Norwegen plant Bau eines 32 GWh großen Batteriezellwerks

Norwegen plant Bau eines 32 GWh großen Batteriezellwerks

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Mehrere norwegische Unternehmen haben sich zusammengetan, um gemeinsam Batteriezellen vorrangig für Elektroautos zu entwickeln und produzieren. Hinter der Morrow Batteries genannten Neugründung stehen unter anderem das norwegische Energieunternehmen Agder Energi, Bjørn Rune Gjelsten, Eigentümer des Abfallverarbeiters NOAH AS, sowie die Umweltorganisation Bellona. Die ursprüngliche Idee zur Gründung des Unternehmens stamme von dem norwegischen Umweltaktivisten Frederic Hauge und Bellona, wie Agder Energi mitteilt.

Zu den Partnern des Projektes gehören weiterhin das Forschungsinstitut SINTEF, die Wirtschaftsfördergesellschaft Innovation Norway, das Eyde-Cluster für nachhaltige Prozesstechnologien und Rohstofflieferanten. Die Beteiligten arbeiten bereits seit mehreren Jahren an der Technologie zur Batterieproduktion, heißt es. Morrow Batteries soll nun in Südnorwegen, in der Kommune Agder, ein Forschungszentrum und eine Produktionsstätte aufbauen. Im finalen Ausbau soll das Unternehmen Batteriezellen mit einer Jahreskapazität von 32 GWh herstellen und in die nahen Elektroauto-produzierenden Länder exportieren. Die erste der vier geplanten Ausbaustufen mit jeweils 8 GWh soll 2024 fertiggestellt sein. Der Standort biete neben der guten Anbindung an Mitteleuropa auch einen guten Zugang zu Rohstoffen und verfüge über überschüssige erneuerbare Energie für eine nachhaltige Batterieproduktion. Norwegen erzeugt mehr als 90 Prozent seiner Energie nachhaltig aus Wasserkraft.

„Die Batterieproduktion wird bald zu einer neuen globalen Großindustrie. Norwegen hat einen doppelten Wettbewerbsvorteil, weil wir bereits über erstklassige Prozessindustrien verfügen und Zugang zu sauberer Energie und einer starken Forschungsumgebung haben. Dies ist sowohl als Investition als auch als Beitrag zur Entwicklung klimafreundlicher Technologien sinnvoll“. — Bjørn Rune Gjelsten, Investor und Eigentümer des Abfallverarbeiters NOAH AS

Dem Forschungsinstitut SINTEF zufolge könne Morrow Batteries mit einem Marktanteil von 2,5 Prozent der europäischen Batteriezellproduktion gut 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen, so Steffen Syvertsen, CEO von Agder Energi. Terje Andersen, CEO von Morrow Batteries, will so schnell wie möglich mit der Produktion von Batteriezellen beginnen. Das Unternehmen verfüge über Know-How, die Finanzierung, Vereinbarungen, Strategie und eine Technologieplattform und somit über eine solide Grundlage für eine baldige Massenproduktion von Lithium-Ionen-Zellen.

Am Forschungszentrum soll das Hauptaugenmerk zunächst auf der Entwicklung der Lithium-Schwefel-Batterien liegen. Für diese Technologie könne Morrow Batteries auf Altmaterialien aus der norwegischen Ölindustrie zurückgreifen. Die Wertschöpfungskette soll sich ausdrücklich von jener in Asien unterscheiden.

Quelle: Businessportal Norwegen — Norwegen erhält erste Batteriezellenfabrik // Forbes — A New 32GWh Gigafactory Will Build Sustainable Batteries In Norway

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Mit möglichst hochautomatisierten Fertigungsstätten wird es keine Rolle spielen, wo auf der Welt die Produktion von Batteriezellen erfolgt. Norwegen ist mit seiner Wasserkraft für eine umweltfreundliche Produktion klar im Vorteil.

Kein Mensch kann behaupten, dass Wasserkraft nachhaltig ist. Weltweit schmelzen die Gletscher weg, wie Butter in der Sonne um was bleibt den Norwegern dann als Hauptenergieträger übrig? ERDÖL! Das ist DAS Zeug, welches diesen Normannen momentan die E-Boom finanziert. Beispiel:https://youtu.be/Eyn8mnbteJ8 . Bei uns kam man ja auf die alten Kohlevorräte zurück greifen oder Atomstrom aus den Nachbarländern verfahren. Wenn die Rohstoffe für Abermillionen Akkus auch in der Tiefsee abgebaut sind, gehen wir wieder zu Fuss. Diese Art der Fortbewegung ist wirklich nachhaltig.

Leute die Unternehmertum praktizieren und die Dinge mit Elan anpacken geben mir Hoffnung für die Zukunft. Drei mal dürfen Sie raten, ob ich Sie damit meine.

Dem kann ich nur zustimmen. Zum Unternehmertum und Elan gesellen sich dann noch komplexes Wissen, Flexibilität und Phantasie, Dinge also, die ihrem Vorredner offenbar weitestgehend fehlen.
Wenn Wasserkraft nicht nachhaltig ist, was ist dann Erdöl??
Wenn den Norwegern eines fernen Tages tatsächlich Teile ihrer Wasserkraft abhanden kommen sollten, dann gibt es in diesem Land immerhin noch eine über 2500 km lange Küstenlinie. Wie man bei Kenntnis dieses Faktums auf Erdöl als Ausgleich für reduzierte Wasserkrafterträge statt auf ein schier unerschöpfliches Windkraftpotenzial kommt, ist mir unbegreiflich.
Die Norweger werden ihre Zukunft mit Sicherheit sehr professionell einschätzen können und nicht so einfältig, wie einige Leute, denen alles andere als fossile Energieträger offenbar ein Graus ist.

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