KIT-Prof. fordert „ein klares und deutliches Bekenntnis“ zu Elektroautos

KIT-Prof. fordert „ein klares und deutliches Bekenntnis“ zu Elektroautos

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1289917114

In der Diskussion um die geeignete Alternative bei den regenerativen Antrieben im Individualverkehr macht sich in der Wissenschaft Sorge breit. In der von der Bundesregierung und großen Industrieverbänden geführten Argumentation der Technologie-Offenheit für zukünftige Massenmobilität werde das Ausmaß der technischen Möglichkeiten überschätzt – und die realen Kosten ausgeblendet. „Ich sehe im Moment ein Risiko darin, dass die Politik wider besseres Wissens der Bevölkerung keinen reinen Wein einschenkt“, sagte der zum Fachgebiet Elektromobilität berufene Wissenschaftler Martin Doppelbauer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Hintergrund-Interview des Bundesverbandes eMobilität (BEM).

In dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Video erörtert Doppelbauer die Vor- und Nachteile alternativer Antriebsquellen. Er macht Ausführungen zu den begrenzten technischen Möglichkeiten von E-Fuels, dem Brennstoffzellen-Antrieb sowie dem Wasserstoffantrieb in der Individualmobilität. Doppelbauer sagt wörtlich: „Wasserstoffautos braucht niemand. Sie werden auch in ferner Zukunft immer teurer und umweltschädlicher sein als batterieelektrische Autos.“ Der Wissenschaftler und BEM-Fachbeirat schildert den Aufwand riesiger Wasserstoffanlangen, die teuer gebaut werden müssen und verweist auf den immensen Aufwand der Rückverstromung. Außerdem seien bei Wasserstoff-Pkw keine größeren Reichweiten als bei batterieelektrischen Pkws zu erwarten.

Mit Blick auf die weiterhin hohen CO2-Mengen, die durch den Verkehrssektor emittiert werden, sieht Doppelbauer unverzüglichen Handlungsbedarf: „Wir brauchen ein klares und deutliches Bekenntnis zu batterieelektrischen Pkws“, sagt der Experte und nennt zahlreiche Vorteile für den Antrieb.Das erfreuliche an der Elektromobilität ist die schnelle Weiterentwicklung.“ Dazu gehöre die Verbesserung des Strommixes mit wachsendem Anteil grüner Energie, die Batterie-Effizienz und die Aussichten auf weitere Technologie-Sprünge, die kleinere, leichtere und günstigere Batterien versprechen, die immer schneller geladen können.

Quelle: Bundesverband E-Mobilität – Pressemitteilung vom 07.12.2020

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „KIT-Prof. fordert „ein klares und deutliches Bekenntnis“ zu Elektroautos“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
104 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Wer mit Sachargumenten und Fakten beweisen kann, dass BEVs der ökologisch und ökonomisch bessere Weg gegenüber der BZ sind, darf dann auch an die Denk- und Einsichtsfähigkeit der Politik appellieren und von ihr nachdrücklich Vernunft und Wille zur Logik statt Lobby-Abhängigkeiten einfordern. Aber der Begriff „Bekenntnis“ hat in diesem Diskursfeld nichts zu suchen. Bekenntnisse sind Glaubensaussagen und beziehen sich auf transzendente Bereiche und subjektive Entscheidungen, die in der religiösen Dogmatik geregelt sind. Wenn ich für das BEV bin, weil ich auf Vernunft, Logik und Rechnen setze, brauche ich nicht auch noch daran zu glauben. Es bekennt sich ja auch niemand zum kleinen Einmaleins oder muss daran glauben, wenn er es benutzt wie ein Handwerkzeug.

Aber der Begriff „Bekenntnis“ hat in diesem Diskursfeld nichts zu suchen.


Ich denke, Du hast etwas missverstanden!:

Wir brauchen ein klares und deutliches Bekenntnis zu batterieelektrischen Pkws“, sagt der Experte …


und meint damit IMHO z.B. solcherlei Bekenntnisse von Politik und Wirtschaft!

Dann mag man gerne von Entscheidung für… oder von Prioritätensetzung sprechen, unsere deutsche Sprache hat in ihrem Wortschatz genug angemessene verwendbare Begriffe. „Bekenntnis“ gehört weder in die Technologie noch in die Politik, sondern in die Religion. Politiker und Parteien, die sich religiöser Termini in Zeiten der Trennung von Staat und Kirche bedienen, fallen hinter die Aufklärung zurück und werden von mir nicht gewählt. Ich frage mich z.B. immer, wenn ein Bekenntnis zu NATO und Westbündnis gefordert wird, weil man sonst als antiamerikanisch verketzert wird, ws für eine schrille Kirche oder Sekte ist das bloß? Darum: Bleibt wenigstens in der Antriebsdiskussion sachlich auch in der Begriffswahl. Sonst darf man sich auch nicht wundern, das z.B. die FDP ihr „Bekenntnis“ zur „Technologieoffenheit“ dagegehält und wie ein Mantra zelebriert.

Dann mag man gerne von Entscheidung für[ ]… oder von Prioritätensetzung sprechen, unsere deutsche Sprache hat in ihrem Wortschatz genug angemessene verwendbare Begriffe.


Nur gut, dass da auch andere Meinungen gibt ;)!
Der Duden z.B. nennt für Bekenntnis u.a. »das Eintreten für etwas«.

Und genau das erwarte ich z.B. von der Politik oder auch der Dt. Automobilindustrie, nämlich z.b. das Eintreten für batterieelektrische PKW-Lösungen statt H2 oder eFuels.
Und da ist es mir echt schnuppe, ob mittels »Bekenntnis zu« oder »das Eintreten für …«.

Commitment oder Engagement wäre wohl der bessere Ausdruck

Der Professor hat genau das gesagt, was ich als belesener Laie auch vertrete, dass Strom ohne Umwandlungen – nur mit Batteriezwischenspeicherung – genutzt werden muss.

Beim E-Auto also Strom von Solar- und Windkraftanlagen in die Batterie und von dort bei Bedarf in den E-Motor zwecks Vortrieb, alles andere ist Verschwendung von Strom, Resourcen und auch Geld.

Beim Haus dürfte es in Zukunft ähnlich sein, von der PV-Anlage geh der überschüssige Strom in die Pufferbatterie und bei Bedarf das ganze Jahr über in elektrische Haushaltsgeräte oder die Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.

Diesen Inhalt unterschreibe ich auch, ohne Bekenntnis, allein aus Vernunft. Das ist so bekenntnisfrei wie meine Einsicht in die Nützlichkeit des Schraubendrehers, den ich verwende. Heiliger Hammer nochmal.

