Polestar 1: „Perfektion des Brückenschlags“ zwischen zwei Welten

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Erstmals haben wir im Oktober 2017 von Polestar berichtet. Zum damaligen Zeitpunkt wurde bekannt, dass Polestar als eigenständige elektrifizierte Hochleistungs-Marke am Markt Fuß fassen will. Unterstützung erfährt das Unternehmen von Volvo Cars und dessen Mutterkonzern Geely Holding. In für Automobil-Zeiten kurzen zweieinhalb Jahren hat die noch recht junge Marke schon viel von seiner To-Do-Liste streichen können. 

Noch 2020 kommen der Polestar 1 – ein 2+2-sitziges Grand Tourer Coupé mit Hochleistungs-Hybridantrieb – sowie der vollelektrische Polestar 2 auf die Straße. Den Polestar 1 konnten wir Mitte März 2020 in Frankfurt schon ein wenig genauer betrachten, der Polestar 2 folgt sicherlich bald.

Front des Polestar 1
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„Pure Progressive Perfomance“ dafür stehe die Marke aus dem Norden Europas. Eine Marke, ein Unternehmen, welche beim Wandel von der Verbrenner- in die Elektromobilität-Ära nicht nur mitschwimmen will, sondern den Wandel definieren möchte. Nicht umsonst versteht sich Polestar als „The Guiding Star“ – der Leitstern – in der Phase eines Umbruchs, welchen den Automarkt mehr als je zuvor prägen könnte. Dies stellt man bereits mit dem streng limitierten Polestar 1 unter Beweis. Wie wir uns anhand der zwei einzigen Testwagen, welche derzeit in Deutschland unterwegs sind, überzeugen konnten.

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Polestar: Autos anders gedacht.

Was bereits beim ersten Blick auf den Polestar 1 klar wird und mit Vorstellung der Polestar-Vision im Rahmen der kurzen Einleitung vor Ort unterstrichen wird: Polestar denkt Autos einfach ein wenig anders und das merkt man. Allein die Tatsache, dass es den Polestar 1 nur in Vollausstattung gibt spricht für sich. Mit geringfügigen Anpassungsmöglichkeiten bei Lackierung, Innenraum und Räder. Mehr hat man als künftiger Polestar-Fahrer nicht zu bestimmen, was dadurch begründet ist, dass Polestar keine Kompromisse eingeht.

Man möchte den Teilzeitstromer genauso auf der Straße sehen wie er von den Designern und Technikern erdacht wurde. Dies führt dazu, dass es bei Polestar 100 Prozent Preis-Transparenz gibt. Denn die Marke macht kein Unterschied, ob der eigene Polestar von zu Hause am Rechner, aus einem Polestar Space oder online von unterwegs, über das Smartphone, bestellt wird.

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Design und minimalistische Ansätze spielen allerdings nicht nur beim Polestar 1 eine Rolle, sondern auch bei der Präsentation und Vertrieb des Fahrzeugs. Online sieht man dies anhand des auf eine Seite begrenzten und klar strukturieren Konfigurators, in sogenannten Polestar Spaces dann auch live vor Ort. Diese bringen einen neuen Ansatz in den Automobilhandel und bilden eine moderne Alternative zum klassischen Autohaus. Als Kunde kann man künftig in den Polestar Spaces mit der modernen, digitalen Performance-Marke interagieren.

Das Interieur der Polestar Spaces spiegelt das gleiche minimalistische und kompromisslose Design wider, das schon die Polestar Modelle ziert. Daneben werden Elemente der Designsprache, der Philosophie und des Markenerlebnisses aufgegriffen und wie Kunstinstallationen präsentiert. Komponenten wie Bremsen und Karbonfaserteile erhalten einen eigenen Bereich, um ihre einzigartigen Eigenschaften herauszustellen. Auch Materialien, darunter Lackfarben und Lederproben, werden gezeigt. Die Marke soll somit zum Greifen nah sein.

