NIO startet Verkauf von 20-kW-Wallbox fürs eigene Zuhause

NIO startet Verkauf von 20-kW-Wallbox fürs eigene Zuhause

Copyright Abbildung(en): NIO

Mitte August 2020 hat der chinesische Elektroauto-Hersteller NIO seine vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2020 veröffentlicht. Kurz darauf die Ansage, dass man ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres die Expansion in andere Märkte anstreben wird. Des Weiteren biete man künftig E-Auto-Akkus auch zur Miete an. Doch damit will sich NIO noch nicht zufrieden geben. Ende August bringt das chinesische Start-Up seine eigene 20-kW-Wallbox fürs eigene Zuhause auf den Markt.

Die 20-kW-Wallbox fürs eigene Zuhause gilt als kleines „Schnellladegerät“ beim Start-Up, da es die Ladezeit von Elektroauto-Besitzer in den eigenen vier Wänden deutlich verkürzen soll. Im Vergleich zur Vorgänger-Wallbox von NIO verfügt die neue Wallbox über fast die dreifache Ladeleistung. Denn die dritte Generation der Wallbox bringt es mittlerweile auf 20 kW-Ladeleistung, die Vorgängergeneration nur auf 7,2 kW.

Dieses 20kW-Heimladegerät von NIO, das Ende 2019 am NIO Day vorgestellt wurde, ist ein gemeinsames Produkt von NIO und der in Shenzhen ansässigen Firma GOS Power. Aufgrund der höheren Leistung benötigt dieses Ladegerät jedoch eine dreiphasige Stromversorgung. Daher sollten Autobesitzer beim Kauf eines solchen Geräts zunächst sicherstellen, dass ihre Parkplätze mit einer Dreiphasen-Stromversorgung ausgestattet sind.

Interessant ist die Tatsache, dass NIO-E-Autofahrer, beim Kauf ihres NIO-Autos, die 7-kW-Wallbox kostenfrei erhalten. Mit der Einführung des Upgrades können Kunden ihr bisherige Wallbox gegen Bezahlung auf das neueste 20-kW-Heimladegerät aufrüsten. Die Neuinstallation wird 16.800 Yuan (~ 2.058 Euro) kosten. Als Fahrer eines NIO E-Autos mit vorhandener 7-KW-Ladestation sollte man durchaus ein Upgrade ins Auge fassen; da dies sicherlich nur ein Bruchteil kosten wird wie die eigentliche Neuinstallation.

Quelle: cnTechPost.com – NIO starts selling 20kW fast chargers, charging time expected to be reduced by two-thirds

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25 Antworten

  1. @Sebastian: „[…] Im Vergleich zur Vorgänger-Wallbox von NIO verfügt die neue Wallbox über fast zwei Drittel mehr Ladeleistung. Denn die dritte Generation der Wallbox bringt es mittlerweile auf 20 kW-Ladeleistung, die Vorgängergeneration nur auf 7,2 kW.“
    Bei Anwendung meiner damals(tm) gültigen Grundschulmathematik würde ich da aber wohl „…fast die 3-fache Ladeleistung“ formulieren 😉

  2. Der deutsche E-Auto Fahrer braucht so eine Walbox nicht für 2000 Euro Installations Kosten. Man kann sich auch vom Elektriker einfach eine dreiphasige CEE Dose installieren lassen und dazu eine mobile Ladestation kaufen. Man braucht die heimische 22 kW Ladeleistung sowieso nur für „die Zoe“ Alle anderen können nur mit max. 11 kW laden, oder?

    1. @Stein Michael: „Der deutsche E-Auto Fahrer […] kann sich auch vom Elektriker einfach eine dreiphasige CEE Dose installieren lassen.“
      Das mag auf privaten Grundstücken/Garagenplätzen so gehen, auf Stellplätzen, in Tiefgaragen, bei Wohnungseigentümergemeinschaften oder – wie bei mir – vom Vermieter werden einfache CEE-Dosen {kaum noch/nicht mehr} zugelassen sondern – nicht zuletzt aus Gründen der erhöhten Sicherheit durch Schutzschaltungen – fest installierte Wallboxen (häufig mit Schlüssel- oder ID-Karten-Freischaltung verlangt.
      BTW: Die Zahl der verfügbaren E-Neufahrzeuge, die 22 kW AC (ggf. als aufpreispflichtige Option) laden können, nimmt zu …

      1. Aber sicher hat Stein Michael recht, ich wohne in einer Eigentümergemeinschaft, habe eine Tiefgarage und lade seit 9 Jahren mit CEE 3x16A AC. Meine Garagenbox ist mein Eigentum. Strom kommt von meinem eigenen Zähler und der ist erst noch zu 100% aus Wasserkraft -:)

    2. ungeschickt……
      wallboxen >11kw benötigen eine genehmigung des energieversorgers und damit teuer, sowohl der kauf als auch die installation (firma !)
      bis 11kw reicht eine info vom betreiber
      mobile ladegeräte sind zu hause wenig praktisch – zum fest installieren sind sie zu teuer, zum jedesmal rausräumen zu unpraktisch
      dann lieber ne heidelberg wallbox mit kabel für <500.- an die wand und ein ladeziegel im fahrzeug

  3. Wer braucht schon Ladeleistungen die zwischen 11kW und 50kW liegen?
    Für’s Ubernacht-Laden reichen 7kW und selbst 11kW sind schon ein netter Luxus. Und für’s schnelle Nachladen an der Autobahnraststätte machen eigentlich erst 100kW und mehr so richtig Spaß. Aber für 20kW-Lader ist der Bedarf doch sehr gering. – Es sei denn man hat Schlafstörungen und ist nachts immer nur 4 Stunden zu Hause. Oder für WGs mit Bewohnern mit stark unterschiedlichen Tag-Nacht-Rhythmen.

