Renault und Nissan sollen Elektro-Limousinen als Konkurrenten zu Teslas Model 3 planen

Renault und Nissan sollen Elektro-Limousinen als Konkurrenten zu Teslas Model 3 planen

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Die neue modulare CMF-EV-Plattform der Renault, Nissan und Mitsubishi Allianz ist für die Entwicklung mehrerer zukünftiger Elektroautos bestimmt. Jean-Paul Drai, Leiter Engineering der Elektroauto-Projekte bei Groupe Renault, sagte bereits Anfang des Jahres, dass die dezidierte E-Auto-Plattform sowohl als Basis für große SUVs als auch niedrige Limousinen dienen kann. Eine Aussage, die in Sachen Limousinen nun mit neuen Gerüchten unterfüttert wurde.

Wie der kalifornische E-Auto-Blog TheNextAvenue berichtet, sollen Nissan und Renault ihre Mittelklasse-Limousinen Maxima und Talisman auf der CMF-EV-Plattform als Elektroautos weiterentwickeln und schon 2022 in den Verkauf bringen. Dem Bericht zufolge soll, getreu der neuen Strategie der Renault-Nissan-Allianz, der Elektroableger des Nissan Maxima in den USA und Japan verkauft werden und der elektrifizierte Renault Talisman in Europa und Südkorea, jeweils als direkte Konkurrenten zu Teslas Erfolgsmodell Model 3. Der Maxima-Talisman-Stromer soll auf Nissans Conzeptauto IMs aufbauen. Im Wesentlichen sollen sich die beiden Modelle kaum unterscheiden, nur in technischen Details und der Ästhetik wollen Renault und Nissan markentypische Elemente einbringen.

Die CMF-EV-Plattform ist ideal für das Vorhaben: Sie wurde von Renault und Nissan gemeinsam von einem Team französischer und japanischer Ingenieure so entwickelt, dass sie die Erwartungen beider Hersteller erfüllen und für die Fahrzeuge beider Marken verwendet werden kann. Sie ermöglicht auch die Installation von Batterien unterschiedlicher Höhe und kann deshalb als Basis für mehrere Fahrzeugtypen dienen – für niedrige Limousinen eben genauso wie für größere SUVs.

Die Plattform ist auch in der Länge modulierbar, wodurch sich die Batterie an den Fahrzeugtyp und die gewünschte Reichweite anpassen kann: Möglich sind also sowohl kleinere E-Autos für den täglichen stadtnahen Verkehr als auch Modelle mit der nötigen Reichweite für lange Strecken.

Dank der Kompaktheit der elektrischen Teile und des Entfalls eines Kardantunnels sowie weiterer Verbrenner-typischer Bauteile kann die Geräumigkeit auf der neuen Plattform im Vergleich zu Fahrzeugen ähnlicher Länge maximiert werden. Das bedeutet mehr Platz auf den Vordersitzen und mehr Beinfreiheit im Fond. VW etwa bewirbt seinen ID.3, der ebenfalls auf einer dezidierten E-Auto-Plattform steht, damit, dass der Wagen mit den Außenmaßen eines Golf den Innenraum eines Passat bietet. Auf Renault übertragen: Die Plattform ermöglicht die Entwicklung von Modellen, die so geräumig sind wie die Limousine Talisman, aber nur so groß wie der Mégane.

Quelle: TheNextAvenue – Nissan Maxima and Renault Talisman will be Rivals of the Tesla Model 3

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Entscheidend bei Renault / Nissan ist, dass ihre neue Plattform in der Länge variert werden kann. Fest „Abgegrenzte„ wie wir sie von anderen bis jetzt kannten, waren nur für einen kleinen begrenzten Leistungsbereich verwendbar.

Erst einmal entscheidend sind OTA, ein Ladenetz wie Tesla ohne Wenn und Aber, etc.
Leider sehe ich da nichts.

Ist der Leaf nicht in einer ählichen Grössenklasse und besteht schon auf einer E-Plattform?

Ich würde ja eher zum Maxima greifen als zum Talisman! Ich mag die Designsprache von Renault nicht so wirklich. Warum können nicht beide in Europa angeboten werden? Ich finde das Renault/Nissan Management macht in letzter Zeit einen groben Fehler nach dem anderen! Was mich als Nissanfan und seit über 20 Jahren auch Fahrer langsam echt ankotzt. Schade um die Marke!

Stur, die bauen nicht für Dich. sie wollen Marktführer bleiben. Die Grossen müssen rechnen, man schifft die Autos nicht mehr über die ganze Welt herum. Da produzieren wo es einen Markt gibt. Die Welt verändert sich, wobei die Autoindustrie vor allem wenn man bei den E s am Ball ist, gegenüber anderen Branchen mit einem blauen Auge davon kommen wird.

OTA? Japanische Kugelstoßerin oder ’n Pilzgift? Operationstechnischer Assi oder Oberstarzt? Online Travel Agency? Wie selbstverständlich immer diese Kürzel gebraucht werden – schlaue Leute hier am Start…

Ich bin deiner Meinung was Abkürzungen betrifft. Das kommt daher, dass Onlineplattformen häufig die Anzahl Zeichen der Beiträge begrenzt. So entstehen halt zwangsläufig solche manchmal absurden Abkürzungen wie IMO oder IMHO

Nicolai, wer sich in diesem Forum bewegt, wird ja wohl mit dem Kürzel zurecht kommen. Nach 11 Jahren Smartphone allemal. Wenn nicht, könnte er googeln und hätte in weniger als 30 Sekunden eine Antwort.
Also – wo ist Ihr Problem?

Knappe zwei Jahre nach dem Erscheinen des M3 denkt man schon an ein Konkurrenzprodukt! Alle Achtung!

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