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In Deutschland sollen 2020 Polestar Spaces in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München entstehen. Der erste Polestar Space überhaupt wurde bereits in Oslo eröffnet. Des Weiteren wird es – Stand Mitte März 2020 – rund 24 Service-Standorte deutschlandweit geben, an welchen der Polestar 1 und folgende Modelle Service-Leistungen in Anspruch nehmen können.

Polestar 1: "Perfektion des Brückenschlags" zwischen Verbrenner- und E-Mobilität-Ära

Als Wegbereiter wird der Polestar 1 für die Marke angesehen. Im Gegensatz zum klassischen Hybrid wird dieser nicht als Verbrenner mit Elektromotorunterstützung beworben. Sondern als ein Elektrofahrzeug, das von einem Verbrennungsmotor unterstützt wird und eine rein elektrische Reichweite von bis zu 124 Kilometern (WLTP-Zyklus) bietet. Im Vergleich mit anderen Plug-In-Hybriden auf dem Markt setzt sich der Polestar 1 mit seiner rein elektrischen Reichweite deutlich von diesen ab.

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Im Rahmen des Kennenlernens des Fahrzeugs wurde nochmals die Bedeutung des ersten Serienautos der Marke hervorgehoben. Der Polestar 1 gelte als Wegbereiter, als Technologie-Träger und als Bindeglied aus alter (Verbrenner) und neuer (Elektromobilität) Welt. Er soll bereits heute aufzeigen was möglich ist und überbietet die Reichweite aktueller Plug-In-Hybride (PHEV) um fast das Doppelte. Und dennoch wird er der einzige PHEV des Unternehmens bleiben. Streng limitiert auf 1.500 Exemplare, welche über drei Jahre verkauft werden. Das erste Drittel sei schon fast weg. Dann folgen nur noch vollelektrische Modelle.

Dabei ist der zweitürige, viersitzige Gran Turismo der Oberklasse kein Schnäppchen. Der Listenpreis startet bei 155.000 Euro und dafür gibt’s jede Menge Auto. Angefangen von stattlichen Außenmaßen: Länge von 4,59 Meter, Breite von 1,96 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,02 Meter) und einer Höhe von 1,35 Meter, über exklusive Materialien und Designansätze bis hin zur zuvor erwähnten strengen Limitierung ist alles dabei. Beim Radstand kommt der Polestar 1 auf 2,74 Meter, um die Auflistung der Außenmaße abzuschließen.

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Hinsichtlich seiner Motorisierung setzt der PHEV, im Vergleich zu anderen Teilzeitstromer, auch noch eins drauf. Vier Motoren sind im Polestar 1 verbaut. Ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turbolader und Kompressor; 227 kW/309 PS, maximales Drehmoment: 435 Nm bei 2.600 – 4.200 U/min, Achtgang-Automatik sowie Antrieb auf die Vorderachse vertritt die Verbrenner-Fraktion im Debüt-Fahrzeug der Volvo-Tochter. 

Des Weiteren gibt es noch zwei Elektromotoren mit je 85 kW/116 PS und je 240 Nm Leistung, welche auf die Hinterachse gesetzt wurden. Ein elektrischer, in die Kurbelwelle integrierter Startergenerator, 50 kW/68 PS, maximales Drehmoment: 161 Nm rundet das Motorenpaket des Polestar 1 ab. Hierdurch bringt es der Plug-In-Hybrid auf kombinierte Leistungsdaten von 448 kW/609 PS, 1.000 Nm; 0-100 km/h in 4,2 s, sowie einer Höchstgeschwindigkeit mit Verbrenner-Zuschaltung von 250 km/h.

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Vom Band läuft der Polestar 1 im neuen Polestar Produktionszentrum im chinesischen Chengdu. Die Fahrzeuge sind sowohl für China als auch für die weltweiten Exportmärkte bestimmt. Dabei steht nicht nur für den Polestar 1 Nachhaltigkeit im Fokus, auch das neue Produktionszentrum von Polestar hat sich diesem Ansatz verschrieben. Aus diesem Grund strebte die Fertigungsanlage den Gold-Status in den weltweit anerkannten LEED-Ratings (Leadership in Energy and Environmental Design) an und wurde damit mittlerweile auch ausgezeichnet.

