Renault führt One-Pedal-Fahrmodus in Elektro- und Hybridautos ein

Copyright Abbildung(en): Renault

Kurz den Fuß vom Fahrpedal lösen und dabei in einem Zug Bremsen und die Batterie laden: Für seine neuen E-TECH Hybrid- und Plug-in-Hybridvarianten von Clio, Captur und Mégane Grandtour sowie für den Elektrobestseller Zoe hat Renault ein neues Fahrprogramm entwickelt, das den Fahrkomfort erhöhen und die Reichweite steigern soll. Das bei Renault B-Modus genannte Fahrprogramm ermöglicht erstmals bei der französischen Marke das Ein-Pedal-Fahren. Statt das Bremspedal zu betätigen, genügt dabei in den meisten Fällen die so genannte Rekuperationsverzögerung.

Der B-Modus gehört bei Renault Zoe, Clio E-TECH 140 sowie Captur und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160 zur Serienausstattung und ist bereits ab einer Fahrgeschwindigkeit von 7 km/h aktiv. Im B-Modus beschleunigt und bremst der Fahrer fast ausschließlich über das Fahrpedal. Auch auf Gefällestrecken kann das Fahrzeug durch einfaches Loslassen des Fahrpedals verzögern, ohne dass das Bremspedal benutzt werden muss. Je nach Grad der Verzögerung steuert das System die Bremslichter an, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagieren können. Insbesondere im Stadtverkehr, bei Stau und im Stop-and-go-Verkehr bedeutet dies einen Komfortgewinn.

Der Elektromotor des Zoe sowie die beiden Elektromotoren der E-TECH Hybrid- und Plug-in Hybridmodelle wirken beim Rekuperieren wie ein Generator, der Strom in den Akku einspeist. Die konsequente Nutzung des B-Modus bringt deshalb auch Reichweitenvorteile. Außerdem ist das Programm materialschonend, da die Bremsen weniger belastet werden. Das Bremspedal bleibt im B-Modus dennoch immer betriebsbereit, etwa für eine Gefahrenbremsung. Auch um das Fahrzeug auf den letzten Metern zum Stillstand zu bringen, muss der Fahrer weiterhin wie gewohnt die Bremse treten.

Weitere Besonderheit: Auch bei fahrendem Auto ist der Wechsel zwischen B-Modus und dem konventionellen D-Modus möglich. Hintergrund: Bei Renault Zoe, Clio E-TECH 140 sowie Captur und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160 erfolgt die Kraftübertragung über eine konstante Untersetzung oder ein Multi-Mode-Getriebe. Die Bedienung entspricht der eines konventionellen Automatikgetriebes. Zum Wechsel zwischen den Betriebsarten genügt das einfache Drücken des Wählhebels nach rechts bei den Modellen mit „E-Shifter” (Zoe und Captur E-TECH Plug-in 160) beziehungsweise nach vorn bei den Modellen mit konventionellem Wählhebel (Clio E-TECH 140 und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160). Das elektronische System sendet dann das entsprechende Kommando an die Antriebssteuerung.

Quelle: Renault — Pressemitteilung vom 12.05.2020

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Ich hab mich unter Anderem für den Kona-Elektro entschieden, weil ich damit 100% segeln kann. Bremsvorgänge leite ich sanft ohne merklichen Lastwechsel übers Pedal ein und rekuperiere dadurch nur die wirklich zu vernichtende Bewegungsenergie zu 100%. Meine Bremsbeläge kamen erst einmal kurz bei einer Gefahrenbremsung zum Einsatz.
Steht natürlich jedem frei, sein Fz zu schrotten – ich fahr die nächsten 10 Jahre ohne irgendeinen Verschleiß im Antriebsstrang und nicht unter 95% SOH, sofern ich Unfälle vermeide. Wetten ?

Ich verstehe es nicht
Ich habe ein TM3 und nutze das 1-Pedal-Fahren. Auch ich nutze so gut wie keine Bremsen, auch nur in einer gefahrensituation.

PS: genau wegen dieser OnePedalHysterie gibts vom Hersteller auch keine Zuglast. Ausnahmen sind Tesla (MY z.B. registriert Anhängerzuglast und ändert Motoranspechverhalten gravierend) und deutsche Premiumhersteller (die verlassen sich darauf, dass in Europa Produkthaftung für Einzelpersonen auch weiterhin aus finanziellen Gründen nicht erstreitbar ist). Mein Beileid an dieser Stelle an Kunden von Etron, EQC, Taican, etc. – es kommen noch schwere Zeiten auf euch zu, seid stark !

Ich fahre seit diesem Jahr einen gebrauchten Zoe R90 und dachte am Anfang das ein fehlendes one paddle fahren rückständig und weniger innovativ wäre.
Mittlerweile denke ich da anders. In den meisten Fällen reicht bei vorausschauendem fahren das Gas wegnehmen. Bergab nutze ich manchmal das Bremspedal um eine stärkere Rückgewinnung zu haben.
Mir macht es Spaß auf einfache Art und Weise mit dem Fuß zu entscheiden wie stark die Rückgewinnung und Bremsleistung des Motors ist.
Das finde ich innovativ und ich würde es vermissen.