Eine ‚Einsicht in die Nützlichkeit‘ kann man auch widerwillig abgeben, z.B. dadurch, dass man sich öffendlich nicht dagegen ausspricht. Ein ‚Bekenntniss dafür‘ ist dagegen proaktiv positiv.

Jeder hat bestimmt schon mal einen Menschen kennengelernt, der Entscheidungen gegen seine eigenen Vorteile getroffen hat.

Ich glaube wir hätten diese Diskussion mit PV und Batterie schon an anderer Stelle. Die Batterie müsste riesig sein, wenn man den PV Strom vom Sommer mit in den Winter nehmen will. Das ist dann icht nur eine Kosten sondern auch eine Platz- bzw. Gewichtssache. PV Ablagen produzieren nunmal den größten Teil des Stroms im Sommer. Mehr als ich verbrauchen kann. Mit sinnvoll großer Batterie kann ich dann im Sommer so gut wie Autark sein. Ich muss sogar Strom verkaufen. Im Winter kommt aber nicht genug Strom von der Anlage und ich muss was zukaufen.

Ja – und ich sehe ein, dass es für die Mehrheit gemeinsam besser und billiger geht, d.h. der Stromlieferant installiert die großen Pufferbatterien und die Haushalte haben eine kleine günstige Batterie, um mal kurzeitig ohne Netzstrom wichtige Anlagen und Geräte in Gang halten zu können.

Über smarte Stromsteuerungen kann der Stromlieferant den überschüssigen Strom dann in E-Autos, Wärmepumpen u.ä. leiten und kommt mit weniger Pufferbatterien aus.

Ich weiß, dass Sie das nicht gerne lesen und auch nicht gut finden. Aber das geht nur mit einer Wasserstoffwirtschaft. Es geht um hunderte TWh Strom nur in der BRD. Die Akkus gehören in die Gebäude als Tagespuffer und in die BEV zur Direktnutzung von Strom. Die ist zu bevorzugen geht aber nicht immer, auch wenn Sie das glauben.

Mein Zukunftvision von PV-Anlage, Batterie und Wärmepumpe ist preislich zu teuer, das ist mir klar. Es müsste die Pufferbatterie viel kleiner (und auch viel günstiger) ausfallen, nur bin ich kein Heizungsfachmann, um die Mindestgröße der Batterie zu berechnen.

Also lasse ich jedem seine Vorstellungen einer Energietechnik der Zukunft. In einigen Jahren habe ich vielleicht ausreichende Kenntnisse zu den verschiedenen Techniken und kann meine oder eine andere Zukunftvisionen neu berechnen.

Bei meinen eigenen Kosten von ca.1.000 Euro pro Jahr für Strom und Heizöl (2016 ca. 1.200 Euro und 2020 ca. 800 Euro), lohnt es sich für mich sowieso nicht auf eine der neuen Heizungstechniken umzustellen – die jährliche Abschreibung wäre mehr als doppelt so hoch wie meine jetzigen Kosten.

Wasserstoff ist ein tolles Medium – für industrielle und stationäre Anwendungen. In der PW-Mobilität ist es überflüssig. Neulich in Südkorea, wo Wasserstoff-Fahrzeuge massiv gefördert werden und demzufolge auch recht viele Brennstoffzellenfahrzeuge unterwegs sind:
„An einem Dezembernachmittag stehen die Autos Schlange bis auf die Strasse. Alle fünf Wagen sind Hyundai Nexos, in Weiss, Mokkabraun und Grau. Die Wagen stehen da wie parkiert, es geht nicht vorwärts. Ein Taxifahrer steigt aus, geht zum Tankwart und beschwert sich: «Warum dauert das so lange?»
Weil es nur eine Zapfsäule gibt. Weil das Tanken je Fahrzeug fünf bis zehn Minuten dauert. Und weil man zwischen zwei Betankungen zuweilen warten muss, bis wieder genug Druck auf dem Wasserstoffspeicher ist. Zehn Minuten könne das dauern, steht auf einem Schild an der Zapfsäule.
Eine Fahrerin in der Schlange sagt denn auch: «Ich liebe dieses Auto. Der einzige Moment, wenn ich den Kauf bereue, ist beim Tanken.» Ihren Namen will die Frau nicht nennen, aber die 41-Jährige beantwortet gern Fragen. Sie gehe einmal die Woche tanken, das reiche für bis zu 600 Kilometer. Heute warte sie schon eine Stunde. Am vorherigen Sonntag sei die Zapfsäule kaputt gewesen, also fuhr sie wieder heim. Der Tankwart bestätigt das: Es habe ein Problem mit dem Kühler gegeben, dadurch sei der Druck zu gering gewesen.“
Quelle: NZZ vom 12.12.2020
Ganz ähnliche Sachen hört man aus Kalifornien, wo es ebenfalls eine massive Förderung für Wasserstofffahrzeuge gibt. „Fährt fast gratis: Die Fahrer des Wasserstoff-Autos wollen trotzdem nicht mehr“ siehe EFahrer vom 3.12.2020Natürlich kann das eine Anfangsschwierigkeit sein. Elektrofahrzeuge wurden ja auch erst mit 20 kW DC geladen und alle staunten. Aber die Physik an den Wasserstoff Tankstellen lässt sich nicht so leicht überlisten. Der Druckaufbau/abbau wird bleiben. Vereisungsprobleme kommen hinzu beim Beladen des Tanks. Wer schon mal einen Reifen aufgepumpt hat, weiss was gemeint ist. Nur reden wir hier nicht von 2 bar sondern von 700 bar und es geht in die andere Richtung.
Letztendlich ist ein Brennstoffzellen Auto technisch gesehen auch nur ein Akku Fahrzeug mit Range Extender.

Ende letzten jahres wurde der Mirai mit Tankgutscheinen für bis zu $10.000 verkauft. Trotzdem wurden die Fahrzeuge nach 2-3 Jahren wieder abgestossen.

Damit im Auto der Tank auf 600bar gefüllt werden kann, muß es an der Säule einen Zwischenspeicher mit 1.000bar geben.

Last edited 10 Monate zuvor by Silverbeard

Ende letzten jahres wurde der Mirai mit Tankgutscheinen für bis zu $10.000 verkauft. Trotzdem wurden die Fahrzeuge nach 2-3 Jahren wieder abgestossen.