Der Standort in Chengdu sei auch ein integraler Bestandteil der Polestar Markenwerte „Pure, Progessive, Performance“: rein in seinem Fokus auf Nachhaltigkeit, fortschrittlich in Design und Technik und durch anspruchsvolle und präzise Fertigungsprozesse eine beeindruckende Performance bietend. Entworfen und designt wurde die neue Produktionsstätte von dem international renommierten norwegischen Architektur- und Designbüro Snøhetta.

Zeit für eine Testfahrt: Einsteigen, losfahren!

Genug der einleitenden Worte, die wichtigsten Fakten zu Polestar, dem Polestar 1 als auch der Vision der Marke kennen wir nun. Jetzt heißt es einsteigen und das 155.000 Euro teure Gefährt persönlich kennen lernen. Auf der Motorhaube, dem Heck und anderen Stellen des Fahrzeugs wird der eigene Blick zunächst auf das minimalistische und dennoch eingängige Logo der Marke gelenkt, dem der Marke den Namen gebenden Polarstern.

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Auf der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) von Volvo basierend wurde der Polestar 1 von Polestar Ingenieuren maßgeschneidert. Wobei hier anzumerken ist, dass rund 50 Prozent der Teile neu sind. Das Design erscheint ebenfalls frisch und interessant und lädt zum Verweilen ein. Bei genauerer Betrachtung lassen sich Design-Einflüsse von Volvo wiederfinden. Ein wenig Aston Martin und Ford Mustang-Ansätze seien auch zu erkennen, wenn man nur lang genug hinsieht – wurde zumindest in versammelter Runde gemunkelt.

Die deutlichen Einflüsse von Volvo, sowohl im Exterieur, als auch Interieur sind Thomas Ingenlath, Chief Executive Officer (CEO) von Polestar, geschuldet. Ingenlath ist gelernter Automobildesigner, war von 2012 ab Chief Design Officer bei Volvo Cars sowie seit 2017 CEO von Polestar. Dort konnte er nicht ganz von seinem alten Job ablassen und prägte das Design des Polestar 1 maßgeblich.

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Die 448 kW/609 PS und 1.000 Nm sollten natürlich nicht nur im Stand bewundert werden. Vollelektrisch ging es Dank vollgeladenem 34,5 Kilowattstunden großen Akku auf die Straße. Dieser ist übrigens zweigeteilt und findet sich unter anderem im Kofferraum des Fahrzeugs, hinter einer Plexiglasscheibe wieder. Was dazu führt, dass der Kofferraum-Volumen auf 126 Liter maximal begrenzt ist; da ein umlegen der Sitze wegfällt. Direkt von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden – laut technischem Datenblatt – konnte man Mitten in Frankfurt nicht beschleunigen.

Stattdessen ging es spürbar leise im Hybrid-Modus – einem von vier Fahrmodi des Polestar 1 – los. Wenn die Passanten vor Ort nicht visuell den PHEV für sich erfasst hätten, wäre er nahezu geräuschlos an diesen vorbei geglitten. Gar ohne bemerkt zu werden. Doch das weiß das auffällige Erscheinungsbild des Polestar 1 mit flacher Silhouette, breitem Kühlergrill, prägender Gürtellinie und Kuppeldach zu verhindern. Vom matten Lack ganz zu schweigen, welcher übrigens in Handarbeit aufgetragen wird und somit die preisliche Positionierung des Teilzeitstromers nachvollziehbarer erscheinen lässt.

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Gerade einmal um die 20 Kilometer standen für eine erste Testfahrt auf dem Plan. Gemütliches Gleiten durch die Stadt, ein wenig Überlandfahrt und ein kurzer Sprint auf der Autobahn – mehr sollte an diesem Tag leider nicht drin sein. Aussagefähige Verbrauchswerte waren daher nicht zu erwarten, eine Aussage über das Fahrgefühl schon. Und das wusste zu überzeugen. Umarmt von den äußerst wertig verarbeiteten Vordersitzen musste man für sich nur noch die Frage beantworten, ob man nun im mittleren Display, dem Display hinter dem Lenkrad oder doch im Head-Up-Display der Streckenführung über Google Maps folgte. Eine Entscheidung hatte ich bis zum Ende meiner Fahrt immer noch nicht getroffen und ließ die Blicke regelmäßig schweifen.

