Lordstown Motors setzt auf In-Wheel-Motoren-Spezialisten Elaphe

Copyright Abbildung(en): Lordstown Motors

Lordstown Motors kündigte eine exklusive Lizenzvereinbarung mit Elaphe Propulsion Technologies für Radnabenmotoren an. Ein Unternehmen welches uns nicht gänzlich unbekannt ist. Denn bereits im Oktober 2019 konnten wir berichten, dass sich das Unternehmen Aptera ebenfalls mit Elaphe Propulsion Technologies zusammengeschlossen habe, um ein Serienfahrzeug mit In-Wheel-Motoren zu bauen. Bei Lordstown steht bereits fest, dass die Radnabenmotoren für den Lordstown Endurance Elektro-Pickup-Truck zum Einsatz kommen.

Diesen wird der Hersteller in seinem riesigen Werk in Lordstown, Ohio, produzieren – ebenso die In-Wheel-Motoren. Die ersten Einheiten, die in Alpha-Prototypen des Fahrzeugs zu sehen sind, wurden ebenfalls von Elaphe geliefert. Für Lordstown wird Elaphe ein spezifischen L-1500 In-Wheel Motor-Modell entwickeln, wovon vier davon für den Allradantrieb mit einer Systemleistung von insgesamt 600 PS (etwa 440 kW) benötigt werden. Die Produktion der In-Wheel-Motoren in Lordstown wird innerhalb der nächsten sechs Monate beginnen, was nur wenige Monate vor dem für Januar 2021 geplanten Produktionsstart des eigentlichen E-Autos liegen würde.

“Die erste Einrichtung der ~1.850 Quadratmeter großen Produktionslinie, die Elaphe mit verwalten und unterstützen wird, hat bereits begonnen, und während das Projekt neun Monate bis zur vollen Produktionskapazität benötigen wird, wird Lordstown innerhalb der nächsten sechs Monate mit der Nutzung der neuen Linien für Betatests und Vorserienfahrzeuge beginnen. Jede Lordstown Endurance, die vom Band rollt, wird mit den im Werk in Ohio gebauten Elaphe Endurance-Radmotoren des Modells L-1500 ausgestattet.” – Lordstown Motors

Neben der Bereitstellung der Technologie für die Radnabenmotoren wird Elaphe während des gesamten Projekts auch technische Unterstützung, technische Hilfe und Beratungsdienste leisten, so das Unternehmen in der offiziellen Pressemitteilung zur Zusammenarbeit. Details zu finanziellen Rahmenbedingungen hat man nicht mitgeteilt.

“Während sich die meisten Fahrzeughersteller lediglich darauf konzentrieren, aufzuholen und mit den veralteten elektrischen Antriebstechnologien zu konkurrieren, die vor Jahrzehnten von reinen Elektroauto-OEMs eingeführt wurden, macht Lordstown einen riesigen Sprung nach vorn, indem es seine Fahrzeuge nach den Bedürfnissen ihrer Benutzer und nicht nach den traditionellen, durch die Integration des Antriebsstrangs auferlegten Kompromissen baut.” – Gorazd Lampič, CEO von Elaphe

Des Weiteren gibt der CEO von Elaphe zu verstehen, dass man der festen Überzeugung sei, dass das Packaging, die Modularität, die Redundanz und die fortschrittlichen Funktionen der Fahrzeugsteuerung, die die Elaphe-Hubmotoren ermöglichen, der Schlüssel zur Bereitstellung von Drehmoment sind, wie es bei einem echten Allradantrieb der Fall sein sollte.

Quelle: Lordstown Motors – Pressemitteilung vom 12. Mai 2020

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3 Antworten

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Radnabenantriebe bei PKWs bzw. kleinen Nutzfahrzeugen, die auf der Strasse fahren sinnvoll sind. Der Antrieb im Rad erhöht massiv die schwingenden Massen.

  2. Selbst MAN verzichtet beim
    Neuen Elektro Linien Gelenkzug Bus auf Radnabenmotoren, da noch zu komplex und problematisch in der Wartung und Reparatur

  3. Beim Allrad könnte dadurch auf Gelenkwellen , die viel Kraft vergeuden verzichtet werden. Aber im Flachland bei mittleren Autoklassen ohnehin nicht erforderlich. Es reicht schon, dass die Bremsen dort sein müssen, wo die grösste Verschmutzung aufritt. In den Rädern.

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