Landshuter Innovationskraft im BMW i Hydrogen NEXT sowie dem Elektroauto iX

BMW-Wasserstoff-Brennstoffzelle-Hydrogen-Next

Copyright Abbildung(en): BMW

Die Entwicklung alternativer, CO2-freier Antriebsformen hat bei der BMW Group hohe Priorität. Deshalb verfolgt das Unternehmen in einem technologieoffenen Ansatz auch das Thema Wasserstoff weiter, so BMW in einer aktuellen Mitteilung. Mit dem BMW i Hydrogen NEXT will die BMW Group 2022 eine Kleinserie fertigen, die mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-E-Antrieb ausgestattet ist und somit nur Wasserdampf ausstößt. „Auch in diesem Fahrzeug steckt Landshuter Innovationskraft“, sagt Dr. Stefan Kasperowski, Leiter des BMW Group Werks Landshut. Für das Brennstoffzellensystem des Fahrzeugs werde der niederbayerische Produktionsstandort innovative Komponenten liefern. „Die komplexen Bauteile sind spezifisch auf den dauerhaften Kontakt mit Wasserstoff ausgelegt“, so der Standortleiter.

BMW ist davon überzeugt, dass künftig verschiedene alternative Antriebsformen nebeneinander existieren werden, da es keine alleinige Lösung gebe, die sämtliche Mobilitätsanforderungen der Kunden weltweit abdecken kann. „Mit zukunftsorientierten Technologien spielen wir als hauseigene Komponentenfertigung mehr denn je die Rolle eines Innovationstreibers“, so Kasperowski. „In der technologischen Transformation ist Erfolg kein Selbstläufer. Mit unserem Leichtbau- und Technologiezentrum hier am Standort treiben wir durch Innovationen die nachhaltige Entwicklung unserer Modelle voran und generieren dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile“, ergänzt der Betriebsratsvorsitzende des BMW Group Werks Landshut, Willibald Löw.

Brennstoffzellen-Stack in Eigenfertigung

Konkret wird das BMW Group Werk Landshut für den BMW i Hydrogen NEXT das so genannte Stack-Gehäuse aus Leichtmetall fertigen, in dem die Brennstoffzellen sitzen, sowie die Medienendplatte. Sie besteht aus Kunststoff- und Leichtmetallgussteilen und dient als luft- und wasserdichter Verschluss des Stack-Gehäuses. Durch die Endplatte werden in das Gehäuse die „Medien“ Wasserstoff-, Sauerstoff und Kühlmittel eingeschleust, um die chemische Reaktion in den Brennstoffzellen zu initiieren. Das System wurde im Landshuter Leichtbau- und Technologiezentrum (LuTZ) entwickelt. BMW spricht von einem „herausragenden Beispiel für die technologieübergreifende Innovationskraft am Standort Landshut“.

Wir haben in der Forschung bereits zwanzig Jahre Erfahrung mit Brennstoffzellen-Systemen gesammelt. Das zahlt sich jetzt in der hauseigenen Fertigung wesentlicher Komponenten aus“, so Jürgen Guldner, Leiter Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie und Fahrzeugprojekte bei der BMW Group. Im Antriebsstrang erzeugt das Brennstoffzellensystem des BMW i Hydrogen NEXT, das kontinuierlich mit Wasserstoff aus CFK-Tanks gespeist wird, bis zu 125 kW elektrische Energie für den Elektromotor, der auf der Hinterachse sitzt. Der zugrundeliegende Mechanismus ist dabei eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff, deren einziges Reaktionsprodukt Wasser ist. Zwei 700-bar-Tanks, die zusammen sechs Kilogramm Wasserstoff fassen, garantieren große Reichweiten bei allen Wetterbedingungen – bei einer Tankdauer von nur drei bis vier Minuten.

