Renault: „Die 2020er Jahre werden das Jahrzehnt der Elektromobilität“

Renault ZOE dominiert E-Auto-Absatz im Oktober 2019

Copyright Abbildung(en): Frithjof OHM/Frithjof Ohm INCL. Pretzsch | Renault

Die Renault Gruppe ist 2019 in Deutschland kräftig gewachsen: Die Neuzulassungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 243.3002 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Das entspricht einem Marktanteil von 6,21 Prozent. Damit ist die Renault Gruppe weiter stärkster Importeur, so der Hersteller auf der Jahrespressekonferenz. Dacia erzielt einen neuen Rekord-Marktanteil und die leichten Nutzfahrzeuge des Herstellers seien so gefragt wie nie.

„Der Renault ZOE war erneut Deutschlands meistgekauftes Elektroauto. 2020 erwarten wir für unsere Gruppe eine weiter positive Entwicklung, insbesondere durch den Start neuer Modelle im Kleinwagen- und Kompaktsegment. Und wir wollen im Elektrobereich weiter stark wachsen. Die 2020er Jahre werden das Jahrzehnt der Elektromobilität, und die Renault Gruppe wird dabei eine wichtige Rolle spielen.” — Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG

Der Renault ZOE war im Jahr 2019 erneut Deutschlands meistgekauftes Elektroauto. Mit insgesamt 9400 Einheiten verkaufte Renault zudem von Januar bis Dezember so viele ZOE wie nie zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2018 stiegen die ZOE Zulassungen auf dem deutschen Markt um über 48 Prozent.

Seit der Markteinführung im Jahr 2013 verkaufte Renault auf dem deutschen Markt bereits 27.200 ZOE – so viele Elektro-Zulassungen erreichte in Deutschland in diesem Zeitraum keine andere Marke, so Renault in einer Mitteilung zur Jahres-Pressekonferenz in Düsseldorf. Seit wenigen Wochen ist der neue Renault ZOE am Start. Dieser schafft bis zu 395 Kilometer Reichweite im WLTP-Testzyklus und überzeugt mit zahlreichen technischen Innovationen und aufgefrischtem Design. Erneut kräftig zugelegt haben in Deutschland auch die anderen Elektrofahrzeuge. Mit insgesamt knapp 11.000 Neuzulassungen der Modelle Twizy, ZOE und Kangoo Z.E. erreichte Renault hier einen neuen Rekordwert.

Für 2020 erwartet Renault eine weiterhin positive Entwicklung. Uwe Hochgeschurtz: „Ich bin überzeugt, dass 2020 wieder ein gutes Jahr für die Renault Gruppe wird. Mit dem neuen Clio, dem neuen Captur und dem neuen ZOE haben wir dabei drei echte Kernmodelle unserer Palette jetzt ganz neu am Start. In Sachen Elektroantrieb werden wir weiter beschleunigen. Und bei Dacia feiern wir 15 Jahre Präsenz in Deutschland und rollen den LPG-Autogas-Antrieb aus.” Liest man zwischen den Zeilen, so ist in nächster Zeit also noch nicht mit Elektroautos von Dacia zu rechnen.

Seine Position stärken will Renault in Sachen Elektromobilität. „Wir stehen am Beginn der Goldenen Zwanziger für das Elektroauto, und Renault will dabei eine führende Rolle spielen”, sagt Uwe Hochgeschurtz. Im Bereich elektrische Nutzfahrzeuge erweitert Renault das Angebot beim Kangoo Z.E. und beim Master Z.E. um das Thema Brennstoffzelle. Die Kombination von Batterie und der als Reichweiten-Verlängerer genutzten Brennstoffzelle sorgt für deutlich höhere Reichweiten. Schließlich verstärkt Renault den Trend zur Elektrifizierung mit dem Start der ersten Hybrid- und Plug-in-Modelle. Bis 2022 wird der Hersteller die E-Palette auf acht reine Elektrofahrzeuge und zwölf Hybrid-/Plug-In-Hybrid Modelle erweitern.

Quelle: Renault — Pressemitteilung vom 08.12.2020

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10 Antworten

  1. Wie führende Experten schon gesagt haben ist der rein elektrische Antriebe eben nicht das Allheilmittel für den Verkehr, sondern ein Mix aus Elektroantrieb und Brennstoffzelle respektive Wasserstoff.

    1. das macht erst dann Sinn wenn der Strom für die Wasserstoff Erzeugung aus erneuerbaren Quellen kommt. Das ist dann soweit wenn es 10 Mal soviel Wind und PV Strom wie jetzt gibt. Also erst in 10 Jahren? Jetzt kosten 100 km mit H2 viel mehr als mit Benzin oder Diesel.
      Frag doch mal was ein Brennstoffzellen Auto kostet. Ab 80.000.-€ geht’s los.

  2. Unter “Ausrollen lassen des LPG-Antriebes” verstehe ich nicht dessen Förderung, sondern dessen Entfernung aus der Modellpalette. Ich rechne mit einem E-Dacia auf Basis des Renault KAZ-E (Twingo SUV aus China)

  3. Was an einem SUV ist eigentlich nachhaltig? Die miserable Aerodynamik oder das sinnlos hohe Gewicht?
    Oder gar die handliche Grösse gepaart mit der sensationellen Übersicht aus den schiesslukenartigen Seitenscheiben?
    Effiziente Autos sind klein und leicht. Da spielt der Energieträger schon fast eine untergeordnete Rolle.
    Ideal wäre wohl sowas wie ein geschlossener Twizzi mit Heizung.

  4. Renault bringt neben anderen einen neuen Hybrid Clio mit sehr kleinem Akku1,5 KWh der gerade zum Rekuperieren reicht. Warum nicht , ein günstiger Lockvogel für die reinen EV s. Ist immer noch besser als normale Verbrenner .

    1. mit einer 1,5kWh Batterie kann man nicht viel rekuperieren. Schon gar nicht bei Bergabfahrten über länger als 1 Minute.
      Hybrid Autos ist was für Reichweiten Angsthasen.

  5. Beim Bergabfahren brauchts auch diesen kurzen Elektrokick nicht. Wie das 48 Volt System wird dem Verbrenner nur kurz geholfen beim Beschleunigen z.Beispiel beim Ueberholen. Also da wo der grösste Spritkonsum eintritt. Sobald man die Reisegeschwindigkeit wieder hat wird der Akku wieder gefüllt für den nächsten anstehenden Schub. Bei Autobahn fahrt und in der Stadt bringt diese System etwas. Habe dies beim Renault Grand Scenic ausprobiert. Beim Hubraum keinsten Dieselmotor hat man den Eindruck im stärkeren grösseren Modell zu sitzen. So kann man Sprit sparen und die preigünstigere Variante kaufen. Würde aber bei viel Bergfahrten auch einen Grösseren Akku empfehlen wie dies Michael schon empfohlen hat. Angsthasen würde ich nicht sagen. Aber für solche die zu Hause nicht aufladen können oder ein Fahrerprofi haben das täglich über 400 Km verlangt. Terminfahrten,Vertreter,Taxis

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