„Ein reines Ablenkungsmanöver“: Energieforscher Quaschning kritisiert nationale Wasserstoffstrategie

„Ein reines Ablenkungsmanöver“: Energieforscher Quaschning kritisiert nationale Wasserstoffstrategie

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Die Bundesregierung hat mit ihrer vor wenigen Wochen vorgestellten nationalen Wasserstoff-Strategie ein ehrgeiziges Ziel formuliert: Deutschland soll weltweit Vorreiter bei der als klimafreundlich angesehenen Wasserstoff-Energie werden. Energiewissenschaftler Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, kritisiert die Pläne der großen Koalition in einem Interview mit Watson: Der Einsatz von Wasserstoff sei nicht sinnvoll, solange Strom aus erneuerbaren Energien nicht im Überfluss zur Verfügung steht, damit Wasserstoff auch tatsächlich klimafreundlich hergestellt werden kann.

Man müsse grauen, blauen und grünen Wasserstoff strikt voneinander trennen, so Quaschning. Die schlechteste Option sei grauer Wasserstoff, der aus Erdgas gewonnen wird: „Bei der Herstellung wird viel Kohlenstoff frei und die Klimabilanz ist schlechter, als wenn man Erdgas direkt verbrennt“, erklärt der Energieexperte. Beim blauen Wasserstoff werde zwar auch Erdgas verbrannt, „aber das CO2 nicht in die Atmosphäre abgegeben, sondern abgetrennt und endgelagert.“ Das klingt in der Theorie zwar sinnvoll. Allerdings gebe „es derzeit keine CO2-Endlager“, weshalb blauer Wasserstoff „aus heutiger Sicht also auch keine Perspektive“ habe.

Grüner Wasserstoff wäre zwar klimaneutral, da er aus erneuerbaren Energien wie Solar- oder Windstrom gewonnen wird: Wasser wird per Elektrolyse aufgespalten, dadurch entsteht Wasserstoff. „Man bräuchte dafür große Mengen an Solar- und Windstrom“, gibt Quaschning zu bedenken. Und dieser sei noch nicht verfügbar: „Erst einmal muss man aber von Kohle- und Kernenergie auf erneuerbare Energien umsteigen – und dann große Mengen überschüssigen Strom erzeugen, um klimafreundlichen Wasserstoff herstellen zu können.“

Deutschland sei von „einer flächendeckenden Überproduktion an Strom aus erneuerbaren Energien bei dem heutigen Ausbautempo noch weit entfernt“, so Quaschning. Es mache also „eigentlich keinen Sinn, über grünen Wasserstoff nachzudenken.“ Die nationale Wasserstoffstrategie hält der Energieforscher deshalb für „ein reines Ablenkungsmanöver.“ Würde Deutschland „den Klimaschutz ernst nehmen, würden wir den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben“, sagt Quaschning. Für die angestrebte Klimaneutralität bräuchte Deutschland „zehnmal so viel Solar- und viermal so viel Windenergie wie das aktuell der Fall ist“. Wenn dafür „nicht endlich die richtigen Weichen“ gestellt würden, bringe auch eine Wasserstoffstrategie nichts fürs Klima.

„Das Wasserstoffauto wird definitiv nicht kommen“

Für Wasserstoffautos sieht Quaschning keinen Markt. Für diesen Einsatzzweck sei die Technologie zu teuer und biete „keine großen Vorteile gegenüber E-Autos mit Batterien“, die aktuelle Generation an Elektroautos verfüge über genügend Reichweite. „Das Wasserstoffauto wird definitiv nicht kommen“, meint der Forscher. Mit dem Strom, der für 100 Kilometer mit einem Wasserstoffauto gebraucht wird, kommt ein Elektroauto zwei bis drei mal so weit. Es sei daher besser, den Strom direkt zu verwenden. Man könnte aber „Wasserstoff vielleicht bei Lkw verwenden, die wirklich lange Strecken fahren“, räumt Quaschning ein.

