Porsche und Tesla trotzen Corona mit hohen Gewinnen pro Fahrzeug

Porsche und Tesla trotzen Corona mit hohen Gewinnen pro Fahrzeug

Copyright Abbildung(en): BoJack / Shutterstock.com

Das Center for Automotive Research (CAR) hat analysiert, wie sich die Kaufzurückhaltung bei Automobilen aufgrund der Corona-Pandemie auf die Gewinne der einzelnen Hersteller auswirkt. Dafür haben die Marktforscher des CAR die Gewinne bzw. Verluste aus dem reinen Autogeschäft (ohne Nutzfahrzeuge, Banksparten, etc.) im ersten Halbjahr 2020 jeweils durch die Zahl der verkauften Fahrzeuge geteilt. Spitzenreiter und zugleich einziger deutscher Hersteller mit positiver Halbjahresbilanz ist demnach Porsche mit einem Plus von 9853 Euro pro verkauftem Auto. Elektroauto-Primus Tesla auf Platz 2 kommt auf 2890 Euro Gewinn pro Modell.

General Motors, die VW-Tochter Skoda, der französische PSA-Konzern (mit Peugeot, Citroen, DS und Opel) sowie Toyota sind ebenfalls im dreistelligen Eurobereich im Plus. Alle anderen untersuchten Marken, darunter die deutschen Hersteller VW, Audi, BMW, Mercedes-Benz sowie Volvo, Ford und Seat haben im ersten Halbjahr mit jedem Auto Verlust gemacht. Besonders die VW-Luxustochter Bentley traf es mit einem Minus von fast 20.000 Euro pro Fahrzeug besonders hart.

Die sehr unterschiedlichen Halbjahresergebnisse legen nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer „verdeckte Probleme“ offen. Der Autoabsatz des VW-Konzerns etwa sei um 28 Prozent, jener von Toyota um 29 Prozent eingeknickt. Volkswagen allerdings habe pro Auto 415 Euro Verlust gemacht, während Toyota mit jedem Auto 533 Euro Gewinn erwirtschaftet habe. Das zeige, „dass im VW-Konzern sicher stärkere Anpassungen als bei Toyota erfolgen müssen“, so Dudenhöffer. Die Kennziffer Gewinn beziehungsweise Verlust pro Fahrzeug erlaube es, „ähnliche Autobauer vergleichbarer zu machen“.

Strukturelle Schwächen der deutschen Hersteller seien auch in der Premiumklasse festzustellen: Der Verlust pro verkauftem Auto betrage bei BMW 1135 Euro, bei Mercedes und Audi weniger als 600 und bei Volvo nur 343 Euro, obwohl alle Hersteller ähnliche Absatzeinbrüche hatten. Hohe Verluste in der Corona-Krise seien „ein Indikator für den Anpassungsbedarf der einzelnen Unternehmen“, so Dudenhöffer weiter.

Bei den fast 3000 Euro Gewinn pro verkauftem Elektroauto von Tesla sei der Verkauf von CO2-Zertifikaten an andere Autobauer mit eingerechnet, so Dudenhöffer. Im Gegensatz zu allen anderen Herstellern investiere Tesla auch während der Corona-Krise in neue Werke – etwa in Grünheide bei Berlin, wo der Aufbau des Standorts in Rekordzeit vonstattengeht.

Quelle: RND – Corona-Krise: Hohe Verluste von VW und BMW zeigen “verdeckte Probleme” // Ecomento – Trotz Corona: Porsche und Tesla schaffen hohe Gewinne pro Fahrzeug

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Porsche und Tesla trotzen Corona mit hohen Gewinnen pro Fahrzeug“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
12 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Thema E-auto .. fahre selbst als „Spaßwagen­“ einen Tesla S P90DL, gebraucht gekauft … einfach nur weil die Beschleuni­gung Spaß macht und ein Supercharg­er in der Nähe steht, bei dem Model kann noch Gratis maximal 20 Minuten aufladen so oft man will…wen­n denn da mal Platz ist … aber wenn wir zur Verarbeitu­ng und zur Qualität kommen … oder der Reichweite­ die ja immer als Unschlagba­r angepriese­n wird … wenn du mit 130 auf der rechten Spur fährst komme ich auf 300-350 Km Reichweite­ … wenn ich aber Durchdrück­e .. ist nach 200 Km maximal Ende mach dann noch die Klimaanlag­e an dann ist nach 150 Km Ende. Windgeräus­che bei 100Kmh extrem laut, jeder Mittelklas­sewagen ist 1. besser verarbeite­t und 2. besser isoliert, mit dem Service fangen wir gar nicht erst an. Ich wohne aber auch auf dem Land und habe eine Garage. Was will der Durchschni­tts-Stadtm­ensch mit einem E-Auto? Die jungen Leute zieht es in die Stadt weg vom Land. Wo soll en die ihren E-Wagen bitte aufladen? Mit einem Verlängeru­ngskabel aus dem Fenster über die Straße zum Auto? Das Aufladen dauert auch seine Zeit, sehe schon die Kilometerl­angen Warteschla­ngen in der Stadt … zum E-Charger dazu die Blackouts weil zu viel Strom verbraucht­ wird den wir dann noch aus Frankreich­ importiere­n müssen weil die Franzosen neue Atomkraftw­erke bauen. Russland,P­olen,China­ und die USA übrigens auch. China baut sogar neue Kohlekraft­werke gefördert auch von deutschen Steuergeld­ern. Darf man gar nicht drüber nachdenken­. Wie stark belastet die Batteriehe­rstellung die Ökobilanz von Elektroaut­os? Die Frage stellen wir besser nicht. Die Produktion­ bzw Recyclen der Batterien verursacht­ doch einen extrem hohen CO₂-Aussto­ss. Eigentlich­ alles total bekloppt und widersprüc­hlich. Grüne Denkweise eben.

