Panasonic soll ab 2021 Prototypen der neuen Tesla-Batterie 4680 bauen

Panasonic soll ab 2021 Prototypen der neuen Tesla-Batterie 4680 bauen

Copyright Abbildung(en): Grigvovan / Shutterstock.com

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic soll Medienberichten zufolge bereits im kommenden Jahr mit der Produktion von Prototypen eines neuen, günstigeren Batterietyps für Tesla-Elektroautos beginnen. Die zylindrische Zelle, die im September von Tesla-Chef Elon Musk angekündigt wurde, wurde von Panasonic auf Wunsch von Tesla im eigenen Haus entwickelt. Die Zelle ist größer als die aktuellen Batterien des Autoherstellers, hat einen Durchmesser von 4,6 cm und eine Länge von 8 cm. Tesla zufolge sei das neue Zelldesign sowie eine andere Zellchemie dafür verantwortlich, dass der neue Akkutyp gut die Hälfte pro Kilowattstunde günstiger und dennoch deutlich leistungsfähiger ist.

Panasonic werde an einem bestehenden, allerdings nicht näher bestimmten Standort nun eine Prototyp-Produktionslinie einrichten. Der Wortlaut des Berichts deutet darauf hin, dass der in Asien ansässige Batterielieferant möglicherweise mehrere Prototypen-Produktionslinien aufbaut. Tesla hat eigentlich vor, die neuen Zellen selbst herzustellen. Insider der Batterieindustrie erwarten allerdings, dass es für den Autohersteller schwierig werden könnte, die gesamte Produktion selbst zu stemmen. Panasonic dürfte einen Ausbau der bereits bestehenden Partnerschaft anstreben, um einen Teil der Fertigung zu übernehmen, heißt es.

In einem Briefing im Oktober erklärte Hirokazu Umeda, Chief Financial Officer (CFO) von Panasonic, dass das Unternehmen mit der Vorbereitung der Produktion der 4680-Batteriezelle von Tesla begonnen habe, unmittelbar nach der Vorstellung des neuen Zelltyps durch Elon Musk. „Wir haben beträchtliches Know-how für diese Batterie“, sagte Umeda. „Wir haben unmittelbar nach dem Battery Day von Tesla damit begonnen und bereiten uns darauf vor, parallel eine Prototyp-Produktionslinie einzurichten.“

Die 4680-Zellen von Tesla könnten die spätestens für die Mitte des Jahrzehnts erwartete Preisparität zwischen Elektroautos und Verbrennern bedeuten. Die 4680-Zellen sollen im Vergleich zum aktuellen Zelltyp von Tesla die 5-fache Energiedichte und die 6-fache Leistung aufweisen, zur Hälfte der Kosten.

Quelle: Nikkei Asia – Panasonic to build prototypes of new Tesla battery in 2021 // Teslarati – Tesla 4680 battery cells to be produced by Panasonic starting 2021

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Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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4680-Zellen sollen im Vergleich zum aktuellen Zelltyp von Tesla die 5-fache Energiedichte und die 6-fache Leistung
bei 8 fachem Volumen!!!
Das ist also keine Leistungssteigerung, sondern nur eine Kostenreduktion.

Ne, ne, Energiedichte bezieht sich schon auf gleiches Volumen (Volumenunabhängig). Leistungssteigerung ist zugegeben noch verwirrender – es handelt sich um abrufbare Spitzenleistung, ebenfalls volumenunabhängig.

Quatsch! Wenn die Zelle die 5-fache Energiedichte hätte, wäre das ein Quantensprung den man in 20 oder 30 Jahren erwarten könnte. Die Zelle ist nur kompakter, weil bei 4 cm Durchmesser nunmal mehr Material aufgewickelt werden kann. Dadurch wird das Ganze etwas kompakter. Der wirkliche Fortschritt liegt darin, dass es gelungen ist die Wärmeentwicklung in der Zelle durch mehr Kontakte und weniger Innenwiderstand zu reduzieren. Zusätzlich wird Material und teures Kobalt eingespart. Das ist eine gute Weiterentwicklung, aber kein Wunder wie viele glauben.