Hmm – da hab‘ ich dann doch mal ’ne Frage:

Wenn ich „Ende letzten Jahres“ mit »2019« annehmen muss, wie kann man heute (Ende 2020) schon wissen, dass ab Ende 2021 (= 2 Jahre später) die Fahrzeuge wieder abgestossen wurden ?-)

Last edited 10 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Das Problem ist doch nicht die Physik, sondern die Installationstechnik, welche noch nicht auf größeren Andrang ausgelegt ist. Alles lösbare Probleme für Ingenieure. Aber bei einer so jungen Technik ist nicht zu erwarten, dass man alles perfekt vorfindet. Dazu muss ein Massenmarkt her.
So schnell ist ein Massenmarkt für FCEV aber nicht denkbar. BEV haben da einen großen Vorsprung, der schwer einzuholen sein wird. Zumal FCEV nur bei großen Langstreckenfahrzeugen denkbar sind. Bei LKW und Bussen sieht es da schon etwas anders aus. Da sind die Chancen höher. Hängt aber alles von der weiteren Entwicklung von Akkus ab.

Ja, es hängt von den Batterien ab. Kleine Überlegungen von mir.

Diesel-Pkw ca. 5 Liter auf 100 km, Lkw ca. 30 Liter Diesel auf 100 km, also das 6-Fache.

Wenn Tesla-Autos ca. 1 Tonne an Batterien (100 kWh) für etwa 600 km Reichweite brauchen, wäre es beim Lkw ca. 6 Tonnen (600 kWh) für die gleiche Strecke.

Mit Zink-Luft-Akkus (in 3-5 Jahren) könnte beim Lkw bis auf ca. 2 Tonnen reduziert werden, also kaum noch ein Verlust bei der Zuladung, und der Preis der Batterie würde um etwa 90% sinken.

Wasserstoff (9,50 Euro pro kg) 1 kg ca. 100 km beim Pkw, beim Lkw etwa 6 kg für ca. 57 Euro pro 100 km (6-fache). Diesel (ca. 1,03 – 1,33 Euro / Liter, letzte 12 Monate) 30 Liter ca. 30,90 – 39,90 Euro.

Strom für Batterie, Pkw 20 – 22 kWh / 100 km, Lkw ca. 120 – 132 kWh (geschätzt) ca. 36,00 – 39,60 Euro.

Wasserstoff-Lkws hätten für 3-5 Jahre einen Vorteil bei Zuladung und Langstrecken gegenüber einem rein elektrischen Lkw, danach müssten Brennstoffzellenanlage und Wasserstofftanks gegen Batterien getauscht werden – ob sich das lohnt?

Hinter jedem Verbrenner fährt immer ein Tanklastwagen mit Verbrennerantrieb.
Machen wir ein Beispiel für den Betrieb: Hyundai Kona Benziner 1.6 Tonnen, 1.6 GDI. Verbrauch WLTP 6.3 Liter Super. Spezifisches Gewicht Super 0.75 kg/ l. Nach 100 km hat er 6.3*0.75= 4.7 kg Benzin verbraucht und 6.3*2.37 = 7.8 kg CO2 erzeugt (1 Liter = 2.37 kg CO2). Jetzt rechnen wir das mal auf eine Strecke von 100’000 km. Dann kommen da 3 Nullen dran. 4.7 Tonnen Benzin und 7.8 Tonnen CO2. Lassen wir mal die Tonnen CO2 beiseite. Der Wagen hat dann ein Real-Gewicht von 1.6+4.7=6.3 Tonnen. Die 4.7 Tonnen sind im Tanklastwagen hinter ihm.
Jetzt für Kona electric: Start 1.8 Tonnen – nach 100’000 km: 1.8 Tonnen. Forum frei für Antworten.

Ein CNG Fahrzeug (grüner Verbrenner ) hat kein Tankfahrzeug hinter sich, der Kraftstoff kommt über unser vorhandenes Erdgasnetz und bei BIOgas z.B. aus Reststroh nahezu klimaneutral. Zur Zeit liefern 62 % aller CNG Tankstellen schon Biogas. Reststroh reicht in Deutschland für 10 Millionen PKW oder ca. 200000 LKW. Grüner geht es zur Zeit nicht.

Ok. Ich interpretiere mal mit der „grüne Verbrenner“ ist das Fahrzeug selbst gemeint. In zarter grüner Farbe.
Frage an den Experten: Ist es sinnvoll von der im Biogas gespeicherten Energie nur 25% zu nutzen und die anderen 75% in unserer gemeinsamen Umwelt zu entsorgen? Wären stationäre Anwendungen der Wärmeerzeugung nicht viel sinnvoller bei denen der ganze Energieinhalt genutzt wird? Das könnten Prozesse wie heizen, backen, glühen, etc. sein. Sogar die Restwärme könnte noch für die Stromerzeugung genutzt werden.

Methan = Wasserstoff + co2, Biomethan = Wasserstoff + co2 welches das Stroh bzw. Der organische Abfall bei seiner Entstehung absorbiert hat.
Noch was zum Thema Effizienz : Installierte Windenergie 60 GW = Mögliche Strommenge 450 Terrawattstunden. Reell produzierte Strommenge 2019 – 150 TWh ! Effizienz 30% und das noch zu Zeiten, wo der Strom garnicht benötigt wird und nur den Börsenpreis in die Knie zwingt – klasse

Dann will ich mal einige Infos dazu nennen.

Demnach beträgt die im besten Fall zu erwartende Effizienz der Windturbinen, also das Verhältnis von tatsächlicher Strommenge zur Fähigkeit der Generatoren, Strom zu erzeugen, etwa 25 Prozent oder rund 2300 Vollaststunden pro Jahr. „Diese erwartete Effizienz wirkt vergleichsweise niedrig“, sagt Axel Kleidon. „Sie ergibt sich aber aus der ungleichen Verteilung von Windgeschwindigkeiten.“ Während der Hälfte der Zeit wehen Winde in Deutschland mit weniger als 20 Kilometern pro Stunde, sodass Turbinen während dieser Zeit höchstens 10 Prozent ihrer Kapazität nutzen können.

(Quelle: mpg.de – Februar 2019)

Es kommt ja nicht auf die installierte bzw. mögliche Strommenge an, sondern auf das was der Wind am Standort im ganzen Jahr her gibt und wie das im Verhältnis zur Investition steht, daraus ergeben sich die Stromgestehungskosten pro kWh.

Stromgestehungskosten – März 2018.

PV Dach klein – gut 7 bis 11,5

PV Dach groß – 5 bis 8,5

PV frei – knapp 4 bis knapp 7

Wind onshore – 4 bis gut 8 (an Land)

Wind offshore – 7,5 bis knapp 14 (im Meer)

Biogas – gut 10 bis knapp 15

Braunkohle – knapp 5 bis 8

Steinkohle – gut 6 bis knapp 10

GuD – knapp 8 bis 10

Gas 11 bis 22

(Quelle: ise.fraunhofer.de – Grafik – Angaben in Cent pro kWh)

Windstrom von Anlagen an Land ist viel günstiger, deshalb sollte es mehr davon geben.

