Marktanalyse: Ladeinfrastruktur und Ladedauer als Bremse der E-Mobilität

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Die jährliche Marktanalyse EVBox Mobility Monitors hat erste Ergebnisse veröffentlicht, wie Menschen zum Thema E-Mobilität, Klimawandel und Einstiegshürde bei E-Autos stehen. Für die Marktanalyse — durchgeführt von EVBox und Ipsos — wurden 3.600 europäische Bürger in sechs Ländern (Deutschland, Niederlande, Frankreich, Belgien, Norwegen und Großbritannien) zu ihrer Einstellung gegenüber der Nutzung von Elektrofahrzeugen und möglichen Bedenken befragt. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Erkenntnisse aufbereitet.

Als Einstieg in die Analyse hat EVBox/ Ipsos die Einstellung zum Klimawandel und zur derzeitigen Situation auf dem Planeten genutzt. Hierbei wurde vonseiten der deutschen Befragten kommuniziert, dass 65 Prozent den Klimawandel als eine sie persönlich sehr betreffende Angelegenheit sehe. 76 Prozent der Menschen, die potentiell ein E-Auto fahren wollen oder bereits ein elektrisches Fahrzeug fahren, stimmen dem zu. Des Weiteren geben mit ebenfalls 65 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten an, dass die Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr für sie wichtig sei. Generell lässt sich festhalten, dass Umweltüberlegungen beim Autokauf für (potentielle) Elektroauto-Fahrer sehr wichtig sind: Deutschland (72 %) führt bei dieser Aussage an der Spitze, dicht gefolgt von Belgien (69 %), dem Vereinigten Königreich (68 %) und Frankreich (66 %).

Jedoch steigen viele der Befragten noch nicht auf reine E-Autos um, was an nicht unbekannten Hindernisgründen liegt. So gaben die Befragten an, dass die Unsicherheit, überall und immer wenn benötigt aufladen zu können (46 %), und dass das Laden generell zu zeitaufwendig sei (43 %), Hauptgrund dafür seien, dass man nicht auf ein E-Auto setzen möchte. Hinzu kommt, dass 40 % der Deutschen finden, dass E-Autos noch immer in der höheren Preisklasse liegen. Positiv zu sehen ist allerdings auch die Tatsache, dass 85 Prozent der Befragten auf keine Probleme während der Ladevorgänge stößt.

Getrieben wird der Umstieg auf E-Autos derzeit vor allem durch die Politik. Dies hat auch die Marktanalyse offenbart, welche zu verstehen gibt: „Politik und Steuergutschriften haben die Macht, potentielle Elektro-Fahrer in tatsächliche zu verwandeln.“ 74 % der Personen, die ein Elektrofahrzeug in Erwägung ziehen, sind der Meinung, dass ihre Regierung einer umweltschützenden Politik Vorrang einräumen sollte. Das im European Green Deal enthaltene Transportziel wird von (potentiellen) E-Auto-Fahrern (69 %) als positiv angesehen, und mehr als die Hälfte (56 %) sagen, dass der Deal es attraktiver für sie macht, tatsächlich auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen.

Einmal umgestiegen auf ein E-Auto geht es in der Regel auch nicht mehr zurück. Den gerade deutsche E-Auto-Fahrer beweisen extreme Loyalität zum elektrischen Fahren—82 % von ihnen bestätigen, dass sie sich wieder für ein E-Auto entscheiden würden.

Quelle: EVBox – Pressemitteilung vom 07. Oktober 2020

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Das Dumme an Befragungen ist, dass dort Wahrnehmungen kolportiert werden. Die basieren zumeist auf wenig fundierten und in der Zeit zurückliegende Thematiken. Andererseits ist eine Angst eine Angst, die ein starkes Kaufhindernis ist. Im Kern täte man gut daran, zuerst Menschen mit der Möglichkeit zur eigenen Wallbox und normalem Jahreskilometeraufkommen anzusprechen, weil diese Käuferschicht groß und die Wechselbarriere klein ist. Gut ist, dass indessen Erstwagentaugliche BEV mit 400 km und mehr Reichweite gem. WLTP üblich sind. Das beruhigt Menschen, wird aber in der Praxis meist nicht benötigt. Mit fallenden Akkukosten, weniger heiklen Materialien sowie den 2nd-Life als Speicher plus Vollrecycling-Konzept werden es größere Akkus schaffen, Ängste zu nehmen. Schade, dass aktuell nur der ausverkaufte e-up und seine beiden Brüder eine fürstliche Reichweite zum kleinen Preis anbieten. Denn auch so kann man Leute gewinnen – indem sie über den Zweitwagen in die Elektromobilität einzusteigen.

Tja, wenn jeder zweite offenbar immer noch meint das Laden ginge zu lange und die Reichweite sei zu klein, dann brauchts bestimmt nicht kleinere AKKUs. Man sieht , dass die Verbrennerfahrer immer noch, offenbar schlecht informiert sind, und an alten E Nachteilen herum studieren die heute nicht mehr gültig sind.

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