Projekt „Electrify Corsica” setzt auf mehrere hundert E-SUV AIWAYS U5

Copyright Abbildung(en): AIWAYS

Der Marktstart des AIWAYS U5 war in Deutschland für den April 2020 angesetzt. Doch dann kam der Coronavirus und es entwickelte sich alles bekanntlich anders. Dennoch zeigt sich der Automobilhersteller sehr zuversichtlich. Mag auch deshalb sein, da man mit dem Mietwagen-Unternehmen Filippi Auto – als Betreiber der Hertz Autovermietungen auf Korsika – einen Großabnehmer des Elektro-SUV gefunden hat. Noch in diesem Sommer wird das chinesische Start-Up mehrere hundert seiner batterie-elektrischen SUV U5 an Filippi liefern, um bei der Elektrifizierung der Mittelmeerinsel zu unterstützen.

Die Partnerschaft ist Bestandteil einer groß angelegten Kampagne, um Emissionen und Umweltbelastung auf Korsika zu senken und die Insel zu einem Dreh- und Angelpunkt der E-Mobilität zu entwickeln. Filippi Auto plant ab 2022 einen Anteil emissionsfreier Fahrzeuge von 70 Prozent anzubieten. Im Juni sollen weitere Details zum Projekt” Electrify Corsica” veröffentlicht werden. Zu diesem Zeitpunkt soll dann auch die Anzahl an AIWAYS U5 kommuniziert werden, welche in der Filippi Auto-Flotte zum Einsatz kommen werden.

Alexander Klose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von AIWAYS und verantwortlich für das Auslandsgeschäft sagt mit Blick auf die Partnerschaft: „Das ist eine ideale Möglichkeit für AIWAYS, in Europa „anzukommen“. Wir unterstützen eine Mission, die Korsika hilft, die Insel zu elektrifizieren und ihre wunderschöne Naturlandschaft zu bewahren. Zudem begrüssen wir die Gelegenheit, Korsika-Besuchern aus ganz Europa unseren AIWAYS U5 näherbringen zu können.“

Des Weiteren gab Jean Noel Filippi, Manager von Hertz Korsika, zu verstehen, dass man sich für AIWAYS als Partner entscheiden habe, da “Qualität und Leistung des batterie-elektrischen SUV U5 passen.” Noel betonte zudem, dass man sich wieder darauf freue Touristen auf Korsika begrüßen zu dürfen, sobald die gegenwärtigen Reisebeschränkungen gelockert. Filippi Auto ist der erste AIWAYS Großkunde in Europa, nachdem ab Mai die Auftragsbücher für gewerbliche Kunden geöffnet sind. AIWAYS plant den Vertriebsstart für Privatkunden ab Juni. Die Serienversion des U5 wird in Europa, unter anderem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, zum Verkauf stehen und rund 35.000 Euro (inklusive Steuern) kosten.

Wer noch mehr erfahren möchte:  Im gemeinsamen Gespräch mit Fu Qiang (Samuel Fu), Präsident und Mitgründer von AIWAYS, hat sich Elektroauto-News.net zuletzt über den aktuellen Stand des chinesischen Start-Up ausgetauscht. Können wir nur empfehlen!

Quelle: AIWAYS – Pressemitteilung vom 20. Mai 2020

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6 Antworten

  1. Ein weiteres Zeichen der Ignoranz und Überheblichkeit gegenüber der asiatischen Konkurrenz. Korsika mit historischem Bezug zu Frankreich sollte die französische Fahrzeugindustrie alarmiert haben, dass vor der Haustür ein aggressiver Anbieter den Fuss in den politisch verordneten Zukunfts-
    trend der Elektromobilität stellt. In den Monaten der Nichteinreisemöglichkeit nach China haben sich dort in unglaublicher Geschwindigkeit Entwicklungen fortgesetzt, die bei uns scheinbar nicht möglich sind. Und daraus sollte sich nicht die Frage stellen, welches politische System einem anderen überlegen ist.
    Große Reiche wie Rom sind von innen aufgegeben und dann von außen liquidiert worden… Hat der allseitige ‘Fürsorgeanspruch’ unserer Gesellschaft gegenüber den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft uns schon so zahnlos gemacht?

  2. Ich sehe das so:
    1) Der Markt will SUV und das relativ preiswert.
    2) Das Korsika jetzt auf China setzt ist ein politischer Fußtritt. Les pieds noir zeigen dem Festland mal wieder, wer in Korsika herr ist.
    3). Das BEV-Geschäft in China ist mau – alles was geht wird in Europa entsorgt

    Nr. 2 ist nun mal so – in einem Zentralstaat wie Frankreich, der mit militärischer Gewalt entstanden ist – und nicht zu ändern
    zu 1) gut dass VW zum jahresende mit ID.4 und Skoda mit dem Enyaq kommen –
    zu 3) der Markt ist sehr launisch ..

  3. Interessanter Artikel über eine “Insellösung” im doppelsichtigen Sinne des Wortes. Ich hoffe allerdings dass sich “nos amis Corses” Gedanken über das Schnellladen der gesamten Flotte gemacht haben, was immer wieder bei solchen Initiativen unterbelichtet erscheint. Auf der Insel einen Mittelspannungsanschlusspunkt zu finden bzw. kurz oder mittelfristig einen für DC Schnelllader zu installieren erscheint mir sehr fragwürdig.
    Wir, JOLT.Energy bieten kabellose DC Schnelllader an, oder auch mit NS-Anschluss für diese Schnelllader, die aufwendiges Planen, Genehmigen, Graben etc. unnötig machen. Oder wir könnten sogar mit einem 10 fach Lader, mit einer Gesamtkapazität von 2 MWh vorfahren um den Wagenpark in Zehnergruppen gleichzeitig zu laden. Hier könnte Corsica vor Stolz strotzen wenn innerhalb einer kleinen Aperitif-Runde alles wieder aufgeladen sei.
    Besten Gruß,
    Frank Beicken VP Sales JOLT Energy

  4. Als Interessent für ein solch chinesisches Auto würde ich mir erst mal den technischen Erfolg von denen, in Korsika abwarten. Und erst dann über den Preis zu spekulieren.

  5. Oh je die armen Chinesen. Jetzt hat Hertz auch noch Insolvenz angemeldet.
    Toll, dass man quasi zu Testzwecken die Autos mieten kann. Da wird mancher Tourist ein großes Zweifeln bekommen, was seine bisherige Meinung zum Thema E-Mobilität betrifft.
    Der Markt wartet auf Autos wie den U-5. Ich bin ernsthaft daran interessiert und warte nur, bis ich an meinem Wohnort eine vernünftige Ladegelegenheit bekomme.
    Die nationalistische Frage meiner Mitautoren kann ich nicht verstehen. Die französischen E-Autos kommen doch alle aus der Entwicklungsküche in Asien. (Nissan u.a.)

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