Geschwindigkeit, d.h. die schnelle und effiziente Bewegung von Material und Information, hat maßgeblich zur Entwicklung der Menschheit beigetragen. Eine 120 km/h Begrenzung auf der Autobahn halte ich für einen Fehler. Wer ein fortschrittliches Land möchte, sollte es nicht verlangsamen.

Stattdessen sollte Autonomes Fahren und Sicherheitssysteme den Personenverkehr eher noch effizienter und sicherer machen. Wer unterwegs sein muss, sollte schnell von A nach B komme können. Man sollte z.B. über Home Office und Tele-Besprechungen dafür sorgen, dass weniger Menschen von A nach B gehen müssen. Das ist fortschrittlich, meines Erachtens. Nicht, dass wir uns nur noch im Bummelbahn-Tempo durchs Land bewegen dürfen.

Das ist ihre Meinung. In 50 Jahren wird der Personenverkehr schneller sein als heute. Ebenso wird schon in naher Zukunft wesentlich mehr mit Telekonferenzen und im mobilen Arbeiten gearbeitet werden, weil es effizienter und ökonomischer ist. Das ist meine Meinung.

Wenn Sie nur 20 Min zur Arbeit pendeln (hin und zurück wie Sie schreiben), haben Sie Glück, und das ist sicher wünschenswert für jeden. Die weitaus meisten Firmen können jedoch Mitarbeiter nicht nur im Einzugsbereich von 10 Min anwerben.

Zu sagen, schneller als 120 km/h fahren zu wollen, sei Machogehabe, ist auch Machogehabe. Im Bildzeitungsstil lässt es sich halt schön diskutieren, und da kann man mit solchen pauschalen Anschuldigungen um sich werfen. Ich mags nicht.

Hier gehts doch um Gewinn oder Verlust beim Bau von e Autos. Ein E Auto kann wesentlich billiger produziert werden, als ein Verbrenner. Tja da kommt aber die Batterie noch dazu. Da liegt der Hase im Pfeffer. Tesla kann dies viel preisgünstiger, weil sie von Anfang weg dabei waren. Also ihr Europäer möglichst allles vor Ort bauen. Der Starke ist am stärksten allein.

@ Markus, sehr gut geschrieben, stimme dem zu, leider bis sich auf der Welt was für die Erde tut, wird es wohl zu spät sein.

Markus Doessegger danke, genau in meinem Sinne!
Dieses Bild am Anfang des Artikels, dass ist einfach verrückt! Lettland ist das „LV“, da lebe ich seit fast 20 Jahren und solche Autos kann sich hier mit einem Durchschnittslohn von 800 Euro eigentlich niemand leisten! Denn normalerweise fahren hier die Menschen 10-25 Jahre alte Rostlauben und das 80 Prozent Diesel vom Westen! Wir hier genießen den ganzen Rauch der in Deutschland verboten ist zu fahren! Mir hat mal einer gesagt der mit Autos zu tun hat, „Das was ein Politiker in Frankreich (Klima Gipfel) unterschrieben hat, dass ist uns scheiß egal wir wollen einfach nur fahren!“ Somit werden weiterhin alle Blue System und Katalysatoren entfernt von den Autos! Von diesen Ländern gibt es noch mehrere in Europa! Das Porsche mit dem Auto auf dem Bild mehr als 10000 Euro Gewinn macht finde ich gut denn viele davon werden ja auch nicht verkauft! Für 100000 Euro und noch viel mehr ist das gerade mal 10% Gewinn! Das alle anderen Verluste schreiben glaube ich erst wenn man auch das Geld des Bundes mit eingerechnet hat (Struktūrfond, Kurzarbeitergeld, usw)! Auf die Tränendrüsen drücken um noch mehr herauszuholen! Dieses Spiel beherrschen viele, in guten Zeiten Geld verschleudern (Millionengehälter ohne Wertschöpfung und ohne Verantwortung) und in schlechten Zeiten Geld verlangen von der Allgemeinheit!
Leider hilft auch der Gewinn nicht das unsere Umwelt besser wird! Schaut euch doch mal die Aktuelle Fernsehwerbung im Deutschen TV an! Auf eine Werbung mit Elektro gibt es 20 mit Verbrennern!
Das ist unser Fortschritt!
Danke der Industrie!
Made in Germany!

Hans-Peter was fährst Du für ein Auto ? Hoffentlich E und mach Werbung in deinem Umfeld.

Diese News könnten dich auch interessieren:

NIO steigert Absatz im Juni 2022 abermals; nicht so stark wie erwartet
XPeng hat seinen Absatz im Juni 2022 mehr als verdoppelt
Stellantis investiert in neuartige Testzentren für E-Autos

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).