Der Biogasbetreiber bekommt 20 Cent je kWh Biomethan. Die Gestehungskosten liegen somit bei 25 Cent je kWh. dann rechnen Sie bitte den Preis für 100 km aus. Alles ohne Steuern und Abgabe und vergleichen die Gestehungskosten mit Solar- und Windstrom.

Wenn das Problem mit den Wartezeiten und der Vereisung lösbar ist, dann löst es. Bin gespannt. Sonst gibt es wieder ein „Huhn – Ei“ Problem.

Da haben Ingenieure schon viel komplexere Probleme gelöst. Es ist kein physikalisches Problem, sondern ein physikalisch bedingtes technisches Problem. Also konstruktiv lösbar. Aber solche Lösungen stehen immer unter der Forderung kostengünstig zu sein. Erst wenn es viele FCEV gibt, wird sich das lohnen. Insofern schon ein Henne-Ei-Problem.
Ist wie beim Laden von BEV. Laternenparker bekommen Sie ohne eine große Anzahl günstiger schneller Lademöglichkeiten auch nicht von BEV überzeugt. Deshalb würde ich statt die E-Fahrzeuge zu fördern, viel mehr auf einen starken Ausbau von Ladestellen mit strengen nutzerfreundlichen Richtlinien für die Betreiber Wert legen. Schnelles günstiges Laden ist das A und O beim E-Auto. Je besser das geht, desto kleiner können die Akkus ausgelegt werden.

Also ich muss schmunzeln. Da ist jemand weder auf der Höhe der Zeit noch mit dem Stand der Technik vertraut. „Desto kleiner können die Akkus ausgelegt werden“
Das Zauberwort heisst Zykluswechselbeständigkeit. Das ist die Akku Eigenschaft, wie oft geladen und entladen werden kann, bis er für den Anwendungszweck nicht mehr brauchbar ist. Diese liegen bei heutigen Akkusets ungefähr bei 1’000 bis 2’000. Nehmen wir eine Strecke von 200’000 km und weil es einfach zu rechnen ist einen Verbrauch von 20 kWh / 100 km. Nun kommt eine 20 kWh Batterie zum Einsatz. Auch wieder gerechnet über eine komplette Entladung / Aufladung (was in der Realität eher nicht vorkommt). Für die Strecke wären 200’000 km x 20 kWh / 100 km = 40’000 kWh oder 40 MWh nötig. Das wären 2‘000 volle Zyklen. Ersatz nötig. Jetzt die Rechnung mit einer 100 kWh Batterie. Dann landen wir bei 400 Zyklen. Kein Ersatz.

Sie gehören zu denen die dagegen hauen, damit dagegen gehauen ist.
Man möchte halt dem Ingenieur mal einen Fehler nachweisen.
Der Schuss ging aber nach hinten los.

Mein Satz oben ist: Schnelles günstiges Laden ist das A und O beim E-Auto. Je besser das geht, desto kleiner können die Akkus ausgelegt werden.
Da steht nichts von konkreten Werten und das ist eine grundsätzlich richtige allgemein anerkannte Logik. Auch von Autoherstellern wie VW.

Eine Batterie sollte man aus vielen Gründen nicht unnötig groß wählen. Aber solange Käufer Angst wegen zu geringen Reichweiten und fehlenden Ladestellen haben, wählen sie lieber eine größere als eine kleiner Akkuvariante, sofern sie sich das leisten können.

enomo.de/elektroauto/batterie/

Ich bin ja selten mit Herrn Scherer einer Meinung, aber bei E-Autos sollte es eher eine kleine Batterie sein, vor allem bei den vielen Kurzstreckenfahrern.

Warum? – weil Batterien auch altern, ähnlich wie Autoreifen.

Lebensdauer von Reifen.

Nur weil gesetzlich kein Mindestalter vorgegeben ist, heißt das nicht, dass die Reifen ewig halten. Unfallanalysen der DEKRA zeigen, dass ab 6 Jahren das Ausfallrisiko von Reifen zunimmt. Nach 5 bis 6 Jahren macht es daher Sinn, diese regelmäßig checken zu lassen. Der ADAC rät, Winterreifen nicht länger als 6 bis 8 Jahre und Sommerreifen nicht länger als 8 bis 10 Jahre zu fahren.

(Quelle: stuttgarter-zeitung.de)

Bei einer kleinen Batterie wäre der E-Auto deutlich billiger und wenn z.B. nach 10 Jahren eine neue Batterie erforderlich ist, dann kostet diese Batterie nur noch einen Bruchteil – zum Einen, weil es wieder ein kleine Batterie sein kann und zum Anderen, weil die kWh-Preise dann um über 90% gesunken sein dürften.

Batterien würden dann zum Ersatzteil, das in Zukunft auch billig ist, nur müssten die Autohersteller das berücksichtigen, damit Batterien auch leicht wechselbar sind.

Habe kürzlich entdeckt, dass einer meiner Nachbarn bei einer grossen Firma erfolgreich Gabelstapler mit Wasserstoff-Speicher und Elektroantrieb verkauft. Da Gabelstapler oft in Lagerhallen arbeiten, gehen Verbrenner nicht. Es bleibt also schon lange Elektroantrieb mit grosser Batterie oder Brennstoffzelle (mit kleiner Batterie). Jetzt habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht, warum die Firmen da Wasserstoff-Brennstoffzelle statt Batterie wählen (z.B. bei Warum Staplerflotten künftig mit Wasserstoff fahren (produktion.de)) Ganz grob gesagt, wird Wasserstoff dann gewählt, wenn in mehreren Schichten rund um die Uhr gearbeitet werden muss. Offenbar ist die Wasserstoff-Lösung billiger als eine Lösung mit Batterie-Wechsel – obwohl Brennstoffzellen im Unterschied zu Batterien heute noch nicht grossindustriell hergestellt werden. Der verlinkte Artikel widerlegt auch sonst noch ein paar Vorurteile gegenüber FCEV, z.B. so von wegen Ladeleistung pro Tankstelle.
Der im Artikel erwähnte Professor ist übrigens ein Spezialist für Elektromotoren. Aus seinem Lebenslauf geht nichts hervor, wonach er besondere Kenntnisse oder Erfahrungen bei Batterien oder Wasserstofftechnologie hätte.

