Diese E-Autos wurden in Europa im ersten Quartal 2020 am meisten verkauft

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Im ersten Quartal des Jahres 2020 brachte es der europäische Elektroautomarkt auf 124.956 E-Auto-Zulassungen. Des Weiteren wurden 90.382 Plug-In-Hybride in Europa zugelassen.  Wie sich diese Zahlen auf die Hersteller verteilen, haben wir auf Elektroauto-News.net bereits berichtet. Welche Modelle allerdings für den starken Absatz verantwortlich waren, wollen wir nachfolgend aufzeigen.  Vor allem kompakte Kleinwagen bis hin zur Unteren Mittelklasse spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Tesla Model 3 dicht gefolgt von Renault ZOE

Ende Februar hatten wir noch darauf hingewiesen, dass man für den März davon ausgehen darf , dass der Near-Executive-Sektor ein starken Anstieg verzeichnen wird. Denn wie wir uns erinnern ist das einzige Model in diesem Segment das Model 3, welches gerade zum Quartalsende hin meist ein Zulassungsschub verzeichnet. Dies bewahrheitete sich in der Tat. Brachte es das Tesla Model 3 im ersten Quartal auf 20.264 Zulassungen, zeigt sich, dass der Großteil der Zulassungen im März stattfand. Insgesamt 15.481 Model 3 sind zu diesem Zeitpunkt zugelassen worden. Was dem Model 3 im März zu einem Anteil am europäischen Elektroautomarkt von 31,1 Prozent verhalf, in Hinblick auf das gesamte erste Quartal von 16,9 Prozent.

Doch täuschen lassen sollte man sich von diesen Zahlen nicht. Denn auch der Zweitplatzierte – Renault ZOE – braucht sich hinsichtlich seiner Zulassungen nicht verstecken. Im Gegenteil. Der ZOE brachte es auf 20.098 Einheiten, welche im ersten Quartal 2020 an den Mann oder die Frau gebracht wurden. Somit liegen die Zulassungszahlen nur unmerklich hinter Tesla. Dennoch zeigt sich, dass Renault den ZOE konstanter am Markt absetzt. Ein Schlusssprint zum Ende des Quartals bleibt aus. Ende März blickt der ZOE somit auf 15,9 Prozent Anteil am europäischen Elektroautomarkt zurück.

VW e-Golf drängt auf den dritten Platz

Auf dem dritten Platz folgt mit deutlichem Abstand und ca. der Hälfte an zugelassenen E-Autos bis Ende März der VW e-Golf, welcher dennoch mit 10.532 Zulassungen und einem Marktanteil von rund 8,3 Prozent zu überzeugen weiß. Auch hier hat sich der Absatz eher linear gestaltet und kam nicht Ende des Monats geballt daher. Künftig ist allerdings mit einem Rückgang der Zulassungen zu rechnen. Individuell konfigurierbar ist der e-Golf seit Mitte April nicht mehr.

Dem e-Golf folgend verteilen sich die nächsten drei Plätze hinsichtlich ihres Anteils am europäischen Elektroautomarkt relativ gleichauf. Auf Platz vier des Rankings folgt der Peugeot e-208 mit 8.223 Zulassungen sowie 6,5 Prozent Marktanteil, darauf der Nissan Leaf mit 8.143 Einheiten sowie 6,4 Prozent Anteil. Der e-tron von Audi belegt Ende März Platz sechs des Rankings mit 8.100 Einheiten sowie ebenfalls 6,4 Prozent Marktanteil.

Riskieren wir nun noch einen Blick auf die abschließenden vier Plätze des Rankings. Der Hyundai Kona folgt auf den e-tron mit 5.750 Zulassungen und 4,5 Marktanteil. Dicht gefolgt vom BMW i3 mit 5.201 Einheiten sowie 4,1 Prozent Anteil am europäischen Gesamtmarkt. Den Abschluss bilden der KIA Niro (4.104 Einheiten / 3,2 Prozent) und der VW e-Up mit 3.625 zugelassenen Exemplaren, bei einem darauf entfallenden Marktanteil von 2,9 Prozent.

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report Edition 03.2020 – Q1 2020

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Herzlichen Dank an Sebstian und Helfer. Halte Infos für äußerst interessant – insbesondere für jene, die einen Wechsel zu voll E oder Hybrid beabsichtigen. Bin im Mai neu dazu gekommen.

Also auf gut Deutsch, Renault -Nissan ist weiter allein auf weiter Flur mit den gebauten Stückzahlen vorne. Das Palaver um Monatsverkäufe in der heutigen Situation vergessen, abgerechnet wird am Silvester.

Die Zahlen zeigen vor allem wie wichtig es ist, ein passendes Model auf den Markt zu bringen. Tesla mit dem Modell 3, ohne dieses Modell wäre Tesla weit abgeschlagen. Renault mit dem ZOE, dass einen anderen Bereich abdeckt. VW hat verstanden und wird mittelfristig auch bei einzelnen Typen oben dabei sein, was sie auf Konzernebene schon sind. Die Zahlen für Europa dürfen aber nicht täuschen, der Wechsel zu sauberen Autos muss schneller gehen!

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