Sicherheit steht bei Opel Corsa-e Rally an erster Stelle

Opel-Corsa-e-Rally-Sicherheit

Copyright Abbildung(en): Opel

Als erster Automobilhersteller weltweit entwickelt Opel derzeit ein vollelektrisch angetriebenes Rallyefahrzeug für den Einsatz in einer nationalen Meisterschaft. Ein wesentlicher Aspekt, der beim ADAC Opel e-Rally Cup im Vordergrund steht, ist die Sicherheit. Die Entwicklung des Corsa-e Rally bezeichnet Opel in einer aktuellen Mitteilung als „echte Pionierleistung“: Da noch niemand zuvor einen elektrischen Rallye-Markenpokal durchgeführt hat, müssen parallel zum Rennwagen auch die entsprechenden Vorschriften und Reglements entwickelt werden. Opel und der ADAC als Serienbetreiber arbeiten hier eng mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) zusammen, damit die Rallyeserie wie geplant im Frühjahr 2021 starten kann.

„Die Sicherheit steht bei Opel stets an erster Stelle. Unsere Ingenieure streben einerseits nach größtmöglicher Dynamik und entsprechendem Fahrspaß für unsere Kunden – auf der Straße wie auch auf der Rennstrecke. Andererseits steht die Betriebssicherheit im absoluten Fokus. Auch in dieser Hinsicht können sich Kunden, Veranstalter und Fans im ADAC Opel e-Rally Cup also auf uns verlassen. Wir alle freuen uns auf spannende und sichere Rennen in der kommenden Saison.“ – Marcus Lott, Opel-Entwicklungschef

Der Corsa-e Rally basiert auf dem Serienmodell. Dies erleichtert den Ingenieuren von Opel Motorsport die anspruchsvolle Arbeit erheblich. Schließlich erfüllt der Corsa-e bereits die sehr hohen europäischen Standards für die Zulassung von typgenehmigten Fahrzeugen. Zusätzliche, vom Automobilsport-Weltverband FIA und dem DMSB geforderte Rennsport-spezifische Bestimmungen dienen der weiter verbesserten Sicherheit. So entspricht etwa der Überrollkäfig des Corsa-e Rally der Spezifikation des neuen Opel Corsa Rally4, der bereits über eine FIA-Homologation verfügt.

Im Unterboden des Corsa-e Rally schützt der serienmäßige Rahmen aus hochfestem Stahl die 18 Batteriemodule, die ihrerseits in einem Batteriegehäuse verbaut sind. Zudem verfügt das Rennfahrzeug über eine zweiteilige Schutzplatte aus fünf Millimeter dickem Aluminium. Des weiteren entspricht der Corsa-e Rally dem amerikanischen FMVSS-Standard (Federal Motor Vehicle Safety Standard) für einen Heckaufprall mit 80 km/h.

Darüber hinaus erfüllt der Corsa-e Rally, ebenso wie sein Serienpendant, die Regelung UN ECE R100.02. Diese definiert die Bedingungen für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich der speziellen Anforderungen an den Elektroantrieb von Straßenfahrzeugen und ihre Antriebsbatterien. Das betrifft etwa den Mindest-Isolationswiderstand der Hochvoltkomponenten und -Leitungen sowie den Brandschutz. Auch die Antriebsbatterien (REESS, Rechargeable Energy Storage Systems) müssen dieser Regelung in Bezug auf mechanische Unversehrtheit, Vibrationen, Wärmeschock, Erschütterungen, Feuerbeständigkeit, Überladungsschutz, Schutz gegen übermäßiges Entladen, Überhitzungsschutz oder externen Kurzschluss vollumfänglich entsprechen.

Opel-Corsa-e-Rally-Elektroauto
Opel

Die im Rennwagen vorgeschriebene Feuerlöschanlage ist vom Typ Lifeline Zero 360. Sie arbeitet mit einem elektrisch isolierenden Löschmittel, wobei die Brandgefahr bei einem elektrisch betriebenen Rennauto mangels mitgeführtem Kraftstoff generell deutlich niedriger anzusiedeln ist als bei einem herkömmlichen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Wichtig für den sicheren Betrieb eines elektrischen Rallyefahrzeugs ist auch die permanente Kontrolle der Hochvoltanlage. Verschiedene Störungen haben unterschiedliche Maßnahmen zur Folge. Im Falle eines Isolationsfehlers sorgt eine ausgeklügelte Sensorik dafür, dass die Anzeigen des Master Alarm Indicator Systems eine Störung des mit bis zu 434 Volt betriebenen Hochvoltsystems umgehend melden. Eine Abschaltung kann dann manuell in- und außerhalb des Cockpits erfolgen. Unabhängig davon wird das HV-System im Falle einer starken Verzögerung, etwa bei einem Unfall, innerhalb von weniger als einer Sekunde komplett abgeschaltet. Der Master Alarm Indicator informiert durch Leuchtsignale jederzeit über den aktuellen Status der Hochvoltanlage.

Umfassende Schulungen für das Sicherheitspersonal

Dass die strengen Sicherheitsbestimmungen während einer Veranstaltung jederzeit eingehalten werden können, liegt in der Hoheit des Deutschen Motor Sport Bundes. Dies betrifft zum einen die technische Spezifikation des Rennfahrzeugs, deren Eckdaten im Anhang J des Internationalen Sportgesetzes (ISG) geregelt sind. Da diese Formulierungen jedoch sehr umfassend und hochspezifisch sind, entwickelt der DMSB derzeit in Zusammenarbeit mit Opel und dem TÜV Thüringen ein Sicherheitskonzept, das den Ansprüchen sowohl von Fachleuten als auch Nutzern in der Praxis gerecht werden soll.

Eine der wesentlichen Aufgaben für den DMSB liegt in der Schulung der Sportwarte, angefangen von den Streckenposten auf den Wertungsprüfungen bis hin zum Personal im Servicepark. Für alle Personen, die an oder mit einem elektrischen Rennfahrzeug bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben, gelten unterschiedliche Sicherheits-Zertifizierungen, die nach den Farbabstufungen Blau-Grün-Gelb-Orange-Rot kategorisiert sind. Nur wer in der Kategorie Rot zertifiziert ist, darf Arbeiten an der Hochvoltanlage des Opel Corsa-e Rally oder eines anderen elektrischen Rennfahrzeugs ausführen.

Das neu entwickelte Sicherheitskonzept zum ADAC Opel e-Rally Cup umfasst alle relevanten Bereiche beim Einsatz elektrischer Rallye-Fahrzeuge. Es deckt die technischen Spezifikationen ebenso ab wie die Schulung von Teams und Sportwarten sowie die Informationen für die Zuschauer rund um die Wertungsprüfungen oder im Servicepark.

Quelle: Opel – Pressemitteilung vom 08.10.2020

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).