Österreich fördert Null-Emissions-Technologien im Mobilitätssektor

Österreich fördert Null-Emissions-Technologien im Mobilitätssektor

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Der österreichische Klima- und Energiefonds unterstützt mit einem neuem Förderprogramm Null-Emissions-Technologien im Mobilitätssektor bei der Implementierung. Denn egal wie erfolgsversprechend sie sind, am Ende schaffen es viele Forschungsprojekte und neue Technologien nie auf den Markt. Hier will der Klima- und Energiefonds mit dem neuen Förderprogramm „Zero Emission Mobility Implementation“ gegensteuern, dotiert mit 7,7 Millionen Euro aus Mitteln des Klimaschutzministeriums. Es soll Innovationen im Mobilitätssektor in die Implementierung, also auf die Straße bringen.

Der Verkehr ist in Österreich einer der bedeutendsten Verursacher von CO2-Emissionen. Schon jetzt setzt der Klima- und Energiefonds daher auf Förderprogramme zur Weiterentwicklung der E-Mobilität. Mit „Zero Emission Mobility Implementation“ wird nun eine Lücke zwischen bestehenden Forschungs- und Marktanreizprogrammen geschlossen: Aufbauend auf bisherigen Erkenntnissen, entwickelten Technologien und Lösungen sowie Pilotprojekten soll die Erprobung unter realen Einsatzbedingungen ermöglicht und die Weiterentwicklung in Richtung Markteinführung vorangetrieben werden.

„Mit den Förderprogrammen des Klima- und Energiefonds im Bereich E-Mobilität schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits sorgen wir dafür, dass Mobilität umweltfreundlich und nachhaltig wird und andererseits unterstützen wir die Automotive-Branche in Österreich dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Schlüssel heißt Innovation.“ – Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

Viel zu häufig bleiben neue Erkenntnisse und Entwicklungen in der Schublade liegen – dort, im ‚Tal des Todes‘, können sie aber nichts bewirken“, sagt Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. „Um klimawirksam zu werden müssen wir sie auf die Straße bringen. Mit dem neuen Förderprogramm gibt der Klima- und Energiefonds Forschungsprojekten jenen Schub, den sie auf der letzten Entwicklungsmeile brauchen.“

Die erste Ausschreibung „Zero Emission Mobility Implementation“ hat das Ziel, das schnelle und großflächige Ausrollen von Null-Emissions-Technologien im Mobilitätssektor zu unterstützen – sowohl im Bereich des Güter- als auch des Personenverkehrs. Im Rahmen des Förderprogramms werden Projekte unterstützt, die

  • innovative Null-Emissions-Technologien und -Lösungen im Mobilitätssektor großflächig demonstrieren und in der Praxis erproben.
  • zur Systemintegration und Marktüberleitung der demonstrierten Technologien und Lösungen sowie zum Aufbau nachhaltiger Geschäftsmodelle beitragen.
  • die Innovationsführerschaft österreichischer Unternehmen stärken und neue Geschäftsfelder bzw. -potentiale für österreichische Akteure schaffen.
  • einen Beitrag zur Reduktion der Emissionen im Verkehrsbereich leisten.

In den beiden Themenfeldern „Zero Emission Güterverkehr“ sowie „Zero Emission Personenverkehr“ können Projekte mit einem Technology Readiness Level von 7–9 mit kleinem Forschungsteil und einer verpflichtenden einjährigen Demonstrationsphase eingereicht werden. Bei Wasserstoffprojekten ist der Einsatz von grünem Wasserstoff verpflichtend. Eingereichte Projekte müssen eine technische Innovationskomponente enthalten, können darüber hinaus aber auch soziale und/oder organisatorische Innovationen entwickeln und erproben. Weiters wird eine F&E-Dienstleistung zu sicherheitsrelevanten Fragen bei Unfallsituationen mit batterieelektrischen Fahrzeugen ausgeschrieben.

Die Einreichung von Projektanträgen ist ausschließlich via eCall möglich und hat vollständig und rechtzeitig bis zum Ende der Einreichfrist am 09.04.2021 um Punkt 12:00 Uhr Mittag zu erfolgen.

Quelle: Klima- und Energiefonds – Pressemitteilung vom 28.10.2020

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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„Der Verkehr ist in Österreich einer der bedeutendsten……“ – Das können die grünen Religionslehrer noch so oft wiederholen – es ist und bleibt ein Blödsinn und einfach falsch. Beachtet den Energiebedarf für Wohngebäude, den Energiebedarf der Industrie (Hochöfen, Prozesswärme usw.), des Gewerbes, des Handels, der öffentlichen Gebäude (Schulen, Krankenhäuser … usw.). Der private PKW-Verkehr dürfte für weniger als 10% der CO2-Belastung verantwortlich sein. Am einfachsten ließe sich seit vielen Jahren CO2 bei Wohn- und Gewerbegebäuden durch thermische Solaranlagen und durch PV-Anlagen einsparen. Wir haben seit fast 40 Jahren eine sehr große (36m2) thermische Solaranlage (deckt fast zu 100% den Warmwasserwärmebedarf und zu über 60% den Heizungswärmebedarf). Seit 20 Jahren haben wir eine PV-Anlage (9,5kWp) mit Hausbatterie (12,5 kWh). Unser e-Auto fährt zu ca. 80% mit eigenem PV-Strom – garantiert CO2-frei. Es wäre vieles möglich gewesen – aber eben nicht mir Religion.

Das ist natürlich erfreulich, aber im Alltag ist dafür umso weniger an Klimaschutz zu sehen. Elektromobilität etwa trifft auf eine breite Ablehnungsfront. Und wenn wir ehrlich sind: 7,7 Millionen reichen wofür genau?

Was ist eine breite Ablehnungsfront? Auch in Ö steigen die Zulassungszahlen der Eautos schön an. Ich sehe Ladestationen an allen Ecken und Enden und immer mehr Efahrzeuge.
Zugegeben 7,7 Mio. klingt nicht viel, aber es geht dabei ja auch nur um unterstützende Förderungen für hoffentlich selbsttragende Entwicklungen.

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