Österreich peilt 2021 100 neue High-Power-Charging Ladepunkte an

Österreich peilt 2021 100 neue High-Power-Charging Ladepunkte an

Copyright Abbildung(en): SMATRICS

Das Joint Venture SMATRICS mobility+ von EnBW und SMATRICS nimmt operativen Betrieb auf und plant 100 neue High-Power-Charging Ladepunkte in Österreich im nächsten Jahr. Entstanden ist das Joint-Venture der beiden Unternehmen, da diese in ihren Ländern führend in Sachen Elektromobilität und Schnellladen sind und gemeinsam den weiteren Ausbau des bestehenden Smatrics Ultraschnellladenetzes in Österreich vorantreiben wollen. Die Pläne nehmen hierbei Gestalt an.

Nach Bekanntgabe im April 2020 strebe das Unternehmen an, das größte österreichweite High-Power-Ladenetz zu betreiben und auszubauen. Nach erfolgter Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden in Deutschland und Österreich nimmt SMATRICS mobility+ nun seine Arbeit auf. Dabei lässt sich festhalten, dass das Joint-Venture bereits heute rund 250 Schnellladepunkte in Österreich betreibt. Bis Ende 2021 sollen über 100 neue HPC (High Power Charging)-Ladepunkten, also Ladepunkte mit einer Leistung bis zu 300 Kilowatt (kw), in Österreich hinzukommen. Für dieser wird SMATRICS gleichzeitig als technischer Dienstleister fungieren.

Amadeus Regerbis, Leiter Strategie & Internationalisierung bei der EnBW, sieht der Umsetzung, die mit den 100 neuen Ultraschnellladepunkten nun auch spür- und sichtbar wird, mit Freude entgegen: „Wir sorgen konsequent für den Ladeinfrastrukturausbau. Nach Deutschland werden wir mit unserem Partner nun auch in Österreich das größte und beste Netz etablieren und es anschließend auch über die deutschsprachigen Grenzen hinaus ausbauen.“ Vonseiten der SMATRICS wird der Fortschritt des Projektes ebenfalls positiv wahrgenommen. Hauke Hinrichs, COO der SMATRICS GmbH & Co. KG, gibt zu verstehen: „Wir freuen uns, dass wir nun von der Planungs- in die Realisierungsphase eintreten und mit unserer Full-Service-Expertise und IT-Kompetenz nun den Roll-Out, den technischen Betrieb und die IT des neuen Gemeinschaftsunternehmens SMATRICS mobility+ betreuen werden.“ 

Das gemeinsame Joint-Venture SMATRICS mobility+ geht damit den nächsten, entscheidende Schritt, um sich als Marktführer in Österreich zu etablieren. Dabei liegt der Fokus ganz klar auf Hochgeschwindigkeits-Ladeinfrastruktur mit Ladeleistungen bis 300 Kilowatt (kW), womit E-Autofahrer je nach Fahrzeug in fünf Minuten Strom für bis zu 100 Kilometer Reichweite laden können. 2020 sollen die ersten 20 Schnellladepunkte hinzukommen, die weiteren 80 HPC-Ladepunkte entlang von Autobahnen und im innerstädtischen Bereich kommen dann 2021. Die neuen Standorte sind dabei so angelegt, dass sie schnell mit zusätzlichen Ladestationen aufgerüstet werden können, um dem Hochlauf an E-Autos auch in Zukunft immer einen Schritt voraus zu sein.

Quelle: SMATRICS mobility+ – Pressemitteilung vom 15. September 2020

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9 Antworten

  1. Sehr schön – HPC statt subventionierte AC-Werbetafeln der Stromerzeuger / Parkplatzreservierer für schmutzige PHEVs – es geht endlich in die richtige Richtung !

    1. Man darf aber nicht vergessen das HPC die Batterie zusätzlich belasten und die Lebenszeit verkürzen…
      Also sollte man schon die Lokalen Lader mehr Fördern als die Langstrecken Lader von denen es aktuell eigentlich schon genug gibt…
      Ansonsten haben wir demnächst nach 10 Jahren jede menge Kaputte Packs und eine menge Käufer die Sauer sind…

      1. Was eine Batterie belastet, ist AC-Schnarchladen, vor allem im Winter, vielleicht auch noch ohne Garage. Bei bis zu 15% Ladeverlust kann die Batterie nicht auch noch über Stunden auf Wohlfühltemperatur geheizt weden.
        Wenn ich meine 64kWh-Batterie am verbreiteten 50kW-DC-Lader hänge, bin ich durchweg unter 1C Laderate und hab nach wenigen Minuten die optimale Batterietemperatur.
        PHEVs mit kleinen Akkus werden durch hohe Rekuperationsströme mit Spitzenladeraten von bis zu 8C zerstört – Ladesäulenbelatung ist da irrelevant.
        Mein Tipp vor Kauf: ernsthaft informieren und den ganzen Schwachsinn der Hersteller und Politiker ausmisten – die haben nähmlich ganz andere Interessen, als der leider offensichtlich erfolgreich, für dumm verkaufte, Konsument.

        1. Der praktische Beweis, dass Schnarchladen bei min. 3/4 der Ladezücklen die Batterielebensdauer wesentlich erhöht ist längst erwiesen durch die 1 Mio. Kilometer, die ein Deutscher Tesla Model S Fahrer erbracht hat ( Konnte das persönlich verifizieren ).
          Bei SuC stellen Teslas autom. die richtige Temperatur vor dem Ladevorgang sicher auch wenn die Ladeleistung nur noch 50kW ist.

  2. Sehe ich genau so. Ziel sollte schon sein, dass die BEVs viele Stunden zu Hause, aber auch am Zielort „am Stecker hängen“. So können Elektroautos den Strom aufnehmen, wann die Erneuerbaren liefern können – und im künftig über V2G das Netz stabilisieren, wenn gerade weder Wind noch Sonne ist.

    Die DC-Supercharger sind eine wichtige Ergänzung damit auch lange Fahrten möglich sind. Aber eben nur eine Ergänzung. Fürs Netz, Akkulebensdauer, Ökobilanz und Geldbörse sind sie eher eine Belastung.

  3. Weshalb sollen die betr. Oeko Bilanz und Kosten schlechter sein? Tesla lässt ja z.T. gratis laden. Dass nach 10 Jahren kaputte Akku s kommen, mit dem muss gerechnet werden. Dass nur grosse Akkus schnell geladen werden ist ein Trugschluss. Immer mehr Kleine können CCS auch. Gebraucht-Akku-Aufbearbeitung gehört genau so zur 1. Priorität wie Ladeinfrastruktur aufbauen.

  4. Wir brauchen mehr langsame CCS-Lader um eine große Batterie beim Einkauf oder während ähnlich langen Zwischenhalten laden zu können.
    Bei einer 100kW Batterie nutzt ein AC-Anschluß für den oft nur 11kW großen internen Lader recht wenig.
    50-100kW CCS, ab besten mit 800V Technik wäre zukunftssicher für Zwischenladungen, denn bald kommen Batterien mit deutlich über 100kWh.

  5. Juergen, jedes E Auto hat Luft oder Flüssigkeitskühlung und Heizung für den Akku serienmässig. Ueber ein BMS optimal automatisch auf die Lade- oder Leistungsabgabe programmiert. Sowohl, ob man heizen oder kühlen muss. Skodafahrer, auch Du hast folglich kein solches Auto. Wir reden hier nicht vom Rennsport. Auf der Strasse wird der bezahlbare Hauptmarkt der Mittelklasse erstmal bei Akkugrössen von 40 – 80 KWh liegen.

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