Auch „für die langfristige Stromspeicherung“ sei Wasserstoff wichtig, da sich Wasserstoff in großen Mengen sehr gut speichern lasse. Es sei also trotz aller Kritikpunkte „sinnvoll, Wasserstofftechnologien weiterzuentwickeln und in Forschung und Entwicklung zu investieren“, damit eine Energieversorgung ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien irgendwann Realität werden kann.

Quelle: Watson – Milliarden für den Klimaschutz? „Wasserstoffstrategie ist reines Ablenkungsmanöver“

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52 Antworten

  1. Joa. Damit hätten wir den Wissensstand eines jeden der sich mal ein bisschen mit dem Thema beschäftigt hat abgebildet. Musste sich nur noch bis zur Politik rumsprechen. Erst erneuerbare Energien dann Speicher, ob Batterie, Luftdruck, Wasserstoff, Pumpspeicher, Betonklotz stapeln oder was auch immer. Trotzdem muss man natürlich heute schon für die jeweilige Region sinnvolle Speicher entwickeln. Aber irgendwie hapert es am Ausbau der Energieerzeugung. Ein Speicher bringt ja nichts, wenn ich nichts zum Speichern habe.

    1. Nun, sich damit beschäftigen kann auch bedeuten, den falschen Götzen zu folgen.
      Und das scheint hier der Fall zu sein.
      Wir können uns Wind und PV schönrechnen, wieviel Prozent wir theoretisch haben.. nur leider haben wir entweder ganz viel – oder ganz wenig. Und selten so, wie es gebraucht werden würde.
      Und damit haben wir das Überangebot, welches man besser speichern würde, statt dafür zu zahlen, dass man es exportieren darf (um dann im Bedarfsfall teuren Kohlestrom zu importieren)

  2. Der Denkfehler ist das aller Wasserstoff in Deutschland hergestellt werden muss. In sonnenreicheren Gebieten herstellen (da ist Solarenergie günstiger und effektiver) und importieren dann wird’s auch was mit der Energiewende. Plant Japan übrigens genauso.

  3. Professor Quaschning ist Wissenschaftler und gehört nicht zur Regierung. Die wird scheinbar in dieser Sache von Marketing Experten der Wasserstoff- und Erdgaswirtschaft beraten.

    1. Ja, so sieht’s aus. Das sind bestimmt die die in Zukunft nicht mehr soviel Diesel, Benzin u. Heizöl verkaufen werden, und sich daher UNBEDINGT ein Geschäftsfeld erschließen wollen, wo sie wieder Tanklaster, Tankstellen usw. betreiben können, um weiterhin Unmengen von Geld zu verdienen.
      Ob das jetzt effizient ist, interessiert ja niemanden der Geld verdienen will.

      1. Also mir ist lieber Ölkonzerne verkaufen baldmöglichst H2 statt Öl. Und wenn jemand Geld verdienen will, dann muss er er etwas zu einem Preis anbieten können, was auch jemand kaufen will. Wenn ich ein BEV deutlich billiger mit Strom laden kann, als ein FCEV mit H2, werde ich mich wahrscheinlich für einen BEV entscheiden. Außer er bietet an anderer Stelle für mich wesentliche Vorteile, welche meine Mehrkosten ausgleichen. So funktioniert Marktwirtschaft. Für viele Nutzer wird ein BEV günstiger sein, aber nicht für Alle. Ich bleibe dabei. Beides hat seine Berechtigung und wird seinen Kundenbereich finden.

    2. Prof. Quaschning ist Elektrotechniker. Er ist als Prof. an einer FH – damit kein Wissenschaftler und schon gar kein Energie-Forscher.
      Er ist ein Mensch, der nach Aufmerksamkeit hechelt – und deshalb sogar schon die BReg verklagt hat.