Das ist doch beim Toyta Auris / Corolla doch schon seit vielen Jahren so. Man braucht nur im “ B-Modus “ zu schalten per elektrischem Hebel und genau dieser Effekt tritt dann beim Toyota ein. Das soll doch Renault nicht su tun als hätten sie das Rad erfunden. Und Schreiberling sollte sich mal besser informieren.

…. man muss bei der Zoe den Shifter nach „rechts“ drücken…?? Huch? Also, vor einer Woche habe ich meine ausgeliefert bekommen, und da muss man den Shifter nach hinten ziehen…. wie auch bei allen anderen Zoe’s, die ich bisher gesehen habe. Kann es sein, dass der Autor nicht so gaaaanz genau weiß, wovon er hier schreibt…?!

Hier wird doch nicht behauptet das der Einpedalmodus niemand sonst hat, nur das ihn Renault jetzt auch eingeführt hat. Renault braucht den B Modus nicht um stärker zu Rekuperieren das hat schon die Zoe von 2012 im Gegensatz zum E Golf schon immer gemacht wenn man das Bremspedal betätigt hat. (Dies ist nur ein Sensor mit Feder der Pedalkraft misst und dann in den meisten Fällen komplett durch Energie Rückgewinnung bremst).
Renault hat den B Modus nur eingeführt da es von der Kundschaft gewünscht war. Bei anderen Herstellern wurde es mit großer Energie Einsparung beworben. Das stimmte in diesen Fällen auch weil z.B beim E-Golf die Bremse hydraulisch funktionierte. Anders als beim Zoe und jetzt auch Clio Captur usw.
Die Hybrid Technologie ist meines Wissens nach auch von Toyota (ohne Gewähr). Was wirklich super wäre da es ausgereifte Technik ist.

Schön aber Renault sollte erst mal die Batteriemiete überdenken. Die aufgerufenen Preise sind wenig attraktiv.
Was das Rekuperieren bertrifft … es giebt einen Schwerlastwagen der schon lange ohne Nachladung fährt weil er beim Bergabfahren mit voller Mulde komplett geladen wird.

Betr. Batteriemiete:
Warum soll Renault diese überdenken? Die Kunden haben eh auch die Möglichkeit, sie zu kaufen …

Sorry, aber ich kann die Kaufargumente für das kritischste und teuerste Teil eines E-Autos nicht nachvollziehen, denn für mich war die Möglichkeit der Batteriemiete einer der Hauptgründe(!), eine ZOE R110 zu kaufen – somit war das Auto um den Akkupreis (8200,-EUR) billiger in der Anschaffung und ich zahle jetzt monatlich EUR 69,- Akkumiete bei 7500km/Jahr und kann folglich 9,9 Jahre damit fahren, bis die Miete dem Akkupreis entspricht!
Und sollte meine ZOE einmal den Besitzer wechseln, kann dieser einen neuen Mietvertrag je nach gewünschter Jahreskilometerleistung abschließen und sich entspannt zurücklehnen – denn die Garantie läuft natürlich weiter!
P.S. bin schon sehr gespannt, wie sich all die gebrauchten E-Autos verkaufen werden, deren Akkugarantie (z.b. 8 Jahre) dem Ende zugeht oder bereits abgelaufen ist … :-/

Betr. Rekuperation:
Da würde ich mir für meine ZOE R110 Bj.2018 im Alltag eine etwas stärkere Rekuperation = Motorbremse wünschen und dass die Stärke zumindest softwaremässig (zb. per MYRenault App oder in der Werkstätte) eingestellt werden kann.
Denn so schielt man jetzt unweigerlich ein wenig zur neuen ZOE, obwohl das im Prinzip gar nicht notwendig wäre … 😉

über 90 % aller Käufer einer Zoe entscheiden sich für eine Akku-Miete und gegen einen Kauf. Wenn eine Miete so negativ wäre, würden sich doch bei der seit 2013 verkauften Zoe immer mehr für einen Akku-Kauf entscheiden.

Stimme Dirk vollinhaltlich zu, auch bei meinem Mitsubishi Outlander PHEV gibt es den B-Modus zum Rekuperieren in 5 Stufen mit zwei Paddeln links und rechts vom Lenkrad. Auch Anhänger kann er ziehen als eines der wenigen E-Autos. Vom Titel her hätte ich geglaubt, die E-Renaults haben überhaupt kein Bremspedal mehr. Das wäre echt revolutionär – Notbremsungen müssten dann wohl entsprechende Fahrerassistenzsysteme übernehmen. Ad Batteriemiete: Wie ich hier schon öfter geschrieben habe, hat die Elektromobilität nur Zukunft mit genormten Tauschakkus, die in Wechselstationen gegen volle getauscht werden (so wie bei Taschenlampen, etc.).

