Lucid Motors: “Tesla hat es bisher nicht geschafft. Wir können es auf ganz neue Reichweiten-/ Effizienz-Dimension bringen”

Lucid Motors: "Tesla hat es bisher nicht geschafft. Wir können es auf ganz neue Reichweiten-/ Effizienz-Dimension bringen"

Copyright Abbildung(en): Lucid Motors

Das Elektroauto-Start-up Lucid Motors strebt zehn Kilometer Reichweite pro Kilowattstunde Akku und ultraschnelle Ladevorgänge an. Aber das sind nur zwei von vielen Punkten, welche Lucids Chief Technology Officer Peter Rawlinson verfolgt. Eigener Aussage nach habe man ausgezeichnete Fortschritte gemacht. Im Gespräch mit electrek.co hat das Start-Up aus Amerika weitere interessante Details seines E-Autos bekannt gegeben.

CEO und CTO Peter Rawlinson gab im Gespräch direkt zu Beginn zu verstehen: “Tesla hat es bisher nicht geschafft. Wir können es auf ganz neue Reichweiten-/ Effizienz-Dimension bringen.” Rawlinson bezieht seine Aussage hierbei auf die Reichweite des Lucid Air, welche laut ihm bei rund 640 km (EPA-Zyklus) mit einer einzigen Akku-Ladung liegen soll. Damit liege man über dem Tesla Model S, wobei dieses laut Tesla CEO Elon Musk ebenfalls auf dem Weg sei in diese Reichweiten-Sphären vorzudringen.

Lucid Motors

Im Gespräch mit electrek nahm Rawlinson ein wenig Abstand von der Aussage, dass man zehn Kilometer Reichweite pro Kilowattstunde Akku anstrebe. Realistischer seien derzeit sechs bis acht Kilometer Reichweite. Angekündigt wurde der Lucid Air bereits 2017 in drei Batteriegrößen, mit bis zu 130 kWh Kapazität. Davon hat das Start-Up zumindest für Serienbeginn Abstand genommen und gibt zu verstehen, dass man sich entschieden hat den Lucid Air im Luxus-Segment – Mercedes-Benz S-Klasse – zu platzieren. Mit Preisen oberhalb der 100.000 US-Dollar-Grenze. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dann eine günstige Einstiegsvariante folgen. Ebenfalls sei man von dem 130 kWh-Batteriepaket weggekommen, da man selbst bei geringerer Akku-Größe die gleiche, angestrebte Reichweite erzielt.

Derzeit befinden sich die Bauarbeiten an Lucid Motors Werk Casa Grande, AZ, in vollem Gange. Aktuell geht das Unternehmen davon aus, dass erste Vorserienfahrzeuge Anfang des vierten Quartals 2020 vom Band laufen werden, und der Start in die Serien-Produktion dann bis Ende 2020 erfolgen wird. Zuvor laufen jedoch bis zu 80 Beta-Prototypen im Silicon Valley vom Band – einschließlich der eigentlichen Aluminium-Karosseriestrukturen.

Der CEO von Lucid Motors hat ihm Gespräch mit electrek des weiteren darauf hingewiesen, dass man mit dem Lucid Air ein neues 900-Volt-System auf den Markt bringen wir: “Tesla ist ein 400-Volt-System. Porsche führt ein 800-Volt-System ein. Wir gehen mit einem über 900-Volt-System an den Start.” Laut seiner Aussage wird das E-Auto das erste Fahrzeug für die individuelle Mobilität sein, welches den effizientesten Antriebsstrang mit sich bringt.

Quelle: electrek.co – Lucid: Tesla hasn’t cracked it, we can take it to whole new level of range and efficiency

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17 Antworten

  1. Na mal abwarten ab der CEO nicht noch ein paar mal zurück rudert ;-). Erstmal ein Auto auf die Straße bringen. Hört sich so ein bisschen nach Tesla Konzept an erstmal die teuren Kisten bringen (mehr Gewinn Marge) und später günstigere Autos bauen. Nur das Tesla an dem Punkt vor 8 Jahren war.

  2. Bis jetzt sind diese Ankündigungen bei den meisten Startups nur heiße Luft gewesen. Viele gibt es nicht mehr! Meiner Überzeugung nach sind das Menschen, die groß absahnen wollen. Letztendlich den Investoren die Kohle aus der Tasche ziehen und den Mitarbeitern das Blaue vom Himmel erzählen und dann allesamt auf die Straße schicken. Anschließend mit dem Zaster das Weite suchen um anschließend irgendwo wieder auftauchen um das Spiel von neuem zu beginnen.
    Einer hat das nicht gemacht und bereits 500.000 eAutos verkauft. Wie gesagt einer!