Schon klar! Aber die Tatsache, dass Wasserstoff erst mit viel Strom hergestellt werden muss, aufwändig transportiert und dann nochmals an der Tanke per Strom getankt wird ist Ihnen entgangen? Ich frage jetzt, wenn dieser Strom quasi direkt zum laden des Autos benutzt wurde, wie hoch ist dann der Vorteil des Elektroautos gegenüber dem Wasserstoffauto? Zumal dann der selbe eh nur wieder Strom herstellt für den E-Motor mittels Brennstoffzellen. Nochmal, das Wasserstoffauto ist und wird kein Verbrenner, wieso geht das nicht in die Köpfe? Es gibt bestimmt Anwendungen, wie die Stapler zeigen, aber das ist was anderes. Übrigens, fahren bei uns in der Firma schwere Stapler rum, alle per Akku betrieben, das hält locker min eine Schicht. Dann geht man an die Steckdose und nimmt nicht teure Wasserstoffspeicher, die min 400 Bar haben! Das nimmt Platz und muss aufwändig gewartet werden.

Offenbar rechnet sich Wasserstoff bei Staplern erst ab einer größeren Anzahl, siehe

Linde-Experte Markus Weinberger: „Unsere Untersuchungen und Praxistests belegen, dass sich Brennstoffzellensysteme ab einem Gebrauch von rund 20 Fahrzeugen wirtschaftlich rechnen können.

(Quelle: produktion.de)

Heisst doch, dass ein großer Materialaufwand im Hintergrund erforderlich ist und es sich im Prinzip nur durch Arbeitsplatzbbau und Lohnkosteneinsparungen rechnet – also kein Gewinn für die Umwelt.

cleanintralogistics.net/warum-staplerflotten-kuenftig-mit-wasserstoff-fahren/

Einfach mal alles lesen und nachdenken. Als Unternehmer muss ich da nicht lange nachdenken. Für ein einziges Fahrzeug lohnt nicht eine H2-Infrastruktur aufzubauen. Hätten Sie selber drauf kommen können. Wollen Sie aber nicht. Sie wollen ja immer nur dagegen hauen.

Warum BMW im Werk Leipzig jetzt bei den Routenzügen auf den H2-Antrieb setzt, erklärt Thomas Stiede, dortiger Prozessspezialist Logistik …

Während Wasserstoff landläufig ‚umweltneutral‘ klingt, braucht es für die Elektrolyse und somit die Herstellung schließlich auch Energie, die ja erst produziert werden muss. Dazu erläutert Stiede: „Ja genau, der Strom ist jedoch regelmäßig zu viel im Netz, vor allem bei Sonnen- und Windspitzen, sodass der Strompreis gen null Euro geht beziehungsweise negativ wird. Diese Zeiträume für eine dynamische Elektrolyse zu nutzen, ist eine Herausforderung für die Zukunft.“

(Quelle: cleanintralogistics.net)

Es ist dieses Schmarotzertum der Wasserstoff-Lobby, auf kostenlosen Strom für ihren ineffizenten Wasserstoff-Umweg hoffen, während batterie-elektrische Fahrzeuge den teueren Strom nehmen sollen, und sich dabei als großer Umweltschützer darstellen – einfach nur scheinheilig.

Wenn man keine Argumente hat, dann schreibt man halt mal einfach wieder von der Wasserstofflobby. Verbrennerfreunde schreiben von der E-Auto-Lobby, die Milliarden hinterhergeworfen bekommt. Alles Nonsens. Natürlich gibt es zu allem mit dem Geld verdient wird Lobbyisten und leider auch unschöne direkte oder indirekte Korruption.

Und zum Thema kostenlosem Strom noch folgender Hinweis. Wenn Strom in ausreichender Menge mittels H2 „gespeichert“ werden kann, ist der logischerweise nicht mehr kostenlos zu bekommen, da nun von Nutzwert. Und durch große Speicherkapazitäten kann die Kraftwerksleistung kleiner gehalten werden. Einen ineffizienten H2-Umweg gibt es bei konsequenter Kraftwärmekopplung auch nicht. Haben Sie bis heute noch nicht verstanden. Ob das aber so gemacht wird ist keine technische Frage, sondern eine Frage des sich lohnens für die Investoren. Im Zweifel müsste da öffentlicher Druck her. Sie müssen auch den Umweltschutz gesamtheitlich denken.

Normalerweise hätte es gar keine Subventionen gebraucht, nur ein Gesetz wie in Kalifornien.

Die Kommission ist bekannt dafür, besonders weitreichende Vorschläge zur Luftreinhaltung zu erarbeiten, die in großer Zahl von der Legislative auch gesetzlich verankert werden. Die kalifornische Gesetzgebung des Jahres 1990 (Clean Air Act und Zero Emission Mandate), hatte vorgesehen, dass bis 1998 mindestens zwei Prozent und bis 2003 zehn Prozent der neu zugelassenen Autos emissionsfrei sein sollten.

(Quelle: Wikipedia)

Alle großen Autohersteller weltweit haben damals angefangen E-Autos zu bauen, aber wie bekannt, die Verbrenner-Lobby hat das Gesetz zu Fall gebracht und alle sind zum Verbrenner zurück gekehrt und wir haben 20 Jahre beim Umweltschutz verloren.

Auch jetzt hätte ein Gesetz und die Strafzahlungen für unwillige Autohersteller genügt, um E-Autos in Massen unters Volk zu bringen.

„Sie müssen auch den Umweltschutz gesamtheitlich denken.“

Versuche ich ja, aber mir fehlen noch viele Infos dazu und die Infos, die ich schon habe, musste ich mühsam zusammensuchen.

Das was sich finden lässt, muss ich auf Lobbyinteressen gegenprüfen, um die Lobhuddeleien der jeweiligen Nutznießer heraus zu filtern – gar nicht so einfach.

Ich verstehe die Argumente des Professors, nur ist es so, dass Wasserstoffautos höhere Reichweiten erzielen als BEVs. Ein Hyundai Nexo erreicht laut WLTP (und nicht NEFZ) 666 km Reichweite, ein Telsa Model Y wird auf 505 km WLTP geschätzt, bei geringerem Luftwiderstand.
Zudem ist der Nexo über 100 kg leichter. In meinen Augen ergeben Wasserstoffautos auch im Stadtverkehr Sinn, wenn es genügend Tankstellen gibt. Denn für die Wasserstoffproduktion muss nicht millionentonnenweise Lithium aus dem Boden der Atacama-Wüste geschwemmt werden und beim Recycling entstehen auch keine giftigen Fluor-Wasserstoffe.