BMW-Wasserstoff-Brennstoffzelle-Antrieb-Hydrogen-Next

Vollumfänglich ist im BMW i Hydrogen NEXT auch der E-Antrieb der fünften Generation (Gen5) integriert, der erstmalig im BMW iX3 zum Einsatz kommt. Die Leistungspuffer-Batterie, die oberhalb der E-Maschine sitzt, sorgt beim Beschleunigen für zusätzliche Dynamik. Damit beträgt die Antriebsleistung insgesamt 275 kW (374 PS). „Das Thema Wasserstoff ist nicht neu für uns“, erläutert Standortleiter Kasperowski. „Bereits im Jahr 2000 hat der BMW Group Standort Landshut den BMW Hydrogen 7, den damaligen Technologieträger mit Wasserstoffverbrennungsmotor, mit Guss-Komponenten aus Sandguss ausgestattet.“

BMW iX – weiteres Beispiel für Innovationen aus Landshut

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Unternehmen auf dem Weg zur Mobilität von morgen weiter auf seine niederbayerischen Standorte setzt, ist der BMW iX. Das erste vollelektrische und für hochautomatisiertes Fahren vorbereitete Serienfahrzeug der BMW Group wird ab 2021 in Dingolfing, gut 30 Kilometer östlich von Landshut, vom Band laufen.

Auch dafür wird das BMW Group Werk Landshut wichtige Hightech-Komponenten liefern, beispielsweise die innovative Niere – das „Auge“– für den BMW iX. Die Niere ist essentiell für das hochautomatisierte Fahren. Sie erlaubt in der Fahrzeugfront die Integration von Kameratechnik, Radarfunktion und weiterer Sensorik für hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme. Insgesamt investiert die BMW Group in Landshut aktuell mehr als 50 Millionen Euro in innovative Komponenten für künftige Fahrzeugmodelle.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 24.11.2020

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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„… verfolgt das Unternehmen … auch das Thema Wasserstoff weiter, so BMW in einer aktuellen Mitteilung.“

Ist wohl verlorenen Geld – oder hofft man bei BMW, dass viele Betreiber von Solar- und Windkraftanlagen einen Teil ihres Stroms (auf Druck der Politik = Lobbyarbeit) verschenken?

Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum tiefgefrorene Erbsen oder Bohnen billiger sind als frische (und zudem schon fertig gerüstet, ohne Abfall, …)?
Der Grund ist ein sehr ähnlicher wie beim Wasserstoff – es ist ein ‚just in time‘-Problem. Batterien brauchen den Strom genau dann, wenn Sie laden wollen und genau dort, wo Sie laden wollen (+ natürlich der Strom für die Produktion der Batterie, der immer unterschlagen wird), für Wasserstoff kann man den Strom irgendwann an dem Ort nehmen, wo er oft im Überfluss anfällt.

Das gilt nicht bei smarten Wallboxen zuhause bzw. smarte Ladestationen beim Arbeitgeber, hier könnte z.B. nur überschüssiger Okostrom geladen werden, wenn das E-Auto über Nacht in der Garage steht und ein kräftiger Wind bläst oder beim Arbeitgeber die Sonne vom Himmel knallt.

Batterien kann man auch flexibel laden vor allem wenn der Preis bei überschüssigem Okostrom günstiger ist, dann werden sich die E-Autofahrer darauf einstellen.

Zu den „tiefgefrorene Erbsen oder Bohnen“ – die dürften aus dem Ausland kommen, geerntet und verarbeitet von Billiglöhner. Aber vermutlich meint Mark Müller den Abfall, der bei Frischware mit den langen Transportwegen und der Lagerung im Laden anfällt, und in der Preis eingerechnet wird. Im Gegensatz zur Konserve, denen lange Transporte und lange Lagerung im Laden wenig ausmacht.

Ob das beim Wasserstoff wie bei Konserven und bei E-Autos wie bei frischem Gemüse ist?

Wasserstoff in Afrika ließe sich billig produzieren, aber durch den Transport wäre er auch nicht günstiger und wir wären wie beim Erdöl abhängig.

Aber es gibt da ein politisches Problem – die Lobbyisten lassen grüßen – Steinmeier will PV-Strom vom eigenen Dach fürs eigene E-Auto mit EEG-Umlage belasten und weil das nicht genug ist, kommen etliche bürokratische Hürden und zusätzlich Kosten auf die alten PV-Anlagenbesitzer hinzu.

So kann man das E-Auto abwürgen und vermutlich den Wasserstoffherstellern mit EEG-Befreiung und weiteren Vergünstigungen in den Ar… kriechen.

In den Niederlanden geht Solarstrom ganz einfach – ein einfacher Rückwärtsstromzähler und ein Formular genügen – der bezogene Strom lässt den Zähler vorwärts laufen und der Solarstrom lässt ihn rückwärts laufen, wenn man Glück gleichen sich beide aus und man hat 0 Euro auf der Stromrechnung.