      1. Dann gehen Sie doch mal in eine FH und sagen den Leuten dort ins Gesicht, dass sie keine Wissenschaftler und Forscher sind. Mal schauen, in welchem Zustand Sie da wieder rauskommen…

      2. Wenn “einPhysiker” sich schon nicht die Mühe macht, dann schaue ich eben selber nach. Wikipedia: Volker Quaschning (* 1969 in Leonberg) ist ein Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.
        Quaschning wuchs in Frankfurt am Main auf[1] und studierte Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe (TH). Anschließend promovierte er an der Technischen Universität Berlin über Simulation von Photovoltaiksystemen und habilitierte anschließend über Szenarien einer klimaverträglichen Energieversorgung für Deutschland. Zitatende.

        Wenn “einPhysiker” Herrn Quaschning also einfach mal als schnöden Elektrotechniker hinstellt, der auf keinen Fall als Wissenschaftler durchgehen kann, weil er ja nur an einer FH arbeitet, dann lese ich im Zitat etwas ganz anderes: Ingenieurwissenschaftler, Promotion, Habilitation. Ja und? Das alles ohne Forschung? Wäre ja mal interessant. Hört sich auf jeden Fall schon etwas anders an als: Elektrotechniker, oder?

        1. Es sollte gar nicht von Bedeutung sein was Prof. Quaschning ist, sondern nur was er weiß und inhaltlich von sich gibt. Ich gehe da zwar nicht in allem mit ihm konform, aber in einem hat er natürlich absolut recht: Die Bundesregierung ist der totale Verhinderer von EE und zwar zugunsten der alten Energie-Mächte. Wir könnten bei EE und bei H2 schon viel weiter sein, wenn man das nur wollte. EE im Allgemeinen und H2 im Speziellen sollte man nicht gegeneinander ausspielen, denn beides sind Bestandteile einer zukünftigen Energiewirtschaft.

          1. Es geht ja gerade um das, was er weiß und von sich gibt.
            Keines seiner YT-Videos ist ohne Fehler und spalterischen Kommentare.

  4. Ganz genau so sehe ich es auch. Es gibt in absehbarer Zeit keinen Überschuss aus EE. Die aktuellen Spitzen von Wind und PV werden zusehends vom Smarten Stromnetz geglättet bzw. die (Stahl)Industrie wird dafür dankbar sein, um an ihren benötigten Wasserstoff zu kommen den sie für ihre Ziele dringend benötigen.
    Von einer flächendeckender Versorgung von grünem H2 ist in den nächsten 10 Jahren also überhaupt nicht zu denken.

      1. Finden Sie solche Kommentare eigentlich lustig? Oder wollen Sie damit einfach nur “Aufmerksamkeit erhaschen”, wie Sie es anderen Leuten vorwerfen?

      2. Was für smarte Kommentare sie doch abgeben. Wissenschaftler mal so eben zum „Elektrotechniker“ degradieren weil es ins eigene Weltbild passt. Jetzt dümmliche Aussagen über „Kobolde“ wenn einem die Fakten nicht passen. Nicht gerade sehr hilfreich ihre verbalen Ergüsse.

        1. Die Aussagen zu den “smarten Netzen, die glätten und speichern” und den “Kobolden” stammen beide von Frau Baerbock .. aber das wussten Sie sicher..

  5. Dem kann man beipflichten in allen Punkten…. die Möglichkeit LKW und Pkw per Stromschiene zu Laden würde das Ganze vervollständigen.. die Schweden haben sowas im Test genial Eroadarlanda

  6. Das passt in die Kategorie: Wenn Blinde über Farbe reden.
    Zunächst kann Energie nicht erzeugt werden!
    Windkraft und PV können nicht mit Elektroenergie versorgen, auch wenn noch mehr Anlagen errichtet werden. Speicher für die Überbrückung der Versorgungslücken sind nicht darstellbar. Das heißt allerdings nicht, dass Speicher überflüssig sind. Nur PSW sind in der Nähe der Wirtschaftlichkeit. Der Umweg über Wasserstoff ist allein wegen des ungenügenden Speicherwirkungsgrads wenig sinnvoll.

