Meilenstein: NIO verzeichnet über eine halbe Millionen Nutzungen der Batteriewechselstationen

Meilenstein: NIO verzeichnet über eine halbe Millionen Nutzungen der Batteriewechselstationen

Copyright Abbildung(en): xiaorui / Shutterstock.com

Vor gut einer halben Woche mussten wir berichten: „Nio mit herbem Verlust im ersten Quartal 2020, April stimmt deutlich optimistischer“, gerade der zweite Absatz stimmte den chinesischen Hersteller positiv. So ist nach den harten Corona-Monaten ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar: Die Auslieferungen des ES8 und des ES6 beliefen sich im April 2020 auf 3155 Fahrzeuge, was einem Wachstum von 106 Prozent gegenüber dem Vormonat und einem starken Wachstum von 181 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Und auch beim Einsatz der eigenen Batteriewechselstationen gibt es einen Meilenstein zu verzeichnen.

Hierzu erinnern wir uns, dass NIO neben dem NIO ES6 und ES8 vor allem mit seinen 18 Batteriewechselstationen, die mehr als 2.000 Kilometer Schnellstraße abdecken, von sich reden. Auf Parkplätzen, welche dem Faktor drei eines “normalen” Parkplatzes entsprechen, verläuft der Wechselprozess vollautomatisch. Das Auto wird in die Station hinein gefahren und dort von einer Anlage in Empfang genommen, die den Akkutausch selbstständig vollzieht.

Wie der chinesische Automobilhersteller nun berichten konnte, wurden die Batterie-Wechselstationen innerhalb von zwei Jahren eine halbe Million Mal benutzt. So erreichte das Unternehmen am 25. Mai in China mit seinen ES6- und ES8-Fahrzeugen den Meilenstein von 500.000 Elektroauto-Batterie-Tauschvorgängen. In Summe sind seit dem um die 38.900 E-Autos der Marke verkauft worden. Zudem ist man einige Schritte weiter, als die im zweiten Abschnitt erwähnten 18 Batteriewechselstationen. In den vergangenen zwei Jahren installierte NIO insgesamt 131 Stationen (Stand: 20. Mai) in 58 Städten und plant, im Jahr 2020 etwa 50 weitere hinzuzufügen.

„Power Swap ist neben einer umfassenden Inspektion der Batterie und des elektronischen Antriebsstrangs von Fahrzeugen das Kernstück der „aufladbaren, austauschbaren, aufrüstbaren“ Benutzererfahrung von NIO. Die Infrastruktur ermöglicht es den Anwendern auch, kontinuierlich die Vorteile der Entwicklung der Batterietechnologie zu nutzen, mit der Leichtigkeit der Aufrüstung auf eine höhere Kapazität und bessere Leistung durch einfaches Austauschen.“ – NIO

Quelle: InsideEVs – Cumulative Number Of NIO Power Battery Swaps Reaches 500,000

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Ich kenne China nicht, aber auf dem Rest der Welt habe ich noch nie sowas gesehen. Wenn das was wär, hätten dies die Grossen schon lange.Es gibt im Fernen Osten Autos die man hierzulande kaum kennt. Zum Beispiel den Toyota Corolla ,der das meist verkauft Auto der Welt ist. Nur den sieht man sonst auf der ganzen Welt laufen.

Das ist der eine der Möglichkeiten die beschränkte Reichweite von E-Autos praxistauglicher zu machen. Ein Konzept bei dem ein Basis-Akku
z.B. mit ca. 40 KWh immer im KFZ verbleibt und mit 2 – 4 tauschbaren Zusatzmodulen ausgerüstet ist halte ich für besser.
1. Diese Zusatzmodule sollten von Hand tauschbar sein. Damit sind teure aufwendige und zu Engpässen neigende Wechselstationen nicht notwendig. Lediglich Akkulader in Form von Einschüben die sehr günstig sind und schnell ohne Engpässe machbar.
2. Diese Wechsel-Akkus können z. B. E-Pendler am Tage zu Hause mit einer PV-Anlage Laden und am nächsten Tag nutzen. Das ganz immer
mit 2 Akkus im Wechsel.
3. Für längere Strecken kann dann der Akku bis zum max. Ausbau erweitert werden. Gleichzeitig muss auf (Bundesweiter Durchschnitt)
ca. 90% der Strecken 30 – 50 Km nur ein kleinerer Akku mit transportiert werden.
Leider wiegt ein leerer Akku genau so viel wie voller Akku. Daher ist es nicht sinnvoll Autos mit 1000 Km Reichweite zu bauen, außer die Akkus werden mind. um Faktor 2 – 3 besser und günstiger.
Leider sind die NIO im Luxus-Segment für geschätzte 10 % der Bevölkerung angesiedelt wie auch der Tesla.
In dieser Preisklasse will wahrscheinlich keiner seinen Akku von Hand wechseln.
Für die breite Masse sieht das anders aus.