Und der geringere Innenwiderstand und die geringere Wärmeentwicklung können übersetzt werden mit: Höherer Wirkungsgrad => geringerer Verbrauch/laufende Kosten; mehr Reichweite und vermutlich höhere Schnellladefähigkeit.

Also alles Dinge, die sehr wichtig sind.

Quantensprung ist passend – also nahezu nichts…!;)

Tesla gibt 16% Reichweitensteigerung an. Ich habe den Eindruck, dass am Battery Day die Einheiten nicht sauber verwendet wurden. Selbst diese Angabe lässt noch keine einfachen Rückschlüsse auf die tatsächliche Kapazitätsänderung pro Volumen- oder Gewichtseinheit zu. Es kann auch bedeuten, dass der vorhandene Batteriebauraum besser ausgenutzt werden kann.
Wenn ich die Ausführungen am Battery Day aber richtig verstanden habe, haben die neuen Zellen eine höhere Leistung beim Be- und Entladen im Verhältnis zu den bisher verwendeten Zellen gleicher Gesamtkapazität. Das bedeutet kürzere Ladezeiten und höhere abrufbare Leistungen im Betrieb.

Als ich damals beim Battery-Day-Artikel angemerkt hatte, dass die Zahlen irreführend dargestellt sind und Tesla die Batterien nicht selbst produzieren wird, kriegte ich reihenweise ‚Daumen runter‘. Tesla und sein Chef beherrschen die Kunst, so zu kommunizieren, dass sie zwar gerade noch nicht lügen, aber die meisten es falsch verstehen; natürlich zu ihren Gunsten.

ha, genau das kenne ich primär von Staatsmedien, Politik und Industrie aus Deutschland;

So ähnlich war mein Gedankengang damals auch. Batterie angekündigt und viele glaubten irgendwie die wird ab 2021 verbaut und Tesla macht plötzlich alles selber (nicht wie aktuell). Als ob sie die einzigen weltweit wären die Ahnung von Li-Akkus haben (gibt ja noch so Amateure wie CATL, LGChem, Panasonic, Samsung, BYD usw).
Ich hatte irgendwie eh das Gefühl, dass eine Zelle mit mehr internen Kontakten sicherlich nicht unbedingt einfacher zu produzieren ist wie eine normale Zelle. Aber da sie größer ist, braucht man natürlich weniger. Da muss irgendwo ein Trade-off sein.
Auf was ist denn diese 5-fache Energiedichte eigentlich bezogen? Volumen oder Masse? Meist wird ja kWh/kg angegeben. Auf die Zelle an sich oder den ganzen Akku? Eine größere Zelle hat ja zunächst mal den Vorteil, dass ich mehr aktive Material im Verhältnis zum Gehäuse-Material habe. Das verringert unnötigen Ballast. Dazu dehnt sich sind größere Zelle aber beim Laden auch mehr aus. Muss man sicherlich auch irgendwo berücksichtigen. Dann haben wir im Akku den Effekt, dass wir weniger große Zellen dichter packen können wie viele kleine. Weniger Totvolumen also. Der geringere Innenwiderstand dürfte die Anforderungen an die Kühlung verringern ( bei dichterer Packung auch nötig), was ebenfalls auf den gesamten Akku Gewicht spart. Schon ne Menge Vorteile, wenn man die Produktion zuverlässig hinbekommt und die Wärmeabfuhr unter Kontrolle.

Also abwarten und Tee trinken. Jetzt werden erstmal Prototypen Linien aufgebaut. Das ist noch nicht Großserie. Am Ende kochen ja alle auch nur mit Wasser. Ich merke an, dass ab 2023 mehr und mehr Modelle mit 700km Reichweite angekündigt sind, also mit deutlich >100kWh Akku.

