Offenbach: „E-Busse bezüglich Luftreinhaltung und Lärmreduzierung ein großer Fortschritt“

Offenbach: "E-Busse bezüglich Luftreinhaltung und Lärmreduzierung ein großer Fortschritt"

Copyright Abbildung(en): Jörg Muthorst // OVB

Der Umstieg steht fest, so die Stadtwerke Offenbach im März 2018. Denn seitdem ist klar Offenbach setzt zukünftig auf umweltfreundliche, leise E-Busse. Alte Dieselfahrzeuge werden damit abgelöst. 2019 sollten die ersten eBusse auf den Linien 103, 104, 107 und 108 eingesetzt, 2023 bereits 35 Prozent der Busflotte elektrisch betrieben werden. Man scheint auf gutem Weg zu sein. Spätestens im Dezember 2021 will man 36 von 87 Stadtbussen rein elektrisch betreiben.

Erst diese Woche wurde ein Auftrag über die Lieferung von 29 eNiederflurbussen an die Solaris Deutschland GmbH vergeben. Bestellt werden 20 Standard- und neun Gelenkbusse. Sie sollen in zwei Paketen im Frühjahr und im Herbst 2021 an das Stadtwerke-Unternehmen ausgeliefert werden. Wie Mobilitätsdezernentin Sabine Groß zu verstehen gibt fällt die Bestellung rund 1,5 Millionen Euro günstiger aus, als zunächst angenommen. Fällig werden 17 Millionen Euro, 8,04 Millionen Euro davon werden durch bewilligte Fördermittel des Bundes getragen. Nach Abzug der Bundesförderung liegen die Anschaffungskosten eines eBusses rund 70.000 Euro höher im Vergleich zu einem Dieselbus.

„Für unsere schnell wachsende Stadt brauchen wir ein gut ausgebautes, umwelt- und klimafreundliches Nahverkehrssystem. Elektrobusse sind bezüglich der Luft-reinhaltung und auch hinsichtlich der Lärmreduzierung ein großer Fortschritt.“ – Sabine Groß, Mobilitätsdezernentin

Das deutsche Tochterunternehmen des polnischen Herstellers Solaris hatte im November 2019 auch schon den Zuschlag für die ersten sieben Elektrobusse erhalten. Sie sollen bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zum Linieneinsatz gelangen. Gleichzeitig war Solaris beauftragt worden, als Generalunternehmen den Mobilitätsbetrieb der Stadtwerke auch mit der dazugehörigen Ladeinfrastruktur auszustatten. Die Ertüchtigung des Betriebshofs ist seit 2019 in Gang.

Die Anschaffung der Ladeinfrastruktur für das Betriebsgelände und für die beiden Wendeschleifen An den Eichen und im Kaiserlei kostet zusammen 2,3 Millionen Euro.
Insgesamt fließen damit rund zwölf Millionen Euro Fördermittel in die Elektrifizierung der Stadtwerke-Busse. „Somit haben wir die Förderfenster des Bundes und des Landes effektiv genutzt“, erklärt Mobilitätdezernentin Sabin Groß.

Der Einsatz von 36 eBussen werde jährlich über 3.000 Tonnen CO2, über 1.300 Tonnen NOx und über zehn Kilogramm Feinstaub einsparen. Damit lasse sich trotz der 2018 vorgenommenen Ausweitung des Stadtbusverkehrs mit mehr Fahrzeugen und höherer Kilometerleistung der gesamte Flottenverbrauch sogar deutlich senken.

Quelle: Stadtwerke Offenbach – Pressemitteilung vom 23. Juni 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wo wollen wir den ganzen sauberen Strom bloß her bekommen? Leiser und effizienter sind E Antriebe schon aber ich frage mich warum passiert dann dies im Rest der Welt und ob da schon die E Mobilität mit einberechnet wurde?

https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/weltweit-sind-1380-neue-kohlekraftwerke-in-planung/

Ob wir uns da mal nicht in die eigene Tasche lügen und bei diesem Thema geht es nur um Strom. Herstellung und Entsorgung der Akkus ist auch noch nicht umweltfreundlich und ein könnte oder wird in Zukunft reicht da einfach nicht aus. Was die Lebensdauer mit den Schnellladungen für den Akku bedeutet weiß man auch nicht, da es diese ja auch noch keine Ewigkeit gibt. Auch das BMU hat darauf keine Antwort. Ich bin neutral bleibe aber skeptisch. Noch mehr Geister die man ruft und dann nicht los wird brauchen wir nicht in unserer Welt.

Ein Akku-Recycling kann es erst dann in großem und wirtschaftlich sinnvollem Rahmen geben, wenn genug Akkus zum recyceln da sind. Jetzt ständig auf die ach so unsichere Zukunft zu schielen wie das Kaninchen auf die Schlange ist albern. Das Recycling funktioniert bereits perfekt in Pilotanlagen, die, sobald genug Masse da ist, in großem Maßstab gebaut werden können.

Beim Lärm wären unbedingt bessere Reifen motwendig. Was ich des Nachts von der nahen Autobahn höre sidn die Reifen der Lastwagen, zu den unsäglichen „Klappenauspuffanlagen“ (Herr SCHEUER wann werden diese endlich VERBOTEN!!!)

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