Es stimmt, Wasserstoffautos erreichen höhere Reichweiten als BEVs. Aber auch keine deutlich höheren, sodass man von einem klaren Vorteil sprechen könnte. Schaut man sich das Model S als Klassenprimus der BEVs an so kommt dieses auf 652 km. Die Reichweiten gehen Jahr für Jahr deutlich nach oben bei den BEVs. Aktuelle FCEVs kommen doch auch lediglich auf ca. 750 km. Das sind keine 20% mehr Reichweite.
Wegen etwas mehr Reichweite zwischen zwei Tankstopps knapp das dreifache an strom zu verbrauchen (für 100 km Fahrstrecke benötigt ein Brennstoffzellenfahrzeug circa 70 KWh elektrische Energie, wenn der Wasserstoff grün erzeugt, komprimiert, transportiert und rückverstromt werden soll) macht keinen Sinn.
Und zu den eingesetzten Rohstoffen: Wenn FCEVs in großem Stil produziert werden sollen (was im PKW Bereich nicht passieren wird) brauchen wir tausendtonnenweise Platin. Gut, dass es das ja im Vergleich zu Lithium wie Sand am Meer gibt und so ohne Aufwand abgebaut werden kann.
Der Großteil des Lithiums wird übrigens in Australien (hauptsächlich bergmännisch) gewonnen. Darüber hinaus stellt Lithium nicht den Flaschenhals bei Lithium-Ionen-Akkus dar.

Last edited 10 Monate zuvor by Denip

Praxistest: Mirai vs. Tesla Model S über 950km in Deutschland. Model S erreicht das Ziel 45 Minuten vor dem Mirai.

Der Körper desjenigen. der 5-6h ununterbrochen am Steuer sitzt, hat eh schon lange eine Pause von min. 1h verdient. Essen, Toilettengang, Emails, What’s App etc. Auch seine übrigen Strassenverkehrsteilnehmer werden es so einem Fahrer/Fahrerin auch in Hinsicht Sicherheit verdanken.

Ganz generell: was ist das nur immer für eine seltsame Reichweitendiskussion. Zukünftige Generationen werden ein ganz anderes Mobilitätsverhalten haben wollen, als dieses gestresste getue in der Form: „… ich MUSS unbedingt mit fast 200km/h die ganze Nacht hindurch brettern, um in 8h im 1500km entfernten Valencia (E) in meinem Hotel anzukommen. Und ja nur ein einziger 10 minuten Stop ist erlaubt, Tankstop, wo die ganze Famile sich mit Cheeseburger, Pommes und Cola so richtig gesund versorgen muss. Toilette nur wenn unbedingt notwendig. Ich komme dann halt 4h zu früh im Hotel an, aber egal. Uh, wenn ich angekommen bin, dann schlafe ich halt zuerste eine Runde. Hauptsache ich bin beim Ballermann um 22 Uhr wieder auf dem Posten. Ja, das habe ich schon immer so gemacht. Und wenn ich das nicht mehr mit einem Verbrenner machen kann, dann mach ich das halt dann mit dem H2 Auto, aber die 8h müssen unbedingt stehen, auch in Zukunft…“

In Zukunft laden die BEV’s bei den Häusern am bereits bestehenden Stromnetz und FCEV’s gehen halt wie nach alter Sitte des 20 Jahrhunderts an das neu zu bauende H2 Betankungsnetz. Wer etwas unbedingt betanken will, soll er doch!

Ich habe vor 10 Jahren mein Commitment=Engagement für eine Nachhaltige & Energieeffizient Mobilität abgegeben, akzeptiere aber jeden der mit einem anderen nachhaltigen Fahrzeug unterwegs sein will.
Um Himmelswillen kein Bekenntnis, ansonsten ich hier noch als Gläubiger an den Pranger gestellt würde.

H2 und Batterie werden in Zukunft für unterschiedliche Anwendungen ihre Berechtigung haben, vielleicht sogar auch ein Mix.

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

Da haben Sie wirklich Recht. H2-Tanken ist bei einem sehr gut ausgebauten Ladestellennetz nicht zwingend notwendig, sollte meiner Meinung nach trotzdem in ausreichender Anzahl an den Autobahnen und in Großstädten angeboten werden. Mehr macht nur Sinn wenn sich ein echter Markt für FCEV etabliert. Da kann man dann immer noch schnell genug drauf reagieren.
Alle Langstreckenfahrer kommen regelmäßig an AB-Tankstellen vorbei.

Der werte Herr Professor hat offensichtlich noch nix von BioCNG gehört. Damit funktioniert Klimaneutrale und sozialverträgliche Mobilität! Für alle die es noch nicht wissen: 50% der CNG-Tankstellen in Deutschland haben heute schon BioCNG im Angebot.

„Laut NGVA hat Europa ein Potenzial von zwei Millionen Fahrzeugen, die allein von Biomethan aus biogenen Reststoffen angetrieben werden könnten.“ (erdgasautos.at)
2 Mio. Fahrzeuge EU weit! Giftige Abgase und Lärm werden nach wie vor produziert. Wirklich ein blöder Vorschlag.

Blöder Vorschlag? Klimaneutrales fahren ist ein blöder Vorschlag? Genau informieren wäre gut! Wer von den E Auto Jüngern weiß eigentlich, das sich in den nächsten 20 Jahren der Strompreis verdreifachen soll? Auf welchen Antrieb wollt ihr dann ausweichen? Ich zahle jetzt schon 0,41 € pro KWH Ökostrom aus Norwegen was viel zu viel ist. Ne, nehmen wir einen günstigeren Antrieb, ach geht ja gar nicht, weil es ja nur noch E Autos geben sollte. Wacht auf und denkt nach, bitte. Heute schon an Morgen denken. Wir müssen mehrere Optionen haben, sonst hat man uns später im Griff und können nicht mehr handeln. Und dann wäre man froh über eine andere Antriebsform die klimaneutral bewegt werden kann.

Ist das jetzt eine Märchenstunde?

Ökostrom ist billiger als konventioneller Strom, auch in Zukunft, deshalb wird er nicht teuerer, da der subventionierte Anteil immer kleiner wird – nur die Politik könnte ihn künstlich verteuern.

Unsere deutschen Stromversorger kaufen deshalb in der Regel Ökostrom mit Herkunftsnachweis (HKN), den sie den Kunden liefern und berechnen – und zwar im europäischen Ausland. Dieser kommt zumeist aus Skandinavien (68 %), Österreich (15 %) und der Schweiz (9 %). Sie können aber auch nur den Herkunftsnachweis kaufen und damit ihren Fossil- oder Atomstrom zum „Grünstrom“ umdeklarieren und aufwerten.