  4. Das sind für uns Städter absolute Luxusprobleme. Wir hätten bereits zwei Elektrofahrzeuge in Betrieb, wenn wir denn auch laden könnten. Die Realität sieht so aus, dass der erste Ladepunkt hunderte Meter weit weg und ständig belegt ist. Ein Kabel aus der Eigentumswohnung scheitert an der Distanz zum ergatterten Parkplatz. Gäbe es flächiges Laden an Laternen, wir wären direkt beim Autoverkäufer.

  5. Und was bringt es mir wenn ich den Akku innerhalb von 3 – 4 Stunden von ganz Leer bis ganz Voll laden kann wenn mein E-Auto überwiegend 10 – 16 Stunden vor dem Haus rum steht? Schöner wäre es wenn die Hersteller mit sehr geringen Ladeverlusten und hohen Wirkungsgraden werben würden – hier voll hört man leider nichts in der Werbung.

  6. Da viele noch einen alten Zähler haben, der nicht unter Dauerlast nutzbar ist, werden diese sich wundern, wenn der Elektriker das anschließen verweigert.

  7. In unserem Dorf gibt es ca.500 Haushalte. Wenn nur die Hälfte am Abend ein E-Auto ans Netz hängt,werden ca 5000kw gezogen. Hält das das Netz aus und ist der Strom überhaupt verfügbar?

  8. @Stein: Genau: Das habe ich auch gemacht: Eine 16A-CEE und eine 32-CEE und daran jeweils ein mobiler Typ2-Lader, das kostet nur ein Buchteil, und hat den Vorteil, dass ich den mobilen Lader auch mit in die Ferien nehmen kann, oder sonst wohin, wo es auch immer Strom gibt 🙂 …ich weiss auch nicht, warum fixe, stationäre Walboxes so beliebt sind.

    1. Hier in NRW werden nur fest installierte Wallboxen mit 50% der Kosten (max 1000 €) zuzüglich 500€ Bonus bei Verwendung von EEG Strom (PV oder Stromvertrag) gefördert.
      Dadurch wird die Mobile Wallbox meist teurer!

      1. Bis mein Elektriker mir die feste Wallbox installieren darf (nach der Umstellung von dezentraler Warmwassererzeugung mittels 2xDurchlauferhitzer auf zentrale Wassererwärmung) nutze ich an CEE32 auch eine mobile Wallbox – die kann aber keine PV gesteuerte Ladung.

  9. Zwischenfrage : Bidirektionales Laden mit einer Pv gesteuerten Ladeleistung ? welche Fahrzeuge können das und welche Ladesäulen ?
    Bin seit 8 Jahren im Besitz eines C Zero -Damals wurde für diese Fahrzeuggruppe ( Drillinge ) ein bidirektionales Ladegerät beworben !
    Seitdem verstummt für viele E -Fahrzeuge diese Lade und Entlademöglichkeit.

  10. Franz , ganz einfach deshalb, weil diese Lösung zu teuer ist und sich für niemanden rechnet. Im hier aufgeführten Fall soll aber der Mehrpreis für diese 20 KW Box 2000 Euro sein. Eine mobile Box kann aber wirklich alles laden stationär , oder mitgenommen, verwendet werden. Und kostet nur die Hälfte. 22 KW hat selten einer zu Hause, Macht nichts der regelt automatisch zurück. Reicht auch für einen Vertreter, der sein Auto am Morgen wieder voll haben will. Wenn die Speicher endlich bezahlbar und haltbar wären, ist das die ideale Lösung tagsüber den Strom von der PV anlage Speichern zu können, und anschliessend schneller ins Auto zu kriegen als es direkt vom Dach möglich wäre. Man geht davon aus dass kaum einer mehr als 70 m2 Dachfläche elektrifiziert. Bei solchen Dimensionen könnte man also ab Speicher schneller laden als direkt vom Dach mit 22 KW weil da meistens je nach Sonneneinstrahlung der Smartzähler auch noch teuren Tagstrom nehmen wird. Jede Automatik würde da über 1500 Euro kosten und scheidet wie z. ZT. auch der Speicher noch aus.

  11. 400 gon, 400 Volt brauchst Du gar nicht immer. Die Ladesäulen, mobil oder fest, haben in der Regel auch die Möglichkeit mit Lichtstrom 220 Volt zu laden. Dies geht dann logischerweise langsamer ,ohne dass da Wirkungsgrade schlechter und Verluste grösser werden. So dummes Zeug sollte man nicht nachplappern.

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