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In der Stadt selbst ging es gesittet von statten. Einordnen, der Streckenführung folgen und so viel wie möglich elektrisch fahren. Bis Tempo 160 km/h ist dies möglich, somit vollkommen ausreichend für das Vorankommen im urbanen Alltag. Gleiches gilt für die rein elektrische Reichweite von 124 km nach WLTP. Selbst als Pendler kann man 50 km hin und zurück zur Arbeit fahren, um dann am Abend daheim nachzuladen, wenn auf Arbeit keine Ladestation vorhanden ist.

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Interessanter wurde die Testfahrt dann schon, als es auf die Autobahn ging. Hier konnte der Teilzeitstromer seine wahre Stärke ausspielen. Zunächst im Hybrid-Modus beschleunigt merkte man ein gefühltes Zurücksetzen der E-Motoren an der Hinterachse, bevor sich der Verbrenner-Motor an der Front mit voller Leistung dazuschaltete, um den Polestar 1 nach vorne zu treiben. Gerade diese starke Beschleunigung von der Hinterachse ausgehend war doch ein wenig überraschend, erklärt sich aber durch das Prinzip der Motorenaufteilung beim Polestar PHEV. Im Sport-Modus (Verbrenner direkt zugeschaltet) war ein solcher Versatz bei der Beschleunigung nicht zu spüren.

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Neben Sport- und Hybrid-Modus lässt sich der Polestar 1 zudem im Allrad-Modus, als auch im Heck-Antrieb-Modus fahren. Hier sei jedoch angemerkt, dass dies nur möglich ist, wenn der Akku voll ist. Steht keine Energie für die E-Motoren zur Verfügung, muss man sich ganz auf den Verbrenner und somit Vorderachsen-Antrieb verlassen.

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Zurück nach der kurzen Ausfahrt ging es für den Polestar an die Ladestation. Zum Energie laden für die nächsten Probefahrer. Laut der Perfomance-Marke kann der Polestar 1 mit Wechselstrom (AC) bis 11 kW und mit Gleichstrom (DC) bis 50 kW laden, das AC-Laden zu Hause (bei 16 Ampere) dauert drei Stunden, das DC-Laden wird mit „weniger als eine Stunde“ angegeben. 

Fazit zu den ersten Eindrücken des Polestar 1

Auf sämtliche Details des Polestar 1 konnte ich in diesem kurzen Bericht nicht eingehen. Was einfach an der fehlenden Zeit mit dem Fahrzeug liegt. Heißt aber nicht, dass wir dies nicht noch nachholen werden. Alles in allem fühle ich mich dennoch in der Lage ein kurzes Fazit zu ziehen. Dabei kann ich durchaus die Tatsache unterschreiben, dass Polestar Autos anders denkt. Aber keinesfalls schlechter.

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Im Gegenteil, der Polestar 1 überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung, einem konsequent minimalistischen Ansatz – sowohl bei Exterieur, als auch beim Interieur -, sowie einer Leistung, welche für sich spricht. Des Weiteren hat mich vor allem die rein elektrische Reichweite im Alltag von 124 km überzeugt, welche jedem Pendler die Argumente zumindest gegen ein Plug-In-Hybriden nehmen sollten. Und schnell aufgeladen sind die Akkus auch…

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Auf die Schnelle gibt es eigentlich nur ein Kritikpunkt, der auch nicht sonderlich überraschend erscheint: der Preis. Hier sollte man sich jedoch vor Augen führen, dass es sich beim Polestar 1 um einen Wegbereiter in einer neue Fahrzeug-Generation handelt, welcher zudem extrem limitiert auf die Straße kommt und so dann nie wieder gebaut wird. Des Weiteren hat man auf wertigste Materialien, hochwertige Produktionsprozesse mit viel Handarbeit und einem einzigartigen Design gesetzt. Punkte die ihrerseits den Preis gerechtfertigt erscheinen lassen. Aber schlußendlich entscheidet der Marke. Und der gibt zu verstehen, knapp ein Drittel der 1.500 Polestar 1, die jemals gefertigt werden, sind verkauft.