(Quelle: utopia.de)

Ökostrom kommt nicht aus Norwegen, nur die Herkunftsnachweise (HKN) werden z.B. in Norwegen gekauft und auf unseren Strommix geklebt – im Prinzip Verbrauchertäuschung.

Ach wirklich? Warum werden den wohl die fossilen Brennstoffe generell mit der CO2 Steuer eingeführt und nicht nur im mobilen Bereich ab 2021?

Netzentgelte, Ausstieg der Atomenergie und Kohlekraftwerke und Umbau auf die Erneuerbaren. Was meinen Sie was das kostet und wer das zahlen darf? Glauben Sie mir oder lassen es sein, aber dann nicht meckern.

„Netzentgelte, Ausstieg der Atomenergie und Kohlekraftwerke und Umbau auf die Erneuerbaren.“ – ist doch jetzt schon im Strompreis.

Ein vollumgestelltes Stromsystem auf 100%-EE ist günstiger und sicherer als das Heutige. Darüber gibt es mehrere umfangreiche universitäre Studien. Ist auch logisch, da es keine sich stetig verteuerende Brennstoffe benötigt. Es gibt übrigens schon Heute kein neugebautes Kraftwerk, welches mit großen PV-Freilächenanlagen in Sachen Produktionskosten je KWh mithalten kann.

Ökostrom ist billiger… Wer sowas äußert, ist offensichtlich so BEV-verblendet, daß er nicht mal mehr in der Lage ist, seine Stromrechnung zu lesen, geschweige denn zu bemerken, daß sich trotz immer höheren Anteil des Ökostroms der Endverbraucherpreis im Land enorm gestiegen ist und weiter steigt. Gnade uns Gott, wenn solcher Dünnpfiff weiter Schule macht. Daß batterieelektrische Antriebe zum Scheitern verurteilt sind, zeigt schon allein die Tatsache, daß die vorhandenen Rohstoffe weitaus endlicher sind als Öl und Gas. Insofern werden synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff die Zukunft sein BEVs sind nur ein notwendiger Mobilitätsübergang im Sinne der Decarbonisierung. Übrigens setzen E-Autos wesentlich mehr Feinstaub frei als herkömmliche Verbrennen. Schon allein das, läßt die Einfahr-Verbote von Verbrennen in Städte zur Farce werden.

Last edited 10 Monate zuvor by Quaster

Selten so viel uninformiertes gelesen (bin Heute sehr höfflich eingestellt). Sie können vielleicht ihre Stromrechnung lesen, aber Sie verstehen gar nicht was das heißt. Erstens gibt es einen großen Unterschied zwischen Kosten und Preisen. Zweitens reden wir von der Zukunft, Drittens konnten Sie sich Heute etwas schlauer machen in diesem Forum.

elektroauto-news.net/2020/studie-eu-kann-nullemissionsziel-bis-2050-kostenneutral-erreichen

Und den Rest kennen Sie schon lange, da Sie hier regelmäßig mitlesen und kommentieren. Öl wird im Gegensatz zu Lithium verbrannt und ist dann verloren. Öl gibt es in ein paar Jahrzehnten nicht mehr (Shellstudie) und ist schon deshalb irgendwann unbezahlbar teuer und muss ersetzt werden.
Das Feinstaubthema ist politisch initiiert und Unsinn.

Und noch mehr dazu zu schreiben ist wahrscheinlich Zeitverschwendung. Ich gehe jetzt lieber schlafen, da habe ich mehr davon.

Wir könnten in Deutschland alleine aus Strohabfällen schon 10 Millionen CNG Fahrzeuge fast klimaneutral bewegen und dann dann gäbe viele andere Rest und Abfallstoffe, die genutzt werden könnten und es wird dabei nur das aus dem Auto ausgestoßen was die Pflanzen aufgenommen haben. Nicht gleich alles platt machen was nicht E ist. Auch andere Antriebe können in Zukunft unterstützen. Wie ist eigentlich der Plan der Regierung um 100% grünen Strom zu bekommen? Ich höre nur das es gemacht werden soll, aber wie? Nur mit Solar und Wind, wird nicht reichen. Wahrscheinlich nehmen wir die Akkus, die bei 20% Ladeverlust schon im E Auto ausgedient haben als Zwischenspeicher. Perfekt!

Stroh sollte besser auf dem Acker bleiben und den Boden verbessern.

Das Stroh sollten Ackerbauern am Besten auf dem Feld belassen, denn es enthält viele Nährstoffe wie Kalium und Phosphat und fördert das Bodenleben sowie die biologische Aktivität. Außerdem hat das Stroh eine humusmehrende Wirkung.

(Quelle: agrarheute.com)

Stroh entnehmen und mit teueren Düngern den Nährstoffmangel ausgleichen, das ist Unsinn und damit auch die Idee von Millionen CNG-Fahrzeugen mit schlechtem Wirkungsgrad.

Die Nährstoffe kann der Boden gerne haben, machen ja auch viele Bauern. Kompostboden auf den Feldern aufbringen und somit dem Boden und Bodenleben Nährstoffe zurück geben. Wir nutzen ja nur das Biomethan. Der Rest kann wieder auf die Felder von mir aus auch mit E Traktoren :). Also das was an Stroh abgefahren wird sollte mit Kompost wieder aufgebracht werden. Super Lösung, wenn man den wollte. Auch der schlechte Wirkungsgrad ist bei bei einem klimaneutralem Antrieb eigentlich egal. Auch die Natur ist nicht auf Effizienz getrimmt, sondern sehr verschwenderisch, wichtig ist nur, dass alles wiederverwertet wird.

Außerdem können die Bauern doch ihren Boden sehr gut mit Grünpflanzen wie Senf u.s.w. Sehr gut bereichern:). Darüber auch schon mal nachgedacht?

Bei Grünpflanzen muss der Bauer extra säen, beim Stroh kann es der Mähdrescher gleich auf dem Feld verteilen und der Bauer spart sich Arbeit.

Mangelware Biomüll

In der Anfangszeit wurden für die Erzeugung von Biogas nur Gülle und Festmist verwendet. Mehr Biogas lässt sich gewinnen, wenn mit der Gülle organische Stoffe wie Biomüll oder Abfälle aus Schlachtereien, der Gastronomie oder der Lebensmittelindustrie vergoren werden. Doch inzwischen haben Landwirte mit größeren Biogasanlagen Schwierigkeiten, ihren Bedarf mit Biomüll und anderen organischen Reststoffen zu decken.

