Mercedes-Benz: Vollelektrische Gelenkbus eCitaro G mit Festkörperbatterien kommt auf die Straße

Mercedes-Benz: Vollelektrische Gelenkbus eCitaro G mit Festkörperbatterien kommt auf die Straße

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Der vollelektrisch angetriebene Gelenkbus eCitaro G erweitert das Angebot der Citaro Stadtbus-Familie. Er ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu umweltfreundlicheren und lebenswerteren Städten. Mercedes-Benz wird bei diesem erstmalig auf innovative Festkörperbatterien setzen. Dadurch wird der Hersteller nicht nur im Segment der Omnibusse, sondern weltweit im Automobilbau technologisch an die Spitze schreiten.

Der neue eCitaro G ist weltweit der erste serienreife Stadtbus seiner Kategorie mit Festkörperbatterien. In den Medien war bisher immer die Rede von Mitte des nächsten Jahrzehnts bis diese Batterietechnologie in Serie geht. Mercedes-Benz gibt mehr Strom und bringt den Festkörperakku deutlich früher zum Einsatz. Dabei profitiert dieser von einer sehr hohen Energiedichte, welche etwa ein Viertel höher als die kommende Generation klassischer Lithium-Ionen-Batterien mit flüssigem Elektrolyt liegt. Ergebnis ist ein beachtlicher Energieinhalt von 441 kWh für den neuen eCitaro G. Diese Batterie­technologie ist außerdem frei vom chemischen Element Kobalt und somit besonders umweltfreundlich in der Herstellung der Komponenten.

Für den Einsatz in Bussen und Nutzfahrzeugen spricht zudem die hohe Lebensdauer der Festkörperbatterien. Wesentlicher Bestandteil ist daher eine standardmäßige Basisgarantie für die Hochvoltbatterie beim Kauf eines eCitaro mit Festkörperbatterien für bis zu zehn Jahre oder bis zu 280 MWh Energiedurchsatz je Batteriepack. Nicht ganz so ideal geeignet sind die Akkus bisher zum Schnellladen, im Fall eines Busses aber auch kein Muss, da dieser über Nacht geladen werden kann.

Alternativ bringt Mercedes-Benz eine weitere Variante des Busses mit schnellladefähigen NMC-Batterien auf die Straße. Diese sind in ihrer Zusammensetzung so gewählt, dass sie sich für hohe Ladeströme beim Hochleistungsladen eignen und dank ihrer Energiedichte ebenso eine große Reichweite ermöglichen. Bei rund 33 kWh Kapazität statt bisher 24 kWh pro Batteriemodul errechnet sich daraus bei einer Maximalbestückung eine Gesamtkapazität von bis zu 396 kWh. Die neuen prismatischen NMC-Batterien sind geometrisch identisch mit den aktuell verwendeten Batterien und verfügen über die gleichen Anschlüsse. Daher können Verkehrsbetriebe bei einem späteren Batterietausch sogar die Reichweiten­performance ihrer vorhandenen eCitaro steigern.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 15. September 2020

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6 Antworten

  1. Ich kann es mit nicht verkneifen – wenn Mercedes Benz so was macht, sind es wenig beachtete Nachrichten. Wenn Tesla damit rauskäme, wäre es der nächste Hype und der nächste Aktien-Kurs-Anstieg um 10%+. Gut so Mercedes, weiter so! Sind ja in einigen andern Bereichen in der E-Mobilitätsentwicklung weit hintendran, dann ist gut, dass der Bus-Bereich erfolgsversprechend ist.

    1. Abwarten – Festkörperzellen sind noch nicht das gelbe vom Ei, da würde ich selbst bei Bussen und LkWs derzeit eher auf LFP-Zellen setzen. Was sich auch durchsetzen wird, Kobalt wird kaum noch erforderlich sein. Derzeitger Hauptbestandteil Nickel ? Es bleibt spannend !
      Was leider aus vielen schwerwiegenden Gründen, weder heute noch morgen, nicht machbar ist: riesige Verbrennervolumina großer Konzerne durch E-Fahrzeuge ersetzen.

    2. Oh, bei Tesla wär ich ganz vorsichtig ! Wärend Musk kaum noch exakte technische Vorankündigungen macht, zeichnet sich langsam ein schlüssiges Gesamtbild aus den unterschiedlichen Bausteinen ab, wärend bei uns konzeptlos Steuergelder für teils komplett schwachsinnige und widersprüchliche Projekte verpulvert werden. Beispiel aus naher Zukunft: Die Oma, die die letzten 10 Jahre kaum noch Auto fuhr, kann bald locker flockig mit einem Tesla durch Großstädte kurven. KI über Skylink mit riesigem Zentralrechner verbunden kommuniziert Oma nach kurzer Zeit effizienter als mit einem versierten Taxifahrer oder den eigenen Kindern. Dass sie aus rechtlichen Gründen ab und an das Lenkrad anfassen muss, ist absolute Nebensache. Sie quatscht mit ihrem Auto über Sehenswürdigkeiten und ist sichtlich entspannt, selbst wenn sie kurz nach der Fahrt alles wieder vergessen hat. Man braucht es nicht (mir persönlich reichen die antiquierten Steuergeräte für je eine Funktion und kiloweise Kabel, ein Handy statt einem Smartphone wär für mich auch ok), aber was möglich ist, muss die Mehrzahl der Menschen einfach haben. Zum nachdenken: nach Vorstellung des ersten Iphones hat Siemens jahrelange Handyentwicklung binnen vier Stunden in die Tonne getreten (meine Schester war life dabei).

    3. Ich gönne es Mercedes. Allein der Glaube fehlt ein bisschen. Bisher war Mercedes eher so der Ankündigungsweltmeister.
      Viele Gemeinden wären auch mit E-Bussen mit wenig Reichweite zufrieden gewesen. Da kam aber nur 10% der Bestellwünsche auf die Strasse, wenn überhaupt.

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