Minister Steinmeier, den großen Ökostrombremser, sollte man hochkant aus dem Ministerium werfen, dann käme die Energiewende richtig in Schwung – ansonsten tröpfelt es nur so vor sich hin.

Genau den Bericht habe ich auch gesehen, Wir Deutschen hängen in allem hinterher, und unsere Politiker, Alle, machen was die Lobby sagt. Wir werden so schön abgezockt und verarscht, daßes schon weh tut.

Eine Firma in Norddeutschland macht das ca. 100 kg durch Windenergy für Busse und PKW am Tag und halt vor Ort. Aber im großen Stil für Alle, glaube ich nicht.

„Daimler will künftig Benzinmotoren in großem Stil von seinem chinesischen Partner und Großaktionär Geely bauen lassen.“ (Quelle: spiegel.de)

Daimler hat es offenbar immer noch nicht begriffen und hängt weiterhin am Verbrenner, scheinbar wollen sie das gleiche Schicksal erleiden wie das Kodak-Werk in Stuttgart-Wangen.

BMW auf Irrwegen. Wenn eine Firma keinen Plan hat, dann gibt es zwei Wege. Abwarten und Tee trinken oder hyperaktiv überall viel PR Gebrabel verbreiten. Aktuell Setzt BMW auf jeglichen Strohhalm der sich anbietet. Aber leider rasen die zielstrebigen eKonkurenten links und rechts am Bayerischen Koloss vorbei. Schaut man sich die Palette von BMW heute ökologisch an, so gibt es nichts familientaugliches zu kaufen. In naher Zukunft sieht man ausser viel Innovations-PR nichts konkretes. Die Hybridgeschwüre schneiden in jedem Verbrauchstest katastrophal schlecht ab. Das weiss und wusste man bei BMW. Trotzdem zieht keiner die Reisleine. Schade um diese alterwürdige, inzwischen veraltete Autoschmiede.

„Zwei 700-bar-Tanks, die zusammen sechs Kilogramm Wasserstoff fassen…“

6 kg Wasserstoff sind 500 bis 600 km Reichweite – das können einige E-Autos schon heute und in Zukunft noch viele E-Autos mehr.

„Anders beim Elektromotor: Er setzt rund 80 Prozent der zugeführten Energie in Bewegung um. Wenn man die Verluste einbezieht, die beim Laden der Batterie und bei der Bereitstellung des Stroms anfallen, erhält man einen Wirkungsgrad von 64 Prozent.
Wasserstoff … Wirkungsgrad von etwa 27 Prozent, …“ Quelle: bmu.de)

Strom – E-Auto 20 kWh pro 100 km + 5 kWh für Verluste = 25 kWh (Wasserstoff = 59 kWh)

Der Strompreis für Wasserstoff müsste immer deutliche billiger sein als für E-Auto, sonst rechnet es sich nicht und wenn in Zukunft der Batteriepreis fällt, dann fällt auch der Kaufpreis bei E-Autos.

Wasserstoffautos brauchen wohl auch in Zukunft stabile 700-bar-Tanks, die viel Platz wegnehmen.

Alles muss man wiederholen, bis es der Letzte mitbekommen hat:
In einer umfangreichen Studie von Agora Energiewende mit Fassung 3/2018 kommt ein BEV zu einem Wirkungsgrad von 69% und ein FCEV zu 26% (Faktor 2,8). Die geht aber von 70% el. Wirkungsgrad des Elektrolyseurs aus und berücksichtigt die Wärmenutzung nicht. Geht man aber von derzeit machbaren 85% el. Wirkungsgrad aus. Kommt man schon auf 32% statt 26% (Faktor 2,2). Berücksichtigt man noch die Wärmenutzungsmöglichkeit von 5-10% durch Sektorenkopplung und berücksichtigt man noch die Wärmenutzung im Fahrzeug (Winter), dann kommt man nur noch auf 40-50% Mehrverbrauch an Energie. Berücksichtigt man dann noch den Energieverbrauch bei der Herstellung (Akku vs. Brennstoffzelle), dann hat sich das Thema Energieverschwendung in Luft aufgelöst. Man muss in Gesamtzusammenhängen denken und bewerten.