Wenn man gleich große Kreise in einem unendlich großen Rechteck unterbringt, dann bleibt das Verhältnis von Kreisflächen zu Zwischenraumflächen immer gleich unabhängig vom Kreisdurchmesser. Die Fläche des Zwischenraums ist die Differenz der Fläche eines gleichseitigen Dreiecks mit der Seitenlänge des Kreisdurchmessers und der halben Kreisfläche. Der „Totraum“ wäre also bei einem einheitlichen Durchmesser 9,32% unabhängig vom Kreisradius. Man kann die Zwischenraumfläche nur dadurch verringern, dass man darin kleinere Kreise unterbringt.

„Auf was ist denn diese 5-fache Energiedichte eigentlich bezogen?…“

Auf die Fehlinformationen von Michael (und jenen die es nachplappern).

Tesla nennt +16% Reichweite, aufgrund des neuen Zelldesigns (4680), bzw. +54% Reichweite insgesamt.

Tesla hat nie behauptet alles alleine herzustellen, ganz im Gegenteil! Vor 2022 werde es keine ernsthafte Zell-Massenfertigung von Tesla geben. Bis dahin werden mehr Zellen bei den bisherigen Partnern (Panasonic, CATL, LG) gekauft, hat Musk schon vor dem Battery-Day erklärt. Offensichtlich will Panasonic liefern (LG wohl auch).

Tesla wird 2021 Fahrzeuge mit 4680-Zellen ausliefern, z.B. Model S plaid (+800km, EPA). Ob diese Zellen von Lieferanten stammen oder von Tesla ist vorerst irrelevant.
Der Zell-Lieferant muss die Kathode ja nicht trocken herstellen, wie Musk es für Tesla umsetzten will. Wenn Panasonic die SI-Anode hinbekommt, ist nur noch die Frage wer liefert wann wie viel.

Der Vorteil der strukturellen Batterie hat mit dem Zell-Lieferanten eh nichts zu tun.

Tja diese schlauen Japaner, die angeblich das so genannte E-Auto verschlafen haben sollen, weil ihnen Tesla um Jahre voraus sein soll. Natürlich ist Musk so genial, dass er bei TOYOTA/PANASONIC seine angeblichen Wunderakkus kauft. Wer hält denn die Mehrheit am JV zwischen den Japanern? Natürlich müssen die Akkukosten dramatisch reduziert werden, sollte es mit den BEV nicht völlig in die Hose gehen. Auf dem WELTMARKT, NICHT bei uns. Hier finanziert man bedenkenlos fast Alles, was 4 Räder und einen E-Motor hat. Ob so eine Karre Sinn macht oder nicht. Egal!

In Deutschland wird fast Alles subventioniert, das heisst also man lebt fast nur noch auf Pump und zwar privat und auf Bundesebene.

Ich erinnere mich noch gut auf die Kommentare für die Förderungen der zukünftigen Autos in diesem Blog und anderswo.

Uh, jemand hat gehört, dass man noch etwas zuwarten soll mit dem Kauf, da die Fördermittel aufgestockt würden. Anstelle von 5000 EUR gäbe es dann vielleicht 6000 EUR.
Uh, jetzt habe ich doch noch Alles verpasst, jetzt muss ich mir halt doch nochmals einen Verbrenner kaufen. Alle sind nur noch auf das Thema Geld fokussiert. Und ich könnte dies mit fast jedem Produkt wiederholen. Immer dasselbe Ritual. Wo kriege ich etwas gratis.

Daran kann man genau festmachen, wie die Prioritäten bei den Leuten gesetzt sind. Das Klima ist da ganz weit hinten platziert. Da lege ich auch nicht bei all meinen Tesla Kollegen die Hand ins Feuer. Ich weiss nur eines, dass ich meinen Tesla ohne Subventionen selber mit gespartem Geld zu 100% bezahlt habe. Prio 1=Klima, Prio 2=embassador for electric mobility.