    1. Den Wirkungsgrad von inzwischen über 85% würde ich nicht gerade ungenügend nennen.
      Einfach mal beim KIT vorbeischauen.
      Und dabei mit dem CO₂ der Luft zu Methan verwandeln ..

  7. Wir wollen Mal sehen wie sich die BZ – Technik entwickelt, wenn hier die Kosten über die Menge sinkt und die Elektrolyse besser wird, stellt sich die Frage anders. Zur Zeit stimmt der Wirkungsgrad nicht.
    Auf der anderen Seite könnten wir uns bei gleichem Wirkungsgrad von der Öl – Mafia unabhängig machen, sofern die Politik deren Beteiligungsoffensive endlich bremst.

  8. Was heißt denn hier “Denkfehler”? Sie sind schließlich nicht der erste, der diesen Ansatz verfolgt, googeln Sie mal nach Desertec. Aber gerade die Geschichte von Desertec zeigt doch, dass der Weg technisch, ökonomisch und vor allem politisch, wenn überhaupt, dann nur mit allergrößten Schwierigkeiten umsetzbar ist. Und selbst dann, steht dieser Energie-Ansatz ja wohl zuerst einmal den afrikanischen Ländern zu. Der geplante Mega-Staudamm in Äthiopien droht dem Sudan und Ägypten das Nilwasser abzudrehen, mit ungewissen Folgen für die Menschen in dieser Region. Der Desertec-Ansatz hätte dieses ungewisse Projekt verhindern helfen können, wäre er denn für Afrika und nicht für Europa erdacht worden. Die Europäer sollen sich nach eigenen (regenerativen) Ressourcen unsehen.

    1. Falscher Ansatz! Für die Länder Afrikas hätte es den Vorteil, die Wüsten begrünen zu können – und nebenbei zum größten Exporteur „sauberen Öls“ zu werden, indem man P2F nutzt.
      Aber ja, DESERTEC gilt als gescheitert .. aber nicht, weil es unsinnig war.

      Der Staudamm ist – nach Sat-Aufnahmen – leider bereits in Betrieb gegangen..

  9. Energie speichern in dem Ausmaß, wie es mit Wasserstoff möglich wäre, ist mit anderen Technologien derzeit nicht möglich.
    EE hin oder her.

  10. Soso, grüner H2 darf erst erzeugt werden wenn alle Energieträger grün sind.
    Bis das soweit ist, werden weiterhin Kraftwerke die erneuerbare Energie liefern können abgeschaltet, wenn es zuviel Energie im Netz gibt, oder diese Energie nicht transportiert werden kann.
    Die Betreiber dieser stillstehenden Anlagen werden dafür entschädigt.
    Der Endkunde zahlt es ja.

    Zum Thema blauer Wasserstoff.
    Der wird wie grauer Wasserstoff aus Erdgas gewonnen.
    Dabei könnte man das Methan (CH4) auch durch eine Zinnschmelze leiten und so H2 gewinnen. Dabei entsteht reiner Kohlestoff.
    Das ganze ginge auch mit Plasma.
    Wird Erdgas benutzt, so handelt es sich immer noch um einen fossilen Energieträger.
    Würde hingegen Biogas statt Erdgas genutzt, wäre es dadurch möglich der Atmosphäre das CO2 zu entziehen.
    Was macht man nun mit dem anfallenden Kohlestoff?
    Der kann als Rohstoff genutzt werden oder in unseren stillgelegten (Kohle) Mienen endgelagert werden.

    Ja aber bei den Methoden fallen viel Abwärme an.
    Das ist möglich.
    Aber auch dieser dabei entstehende Abfall könnte genutzt werden um zum Beispiel unser Brauchwasser zu erwärmen, unsere Wohnungen zu heizen.

    Um was geht es mir?
    Wir müssen lernen vernetzt zu denken und aufhören gute Energie zu verschwenden nur weil wir der Meinung sind nur die eine “gute” Technik führe zum Ziel.