„Der Strombedarf für die Herstellung von Wasserstoff im Elektrolyseverfahren direkt an der Tankstelle liegt in der CEP derzeit bei ca. 55 kWh / kg H2 bei einem angenommenem Wirkungsgrad von > 60 Prozent.“
(Quelle: cleanenergypartnership.de – im Impressum stehen z.B. AUDI AG, Bayerische Motoren Werke AG, Daimler AG, Linde Aktiengesellschaft, H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG – und noch einige mehr)

Von den Firmen im Impressum kann man kaum behaupten, dass sie Wasserstoff schlecht rechnen, es ist eher das Gegenteil anzunehmen, aber sie kommen auf ca. 55 kWh / kg H2.

Wenn man die Zahl der vielen Autohersteller nimmt – die ja an der Tankstelle rechnen, also ohne Wasserstofftransport per Lkw – dann steht es 25 kWh (E-Auto) zu 55 kWh (Wasserstoffauto) pro 100 km.

lt. Zahlen des statistischen Bundesamtes wurden letztes Jahr rund 600 Terra Wattstunden erzeugt. Davon waren 124terra Wattstunden Windenergie. Wenn wir nun davon ausgehen das ca. 100h ein Überschuss vorhanden war der nicht genutzt wurde, wäre das eine terrawattstunde was 1×10 hoch 9 entspricht oder 1 Milliarde kwh. Da reicht um 3mio Wasserstoffautos einmal voll zu tanken oder das Netz stabil zu halten oder die Stahlindustrie mit Wasserstoff zu versorgen damit weniger fossilen Brennstoff zu benötigen. Sucht euch was aus.

Die Industrie braucht Wasserstoff, auch um Kohle zu ersetzen wie in der Stahlindustrie, dafür könnte man den Ökostrom-Überschuss sinnvoll verwenden.

Aber für Autos mit E-Motor sollte der Strom direkt verwendet werden, da so mehr als doppelt soviele Autos versorgt werden können.

Auch für Wärmepumpen und Klimaanlagen wird in Zukunft vermehrt Strom gebraucht, also sollten wir den knappen Ökostrom nicht sinnlos mit Wasserstoffautos verprassen.

der korrekte Umrechnungsfaktor ist eher bei drei- bis viermal so vielen. Vergessen wir mal nicht, dass rund 90% des Wasserstoffs derzeit aus Dampfreformierung gewonnen wird – allein dadurch steigt der Energiebedarf für die Herstellung schon auf rund 63 Kilowattstunden je Kilo Wasserstoff.

Außerdem reicht ein Kilo Wasserstoff nicht für 100 Kilometer, sondern eher für um die 80.

Außerdem fehlt hier noch der (nicht unbeträchtliche) Energiebedarf für Transport des Wasserstoffs sowie für den Tankvorgang selbst. Allein bei der Betankung verbrauchst du rund 20% des im Wasserstoff gespeicherten Stroms – nur, damit selbiger schön auf 700 Bar komprimiert und in die Autotanks gedrückt werden kann. Das sind bei einem durchschnittlichen Tankvorgang allein rund 20-30 Kilowattstunden Strom, die da NUR für das Tanken draufgehen – fast eine komplette Akkuladung eines Ioniq, der damit dann 200-300 Kilometer weit kommt!

Ja, beim Laden des Akkus eines Elektrofahrzeugs gibts auch Ladeverluste – und Wandlungsverluste beim Stromtransport. In Summe sind wir da aber immer noch im EINSTELLIGEN Prozentbereich, den wir wiederum noch weiter gedrückt bekommen, wenn wir an Ladetechnik arbeiten, den Strom so nah wie möglich an der Ladesäule selbst herstellen oder an den Akkuzellen weiter arbeiten. Bei Wasserstoff dagegen STEIGT der Grauverbrauch sogar noch – und senken geht technisch schlicht und ergreifend nicht. Es sei denn irgendwer erfindet morgen ein funktionierendes Perpetuum Mobile…

480 Kilometer – im Best-Case (pro Kilo Wasserstoff hat der Wagen eine Reichweite von rund 80 Kilometern. WENN man halbwegs manierlich fährt…)