Btw, die erste Tesla Fabrik in Fremont, CA, hat Tesla im Mai 2010 für 42 mio Dollar von GM und Toyota abgekauft, weil die sich mit ihren Zwittern verschätzt haben, diese schlauen Japaner und GM mit Ihren Chevy’s, Pontiac’s eh R.I.P sein sollten. Als ich vor gut 10 Jahren in Tokyo war und bei Toyota vorbei geschaut habe, hat man mir erklärt, dass man keine E-Autos bauen wird, heute und auch in Zukunft nicht. An Autoausstellungen dieselben Antworten und zwar bis heute. Diese ach so schlauen Japaner und nur Elon Musk und Tesla per se dumm sein müssen, weil sie nur BEV’s mit den ach so teuflischen und gefährlichen Batterien bauen und klaro weil sie natürlich auch noch eine Ami Firma sind. Immer diese Disruption, die uns so viel Wechsel bringt, einfach nur böse.

„… BEV nicht völlig in die Hose gehen …“. Ja vielleicht trifft das in Deutschland zu. Aber die Welt ist halt nicht nur Deutschland sondern viel grösser.

Last edited 5 Monate zuvor by Markus Doessegger

Wichtiger finden ich diese Aussage:

Tesla zufolge sei das neue Zelldesign sowie eine andere Zellchemie dafür verantwortlich, dass der neue Akkutyp gut die Hälfte pro Kilowattstunde günstiger und dennoch deutlich leistungsfähiger ist.

Wenn das zutrifft, dann hat Wasserstoff als Speicher für Strom kaum noch eine Chance, weder im E-Auto noch stationär, und die rein elektrischen E-Autos werden auch deutlich günstiger.

Danke vielmals für Ihren Kommentar.

Ja natürlich, da haben Sie vollkommen recht. Doch das ist ja gerade der springende Punkt, was ein paar Kommentatoren so gar nicht mögen. Sie wünschen Elon Musk und Tesla dass sie es ja nie schaffen mögen. Jeder Fortschritt bei der Batterieentwicklung ist extrem unwillkommen bei diesen Herren. Mit allen Mitteln und Waffen wird Tesla und Musk bekämpft. Dasselbe Spiel wiederholt sich heute wie damals, als dieser Bob Lutz, zu meinem Leidwesen auch noch ein Schweizer, versucht hat Tesla mit dem Chevy Volt fertig zu machen. Ist ihnen zum Glück damals nicht gelungen und ich hoffe sehr, dass es ihnen auch heute nicht gelingen möge.

Elon Musk ist mit Tesla ein Disruptor für die ganze Autoindustrie und das mag Herr Mark Müller gar nicht, deshalb brüllen sie zu jeder Gelegenheit wenn es um Tesla geht einfach los was das Zeug hält. Ist halt auch eine ganz neue Denkweise. Das fällt natürlich vielen auch klugen Leuten nicht.

Ich am 6. Januar online zu einem interessanten Vortrag über die neuen Zellen eingeladen. Ich weiss zwar schon so manches ( aus diesem Forum aber auch durch Recherche ). Ich bin kein Akademiker aber ich habe verstanden um was es geht. Kann auch jeder, der es nur will.