  3. 6-8 km pro Kilowattstunde Akku Hmm 100/8 =12,5 kw auf 100KM ist Hyundai Ionic mit 28kwh Akku 100/6 =16,67 kw auf 100km ist standardreichweite heutiger E-Autos also nichts besonderes oder bin ich zu blöd zum rechnen?

    1. “zehn Kilometer Reichweite pro Kilowattstunde” : das sind 10kWh/100km ! Das ist ein hervorragender Wert, den ich bisher mit meinem Model 3 AWD LR nicht erreicht habe. Ich bin bei einem Durchschnitt von 13.5kWh/100km über 1 Jahr gesehen ( Februar 2019 bis Februar 2020, 23,000km moderate und vorausschauende Fahrweise ). Der ZOE ist im Bereich vom Model 3.
      ABER, All das ist abhängig, ob man wirklich Elektromobilität fährt und lebt.

      1. ja da haben sie recht das wäre fantastisch aber im Artikel steht ja das da schon zurügerudert wurde – “Im Gespräch mit electrek nahm Rawlinson ein wenig Abstand von der Aussage, dass man zehn Kilometer Reichweite pro Kilowattstunde Akku anstrebe. Realistischer seien derzeit sechs bis acht Kilometer Reichweite.”

  4. Die Angegebenen KW/100 Km sind die max. Kilometer unter optimalen Bedingungen. In Alltag kann das sehr schnell abweichen. Besonders mit zunehmender Geschwindigkeit sind dann größere Abweichungen die Realität. Selbst bei 130 km sind dann die Herstellerangaben nicht mehr zu schaffen. Entweder passt man seine Gescheindigkeit an oder man muss halt öfters nachladen. Das kann ich bei meinen zahlreichen Autobahnfahrten auch beobachten das die meisten BEV deutlich unter Richtgeschwindigkeit fahren.
    Im innerstädtischen Verkehr dagegen sind BEV sparsam und kommen den Herstellerangaben sehr nahe.

    1. Ihre Aussagen kann ich so alle bestätigen.

      Ich bin meist auf den rechten/mittleren Spuren unterwegs, mit einem Durchschnitt von 110km/h. Bergauf 90-100km/h, Bergab 120-140km/h im Regenerated Breaking Mode. Gerade 110-120km/h. Beschleunigungen wirken sich negativ auf den Energieverbauch aus. Lieber sanfter beschleunigen und etwas früher vom Strompedal gehen.

      Habe mein Model 3 beim Kauf nie zuvor gefahren ( hat aber auch einen speziellen Grund ), aber ich würde allen Leuten nahe legen, das Elektroauto mindestens 1-2 Wochen zu Testzwecken auslehnen ( Regenerated Breaking, Lademöglichkeiten, wann und wie laden, Ladenetz Provider, Wallboxen vom Hersteller, Ladekabel z.B. NRG-Kick etc. ).

      1. Es gilt Rechtsfahrgebot, egal bei welcher Geschwindigkeit! Ich könnte mich jedes Mal tierisch aufregen, wenn bei einer nahezu leeren Autobahn, manche Teilnehmer strickt auf der mittleren Spur fahren, obwohl die Rechte nahezu leer ist. Ich muss dann mit 180km/h von der rechten über die mittlere auf die linke Spur wechseln, nur um diese notorischen Mittelspurfahrer zu überholen, um mich danach wieder auf der äußerst rechten einzusortieren. Das Spiel wiederholt sich unzählige Male. Die rechte Spur ist keine LKW-Spur. So etwas gibt es nicht! Sorry, aber das musste ich jetzt mal loswerden

        1. Haha, da muss ich dir Recht geben. Die Deutschen sind notore rechte Spurmeider!
          Aber geniesse es so lange man in DE noch so schnell fahren kann, wird mal vorbei sein.

        2. Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich die mittlere Spur benutze, wenn die rechte Spur frei ist ? Für mich ist die mittlere Spur die Überholspur der LKW’s und Camping PkW’s .