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Polestar hat zu einem ersten Kennenlernen des Polestar 1 nach Frankfurt eingeladen und hierfür die Reisekosten übernommen. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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Ist aber ein sehr teueres Fahrzeug und im beschränktem Anzahl zu bekommen. Ist auch ein Hybride der bald überflüssig sein sollte, weil hald ein Verbrenner.
Warten wir mal noch ein bisschen auf den Polestar 2. Habe ihn schon endgültig bestellt.

Warum gibt man so viel Geld für einen China-Kracher aus??? Da kann man sich auch gleich einen Geely kaufen.

… Ich vermute Sie haben weder darin gesessen, geschweige denn gefahren…

Wunderschönes Auto und toller Bericht. Ist wirklich das perfekt Auto für diese Übergangszeit zwischen Verbrenner und Elektro. Wird auch nie noch einmal so einen Wagen geben. Absolut einzigartig und ein Traumwagen…

Oh, jetzt wird Kritik gelöscht? Wirklich peinlich von euch…

155000€, 609PS, 1000NM, 27,8 kW/100km: genau das richtige Auto für den urbanen Alltag!

Na klar, als Zweitauto für den Mann für die 10km in das schicke Citybüro, während Sie mit dem Cheyenne die Kids in den Kindergarten bringt 😉 „Sarkasm off“

„Es ist ein wunderschönes Auto“ und dann nochmals „es ist ein wunderschönes Auto“ und dann … ?

Die Innenausstattung ist sicherlich absolut perfekt verabeitet mit Alle den schnuggeligen 100 Schaltern, verziert und fast vergoldet, wie man es von einem BMW oder Mercedes der Extra Premium Klasse erwarten würde. Es gibt sogar einen perfekt eingepassten Microbildschirm mit einer Navigation.
4 Motoren, das ist wirklich sehr beeindruckend. 600 PS und 1000Nm und dann wird man von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden hochkatapultiert, und dann 124 Kilometern rein elektrisch, unfassbar. Und dann wuchtige 27,8 kW/100km. Das schlägt jeden Stromer um Welten, wirklich.

Nochmals, das Auto ist sehr elegant und wunderschön. Dennoch, wie kommt jemand auf die Idee sich den Polestar1 mit diesen technischen Daten für 155k€ zu kaufen, wenn er dafür 3 Tesla Model 3 haben kann, mit technischen Daten, die in allen Belangen weitaus besser sind ? Ich bin fassungslos aber sicher, dass die Probefahrt Spass gemacht hat und als Liebhaberauto sicherlich eine Investition wert.

Gut möglich, dass die Verkäufer einer Firma den Volvo Plug-In als Geschäftsauto erhalten und der CEO dann den Polestar1.

Man kann nur hoffen, dass der Polestar2 ein Hit wird und der Polestar1 recht schnell vergessen wird.

Das Design gefällt mir persönlich sehr gut, wie momentan alle Volvo Limousinen/ Kombis. Es war bestimmt ein Erlebnis den Wagen zu fahren. Es ist ein Spaßauto mit durchaus praktischen Nutzen für das rein elektrische Kurzstreckenpendeln. Und man kann – auch wenn es bei Tela relativ schnell geht, dank des Verbrenners lange Ladepausen auf Langstrecke wirklich vermeiden wenn man es eilig hat. Für mich hat das was. Und ich freue mich über die wahrscheinlich schärfste Konkurrenz der Teslas. Über sinn und Unsinn lässt sich in dieser Entwicklungsphase der Stromer und und dieser Preisklasse trefflich streiten. Ich finde ihn toll, wie auch den Bericht. Danke.

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