PHEV- und E-Auto-Absatz bis Ende April 2020 nach Hersteller

PHEV- und E-Auto-Absatz bis Ende April 2020 nach Hersteller

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In den ersten vier Monaten des Jahres 2020 brachte es der europäische Elektroautomarkt auf 142.687 E-Auto-Zulassungen. Des Weiteren wurden 109.828 Plug-In-Hybride in Europa zugelassen. Wir betrachten nachfolgend wie sich diese Zulassungen bei den einzelnen Herstellern aufteilen. Im Vergleich zu unserer Gesamtjahresbetrachtung 2019 zeigt sich, dass sich hinsichtlich des Rankings einzelner Hersteller einiges verschoben hat. Ebenfalls sind entsprechende Entwicklungen im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen.

VW Konzern behält Führungsposition am europäischen Markt bei

Bereits am Samstag konnten wir berichten, dass der VW Konzern mittlerweile Europas größter Hersteller für Elektroautos ist. Dies hat sich bereits Ende des ersten Quartals abgezeichnet, als der Konzern langsam aber sicher die Oberhand gegenüber der Allianz von Renault-Nissan-Mitsubishi  gewinnen konnte. Das Wachstum im Bereich der E-Autos, als auch Plug-In-Hybride konnte im April beibehalten werden. In Zahlen ausgedrückt zeigt sich dies dadurch, dass der VW Konzern auf 32.129 reine E-Autos, sowie 19.754 Teilzeitstromer in den ersten vier Monaten des Jahres kommt. VW alleine zeichnet sich für rund die Hälfte der zugelassenen E-Autos aus und bringt es hierbei auf 16.871 Einheiten; bei PHEV ist VW zumindest für gut ein Drittel der Gesamtzulassungen – 7.137 Einheiten – verantwortlich.

Audi reiht sich dahinter mit 9.459 vollelektrifizierten sowie 6.270 teilelektrifizierten Fahrzeugen ein. Skoda präsentiert sich mit 2.665 E-Autos sowie 3.081 PHEV, damit zeigt sich abermals die stärkere Ausrichtung hin zu PHEV, welche im Vergleich zum Vormonat abermals angewachsen ist. Bei Porsche war diese Ausrichtung schon länger klar ersichtlich. Brachte man es hier Ende April 2020 auf 1.509 Stromer gegenüber 3.181 Plug-In-Hybriden. VWs einzige Konzernmarke fast ohne PHEV-Zulassungen ist SEAT, dafür warten diese allerdings mit 1.625 E-Auto-Zulassungen auf. Bentley hingegen mit null zugelassenen Stromer, dafür aber mit 83 Plug-In-Hybriden.

Renault-Nissan-Mitsubishi bei reinen E-Autos mit VW fast gleichauf

RenaultNissan und Mitsubishi reiht sich abermals auf Platz zwei des Rankings ein. Dabei zeigt sich, dass die Allianz bei reinen E-Autos mit 31.669 Einheiten fast gleichauf mit dem VW-Konzern ist. Der Unterschied liegt hier bei den PHEV, bei denen es die drei Hersteller in Summe „nur“ auf 10.588 Einheiten brachten. Stellt man die absoluten Zahlen elektrifizierter Fahrzeuge gegenüber, brachte es der VW-Konzern auf 51.883 Einheiten, die Allianz auf 42.257 Einheiten.

Dabei ist zu beachten, dass Renault und Nissan im Bereich der Plug-In-Hybride nicht mit Zulassungen aufwarten können, aber vor allem durch ihre E-Auto Zulassungen: Renault mit 22.139 Einheiten und Nissan mit 9.517 Einheiten, ihren Teil zum Ranking beitragen. Bei Mitsubishi, dem dritten im Bunde, schaut es ein wenig anders aus. Dreizehn E-Autos bringt das Unternehmen mit ins Ranking ein. Im Gegenzug dazu wartet man allerdings mit 10.588 PHEV auf. Die 10.588 Plug-In-Hybrid-Zulassungen entfallen hierbei zu 100 Prozent auf den Mitsubishi Outlander. Auch Ende April 2020 führt der SUV somit das Ranking der Top 10 PHEV-Modelle an, mit einem Marktanteil von 9,70 Prozent im PHEV-Segment, welcher im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken ist.