Betr. Tauschakku:
Vielleicht auf Langstrecken denkbar, aber vom Handling und der Logistik her schon ziemlich aufwändig, denn ein 300 kg Autoakku ist halt mal keine AA Batterie, die so im Vorbeigehen (oder besser -fahren 😉 gewechselt werden kann.

p.s. Ich würde nicht einmal bei meinem E-Bike den sorgsam behandelten Akku unterwegs gegen einen anderen tauschen wollen (ich finde, das würde nur die Wegwerfmentalität fördern – frei nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn).
IMHO ist ein Tausch im Alltag auch nicht notwendig, da wird sich hoffentlich schon eher das induktive Laden – wie bei Mobiltelefonen – durchsetzen, denn solche Ladestationen könnte es überall geben und würde einem das lästige Handling mit dem Ladekabel ersparen.

Das ist bei Tesla schon immer so mit dem Fahrpedal. Brauche das Bremspedal nur im Notfall.
Peinlich, dass Nissan und jetzt auch Renault das Fahrpedal als exklusive Innovation verkaufen

Ich habe einen Opel Ampera E. Der bremst im L-Modus bis auf 0 km/h herunter und dies mit bis zu – 70 KW. Ich frage mich ob dies bei Hybriden überhaupt möglich ist bei einem viel kleineren Akku? Ich habe schon gehört, dies sei der beste OnePedal Modus, den es in der E-Branche gibt. Ich habe keinen Vergleich, aber der Artikel tönt für mich auch etwas nach absolutem Novum.

Mein erster Gedanke nach dem Lesen des Titels war auch: „huch, wie will Renault mit einem einzigen Pedal Notbremsungen ausführen?“ – aber es ist ja dann alles so wie ich es von einem E-Auto erwarte. (Zu meiner Verblüffung war das sogar bei einem letzthin geliehenen neuen Verbrenner Modell von Subaru so, narürlich ohne Rekup.in den Benzintank;-)
FRAGE: Weiss jmd warum im Hintergrundbericht zum Renault One Pedal Konzept wie ich es verstehe als Begründung zur Umschaltbarkeit B-/D-Mode das Reduktionsgetriebe erwähnt wird?

Zoe Fan und Gerhard habe n zu 100% Recht. Ob mehr oder weniger rekuperieren ist Hans was Heiri. Der eine will segeln der andere die Fussbremse kaum mehr benützen. Sobald der Motor zum Generator wird geht die Frequenz automatisch dahin wo am meisten zurückgespeichert wird. Der Renault Nissan Konzern ist grosszügig und nimmt die Batterieabnützung auf die eigene Schulter. Damit haben die Kunden keinerlei Risiko. 80% können rechnen und kaufen dies so. Wechselakkus, für E Bicks und Roller OK, aber für Autos wohl kaum. Verfolgen wir den einen Chinesen der das so auch nach Europa bringen will.

Satzzeichen retten Leben :
Komm wir essen, Opa. 🙂

Dann Mahlzeit, et bon appétit. In diesem Forum sind automobiltechnisch Interessierte willkommen. Aber keine grammatikalischen Erbsenzähler.

Der i3 hat das one-pedal Fahren auch schon seit dem ersten Modell 2013 und dank 125kW e-Motor auch mit einem ordentlichen Bremseffekt, sogar bis zum Stillstand. Bremspedal braucht man nur selten wenn man etwas vorausschauend fährt. Ich möchte das nicht mehr missen müssen 😉

ich bin mir da nich ganz sicher was ich von dem One_Pedal_Driving halten soll.
Mein Verstand sagt mir irgendwie dass doch jedes Rekuperieren ein Ladezyklus darstellt…

haben die aktuellen Batterien nicht die Eigenschaft dass die Fähigkeiten der Batterie entgegengesetzt den Ladezyklen schlechter werden?
Macht es dann nicht Sinn so wenig wie möglich Ladezyklen zu haben?

es bleibt spannend

Als Ladezyklus wird eine Ladung von 0-100% bezeichnet. Rekuperiert wird nur für ein paar Sekunden, dementsprechend lädt man in Abhängigkeit der Akkugröße auch nur wenige Prozent während der Fahrt. Bei meinem i3 wird mir z.B. durchschnittlich 2,5 kWh Rekuperation / 100km angezeigt. Den Rest kann man sich ausrechnen. Da die Akkus für mehrere 1000 Zyklen konzipiert sind, wird es da keine Probleme geben 😉

ich bin mir da nicht ganz sicher was ich von dem One_Pedal_Driving halten soll.
Mein Verstand sagt mir irgendwie dass doch jedes Rekuperieren ein Ladezyklus darstellt…

haben die aktuellen Batterien nicht die Eigenschaft dass die Fähigkeiten der Batterie entgegengesetzt den Ladezyklen schlechter werden?
Macht es dann nicht Sinn so wenig wie möglich Ladezyklen zu haben?

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