Und Best-Case auch deswegen, weil diese 6 Kilo nahezu NIE erreicht werden können. Denn sind die Tanks nicht ganz leer, bekommt die Tankstelle sie nicht über 80% gefüllt. Sind sie dagegen komplett leer, werden sie erst noch entlüftet, dauert der Tankvorgang einige Minuten länger….und ist die Wartezeit hinterher dann nochmal etwas länger, weil der Tankrüssel am Wagen festfriert, erst einige Minuten auftauen muss, ehe man ihn wieder los bekommt (falls jemand Lust haben sollte, mit seinen Lederhandschühchen ein Metallventil, das auf unter -200°C runtergekühlt ist anzufassen – be my guest!). Und nicht zu vergessen die 15-20 Minuten Wartezeit nach jedem Tankvorgang, ehe der nächste an die Säule dran darf…

Falls jetzt jemand mit „Kinderkrankheiten“ oder sowas kommen sollte: Nein, meine Freunde. Das ist Physik! Und ganz gleich mit wieviel Lobbygeblubber ihr auch kommen mögt – physikalische Gesetze bekommt ihr damit NICHT außer Kraft gesetzt.

Ich nehme lieber die „55 kWh / kg Wasserstoff“ von den Wasserstoffbefürwortern, der Unterschied ist ja immer noch groß genug und betreibe keine „Erbsenzählerei“, die dann die H2-Befürworter ihrerseits zu ellenlangen Aufzählungen der angeblichen Vorteile animiert.

Ich finde die riesigen Tanks für den Wasserstoff auch das Haupt-Problem. Auf der anderen Seite haben sie glaub auch nicht viel mehr Volumen als eine Long-Range-Batterie (müsste man mal ausrechnen), wenn auch etwas unhandlicher – und sicher sind sie leichter.

Bei E-Autos können die Batterien flach im Unterboden untergebracht werden, der Nebeneffekt ist eine erhöhte Sitzposition (SUV-Feeling) und der Platz für die Brennstoffzellen vorne kann für den E-Motor genutzt werden, so dass Innenraum (ohne Mitteltunnel) und Kofferraum größer ausfallen.

Dem Bild nach braucht „das Ding“ eine hohe Motorhaube (fast wie ein dicker Diesel) und hat einen kleine Kofferraum, weil der Platz durch Brennstoffzellen vorne, Wasserstofftanks unten und E-Motor mit allen drumherum hinten „verprasst“ wird. Möglicherweise gibt es sogar einen Mitteltunnel, der den Platz im Innenraum weiter einschränkt – also ein großes Auto für Reisen mit ganz kleinem Gepäck.

Ohne Wasserstofftanks wären die Batterien platzsparend im Unterboden und der E-Motor vorne untergebracht, es gäbe genug Platz im Innenraum und einen großen Kofferraum – BmW (Blöd mit Wasserstoff).

Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich von manchen Batterie e Auto Fahrer halten soll. Wollt ihr den Klimawandel stoppen oder wollt ihr einfach nur die Teslaaktien noch höher treiben? Was einige immer noch nicht verstanden haben ist, das nicht jeder eine Wall Box daheim hat und auch nicht die Zeit hat ewig Zeit bis die Batterie voll ist. Es gibt halt Menschen die wollen ihre Tank Gewohnheit nicht ablegen. Und das kann ich auch verstehen. Aber auch wenn der Wirkungsgrad von Batterien besser ist, gibt es Nutzerprofile die gerne in 5 min volltanken. Ziel der Wasserstoff Strategie ist es auch das Energie auch gespeichert werden kann. Das ist mit Batterien in großen Mengen nicht möglich. Und wieso nicht Windräder dauerhaft betreiben wenn möglich und bei etwas schlechterem Wirkungsgrad Energie für Autos herstellen? Für Langstrecken bin ich immer noch sehr überzeugt.

Ich wohne in einem Ort mit 4.500 Einwohner, da gibt es grob geschätzt für 50% der Autos eine Garage. Für die Wallbox in der Garage gibts 900 Euro Zuschuss und über Nacht läd eine normale Wallbox das E-Auto.

Also die Hälfte hat schon mal keine Ausrede. Die Rathaus- und Bauhof-Mitarbeiter haben je 2 Ladepunkte am Arbeitsplatz. Im kleineren Teilort gibt es auch eine Ladestation. Und der Rest kann evtl. beim Arbeitgeber oder beim Einkaufen laden.

