Aus der Not eine Tugend – Polestar bringt „The Wool Express“ auf die Straße

Aus der Not eine Tugend - Polestar bringt „The Wool Express“ auf die Straße

Copyright Abbildung(en): Polestar

Polestar macht im Dezember aus der Not eine Tugend. In Schweden, wo strenge COVID-19-Bestimmungen für den Besuch von Geschäften gelten, bringt sich Polestar mit seinem E-Auto positiv ein, um den Menschen etwas Gutes zu tun. Aus diesem Grund hat sich die schwedische Elektro Performance Marke, mit dem Modedesigner Alexander Stutterheim zusammengetan. Gemeinsam mit ihm hat man den „Wool Express“ ins Leben gerufen. Um zu verstehen was es damit auf sich hat, musst du ein wenig weiterlesen.

Alexander Stutterheim ist der Gründer der gleichnamigen Regenmantelmarke, die bei ihrer Einführung 2011 die Welt sprichwörtlich im Sturm eroberte, sowie der neuesten Marke John Sterner. Hinter John Sterner verbirgt sich eine Slow-Fashion-Strickmarke, deren gesamte Lieferkette und Produktionsstätte sich auf der kleinen, windgeprägten Insel Öland vor der schwedischen Küste befindet. Auf einem einfachen Stück Land hält sich Stutterheim eine Schafherde und betreibt gleich daneben seinen „Flagsheep Store“.

Damit die Kunden trotz der strengen Auflagen an ihre John Sterner Strickwaren kommen bringt Polestar den Polestar 2 ins Spiel. Und nutzt diesen als nachhaltigen Lieferant für die im Webshop bestellte Kleidung. Entstanden ist aus dieser Idee der „Wool Express“ (Wollexpress). Hierzu verließ ein mit grüner Energie geladener Polestar 2 letzte Woche Öland mit einem Kofferraum voller Schals und Pullover in Richtung Kunden in der schwedischen Hauptstadt. Definitiv ein kreativer Ansatz, um den Stromer im Gespräch zu halten.

Aber auch für Stutterheim, um die Bedeutung von „Slow Fashion“ führ ihn zu unterstreichen: „Wir versuchen, eine offene, ganzheitliche Marke zu sein“, so Stutterheim über seine Öko-Luxus-Stricklinie, „die die Werte der Massenproduktionsindustrie bewusst herausfordert.“ Diese Wertschätzung für Details, Zeitlosigkeit und Nachhaltigkeit ist es, die Stutterheim überhaupt erst zu Polestar geführt hat.

Polestar glaubt seinerseits an offene Kooperationen, um innovative Ideen zu fördern. Daher kommentiert Maximilian Missoni, Head of Design bei Polestar, das gemeinsame Projekt wie folgt: „Bei Polestar stellen wir die alten Vorstellungen davon, was Premium in der Automobilindustrie bedeutet, in Frage. Im Polestar 2 finden sich vegane WeaveTech Sitze und rekonstruiertes Holz statt Leder und Chrom. Wir haben hohe Standards an unsere gesamte Lieferkette, um Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu adressieren.“

Polestar ist davon überzeugt, dass die Gestaltung zeitloser Produkte zu einem längeren Lebenszyklus der Produkte beiträgt und so den Konsum reduziert, sei es im Automobilbereich oder in der Mode. Zudem beweist der Automobilhersteller, dass man Nachhaltigkeit auf verschiedensten Ebenen leben kann. Nicht nur mit E-Autos.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 16. Dezember 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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PR-Unfug. Selbst wenn man dieses peinliche Pseudo Green Washing mal beiseite lässt, dürfte das ein Eigentor werden: sich Elektroauto- Interessenten tatsächlich mit Preis-/Leistung, also in dem diesem Fall Nutzlast/Ladevolumen zu Preis und Verbrauch auseinandersetzen, landen sie auf keinen Fall beim Polestar. Eher hilft ein Blick auf den tüchtigsten Handelsmann in Europa, den Herrn Amazon. Der wäscht sich grün mit Mercedes Elektrolieferwagen. So ein vollgepackter eSprinter hinterlässt pro Designer-Mützchen einen geringeren CO2-Fußabdruck und auch der hauseigene Kostenrechner wäre zufriedener.

@ David

ich denke hier gehts primär nicht um den Fussabdruck des Polestar sondern eher genau um das was der Herr Amazon schon macht. Nämlich Waren mit geringem CO2-Abdruck auszuliefern.
Das macht der Schwedisch Wollsockenstricker mit einem schwedischen Auto.
Somit vollkommen i.O.

Dass Polestar das als Werbung nutzt ist verständlich da die selbst ja genau wissen was an deren Auto gut und nicht so gut ist.

beim Preis- / Leistungsverhältnis beim Polestar stimme ich dir zu 😉

Sich als Firma zum Thema der Massenproduktion positionieren und Nachhaltige und Langlebige Produkte auf den Markt bringen ist ehrenwert jedoch im Kapitalismus der Mehrteilige Wirtschaft für das eigene Bestehen nicht förderlich.

Es bleibt spannend

Last edited 4 Monate zuvor by neumes

Polestar und Schafwolle passt doch gar nicht so schlecht in den kalten Norden.
Was von Volvo, oder aber auch von der Schafwolle, alles wie und wo gemacht wird, ist fraglich.
Bestimmt wohl etwas weniger voll Schwedisch.

Aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, gelang bisher noch niemandem. Scheint nicht jeder zu wissen.

Dass Volvo die E Mobilität puscht ist schon mal positiv.
Sebastian wird bald die ersten Eindrücke ihres vollelektrischen XC 40 schildern.
Vorab schon mal was durchgesickert ist.
Echte Schwedenstahl-Qualität wie schon vor über 50 Jahren
Ein sehr solides und sicheres Auto auf aktuellem Stand der Technik
Aber:
Um 4 Personen mit etwas Kofferraum von A nach B zu bringen, gibt es heute Autos die dies zum halben Preis machen. Leider siehts mit dem Stromverbrauch auch nicht besser aus.

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