Lucid Motors gewährt Blick auf Beta-Prototypen-Testprogramm des Lucid Air

Lucid Motors gewährt Blick auf Beta-Prototypen-Testprogramm des Lucid Air

Copyright Abbildung(en): Lucid Motor

Das Elektroauto-Start-up Lucid Motors strebt zehn Kilometer Reichweite pro Kilowattstunde Akku und ultraschnelle Ladevorgänge an. Aber das sind nur zwei von vielen Punkten, welche Lucids Chief Technology Officer Peter Rawlinson verfolgt. Derzeit befindet sich der Stromer im sogenannten Beta-Prototypen-Testprogramm, auf welches wir nun einen Blick werfen durften.

Aktuell geht das Unternehmen davon aus, dass erste Vorserienfahrzeuge Anfang des vierten Quartals 2020 vom Band laufen werden, und der Start in die Serien-Produktion dann bis Ende 2020 erfolgen wird. Zuvor laufen jedoch bis zu 80 Beta-Prototypen im Silicon Valley vom Band – einschließlich der eigentlichen Aluminium-Karosseriestrukturen. Eben diese kommen unter anderem im Beta-Prototypen-Testprogramm zum Einsatz. Jeder der Prototypen sei hierbei für einen bestimmten Zweck bestimmt, um den Beginn der Lucid Air-Produktion Ende des Jahres vorzubereiten. Die Beta-Prototypen werden ausgiebig getestet – auf der Rennstrecke und auf öffentlichen Straßen sowie das ganze Jahr über unter extremen Bedingungen von Sommer bis Winter. Einen ersten Einblick hat das zuvor eingebundene Video gegeben.

Der Clip startet auf dem NASA-Flughafen und der Testanlage in Crows Landing, Kalifornien, wo der Beta 1 und Beta 5 eingesetzt wurden, um wichtige Fortschritte im Bereich des Antriebsstrangs der Prototypen zu testen und zu validieren. Im Anschluss reiste das Team von Lucid Motor zum Thunderhill Raceway Park in Willows, Kalifornien, wo die Dämpferleistung mit Beta 8 weiter verfeinert wurde. “Dank eines fortschrittlichen Algorithmus muss der Fahrkomfort einer Luxuslimousine nicht beeinträchtigt werden, während gleichzeitig das scharfe Fahrverhalten einer Sportlimousine erhalten bleibt – die Dämpfer können weich werden, um einen Stoß zu absorbieren, und sich dann sofort versteift, um den Rückprall zu kontrollieren”, so Lucid zur Einstellung des Lucid Air.

Mit dem Prototypen Beta 11 habe man die Lenkgeometrie kalibriert, die sorgfältig für ein maximales Fahrgefühl entwickelt wurde. Der Lucid Air-Fahrer könne dann die Lenkung nach seinem persönlichen Geschmack anpassen, indem er die Fahrmodi nutzt, um sie so sportlich oder luxuriös wie gewünscht zu gestalten. Beendet hat man diese erste Testphase auf dem Auto Club Speedway in Fontana, CA, wo der Beta 9 mit einer einzigen Batterieladung über 640 Kilometer bei Autobahngeschwindigkeit zurückgelegt hat. “Dies war ein ermutigendes Ergebnis – und wir glauben, dass der Air unter realen Bedingungen abseits der Strecke noch besser abschneiden wird”, so Lucid Motor.

Angekündigt wurde der Lucid Air bereits 2017 in drei Batteriegrößen, mit bis zu 130 kWh Kapazität. Davon hat das Start-Up zumindest für Serienbeginn Abstand genommen, da man selbst bei geringerer Akku-Größe die gleiche, angestrebte Reichweite erzielt. Einen Ausblick auf die Serienvariante gibt der nachfolgend eingebettete Clip.

Quelle: Lucid Motor – Pressemitteilung vom 12. Februar 2020

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3 Antworten

  1. …. schönes Auto aber wieder ein Fahrzeug in der Tesla Klasse. Nix für den breiten Markt. Und genau dieser sollte bedient werden sonst gibt das nichts mit der Wende….

    1. Kann ich nur unterschreiben.
      Man braucht mehr Fahrzeuge in der ZOE-, Ioniq-Klasse (eigentlich das vFL-Modell) damit sich E-Mobilität durchsetzen kann. 400 km Reichweite sind eigentlich genug, dafür Ladezeiten wie beim “alten” IONIQ ….. und passt!

  2. Start-ups bleibt zum Start kaum was anderes übrig als das Hochpreissgement, denn da sind die Margen höher, selbst bei moderaten Stückzahlen.
    Konnte man bei Tesla mit den MS + MX sehen. Danach die Schwierigkeiten beim Hochfahren des M3. Bei tiefpreisigen Modellen geht der Gewinn nur über hohe Stückzahlen mit hohem Automationsgrad in der Fertigung und das kann ein Start-up halt nicht sofort stemmen.
    Ob weitere Start-ups wie Lucid mit copy&paste der Tesla Strategie bald 10 Jahren später noch erfolgreich werden ist zumindest fraglich.

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