          Ich lade Dich ein in der Schweiz mit 180km/h zu brettern. Der Staat verdient blendend an Dir 🙂 Das sind dann sicher 60km/h zu viel und gilt nach https://www.comparis.ch/autoversicherung/recht-gesetz/aktuelles/bussen als Raserdelikt = “Führerausweisentzug für mindestens 2 Jahre, im Wiederholungsfall für immer”
          Also mindestens 2 Jahre einen Verbrenner weniger auf den Strassen. Genau, ich würde dann das Spiel unzählige Male wiederholen, dann bist Du für immer weg. Würde auch dem Klima helfen. Ihr Raser seid herzlich willkommen in der Schweiz 🙂 . Sorry, aber das musste ich jetzt ebenfalls los werden.

  5. …bisher sind die jeglichen Beleg schuldig geblieben. Meine Vorhersage:
    Lucid wird es in ein paar Jahren als selbständiges Unternehmen in dieser Struktur nicht mehr geben.

    1. VW bastelt nicht, Volkswagen forscht. Und zwar in Deutschland sowohl in neue Batterietechnologie, als auch in -Fertigung und ganz wichtig, -Recycling! Sie bauen dort eine große Batteriefertigung und Forschung, wo bisher die Verbrennungsmotoren gebaut und entwickelt werden. Sowohl unter Berücksichtigung der Belegschaft, als auch der Mobilitätswende ein weiser und vorausschauender Schritt. Ich sehe da kein Drama, sondern einen durchaus kompetenten CEO, der weiß was die Stunde geschlagen hat

      1. Richtig, VW bastelt nicht, VW betrügt, dass sich die Balken biegen! VW kann sich das so lange leisten, solange es “blinde VW Fans” wie EffEII gibt. Bis VW mit seiner angebliche Bakterienforschung (natürlich mit öffentlichen Steuergeldern) fertig ist, ist Tesla bereits uneinholbar um Lichtjahre voraus.
        Der Battery-Day wird für alle Bastler ein Desaster, auch für VW. Man nimmt an, das Tesla bereits in ein paar Monaten den 1000Km Akku vorstellt. Ich wünsche VW, BMW und Mercedes noch viele aufregende Bastelstunden.

  6. Ich bin hier vermutlich nicht der Richtige, der einen Komentar schreibt.!

    E Autos finde ich okay, wenn man vielleicht 10 km in Arbeit fährt, morgens beim Bäcker Brötchen holt und in der Stadt wohnt.
    ich wohne auf dem Land, 35 km i n Arbeit, tagsüber öfter mal schnell 200 km oder mehr, brauche Anhängelast für Segelboot 2900 KG., dann irgendwo laden, in der Nacht einige km Auto von Ladestation abholen, zu Fuß..
    Es gibt so viele Dinge, nicht nur für mich , die jede Diskussion von E Mobile total vernichtend sind.
    Jeder der einen gesunden Menschenverstand hat und alles erlebt hat, wird nie sowas kaufen
    Gebrauchte e Mobile sind fast nicht zu verkaufen, nur mit erheblichen Einbußen.

    Ps. Ich fuhr selbst so eine Krücke, ich weiß von was ich schreibe.
    Wiederverkaufswert, weg. Batterien, vernichtend schlecht. Das teuerste Autofahren überhaupt.
    Wenn jeder Politiker zu verdammt würde so ein Vehikel immer zu fahren, dann würde es ganz, ganz
    Ruhig werden. Zukunft wird Brennstoff Zelle, wenn ausgereift, aber SPD will das nicht nur E…

    1. Hallo Heli,
      kann Deinen comment leider nicht verstehen. Was für ein komisches eAuto bist Du gefahren? Vielleicht ein eAuto der ersten Stunde, mit Blei Akkus oder eine praxisuntaugliche Ökoschüssel? Ich fahre regelmäßig 280-300Km und hatte noch keine Probleme. Ich werde mir nie wieder im Leben ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen. Auf das Brennstoffzellen Auto zu warten, bis es vielleicht 10 oder 20 Jahren ausgereift ist, ist ja nicht besonders sinnvoll. Was soll man bis dahin fahren, einen stinkenden Verbrenner mit weiterhin extrem hohen Folgekosten? Für 300Km elektrisch zahle ich MAXIMAL 5€ da es viele kostenlose Möglichkeiten gibt, nicht nur vom Hersteller, auch bei vielen Supermärkte, Hotels, etc. kann man inzwischen kostenlos laden.

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