BMW Gruppe: Platztausch mit PSA

Nach vier Monaten beansprucht die BMW Gruppe den dritten Platz am E-Automarkt Europas für sich und löst damit PSA ab. Ende April zeigt sich ganz deutlich, dass der bayrische Automobilhersteller stark auf Teilzeitstromer bei der eigenen Modell-Strategie setzt. Denn die dortigen Zulassungen bewegen sich immer noch fast um Faktor drei gegenüber reinen E-Autos. 8.481 E-Autos treffen auf 22.288 PHEV, bei MINI zeichnet sich mit 3.595 Teilzeitstromer gegenüber 2.573 reinen Elektroautos ein Bild, welches sich zugunsten reiner E-Autos verändert hat. BMW selbst bringt es auf 5.908 reine E-Autos gegenüber 18.693 Plug-In-Hybriden.

PSA: E-Autos gewinnen an Einfluss

Bei der PSA-Gruppe hat sich nicht nur der Platz im Gesamtranking am E-Automarkt verschoben, sondern auch der Anteil E-Autos gegenüber Teilzeitstromer. Bei der PSA-Gruppe, bestehend aus Peugeot, DS, Opel und Citroen war in den Monaten zuvor ein ausgewogenes Verhältnis an Zulassungen erzielt worden. Dies hat sich nun geändert. Treffen dort 16.601 reine E-Autos auf 12.706 PHEV. Dabei zeigt sich, dass Peugeot mit 9.345 E-Autos gegenüber 7.305 PHEV aufwartet. Nicht mehr ganz so ausgeglichen, mit weniger Volumen, kommt DS mit 1.989 zu 2.654 Zulassungen daher. Bei Opel hingegen geht es immer stärker Richtung reiner E-Autos: 4.255 Einheiten treffen auf 2.697 Teilzeitstromer. Citroen hingegen wartet lediglich mit 1.012 E-Autos auf und mittlerweile 49 PHEV-Zulassungen auf.

Was es sonst so gibt am europäischen E-Automarkt…

Hinter der PSA Gruppe reiht sich Tesla ein, welche es auf 25.530 E-Autos brachten. Stark dominiert vom Model 3. Dahinter folgt die Hyundai Group, welche sich ebenfalls sehr E-Auto lastig präsentiert. KIA brachte 7.344 und Hyundai 9.060 E-Autos mit ins Ranking ein. Sowie 6.867 (KIA) und 1.266 (Hyundai) PHEV. Volvo Cars – bestehend aus Volvo und Polestar – zählten nur PHEV: 16.805 bei Volvo sowie mittlerweile 39 Zulassungen bei Polestar, welche wohl auf den Polestar 1 entfallen.

Kommen wir zurück zu den deutschen Automobilhersteller. Bei Daimler scheinen ebenfalls die teilelektrifzierten Fahrzeugen zu überwiegen. Beigesteuert werden diese komplett von Mercedes (9.373). Hinsichtlich der E-Auto-Zulassungen steuert smart mit 3.740 Einheiten den größten Teil bei, Mercedes brachte es bis Ende April 2020 auf 2.070 Fahrzeuge. Jaguar Land Rover präsentiert sich klar aufgestellt: Jaguar ist für die Elektroautos (2.246) und Land Rover für die Plug-In-Hybride zuständig (1.817). Eine Verschiebung ist hier vorerst auch nicht zu erwarten. Wenn dann überhaupt eher ein Absatzzuwachs bei PHEV für Land Rover durch entsprechende, neue Modelle.