    1. Genau so ist es. Wir müssen in Energiemengen denken und nicht in Strommengen. Es wird wesentlich mehr Wärmeenergie als Strom benötigt. Eine sektorenübergreifende Wasserstoffwirtschaft hat einen enormen Wirkungsgrad was Energie betrifft. Mobilität ist der einzige Sektor der nur wenig von der Wärmeenergie nutzen kann. Derzeit ist H2 das einzig denkbare Speichermedium, um hunderte von TWh Energie zu speichern. Außerdem ist H2 gut handelbar und fast überall herstellbar. Der Aufbau einer vollständigen Wasserstoffwirtschaft dauert Jahrzehnte. Also bitte endlich mal loslegen. Dann entsteht auch ein Markt und Skaleneffekte können eintreten. Müsste doch jeder BEV-Fan verstehen. Denn beim E-Auto geht es um die selben Probleme. Markt und Skaleneffekte machen BEV erst Wettbewerbsfähig.

      1. Mit flächendeckenden BEV Einsatz, die V2G können, können BEV auch hunderte TWh Energie speichern. Billiger und einfacher geht es nicht. Aber ja ich gehe mit, man muss alle Möglichkeiten entwickeln.

        1. 47 Mio PKW mal 50 KWh im Durchschnitt mal max. 20% für V2G zur Verfügung sind nicht mal eine halbe TWh. Wissen Sie über was Sie schreiben?

          1. Eine halbe TWh pro Ladezyklus. Das kann u. U. täglich sein. Und das wären dann mehr als 25 % der täglich benötigten elektr . Energie in D

          2. Sie sollten erkennen, dass das nur für tägliche Regelenergie reicht, aber nicht für eine 5-9 tägige Dunkelflautephase und schon gar nicht für eine saisonale Energiespeicherung. Das geht derzeit nur mit Wasserstoff.

        2. Batterieelektrisch hunderte TWh speichern? Interessant! Eine Quelle dazu?
          Batterien billig? Aus welcher Zukunft kommen Sie?
          Sinnvolller wäre es ohnehin den Quatsch mit WEA und PV nicht zu sehr auszubauen – und stattdessen Tiefengeothermie zu benutzen.
          In Skandinavien beginnt man damit – mit deutscher Technologie. Nur in D geht es nicht, weil wir hier das EEG haben, was PV- und WEA-Eigentümer reich macht.

          1. Welch ein Quatsch, ich habe hier im Umkreis von 5 Kilometern 3 Geothermieanlagen in Betrieb. München plant großflächig Geothermie auszubauen!

          2. Komisch bzw. mir unverständlich, das “EinPhysiker” sagt…” “Quatsch mit WEA und PV nicht zu sehr auszubauen”

            Ich als Physiker nutze seit 2004 eine PV Anlage … und habe inzw. weitere …
            Den Poliktern in D würde ich raten: PV auf jedes Dach – das bringt dezentrale Versorgung ob mit oder ohne Batterie.
            (am besten im angesteckten Auto) und schon braucht man keine Genehmigung für Windröder, gegen das Dörfer sturm laufen …
            (allerdings ist mir klar, dass das gegen dem Interesse der Industrie ist, denn das ist deren Ersatz für die KKW ´s)

  11. Methan = Erdgas wird uns in so großen Mengen aus dem tauenden Permafrost um die Ohren fliegen – d.h. in die Athmosphäre entweichen – dass die nützliche Verwendung – wie auch immer – noch die günstigste Alternative sein wird.
    Es wird Zeit, dass wir – natülich neben dem notwendigen Ausbau der regenerativen Energieerzeugung – endlich diese religionsähnlichen Diskussionen sein lassen und uns dem nakten Überlebenskampf widmen!

    Sperrt die Leute endlich hinter Gitter, die die umweltfreundliche Energie- Erzeugung und -Nutzung, um der Gewinnmilliarden aktiv behindern!