„Die 4680-Zellen sollen im Vergleich zum aktuellen Zelltyp von Tesla die 5-fache Energiedichte und die 6-fache Leistung aufweisen, zur Hälfte der Kosten.“ Diese Aussage ist schlichtweg falsch in puncto Energiedichte. Die neue Zelle kann die 5-fache Energie der 2170 (aktueller Zelltyp) speichern und aufgrund der Senkung des Innenwiderstands die 6-fache Leistung abgeben. Dazu wurde in dem oben verlinkten Beitrag vom September einiges im Kommentarteil diskutiert. Das Volumenverhältnis ist so, dass das Volumen der 4680 ungefähr 5,5 so groß ist wie das der 2170. Die Energiedichte hat sich im Volumenverhältnis 5/5,5 um den Faktor 0,909 verringert. Man darf auf jeden Fall nicht vergessen, dass sich alles im Versuchsstadium befindet und Panasonic nächstes Jahr erst eine Prototypanlage bauen wird und daran noch einiges lernen muss.
Was ich bis heute nicht verstehe ist die Aussage, dass es eine 16%-ige Reichweitensteigerung geben soll. Worauf soll sich die 16% Reichweitensteigerung beziehen? Weiß da jemand mehr?
Die Kosten sind erst einmal eine Prognose. Ob sich das dann so einstellt werden wir ja sehen. Angesagt wurde auch, dass es „in der nahen Zukunft – innerhalb der nächsten drei Jahre –“ eine Verbesserung der Batterietechnik geben wird. Insofern braucht noch niemand ungeduldig zu werden.
Die Senkung der Kosten für Akkus bedeutet nicht das Aus für den Wasserstoff. Elektrolyseure sind teuer und sollen möglichst kontinuierlich arbeiten. Sie sind nach einem Prospekt von sunfire, was ich gelesen haben, so zu führen, dass sie in einem Bereich von 20-100% ihrer Leistung arbeiten sollten. Also einfach An-und Ausschalten ist nicht. Selbst wenn, dann würden sie für die maximale Leistung viel zu groß sein und in der Nacht ohne Geld einzuspielen rumstehen, ähnlich nur viel schlimmer ist es bei der Windkraft, da dort auf einmal riesige Mengen im Dutzende MW-Bereich von einer Stunde zur anderen zur Verfügung stehen. Wenn man also Wasserstoff produzieren will, braucht man mindestens einen Zwischenspeicher für die Nacht, um kontinuierlich und damit wirtschaftlich arbeiten zu können. Es ist auch so, dass man nicht für die letzte Kilowattstunde, die man Ende Februar oder Mitte März noch braucht, einen Akku hinstellen kann. Dann würde diese letzte Speichereinheit nur einmal im Jahr be- und entladen. Das kann wird sich keiner leisten. Wenn man in eine kWh Wasserstoff zwei kWh Strom reinsteckt, dann kann man da im Bereich von 8-12ct je kWh landen. Wenn man es nur verheizt, ist es kaum ein weiterer Verlust. Wenn man es mit Wärmenutzung verstromt, kommt man vielleicht auf 85-90%. Am Wasserstoff wird wohl kein Weg vorbeiführen oder jemand hat eine bessere Idee.

Bei stationären Batterien spielt nur der kWh-Preis eine Rolle, Energiedichte und Gewicht ist da egal.

Bei Autos ist eher das Gewicht ein Problem weniger der Platz, den gibt es im Unterboden genug.

Die Autohersteller können die E-Autos bei günstigeren Batteriepreisen zum Verbrennerpreis anbieten, ganz ohne Subvention, vorausgesetzt die Batterie ist nicht zu groß.

Wasserstoff wird z.B. noch in der chemischen Industrie und bei der Stahlherstellung (als Ersatz für Koks aus Kohle) gebraucht, aber nicht bei Autos.

Als Stromspeicher im Haus verliert Wasserstoff in Zukunft an Bedeutung. Kleinere Wasserstoffanlagen mit 350 kWh Wasserstoffspeicher würden bei einem 50% Batteriepreisminus keinen Vorteil mehr gegenüber stationären Batterien haben.

Wer mit PV-Anlage, Batterie und Wärmepumpe nicht unbedingt autark sein will, der kann auch eine kleinere Batterie nehmen und im Winter ab und zu Strom aus dem Netz nutzen.

Bei stationären Batterien spielt nur der kWh-Preis eine Rolle, Energiedichte und Gewicht ist da egal.

Ja – einer der wichtigen Gründe – neben ihrer größeren Sicherheit –, weshalb im Haus häufig LFP-Akkus zum Einsatz kommen.
Hint: Die 4680-Bauweise könnte auch für LFP-Zellen zum Einsatz kommen – es gibt schließlich auch 2170er-Zellen in LFP-Technik …

Als Stromspeicher im Haus verliert Wasserstoff in Zukunft an Bedeutung. Kleinere Wasserstoffanlagen mit 350 kWh Wasserstoffspeicher würden bei einem 50% Batteriepreisminus keinen Vorteil mehr gegenüber stationären Batterien haben.