es ist ja nicht so, als ob das etwas Neues wäre.
In Israel hatte es Renault/Nissan, in USA hatte es Tesla schon probiert und beide Aktionen verliefen sehr schnell im Sand.
Das Problem aller E-Fahrzeuge ist, dass es nicht genügend Akkus gibt um endlich die erforderlichen Stückzahlen zu produzieren, die der Markt aufnehmen würde.
Daher ist es von den Ressourcen her totaler Unsinn, da immer deutlich mehr Akkus benötigt werden, als es Fahrzeuge gibt.
Dazu kommt, dass man nicht weiss, wie dieser Tauschakku behandelt wurde, ergo, welche Restkapazität enthalten ist.
Kostenpflichtig ist ein Akkutausch im Normalfall auch, da die Infrastruktur finanziert werden musss.
Tauschakkus sind zudem nur auf Langstrecke relevant – im Tagesbetrieb wird geladen, wenn das Fahrzeug parkt.
Diese Infrastruktur dürfte deutlich einfacher bereitzustellen sein, als Akkuberge und Wechselstationen.

Ich denke eine derartige Technik ist etwas für die Zukunft. Solange der Akku, sprich die Zell-Technologie noch ein derart großes Unterscheidungsmerkmal ist (Ladungsdichte etc.) werden das ale für sich nutzen. Erst wenn es dabei „Angleichungen“ gibt, die Mengen größer werden und zusätzlich Druck von Gesetzgebern käme, würde es eventuell gehen.
Vorher nicht… es funktioniert ja nicht einmal bei der Lade- und Stecker-Technik von Smartphones.

ich wusste zwar dass die sowas planen oder gar ins Programm aufnehmen wollen, aber nicht dass der Akkuwechsel bereits praktiziert wird.

find es schon merkwürdig dass da noch keiner drüber berichtet hat…

bis genügend Akkus vorhanden sind, wird es noch Jahrzehnte dauern – das ist die Spassbremse schlechthin / darauf würde ich nicht warten wollen
…und der Gesetzgeber bekommt ja nicht mal die Basics auf die Reihe – im Gegenteil unsere Energiepolitik schlägt einen Rückwärtssalto nach dem anderen – da auf etwas Sinnvolles zu warten, wäre scheinheilig
bei Smartphones ist es dagegen vergleichsweise einfach:
micro usb – alter standard
usb-c – neuer standard
apple – extrawurst

Ich denke, die Variante mit wechselbaren Zusatzakkus könnte tatsächlich die für den Kunden relevanten Nachteile der batterieelektrischen Autos (hoher Anschaffungspreis, geringe Reichweite und lange Ladezeiten) beseitigen, ohne dass man auf die Entwicklung von besseren Batterien warten muss (https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?f=12&t=54116&sid=047e6710b1469f51e3c29277357ccb3d).
Natürlich muss man aus den Fehlern von Better Place und NIO lernen:
– Die Autos sollten mit fest eingebauten Akkus ausgerüstet werden, die für den normalen täglichen Bedarf ausreichen. Die wechselbaren Akkus sollten nur als „Range Extender“ für Fernfahrten eigesetzt werden.
– Die wechselbaren Akkus sollten herstellerübergreifend standardisiert sein, möglichst nur ein Typ für alle Autos. Größere Autos könnten ja mit mehreren Wechselschächten ausgerüstet werden.
– Die Wechselstationen sollten an ganz normalen Tankstellen angesiedelt werden. Diese werden in Zukunft ohnehin weniger Kraftstoff verkaufen können.
Dieses Szenario hätte noch weitere Vorteile, z. B.:
– Im Normalbetrieb ohne Wechselbatterie ist das Fahrzeuggewicht geringer. Dies hat Vorteile bei Fahrverhalten und Energieverbrauch.
– Bessere Umweltbilanz wegen der kleineren Batterie. Auch die für die gesamte Fahrzeugflotte erforderliche Batteriekapazität dürfte geringer ausfallen, als wenn jedes Fahrzeug ständig mit der Maximalkapazität ausgerüstet werden muss.
– Die an den Wechselstationen vorgehaltenen Batteriemodule können problemlos als Puffer für das Energieversorgungsnetz verwendet werden und damit die Energiewende unterstützen.

Kann mir kaum vorstellen, dass sowas mal für irgend einen Betreiber rentiert. Mit Sonntagszuschlag in einer Garage mit Gewehr bei Fuss………..
Ausser diesem aufwendigen Aufbau im und ums Auto, und den Nachteilen beim Handling, hätte es Vorteile beim Schnelleren (Betanken,aufladen wie mit H2. Auch das auf „ Vordermann bringen der Akkus„ über die ganze Lebenszeit wäre besser überschaubar. Wiederaufrüsten und Wiederverwendung von Litzium und Kobalt……

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