    1. Klar, alle einsperren, die anderer Meinung sind.
      Windenergieanlagen verwirbeln massiv verschiedenste Luftschichten und trocknen Böden aus.
      PV wandeln UV in IR – und setzen Silane frei.
      Alles perfekt – um die Probleme noch schneller zu forcieren.
      Würde bei der Tiefengeothermie alles nicht passieren .. und die “Erdbeben”, die man wegen unzureichender Sondierung früher hatte, sollten auch Geschichte sein.

  12. Ausnahmsweise gebe ich dem professor hier recht. Die sogenannte Energiewende krankt schon lange daran, dass es kein vernünftiges gesamtkonzept gibt, sondern nur Einzellobbyinteressen mit viel geld nachgegeben wird. Oder irgendwelchen %-Sätzen hienterhergelaufebn wird, egal wie unsinnig es auch ist. ich sehe schwarz für ein ökologisch vernünftiges handeln unter der Regie dieser Laienschauspieler aus berlin.

  13. Klar, er hechelt nach Aufmerksamkeit….
    Das lässt sich dann bei solch unqualifizierten und diffamierenden Kommentaren über Sie mindestens ebenso sagen. Unglaublich primitiv.

    1. Bezieht sich auf den Kommentar von “Physiker” über das Engagement von Herrn Quaschning. Wurde hier leider nicht als direkte Antwort auf den Kommentar verlinkt.

  14. Es gibt gute Gründe eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Das Problem ist das große Potential für Mißverständnisse! Die Wasserstoffstrategie basiert auf drei Säulen. Vereinfacht: dort wo es sinnvoll ist, Anwendungen wie z.B. Mobilität und Wärme auf Basis von EE weiter zu elektrifizieren. Im Bereich von Güterverkehr und Industrie ist der Einsatz von Wasserstoff sinnvoller. Was die Schwankung von PV und WK betrifft, auch Elektroautos können in Zeiten hoher Leistung dieser Energieträger bevorzugt geladen werden. Dazu ist nicht unbedingt Wasserstoff erforderlich. Kann aber auch dazu genutzt werden. (wenn die erforderliche Überkapazität irgendwann vorhanden ist) Das mit Abstand größte Problem bei der Wasserstoffnutzung ist dessen abstraktes Potential wie z.B. Wasserstoff aus Afrika.
    Wer kennt das prognostizierte Bevölkerungswachstums und den zukünftigen Energiebedarf dieser Länder? Aktuell in Europa von großen Mengen an Wasserstoff zu sprechen, ist wie ein Fell des Bären zu verteilen, den es gar nicht gibt.
    Bauen Sie doch erst mal die erforderlichen Kapazitäten und Infrastrulturen auf. Bis dahin helfen imaginere Lösungen nicht viel. Im Gegenteil, sie verzögern andere Lösungen die real vorhanden sind.

    1. Die Infrastruktur für Wasserstoff bzw. P2G gäbe es .. es ist das Gas-netz, was in D bereits vorhanden ist.
      Die PKW sind doch dabei wirklich nur ein geringer Prozentsatz.

  15. Die Disskusionen um die Wasserstofftechnologie ist eine never ending Story. Solange es nicht genügend grünen Strom gibt ist das keine Option. Zumindest nicht für den PKW. Für andere Anwendungen in Industrie und Transport kann diese Technologie aber schon heute interessant sein. Es bringt herzlich wenig hier einen ideologisch verbrämten Kleinkrieg auszufechten. Man sollte die Fakten schon sorgfältig abwägen. Und hier ist eindeutig die Batterieelektrische Lösung für PKWs die bessere Lösung. Denen die hier von Produktion in Afrika fantasieren sei eines gesagt. Die Tage wo man einfach so über andere Länder bestimmt hat um dort Gewinne für sich einzufordern sind endgültig passé. Es braucht nach Kolonialismus und Ausbeutung der Oelvorkommen nicht auch noch PV Anlagen in Drittweltländern die unseren unersättlichen Energiehunger und Wohlstand zu garantieren haben, selber aber leer ausgehen. Bis auf einige wenige Despoten die die Gewinne einstreichen und das Volk in endlose Kriege verwickeln. Dieses Denken wir seien berechtigt einfach über andere zu verfügen verursacht mir Brechreiz.