Nachfrage: Hat denn Wasserstoff als Stromspeicher »im Haus« aktuell überhaupt eine nennenswerte Verbreitung? Oder sind da nicht auch jetzt schon die Akkuspeicher weit in der Überzahl?

Eine Idee ist, dass man im Haus grundsätzlich mit einer Brennstoffzelle heizt und Warmwasser erzeugt und der Strom sozusagen als Nebenprodukt anfällt. In Japan und Korea soll das schon recht verbreitet sein, oft aber nicht mit Wasserstoff, sondern anderen Gasen. In diesem Fall könnte man vermutlich auch den überflüssigen Strom aus der PV-Anlage als Wasserstoff speichern.

homepowersolution de bietet etwas zur Speicherung mit selbst erzeugtem Wasserstoff. Von Preisen habe ich noch keine Ahnung. Gibt es auch etwas bei youtube. „Energiespeicher für die Energiewende“

Batteriespeicher fürs Haus sind teuer und werden normalerweise nur für den Haushaltsstrom verwendet. Pro 1.000 Kwh Jahresleistung der PV-Anlage wird mit 0,5 bis 1,0 kWh an Batteriespeicher gerechnet.

Bei Wasserstoffanlagen wird der PV-Strom sowohl für Haushaltsstrom als auch für die Heizung gespeichert und genutzt, weil die Wasserstoffspeicher günstiger ist – „noch“ muss man sagen.

In Zukunft werden Batterien günstiger und dann kann der gesamte Strom aus der ausreichend großen PV-Anlage in Batterien gespeichert und für Haushaltsstrom, Wärmepumpe und evtl. auch fürs E-Auto genutzt werden.

Stromspeicher anmelden.

Wer einen Stromspeicher anschließt, meldet diesen der Bundesnetzagentur und erhält einen Eintrag in das Marktstammdatenregister. Diese Meldung muss binnen eines Monats nach der Inbetriebnahme geschehen. Jede Veränderung des Stromspeichers im Sinne von einem Ausbau oder einer vollständigen Aufgabe muss ebenso gemeldet werden. Wer dieser Meldepflicht nicht nachkommt, riskiert Bußgelder aufgrund einer Ordnungswidrigkeit.

Wer bereits länger einen netzgekoppelten Stromspeicher nutzt, muss diesen seit dem 31. Januar 2019 und bis spätestens dem 31. Januar 2021 registrieren. … Viele sind ihrer bestehenden Meldepflicht nicht nachgekommen, denn gerade einmal ein Fünftel der installierten Geräte wurde gemeldet. Die Meldefrist wurde deshalb verlängert.

(Quelle: haus.de)

Dieses Zitat als Hinweis für Stromspeichernutzer.

