Kleinwagen dominieren europäischen E-Auto-Absatz im Januar 2020

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Ende 2019 ließ sich festhalten, dass die Untere Mittelklasse, zu der unter anderem der Nissan Leaf (30.716 Einheiten), der BMW i3 (30.737 Einheiten) sowie der VW e-Golf (29.882 Einheiten) zählen, auf Rang Eins des Rankings nach Fahrzeugsegmenten steht. 30 Prozent des Absatzes am europäischen Elektroautomarkt – beziehungsweise 105.723 Fahrzeuge – konnte das Segment für sich verbuchen. 2020 scheint sich ein Wandel anzukündigen.

Kleinwagen-Bereich verzeichnet deutliches Wachstum im Januar 2020

Denn der “Kleinwagen”-Bereich, dem in der Auswertung der Peugeot e208, der Opel Corsa-e oder auch der neue Renault ZOE zugerechnet werden, dürften ein entsprechendes Wachstum erfahren. Anfang Januar konnte man dies bereits unter Beweis stellen. Mit der Einführung einer Vielzahl kleinerer Modelle durch die Groupe PSA in Form des e-208/Corsa/DS3 sowie einem Schub durch die französischen Renault Zoe Zulassungen dominierte der Kleinwagen-Sektor den ersten Monat des Jahres.

Mit dem sogenannten “Near-Executive-Segment” reihte sich Ende Juli 2020 ein Segment in die Marktbetrachtung ein, welches uns bis Februar 2019 in Europa eigentlich gar kein Begriff war. Dahinter verbirgt sich lediglich ein Fahrzeug, das Tesla Model 3. Das Model 3 alleine brachte es von Januar bis Dezember 2019 auf 93.945 Neuzulassungen oder auch 26,7 Prozent der Gesamtzulassungen. Seit der ersten Betrachtung der Zulassungen nach Segment ist der Anteil des Model 3 stetig gewachsen. Wobei in Bezug auf den Gesamtmarkt mittlerweile ein leichter Abschwung festzustellen war. Im Januar war hier ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen, gerade aber zum Quartalsende dürfte wieder mit einem Aufschwung zu rechnen sein.

Untere Mittelklasse weiterhin relevant

Der zweitgrößte Sektor im Januar war das Segment der Untere Mittelklasse, welche durch relativ hohe eGolf-Volumina angekurbelt wurde, und dem Leaf, der im Januar keine bedeutenden neuen Modelle aufwies. Ab 2020 drängen auch hier einige neue Volumenmodelle auf dem Markt, welche größtenteils auf der MEB-Plattform von VW basieren. Insbesondere der ID.3 solle diesem Segment, ab der zweiten Jahreshälfte, einen Aufschwung verschaffen.

Bei um die 20 Prozent hat sich zum Jahresende 2019 das SUV/Crossover-Segment eingereiht. Hier gehen Analysten davon aus, dass dieses Segment im nächsten Jahr dem “Near-Executive-Segment”  den Rang ablaufen wird. Wobei man mittlerweile dazu tendiert, dass vor allem Plug-In-Hybride in diesem Segment den Absatz dominieren werden. Reine E-Autos nehmen eher eine kleinere Rolle ein.

Elektroauto Zulassungen nach Segmenten im Januar 2020

  • Basic – 3.618 Einheiten – 9,48 Prozent
  • Kleinwagen – 13.208 Einheiten – 34,61 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 10.111 Einheiten – 26,49 Prozent
  • Near Executive – 1.412 Einheiten – 3,70 Prozent
  • SUV/Crossover – 8.289 Einheiten – 21,72 Prozent
  • Luxusklasse – 515 Einheiten – 1,35 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse – 236 Einheiten – 0,62 Prozent
  • Sonstige – 775 Einheiten – 2,03 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report Edition 01.2020

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7 Antworten

  1. Wenn endlich ausreichende Angebote an Menge und Preisattraktivität in der Polo und Golf Klasse verfügbar sind werden sich die Hersteller wundern wieviele Kunden umsteigen.
    Die Monster SUV Fans machen ihr eigenes Ding, aber Normal- und Kleinverdiener können sich auf ein Leben ohne Ölwechsel, Zahnriemen und rostige Auspuff Rohre und Kupplungswechsel etc. freuen.
    DAS macht vielen Gewerbetreibenden natürlich Angst.
    Wie sagte ein Bekannter der in einer BMW Niederlassung arbeitet kürzlich zu mir “jeder verkaufte I3 ist ein Werkstatt Kunde weniger … “

    1. Habe gerade gesehen, dass der e-Golf mittlerweile nach Bafa Prämie für gut 18.000€ in der Grundausstattung (Discover Pro Navi, LED Scheinwerfer, 16” Alufelgen etc).zu haben ist. Das ist schonmal ein Wort. CCS muss noch mit rein, aber als Zweitwagen ist das erschwinglich.

  2. Der letzte Satz von Ralf ist der Beweis, weshalb Tesla und VW zu Internetbestellung gingen. Auch die Autohäuser samt ihren Vertretern haben bis dato gegen die E Autos im Verkauf agiert.

    1. ATU z. B. hat reagiert und ist jetzt für Aiways beim Vertrieb und Service der über das Internet bestellten Elektro SUV’s (nur 35.000 €!! für einen Tiguan Konkurrenten) der Ansprechpartner.
      Deren Konzept “Öl, Bremsen, Auspuff” wird aussterben.

  3. Vorschlag: Der Renault Zoe gehört in die untere Mittelklasse weil.
    – abmessungsbaugleich mit E Golf
    – Länge,Breite, Kofferraumvolumen,
    – ein 5 Plätzer
    – Akkus von 21 bis 52 KWh lieferbar
    – einer der wenigen die in einer Std aufladen können, ohne CCS zu benötigen
    – nur weil er durch Preiswürdigkeit und Komplettlieferung die anderen unterbietet, gehört er nicht zu den Kleinwagen

    Diese Richtigstellung ergibt ein ganz anderes Marktbild und zeigt eindrücklicher , dass der Markt bei den E Autos zu der Volksautoklasse geht.

    1. Ich teile die Einstellung, allerdings passen die Fakten nicht: Der Golf ist länger (17cm) und breiter (8-9cm)

      Die Zuordnung ist technisch damit korrekt, auch wenn der Nutzen vergleichbar ist. Allerdings ist die Austattung des E-Golf sicher eine Klasse höher.

      Gruss Dani

  4. E 208, E Corsa, Renault Zoe mit 52 KWh, VW ID, der innen z. Teil kleiner ist als der Golf, gehören mit dem Golf zusammen zur Unteren Mittelklasse .
    Hat früher einer den GTI als Stadt – Keinwagen bezeichnet ?

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