, um eine Reichweite von mehr als 800 km zu ermöglichen, wenn diese in einem E-Auto verbaut sind. Des Weiteren gab der Batterie-Hersteller zu verstehen, dass man die Entwicklung der neuen Zellen bis zur ersten Hälfte des nächsten Jahres abschließen wird. Damit diese möglichst schnell „eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung von Elektroautos spielen können“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die Ankündigung, die auf einer von der südkoreanischen Regierung gesponserten Fachkonferenz für Batterietechnologie gemacht wurde, enthielt noch keine Einzelheiten über die Chemie, die von den neuen Zellen verwendet wird, obwohl es hieß, dass die große Reichweite durch eine Technologie unterstützt wird, die hochdichte Nickel und eine Technologie verwendet, die mehr als 1.000 Lade-/Entladezyklen bewältigen kann.

SKI teilte ebenfalls mit, dass er beschlossen hat, seine Entwicklungsanstrengungen auf „langlebige Batterien zu konzentrieren, die das Fahren über große Entfernungen ermöglichen“. Das erste Fahrzeug, in welchem die neuen Akkus zum Einsatz kommen könnten, scheint ebenfalls bereits festzustehen. Hyundais rein elektrischer Crossover-SUV mit dem Arbeitstitel NE soll unserem Wissen nach zunächst auf dem europäischen Markt eingeführt werden, bevor er seinen Weg nach Korea findet. Der NE basiert auf dem EV Concept Car 45 – einer Neuinterpretation des Designs von Hyundai Motors erstem Konzeptauto Pony Coupé das vor 45 Jahren vorgestellt wurde. Für die Neuauflage stammen die Akkus von SK Innovation. Bisher ist es so, dass die meisten Hyundai-Modelle, wie der Kona Electric, Zellen von LG Chem verwendet. Während die meisten Kia-Modelle, wie der Kia Niro EV, Zellen des konkurrierenden Anbieters SK Innovation einsetzen.

SK Innovation macht im Moment aber nicht nur durch die vermeintliche Superzelle von sich hören, sondern auch für seine Wachstumspläne. Hierzu der letzte Stand von Anfang des Jahres: April 2019 konnten wir berichten, dass die zweite Batteriezellenfabrik des koreanischen Unternehmens ebenfalls, wie die Erste in Ungarn entstehen wirdNoch im März ist der Spatenstich in Komárom erfolgt, also gut ein Jahr nach dem Spatenstich für die erste Fabrik. Mit dem Aufbau eines neuen Werks für Batterieseparatoren in Polen festigt das Unternehmen die Positionierung auf dem europäischen Markt. Diese soll weiter gestärkt werden, mit einer Erweiterung des Werks. Auch in den USA will man eine weitere Batteriefabrik errichten.

Quelle: GreenCarReports – Battery supplier SKI: 500 miles of range with 20 minutes of fast-charging, ready in 2021

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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800 Kilometer Reichweite im Vergleich deutscher Fahrweise bei Winter od. Sommer mit Klimaanlage gerade mal gute 400 km bedeuten. Und je mehr öffentliche Ladesäulen der Strom unbezahlbar, der Platz f. das Laden auf öffentlichen Strassen bei Häppchen Strom garnicht vorhanden nur das häusliche Strom betanken die Fahrzeuge von den Strassen gehört. Und ich wiederholte ohne Eigenstrom Versorgung das E Mobil ein schnelles Ende finden wird. Brutto 800 km und Netto sind zweilei. Schnellladen beteutet, verkürzte Akku Freude.

abwarten und Tee trinken….

Meldungen wie diese lesen wir regelmäßig….
Wenn der Akku da ist wissen wir was er wirklich kann.

Es bleibt spannend

Ich bin immer wieder über die Beiträge zu Reichweiten etc. überrascht.
Wir lassen uns von den Konzernen in unserer Denkweise einengen. Die machen genau das, wofür sie auch da sind: ihren Gewinn zu maximieren. So sagt Bernd Osterloh: wir lassen uns die 40% Wertschöpfung des Akkus nicht nehmen.
Das kann aber nicht im Interesse des Verbrauchers sein. Erst mit wechselbaren Akkus entsteht echter Wettbewerb um Gewicht, Reichweite und Lebensdauer. Auch die Preise sind besser vergleichbar, weil ohne Akku. Die Fahrzeuge sind nicht Schrott, wenn der Akku defekt ist. Und beim Kauf muss ich keinen Angstakku kaufen, weil ich den ja Miete und unter Umständen dem Bedarf anpassen kann.