Ich gebe dir recht, die Energiedichte und das Gewicht spielen im stationären Bereich keine entscheidende Rolle. Der Preis der installierten Akkukapazität allein als Kenngröße reicht nicht aus, um die Wirtschaftlichkeit zu beurteilen. Man braucht die Zahl der möglichen, am besten garantierten Ladezyklen, die Garantiezeit und die mit der Anlage machbaren Ladezyklen. Nach meiner Meinung kriegt man mit einer vernünftig dimensionierten PV-Anlage nicht mehr als 200 Ladezyklen im Jahr hin. Man müsste dazu den Speicher so dimensionieren, dass er von der PV-Anlage Mitte April an einem sonnigen Tag voll zu kriegen ist. Dann sollte das Mitte Oktober auch noch machbar sein. In dieser Zeit von Mitte April bis Mitte Oktober liegt dann die Stromproduktion der PV-Anlage immer über der Kapazität des Speichers (an Tagen mit wenig oder gar keinen Wolken). Den Überschuss muss man dann einspeisen. Wenn der Speicher, der so vernünftig dimensioniert ist auch den Tagesbedarf deckt oder darunter liegt, dann kriegt man ihn auch jeden Tag wieder leer. Wenn man jetzt zusätzlichen Speicher hinstellt, dann bekommt man den im schlimmsten Fall nur einmal im Jahr be- und entladen. Es kommt darauf an, um das wieviel-fache des Tagesbedarfs der Speicher ansteigt. Ist der Zusatzspeicher genauso groß wie der Speicher für den Tagesbedarf, dann kommt man mit dem vielleicht auf 40-50 Ladezyklen und kann auch regnerische Tage ohne Zukauf überbrücken. Je mehr man dann dazustellt, umso geringer wird die Anzahl der Ladezyklen für diese Speicher und tendiert gegen 1x pro Jahr. Ich würde schätzen bei dem 7-fachen Tagesbedarf ist es sicher. Jetzt kann man sich ausrechnen, was einen die Kilowattstunde kostet. Wenn der Speicher 10 Jahre Garantie hat, dann kann man 2000 Ladezyklen realisieren. Kostet die Speicheranlage 700,-€/kWh, dann muss man mit 0,35 € fürs Speichern rechnen + Ladeverlust + Einspeisevergütung von ca. 8,5ct. Die Einspeisevergütung dient zur Bezahlung der PV-Anlage. Hält die Anlage 20Jahre, dann reduziert sich der Preis fürs Speichern auf die Hälfte =0,175€. Wenn man es finanziert, kommen noch Zinsen dazu. Jeder größere Speicher verschlechtert die Bilanz. Bei einmal pro Jahr kostet dich die Kilowattstunde 70,-€/kWh in 10Jahren und 35,-€/kWh bei 20 Jahren. Es ist nahezu unmöglich sich mit einer PV-Anlage autark zu machen, wenigstens nicht sinnvoll, selbst bei Preisen von 50€/kWh-Speicherkosten. Um ein neues gut gedämmtes Haus mit Fußbodenheizung (kein Null-Energie-Haus) und Wärmepumpe durchs Jahr zu bringen braucht man doch wenigstens 20kWh/m²a für das Heizen. Das sind bei 120m² 2400kWh, dazu kommt noch der Haushaltsstrom bei 3 Personen sind das auch 12kWh pro Tag, wenigstens für 100Tage. Das sind dann zusammen 3600kWh, die man im Akku speichern muss. Wenn noch ein E-Auto dazu kommt, wird es noch mehr. Was ist mit Selbstentladung über mehr als ein 1/4Jahr? Dazu kommen noch die Themen 100%-Ladung und Tiefentladung. PV allein und Lithium-Ionen-Akku ist nach heutigem Stand der Technik kein gangbarer Weg.
Wasserstoff wird z.B. noch in der chemischen Industrie und bei der Stahlherstellung (als Ersatz für Koks aus Kohle) gebraucht, aber nicht bei Autos.“
Der Wasserstoff soll zukünftig alle Energieträger wie Kohle, Koks, Gas und Uran ablösen. Wenn er dann schon mal in so großen Mengen da ist, um die vorgenannten Energieträger abzulösen, warum dann nicht auch bei den Autos? Der Wirkungsgrad ist letztlich nicht entscheidend. Entscheidend ist der Preis und die Verfügbarkeit. Sonst hätte es niemals Dampfloks gegeben, die entscheidend zur Infrastruktur beigetragen haben, bei einem Wirkungsgrad von 18-20%.

Verschwendungssucht oder hemmungslose Masslosigkeit sind Eigenschaften des Menschen, welche massgeblich und nachweisbar in der Menschheitsgeschichte der Innovationskraft hinderlich sind.

Derzeit wird der ganze Afrikanische Kontinent von den Chinesen nach Mafia Methoden in den Ruin getrieben. Wir Europäer hatten schon früher das unsere zur heutigen Situation in Afrika beigetragen.

