Milliardendeal für Akkuhersteller: Hyundai sucht Batterielieferanten für Ioniq 7

Milliardendeal für Akkuhersteller: Hyundai sucht Batterielieferanten für Ioniq 7

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Für die ersten Tage des neuen Jahres 2021 wird auf dem südkoreanischen Markt für Elektroautobatterien ein Showdown erwartet, da der Autohersteller Hyundai einen neuen Batterielieferanten für das neue Elektroauto Ioniq 7 auswählen möchte, welcher auf der neuen E-Auto-Plattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) basiert. Der Gewinner wird Medienberichten zufolge mit Hyundai einen Vertrag im Wert von geschätzt gut 9,2 Milliarden US-Dollar unterzeichnen, was umgerechnet etwa 7,5 Milliarden Euro entspricht.

Als Favoriten gelten die drei größten südkoreanischen Hersteller LG Energy Solution, SK Innovation und Samsung SDI. Auch einige chinesische Batteriehersteller wie CATL und AESC sollen an der Ausschreibung teilnehmen. Der Ioniq 7, ein großer, für 2024 geplanter SUV, ist bereits das dritte Elektroauto der Hyundai Motor Company, das auf E-GMP basiert. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Wettbewerb zwischen den fünf Unternehmen intensiver sein wird als in der Vergangenheit. SK Innovation (für den Ioniq 5, ein für 2021 geplanter Crossover) und LG Energy Solution (für die Sportlimousine Ioniq 6, die 2022 debütieren soll) haben sich bereits zwei attraktive Lieferabkommen gesichert. Samsung SDI sei sehr aktiv im aktuellen Bieterverfahren, um für sich nun die Versorgung des Ioniq 7 zu gewinnen.

Die drei südkoreanischen Unternehmen sollen versuchen, Hyundai mit ihren Batterien mit erhöhtem Nickelgehalt für sich zu gewinnen. Berichten zufolge nimmt SK Innovation mit seinen NCM9½½-Batterien (90 Prozent Nickel, 5 Prozent Kobalt, 5 Prozent Mangan) am Ausschreibungsverfahren teil. Für den Ioniq 5 liefert SK Innovation Batterien des Typs NCM811 (80 Prozent Nickel, 10 Prozent Kobalt, 10 Prozent Mangan).

Berichten zufolge nimmt LG Energy Solution mit seinen NCMA-Batterien (Nickel, Kobalt, Mangan, Aluminium) mit 90 Prozent Nickelgehalt an der Ausschreibung teil. Bei seiner NCMA-Batterie habe LG den Nickelgehalt auf 90 Prozent erhöht und den Kobaltgehalt auf unter 5 Prozent gesenkt. Der Wettbewerbsvorteil dieser Batterie beruhe auf der Tatsache, dass sie nicht viel Kobalt benötigt und Aluminium verwendet, das viel billiger als Kobalt und damit günstiger ist als andere Batterien, die mehr Kobalt benötigen.

Samsung SDI beteilige sich mit seinen NCA-Batterien (Nickel, Kobalt, Aluminium) mit dem höchsten Nickelgehalt der drei Unternehmen an der Ausschreibung, heißt es weiter. Zwar ist der genaue Nickelgehalt nicht bekannt, Insider gehen aber davon aus, dass die Batterien einen Nickelgehalt von 91 Prozent haben. Während die NCA-Batterien von Samsung momentan noch hauptsächlich für IT-Geräte verwendet werden, möchte das Unternehmen sie nun, da sie im Kleinen ihre Zuverlässigkeit bewiesen haben, auch an Hersteller von Elektroautos liefern.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die beiden chinesischen Hersteller CATL und AESC mit NCM811-Batterien am Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Diese seien zwar billiger als die Produkte der drei südkoreanischen Unternehmen. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass Hyundai mit einem der drei südkoreanischen Hersteller zusammenarbeiten und auf teurere Batterien setzen wird, da der Ioniq 7 das Flaggschiff der Ioniq-Serie werden soll.

Quelle: Korea IT News – LG Energy Solution, SK Innovation, and Samsung SDI Looking to Win over Hyundai Motor Company to Be Its Electric Vehicle Battery Supplier for Ioniq 7

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Bei seiner NCMA-Batterie habe LG den Nickelgehalt auf 90 Prozent erhöht und den Kobaltgehalt auf unter 5 Prozent gesenkt. Der Wettbewerbsvorteil dieser Batterie beruhe auf der Tatsache, dass sie nicht viel Kobalt benötigt und Aluminium verwendet, das viel billiger als Kobalt und damit günstiger ist als andere Batterien, die mehr Kobalt benötigen.

Die richtige Materialauswahl macht die Batterien günstiger, dieser Punkt dürfte in Zukunft immer wichtiger werden, wenn es darum geht die E-Autos günstiger als Verbrenner zu machen und damit das endgültige Ende der Verbrenner im Strassenverkehr einzuleiten.

Natürlich profitieren davon auch die stationären Batteriespeicher, so dass in Zukunft die Batterien im Haus immer größer werden und irgendwann das Haus seinen Strom nur noch von der PV-Anlage bezieht und für die lichtärmere Zeit in der Pufferbatterie mit ca. 1.000 kWh zwischenspeichert.

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