Leider ist die Politik ohne Plan und fördert den Unsinn oder besser Irrsinn mit dreistelligen Milliardenbeträge. Besonders enttäuscht sein darf man von den Grünen. Da hätte man etwas mehr Hirn erwartet. Aber sie reihen sich auch nur noch in den Mainstream ein.

Sehr geehrter Herr Weiland,

die Feuerwehr schafft es nicht mal innerhalb kurzer Zeit ein herkömmliches Auto zu löschen.
Dessen nicht geachtet, das jedes Jahr tausende Autos mit Verbrennungsmotor meist durch Kabelbrände zu brennen beginnen.
Wegen der Entsorgung, in Hamburg, und in den Niederlanden gibt es Recycling Werke.
Weitere im Bau.
Interessant das viele wegen der Akkus bei E-Autos wegen der Entsorgung jammern, aber über die vielen Handy Akkus, die für die Entsorgung uninteressant, der wenigen Rohstoffe halber nach Afrika verschoben werden, und dort verbrannt, eingegraben oder sonst was werden.

„die nur zwei schnelle 10-Minuten-Ladungen benötigen, um eine Reichweite von mehr als 800 km zu ermöglichen, wenn diese in einem E-Auto verbaut sind.“
Solche Aussagen lassen unendlich viel Spielraum.
Startet die 800km mit 100% SoC?! Welche Kapazität hat das Pack? 50, 100, 150 oder gar mehr kWh? Wäre das nur rechnerisch möglich, weil zb Akku zu groß für PKW, keine 1kW Lader usw.?!
Im Endeffekt kann mit den gegebenen Daten jeder seine Vermutungen anstellen wie er will, nix ist falsch, nix ist richtig. Schade dass manche Hersteller immer wieder solche Marketing-Zahlen raushauen, nur um eine Schlagzeile zu bekommen.

Ich werde nie ein Elektroauto kaufen unabhängig von der Reichweite. Eine Reichweite von 2000 Km wird meine Meinung dazu auch nicht verändern. Meine Argumente lauten wie Folgendes:
1- Rohstoffe für die Batterieherstellung sind sehr selten.
2- Die Batterien sind nicht umweltfreundlich: enormer Wasserverbrauch bei der Lithiumbeförderung und nicht recyclbar.
3- Der Strom den wir verbrauchen ist nicht 100% öko،
Ich fahre jetzt Diesel bis er ganz kaputt geht und mein nächstes wird ein Erdgasauto sein. Irgendwann wenn die Produktionbedingungen ganz sauber werden dann ein Auto mit Brennstoffzellen (hoffentlich erlebe ich diese Situation).

Die Akkugröße ist unerheblich. Was wichtiger ist, ist der SOC beim Start (ich gehe von 100% aus) und wann man wieder nachlädt. Geht man davon aus, dass man den Akku nicht komplett leer macht und wieder komplett voll, sondern dass man von 20%-80% lädt und auch mit 20% am Ziel ankommt, dann würde das bedeuten dass der Akku mit 3,6C aufgeladen wird.

Die Akkugröße ergibt sich dann aus dem Verbrauch des Fahrzeugs. Geht man z.B. von 19kWh/100km (also 152kWh für 800km) aus heißt das für meine obigen Annahmen, das das Fahrzeug einen ca. 70kWh Akku benötigt und in den 2 10 minütigen Ladepausen mit ca. 250kW je ca. 40kWh nachladen würde.

Oder wenn ich meinen kleinen E-Up bei Tempo 105 in Sommer nehme, dann braucht der ca. 10kWh/100. Das resultiert dann in einen 36kWh und 130kW Ladeleistung. Mein e-Up kann aber nur ca. 35kW peak, im Schnitt deutlich darunter. Der Akku wäre also ein echter Fortschritt.

Mit den Daten entspricht das ungefähr der maximalen Ladeleistung des Porsche Taycan, aber über einen längeren Zeitraum.

Farnsworth

Wochen-Pendler und Montage-Arbeiter fahren ständig mehrere hundert km in kurzer Zeit. Freitag nachmittag zur Familie und Sonntag Abend / Montag früh zurück zum Arbeitsplatz. Dieser Fahrten haben nur kurze Pinkelpausen, ohne langwierige Raststätten-Aufenthalte. Gleichzeitig werden diese Fahrten eher an der Richtgeschwindigkeit (oder etwas darüber) gefahren, eher selten mit 90km/h. Und weil das jede Woche 2 mal stattfindet, haben diese Fahrer*innen oft auch entsprechende Übung in guten Fahrweisen um halbwegs entspannt im/mit dem Verkehr klarzukommen.

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