    1. Sie haben im Grundsatz Recht. Allerdings muss man, um einen Masterplan zu entwickeln, wissen wo man im Endendeffekt hin will. Wie mein sein zukünftiges Energiesystem strukturiert haben will. Da gibt es nämlich mehrere Möglichkeiten bzw. Ausprägungen.
      Da fast jedes Land der Erde selber in der Lage sein wird H2 herzustellen, gibt es zukünftig kein Herrschaftsdenken mehr und auch keine Kriege um eine knappe wertvolle Ressource wie beim Öl. Es gibt zukünftig einfach eine Handelsware H2, die man zu unterschiedlichen Kosten herstellen kann, aber auch Transportieren muss, was wiederum Kosten verursacht. Das Thema PKW ist dabei wirklich zweitrangig. Man muss aber unterscheiden, reden wir über die nähere oder die weitere Zukunft. Denn technische Entwicklungen brauchen oft Jahrzehnte um wirtschaftliche Marktreife zu erlangen. Das Problem ist, dass derart differenziert meist nicht diskutiert wird, weil laufend Leute über Dinge reden und schreiben, welche nicht genug Wissen und/oder auch nicht genau genug lesen, von was gerade gesprochen/geschrieben wird. Und so entstehen dann gerne stark verbreitete Fake-News. Und das ist sehr schade und lohnt dann doch wieder eine solche Diskussion, welche Wissen aufbauen helfen.

      1. Ich vergaß noch einen wichtigen Aspekt. Natürlich wird es trotzdem zukünftig Kämpfe um Ressourcen geben. Akkus brauchen welche, Brennstoffzellen auch, usw.. Wasser ist ein großes Thema, siehe aktuell Nilstaudamm. Aber deshalb ist es um so wichtiger zu forschen und zu entwickeln, um immer weniger an knappen Ressourcen zu verbrauchen.

        1. Sie haben in diesen beiden Kommentaren so viel Richtiges geschrieben – hier fehlt mit der “Knopf für die Zustimmung”!
          Allerdings könnten wir den Wasserstoff gleich mit dem in der Luft vorhandenen Kohlenstoffdioxid mehthanisieren – und das Methan einfach unserem Gasnetz zuführen, womit wir dann letztlich auch PKW (die es schon lange gibt) betreiben könnten.
          Also müssten wir nicht erst auf weit entfernte Technologien hoffen, sondern könnten sofort handeln – während die neuen Technologien reifen.

    2. Hatte ich nicht prophezeit, dass irgendwann die Neokolonialismuskeule ausgepackt wird?
      Es geht nicht darum, dass WIR dort Strom produzieren, sondern darum, dass die dort lebenden Menschen eine Möglichkeit bekommen, ihre Lebensumstände nachhaltig zu verbessern!
      Batterieelektrische Autos sind zudem sehr schwer – das könnte man bei P2F/P2G deutlich besser machen – womit das Thema Wirkungsgrad endgültig vom Tisch wäre.

  16. wasserstoff verwenden für individ. – vor allem mobile – Einzelaktivitäten ist völliger Schwachsinn und ich gebe Herrn Q. recht.
    Für stationäre Anwendung oder Großlastmobilität (LKW, Schiffe, energieintensive Betriebe der Stahlbranche etc.) sehr wohl u. sehr sinnvoll
    schon jetzt geeignet. Wenn er denn in großen Mengen und billig erzeugen u. handeln läßt.

  17. Mache ich – regelmäßig. Und bisher recht unbeschadet, weil das nunmal bekannt ist.
    Vielleicht sollten Sie sich mal damit auseinandersetzen, wie die Struktur bei Forschung & Lehre so aussieht..

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