Windräder kann man länger laufen lassen, das wird auch dringend nötig werden, denn die Politik will zwar viel mehr Autos mit Stromantrieb, aber bei Windkraft gibt es kaum mehr Zubau. Also werden wir bei E-Autos in Zukunft Strom sparen müssen, wenn alle mit ÖkoStrom geladen werden sollen – und das wird mit Wasserstoffautos und ihrem doppeltem kWh-Bedarf etwas schwierig.

Die Politik will einerseits die Wasserstoffstrategie, gräbt andererseits dem Wasserstoff-Autos den „Saft“ ab.

Wenn Ökostrom auch noch für den Industrie-Wasserstoff reichen soll, dann nur ohne Wasserstoffautos.

Danke für diesen tollen Beitrag. Sehr schön geschrieben. Und Glückwunsch das es in ihrem Ort so toll klappt. Leider kann ich das bei uns nicht sage. Es wird immer nur sporadisch mal eine Ladesäule in den Nachbarorten gebaut und unserer Vermieter ist auch eher ein Störer als ein Unterstützer.

Sehr schön gesagt. Sie gehen also davon aus, dass es zukünftig keinen Ausbau bei den Lademöglichkeiten gibt? Sehen wir uns also nach Ihrer gerade getätigten Annahme die Situation bei den Wasserstoff Tankmöglichkeiten an ok? Da gibt es heute nicht einmal für einen winzig kleinen Bruchteil der Fahrzeuge eine Tankmöglichkeit. In der Schweiz wo ich lebe sind es genau zwei Tankstellen wo ich öffentlich tanken kann. Ich müsste 150km hin und 150km zurückfahren um einmal zu tanken! Was bleibt da wohl übrig von der vielgerühmten Langstreckentauglichkeit, dem schnellen betanken und dem preiswerten Wasserstoff? Eine Wallbox hängt bei mir zuhause und ich füttere meinen Tesla mit der eigenen PV Anlage auf dem Dach meines Mehrfamilienhauses. Schön nicht? Auch meine Mieter können hier laden! Warum frage ich Sie, sollen zukünftig zwar Wasserstofftankstellen entstehen aber gleichzeitig keinerlei Ausbau der Lademöglichkeiten stattfinden? Schnellader brauche ich ausschliesslich 2 -3 mal pro Jahr auf Langstrecke. Das funktioniert bei Tesla übrigens bereits heute problemlos kann ich Ihnen versichern. Ich habe es schon mehrfach erfahren. Behaupten Sie immer noch Wasserstoff habe eine Zukunft beim PKW? Ich jedenfalls halte das für gequirlte Jauche.

Wenn hier jemand etwas nicht begriffen hat sind Sie es. Ein BEV kann grundsätzlich immer dann geladen werden wenn es steht. Das tun 99% aller Fahrzeuge in Privatbesitz zu 80% des Tages. Dazu reicht eine ganz einfache Schucko Steckdose. Diese einfache Lösung kostet nicht einen Bruchteil einer Wasserstoff Tankstelle. Ausser diesem nun wirklich vollkommen sinnfreien Argument des angeblichen Zeitverlustes beim Betanken / Laden gibt es absolut nichts was für ein Wasserstoff PKW spricht. Dieser Zeitverlust ist jedoch nicht von belang weil er in der Praxis nur in den Köpfen der Verbrenner Fahrer existiert. Jeder Elektro Autobesitzer wird bestätigen, dass der Spruch „steht er dann lädt er“ den Kern der Sache trifft. Mag sein, dass es nur 5min dauert um einen Wasserstoff Tank zu füllen und 2 min um zu bezahlen und 10 min zur Tankstelle und zurück. Das BEV stecke ich in 10 sek ein und damit hat es sich! Wie lange es über Nacht oder beim Shoppen oder am Arbeitsplatz oder beim Theaterbesuch oder beim Restaurantbesuch oder, oder lädt ist mir so ziemlich egal. Dann die Unterhaltskosten für ein H2 Auto. Was denken Sie wieviel Wartungskosten ein solch heikles hochkomplexes System wie ein H2 Antriebssytem generiert? Demgegenüber ist ein BEV praktisch wartungsfrei. Wasserstoff hat eine Zukunft, aber mit absoluter Sicherheit nicht für den Bereich der Privatverkehrsmittel.

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