Energie muss deshalb ein für uns kostbares und wertvolles Gut bleiben.
Können oder wollen Sie sicher nicht.

Last edited 5 Monate zuvor by Markus Doessegger

Mit diesem Kommentar kann ich nichts anfangen.

Das sind dann zusammen 3600kWh, die man im Akku speichern muss.

Nach meinen Infos von einer Wasserstoffanlage (Heizung mit Abwärme aus der Anlage und einem Abluft-Frischluft-Wärmetauscher), die Strom von der PV-Anlage in Wasserstoff umwandelt und in Stahlflaschen speichert, wären für ein autarkes Einfamilienhaus ausserhalb des Hauses nur 3m² Fläche für die Wasserstofflagerung erforderlich.

Wenn ich von einem Bündel mit 12 Stahlflaschen á 50 Liter für Wasserstoff für die kleine Wasserstoffanlage mit 350 kWh ausgehe, dann sind es bei 3m“ (inkl. Platz für die Pumpe) 36 Stahlflaschen mit 1.050 kWh plus der 25 kWh Batterie insgesamt 1.075 kWh.

Scheinbar braucht man gar nicht soviel Batteriespeicher und da eine Erdwärmepumpe aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt, sind die gut 1.000 kWh für Batteriespeicher bei einem Kfw-Energiesparhaus also durchaus realistisch.

Ein E-Auto mit 12.000 km Fahrleistung im Jahr und 20 kWh pro 100 km inkl. Ladeverluste braucht 2.400 kWh im Jahr. Das E-Auto könnte tagsüber z.T. mit Überschuss aus der eigenen PV-Anlage oder beim Arbeitgeber geladen werden, dann müsste die Hausbatterie kaum größer ausfallen.

Man darf nicht vergessen, dass man bei größeren Batterien insgesamt weniger Batterieumhausung hat und somit weniger „inaktiven“ oder unproduktives Material und somit mehr Platz für Batteriechemie als bei kleineren Batterien bei gleicher Batteriepackgröße.. Dadurch ergibt sich das Potential für eine Kapazitätserhöhung. Beim den Durchmesser- und Längenverhältnissen ist das ungefähr eine Halbierung der Batterieumhausungsfläche. Die Frage ist ob die Wandstärke gleich bleibt, da die Batterien ja teil der tragenden Struktur werden sollen.

Das man durch Veränderung des Durchmessers mehr Material unterkriegt ist ein Irrtum. Siehe dazu weiter oben mein Kommentar zu Kaigo. Die Mantelfläche für einen großen Zylinder ist geringer als für fünf kleine, das stimmt. Für den Ansatz, dass die Zellen selbst Teil der tragenden Struktur sein sollen, fehlt mir die Fantasie. Ich kenne bei Trägern, Stützen oder Fachwerken nur Zug- und Druckzonen. In der Druckzone denkbar, das kann aber eigentlich nur das Gehäuse machen. Wenn Zug übertragen werden soll, dann müsste man die Zellen zugfest miteinander verbinden, das klingt aufwendig. Was ich mir eher vorstellen kann, ist dass die Gehäuse der Batteriepacks Tragglieder sind oder dass die Tragglieder mit Zellen gefüllt werden, was ungefähr auf das selbe hinausläuft, aber der späteren Nachnutzung als stationäre Speicher abträglich zu sein scheint.

Die Zelle ist größer als die aktuellen Batterien des Autoherstellers, hat einen Durchmesser von 4,6 cm und eine Länge von 8 cm. Tesla zufolge sei das neue Zelldesign sowie eine andere Zellchemie dafür verantwortlich, dass der neue Akkutyp gut die Hälfte pro Kilowattstunde günstiger und dennoch deutlich leistungsfähiger ist.

Wenn die Batterie größer ist, dann passt natürlich mehr Material pro Batterie hinein und es müssen weniger Batterien für die gleiche kWh-Zahl produziert werden, das dürfte der eine Teil der Kostenesparnis sein, der andere Teil ist vermutlich die günstigere Zellchemie.

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