Nicht ganz unbeachtet wollen wir SAIC/MG mit 2.440 reinen E-Auto Zulassungen lassen. Honda brachte es bis Ende April auf dreiundzwanzig reine Stromer. Hingegen “fast nur” mit PHEV glänzten Toyota/Lexus (516), dem gegenüber standen 20 E-Auto-Zulassungen. Ford brachte es seinerseits auf mittlerweile 1.758 PHEV-Zulassungen; aber noch keinem E-Auto.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 04.2020

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Warum erscheint immer VW an erster Stelle? Wer kauft denn einen e-up oder e-Golf, die nicht als E-Auto konzipiert sind und lächerliche Reichweiten haben. Denen fahre ich mit meinem Zoe ZE 40 davon und spare mir einen Haufen Geld…..Und jetzt mit dem ZE 50 hat VW eh keine Chance. Und ob wir das mit dem id 3 noch erleben…….Der seit langem auf Halde steht und vor sich hin rostet.

Sind Sie derselbe Franz, der mir in einem anderen Thread zum Thema Nexo erklärt hat, dass er niemals einen BEV kaufen würde. Teufelszeug weil ungeheuer brandgefährlich, usw.? Es ist halt schlimm, dass viele Schreiberlinge nicht mit vollem Namen zu Ihren Texten stehen, sondern sich Feige verstecken. Und meistens sind das alles negative Kommentare. Da wollen manche nur mal auf den Putz hauen.

Glaube nie einer Statistik…. Die Mogeleien von VW sind ja bestens dokumentiert. Die Augenwischerei mit Hybriden ist himmelschreiend und eine reine Alibiübung. Sie dienen dem Image und der PR Abteilung von VW. Wer bitte fährt mit einem Hybriden wo immer möglich elektrisch? Ich behaupte jetzt einfach mal nicht wissenschaftlich, dass die grosse Mehrheit CO2 produziert und auf Grund des höheren Gewichts der Hybridgurken sogar noch mehr als reine Abgasschleudern. Diese Autos haben mehrheitlich nur den Zweck, Statistiken zu verfälschen. Die Verlogenheit der Auto-Produzenten ist wohl historisch gewachsen und liegt in den Genen. Gäbe es Tesla nicht, so würde die Autoindustrie noch immer Uralttechnologie als Innovation verkaufen. Nun wird man links und rechts abgehängt – also werden Statistiken zu PR Bomben verarbeitet. Sonst haben die Helden der Szene nichts zu bieten. Absolut nichts.

Du glaubst dieser Verkaufsstatistik nicht. Wenn ja, dann ist alles klar. Kein Kommentar.
Wenn nein, dann ist es halt so, dass VW im Moment in Europa die meisten BEV verkauft. Es macht doch keinen Sinn dieen Erfolg krampfhaft und mit schlechten Argumenten kaputt zu reden, damit disqualifizierst du dich nur selber.
Einen id.3 habe ich vor ein paar Tagen an der Ladesäule getroffen. Sah gut aus und der Werksfahrer sagt das Auto funktioniert Bestens. Wir werden sehen.
Mit den Plugin Hybriden gebe ich dir Recht. Die machen wohl nur wenig Sinn und sind eine reine Übergangstechnologie.

Man könnte die Statistik auch so interpretieren, dass Tesla immer noch auf Platz 1 steht mit 25.530 verkauften BEVs dicht gefolgt von Renault mit 22.139 und mit deutlichem Abstand von 30% weniger verkauften BEVs kommt auf Platz 3 VW mit 16.871 Einheiten.

Viel Text zu lächerlich niedrigen Absatzzahlen. e-Autos sind wegen der Preise und der absolut lächerlichen Ladeinfrastruktur bis jetzt ein Flop.
Daran, dass VW sehr schnell an die Spitze der e-Auto Produzenten klettern würde, konnte man ja wohl nicht ernsthaft zweifeln, oder?

Hier wird nicht zwischen Eigenzulassungen und tatsächlichen Privatzulassungen unterschieden. Daher nicht aussagekäftig.

Ist nicht der gleiche Franz:) Zum Nexo habe ich nix geschrieben. Ich habe keinen Angst vor Brand bei meinem…..

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