MG Motor bringt ersten E-Auto-Kombi nach Europa – noch in 2020

Copyright Abbildung(en): SAIC-Motors

Mitte des Jahres 2019 hat der britische Autohersteller MG, der seit 2007 zum chinesischen Autoriesen SAIC-Motors gehört, weitere Details zu seinem ersten vollelektrischen Auto veröffentlicht. Einem Elektro-SUV mit gut 300 km Reichweite. 2020 legt der Automobilhersteller nun nach und kündigt mit dem MG 5 den ersten E-Auto-Kombi für Europa an. Wie der Daniel Gregorious , Vertriebs- und Marketingchef der Marke, bestätigte wird das Unternehmen noch in diesem Jahr ein neues Elektro-Kombi-Modell mit dem Namen MG 5 einführen.

“Es ist aufregend, weil es unser erstes Modell sein wird, das wirklich einzigartig auf dem Markt ist. Wir erwarten Erfolg, aber es wird faszinierend sein, zu sehen, wie es bei Flotten- und Geschäftskunden ankommt”, so Gregorious gegenüber dem englischsprachigen Online-Magazin Autocar. Das Elektro-Kombi-Modell soll nach Lockerung der Pandemiebeschränkungen bereits in den britischen Ausstellungsräumen vorzufinden und bestellbar sein. Mit der Auslieferung wird im vierten Quartal 2020 gerechnet.

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Des Weiteren gab der Vertriebs- und Marketingchef  zu verstehen, dass MG Motor 2020 noch mit einer Plug-in-Hybridversion des HS SUV aufwarten wird. Wenn sich der Plug-in-HS und der neue Elektro-Kombi gut verkaufen, sagte Gregorious, dass MG als nächstes eine Serienversion seines attraktiven viersitzigen Hochleistungs-Sportwagens E-Motion auf den Markt bringen wird. Bei diesem handelt es sich um ein zweimotoriges, rein elektrisches Design mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden. Konkurrieren soll der E-Sportwagen mit Modellen von Porsche und Jaguar.

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Dennoch liegt der Fokus zunächst auf den Mainstream-Modellen, wie eben dem MG 5. Autocar geht davon aus, dass es sich beim MG 5 um eine aktualisierte und umbenannte Version des chinesischen Marktes Roewe Ei5 handelt. Dieser Wagen, der seit 2018 zum Verkauf steht, verwendet einen 52,5 kWh Akkupack und einen 114 PS starken Elektromotor für eine beanspruchte NEFZ-Reichweite von 420 Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Der als Basis dienende Ei5 ist 4,54 m lang, knapp 1,82 m breit und 1,54 m hoch und damit rund 10 cm kürzer als der Ford Focus Variant, obwohl sein Radstand von 2,67 m nur 43 mm kürzer ist. Bei seiner Ankunft wird der 5er der erste Elektro-Kombi seiner Art sein, der zum Verkauf steht.

Quelle: Autocar – New MG 5 electric estate coming to UK this year

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9 Antworten

    1. VW hat den Space Vizzion vorgestellt. Praktisch ein Elektro-Passat. Ob und wann er kommt, weiß ich auch nicht.
      Ich denke es liegt schlicht an den Verkaufszahlen. Alle Hersteller (da ist ja MG wohl auch keine Ausnahme) bauen erstmal die Modelle, die sich voraussichtlich am besten verkaufen und das sind aktuell: SUVs. Deswegen der iX3, EQC, E-Tron and demnächst der ID4 und was es noch so alles im Bereich SUV/ Crossover mit Batterie gibt. Die Verkaufszahlen von Kombis sind weltweit zu gering. Das ist wo eher eine deutsche Vorliebe, und Deutschland ist halt nicht der Weltmarkt.

    2. Hier handelt es sich um ein bestehendes Fahrzeug, welches bereits auf dem heimischen Markt in China verkauft wird. Deshalb ist es SAIC auch möglich, dieses mit Aussicht auf nur geringe Stückzahlen im europäischen Markt anzubieten, mit einer vermutlich weit höheren Marge als in China, weil hier in der Breite eine höhere Kaufkraft vorliegt als auf dem Heimatmarkt. Deshalb kann man mit geringen Retuschen hier ein völlig eigenständiges und einmaliges Fahrzeug anbieten, indem man günstiges Badge-Engeneering betreibt.
      So hat es General Motors jahrzehntelang betrieben. Z.B. mit dem GM Entwicklungszentrum Rüsselsheim (Opel). Der Insignia wurde nahezu vollständig global angeboten (US/CN Buick Regal, AUS/NZL Holden Commodore), wie nahezu alle anderen Opel Modelle.
      Nun ergreifen Chinesen die Chance in die Lücken zu stoßen, die von den Global-Player nicht abgedeckt werden können. Bleibt zu hoffen, dass die Qualität auch europäischen Standards genügen. Aber auch da haben die Chinesen aufgeholt, auch wenn noch ein kleiner Rückstand merkbar ist, der mit dem Kaufpreis wett gemacht werden kann, und wohl auch wird.
      Der Automarkt ist im Wandel und China könnte zukünftig die Marktstellung einnehmen, die im 20. Jahrhundert US-amerikanische Hersteller besetzten. Nur bleibt es zu hoffen, dass auch einige deutsche Hersteller ihren Platz behaupten oder finden. Eine chinesische Dominanz wäre mit Hinsicht auf deutsche Arbeitsplätze jedoch nicht zu wünschen. Aber dann zu sagen, sollen die doch alle Nischen der E-Mobilität besetzen, ist auch nicht umsetzbar. Die Entwicklung würde mehr kosten, als der Absatz einbringen könnte. Da hat SAIC den Vorteil des extrem großen Heimatmarkt und den vergleichsweise geringen Lohnkosten. Badge-Engeneering ist in dem Maßstab für die VAG nicht möglich. Da müssen marktspezifische Eigenentwicklungen herhalten. Wesentlich teurer, jedoch mit gewissen Premium-Anspruch.

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