Lucids Fabrik in Arizona nimmt weiter Gestalt an – mit Seefracht aus Japan

Copyright Abbildung(en): Lucid Motors

Derzeit fertigt das Start-Up am Hauptsitz des Unternehmens im Silicon Valley momentan 80 Prototypen, die für umfassende Tests und Validierungen der Fahrzeugdynamik sowie für Crashtests zur Bestätigung umfassender Simulationen verwendet werden. Des Weiteren treibt man allerdings auch die erste eigene Elektroauto-Fabrik in Arizona mit großen Schritten voran. Schließlich möchte man am aufgestellten Zeitplan festhalten und den Lucid Air mit bis zu drei Motoren zeitnah auf die Straße bringen.

Ende April verließ ein Schiff namens One Humber Japan mit 14 Containern mit Roboter- und Präzisionswerkzeugausrüstungen den dortigen Hafen. Bestimmt sind die Container für die Karosseriewerkstatt im neuen Lucid-Werk in Arizona. Eigener Aussage nach für die erste speziell für diesen Zweck gebaute reine Elektroauto-Fertigungsanlage in Nordamerika. Lucid Motors gab zu verstehen, dass man den Satelliten-Tracker nicht aus dem Auge gelassen hat, als das Schiff den Pazifischen Ozean überquerte und eine Woche später im Hafen von Los Angeles eintraf.

Insgesamt neun Lieferungen machen sich von Japan nach Los Angeles auf den Weg, um von dort insgesamt 85 Containern mit Ausrüstung zu liefern. Hokuto, der Lieferant einer der relevanten Lieferanten für das neue Werk von Lucid Motors stammt aus Japan und beliefert das Unternehmen mit relevanten Maschinen, um die Herstellung der modernen Vollaluminium-Karosseriestruktur des Lucid Air zu ermöglichen. Festhalten lässt sich aktuell, dass alles nach Plan, ohne Verzögerung verläuft – „auch wenn wir für alle, die an dem Projekt auf dem Werksgelände arbeiten, eine möglichst sichere Umgebung schaffen“, wie Lucid zu verstehen gibt.

Lucid Motors

Lucid hatte sich zum Ziel gesetzt, die Produktionsversion des Lucid Air auf der New Yorker Auto-Show im April vorzustellen und die Produktion bis Ende des Jahres aufzunehmen. Durch Corona wurde aus der Vorstellung nichts. Unabhängig davon gab Peter Rawlinson, CEO von Lucid Motors, zu verstehen, dass das Unternehmen weiterhin Mitarbeiter einstellt und seinen Plan, den Air in Produktion zu bringen, vorantreibt. „Tatsächlich mussten wir unsere ehrgeizigen Pläne nicht ändern, um unser Werk für die bevorstehende Produktion von Lucid Air fertigzustellen“, so das Unternehmen in der aktuellen Meldung.

Das Unternehmen blickt in der aktuellen Meldung auf den bisherigen Bauverlauf zurück: „Nachdem wir erst Ende letzten Jahres den ersten Spatenstich gemacht hatten, haben wir die Stahlkonstruktion im Februar fertiggestellt und zuletzt die Wände und das Dach eingefasst. Nach der Fertigstellung im Laufe dieses Jahres werden unsere Produktionslinien Anlagen umfassen, die von den weltweit führenden Lieferanten aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Südkorea und Mexiko sowie aus Japan bezogen werden.“ Entsprechende Fortschritte am Bau des Elektroauto-Werkes in Arizona behalten wir wie gewohnt im Auge.

Quelle: Lucid Motors – Pressemitteilung

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4 Antworten

  1. Ich bin gespannt ob das mit der Voll-Alu-Karosserie klappt. Audi hat es quasi aufgegeben weil aus Festigkeitsgründen die Gewichtsersparnis minimal war und die Fertigungskosten sind erheblich höher als bei Stahl.
    Hinzu kommen die gängigen Korrosionsprobleme bei den notwendigen Al-Legierungen – elektrochemische Korrosion lässt grüßen

    Auch Tesla baut meines Wissens das M3 wieder weitgehend aus Stahlblech nachdem MS und MX noch Al-Konstruktionen waren.

    1. Ja, bei hoher Stückzahl hat Aluminium entscheidende Kostennachteile, da dann die teils günstigeren Maschinen (vor allem Stanzen und Biegen) von den Material und Verarbeitungskosten aufgefressen werden.

      1. ich bin auch auf das neue Al-Heckteil vom MY gespannt. Das soll eine große Baugruppe komplett in einem Stück per AL-Druckguss gefertigt werden.
        Au Backe ..

        Das Druckgussverfahren hat ganz dicke Grenzen bei den zur Verfügung stehenden Legierungen und bei der Formgebung. Bei flachen Teilen alles ok aber bei komplexen räumlichen Formen .. da möchte ich mal die Werkzeuge sehen – speziell die für die Holme.
        Reinschweißen kann man die auch kaum denn die Schweißbarkeit bei Al-Gusslegierungen ist sehr beschränkt.

        Na ja .. Tesla kann übers Wasser schweben ..

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