Neue Biogasanlagen werden heute so konstruiert und bestehende so umgerüstet, dass sie mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden können, die der Landwirt selbst produziert: Mais, Getreide, Grünroggen, Futterrüben – oder Gülle.

(Quelle: br.de – 2019)

Biogasanlagen werden mangels Biomüll zunehmend mit „Nahrungsmittel“ gefüllt, das führt das Biogas-System der Resteverwertung in die verkehrte Richtung.

Diese Art Biogas kann nicht die Zukunft sein, da durch trockene Sommer die Ernten kleiner werden und Agrarflächen für Nahrungsmittel gebraucht werden.

Besser laut VERBIO Gas hat Deutschland die Möglichkeit aus Reststroh BIO CNG für 10 bis 15 Millionen PKW bei einer Fahrleistung von 15000 km pro Jahr herzustellen oder für ca. 200000 LKW. Nahezu Klimaneutral. Kein blöder Vorschlag: Infrastruktur ist vorhanden.

Falsch, es sind schon mehr als 60%. Tendenz steigend.

Der Prof hat ja grundsätzlich Recht, betrachten wir den Wirkungsgrad der Systeme, dann liegt Wasserstoff in der Nähe vom Verbrenner. Was aber vergessen wird ist, das wir den Wasserstoff Wagen mit regenerativen Energien betreiben können. Es ist auch nicht Zielführend seine Nachteile nur an der noch sehr geringen Tank Infrastruktur fest zu machen, die kann erweitert werden. Nüchtern betrachtet ist der Brennstoffzellen Antrieb ein Teil der Zukunft und hat viel Potential, ob das im PKW der Fall ist, das wird sich zeigen. Also bitte vermeiden wir doch zu Beginn dieser neuen Zeit solche dummen Diskussionen um den heiligen Gral und richten den Blick nach vorne, der Verbrenner ist auf keinen Fall ein Teil der Zukunft, das steht fest.

Der Prof. hat nicht Recht, da er nicht ganzheitlich denkt und rechnet. So wie fast alle anderen auch.
Selbst H2 Befürworter sind da nicht richtig informiert. Man nimmt einfach derzeitige Installationstechnik, statt den sogenannten „Stand der Technik“.

Der Prof. soll doch mal diesen Text wiederlegen. Warte schon lange drauf, dass das mal einer qualifiziert schafft:
In einer umfangreichen Studie von Agora Energiewende mit Fassung 3/2018 kommt ein BEV zu einem Wirkungsgrad von 69% und ein FCEV zu 26% (Faktor 2,8). Die geht aber von 70% el. Wirkungsgrad des Elektrolyseurs aus und berücksichtigt die Wärmenutzung nicht. Geht man aber von derzeit machbaren 85% el. Wirkungsgrad aus. Kommt man schon auf 32% statt 26% (Faktor 2,2). Berücksichtigt man noch die Wärmenutzungsmöglichkeit von 5-10% durch Sektorenkopplung z.B. Warmwasser fürs Autobahnhotel und berücksichtigt man noch die Wärmenutzung im Fahrzeug (Winter), dann kommt man nur noch auf 40-50% Mehrverbrauch an Energie. Berücksichtigt man dann noch den Energieverbrauch bei der Herstellung (Akku vs. Brennstoffzelle 2:1), dann hat sich das Thema Energieverschwendung in Luft aufgelöst. Man muss in Gesamtzusammenhängen denken und bewerten.

Also die Studie zu den Herstellungskosten (Akku vs. Brennstoffzelle 2:1) würde ich gerne sehen. Wenn die aktuell ist, würde mich das schon sehr verwundern.
Selbst wenn das BEV in der Herstellung im Vergleich zum FCEV tatsächlich das doppelte an Energie benötigen würde, kann es diesen Rückstand nach gewisser Zeit wett machen und dann energieärmer und effektiver fahren. Wenn der Effektivitätsunterschied nur 40% beträgt, ist es trotzdem unnötiger Mehrverbrauch, der nicht sein muss.
Man muss ja bedenken, dass alle Sektoren dekarbonisiert/defossilisiert werden sollen. Das geht umso schneller, je weniger Energie wir benötigen.

Lesen Sie doch mal die Studie des Prof. da stehen sogar diese Zahlen drin. In Form von CO2-Verbrauch.

Ich vergaß vorhin darauf hinzuweisen, dass es in dem Kommentar und das leidige Thema Wirkungsgrad bzw. Energieverschwendung geht und nirgends etwas von Kosten steht. So oberflächlich wird leider von vielen gelesen.

Würde das Autobahnhotel eine Erdwärmepumpen nutzen, dann könnte es aus 1 kWh Strom etwa 4 kWh Wärme erzeugen – also aus 100% Strom würden 400% Wärme – dagegen wirkt die Erbsenzählerei mit den paar Prozenten bei der Wasserstoff-Abwärme geradezu lächerlich.

In der kalten Jahreszeit wird bei BEV der Strom auch zum Heizen gebraucht, aber im Sommer muss auch der Fahrgastraum des Wasserstoffautos gekühlt werden und das mit teuerem Wasserstoffstrom, so dass es übers Jahr gesehen wohl kaum Unterschiede zwischen BEV und FCEV gibt.

Sie verstehen auch wiedermal gar nichts, weil Sie es auch gar nicht verstehen wollen. Es geht darum aus einem Input möglichst hohen Output zu bekommen, also möglichst wenig Energieverluste zu haben. Bei Kraftwärmekopplung wird die Energie sehr gut genutzt. Und von Erbesenzählerei kann nur jemand reden der keine Ahnung von Energiewirtschaft hat, wie Sie das schon seit vielen Wochen in vielen Kommentaren beweisen.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist Strom knapper und die Wärmepumpen sind nicht mehr annähernd so effektiv wie im Sommer (deshalb ist oft ein Elektroheizstab im Pufferspeicher). BEV haben nicht nur wegen dem Heizen ein Problem im Winter, sondern vor allem wegen den Batterien die mit Kälte ein Problem haben.
Und ich wiederhole nochmal, ich bin kein BEV-Gegner. Ganz im Gegenteil bin ich im privaten Umfeld immer derjenige der die BEV als die unausweichliche Zukunftstechnologie verteidigt. Aber lange bevor BEV durch Tesla überhaupt ein realistisches Projekt wurden, war für alle die sich mit dem übergeordneten Thema Energiewirtschaft beschäftigen klar, dass wir von Atom- und Kohlestrom nur mittels PV, Windkraft und einer Wasserstoffwirtschaft als ausgleichendes Element für die fluktuierenden Stromflüsse wegkommen. Und gerade durch Nutzung von H2 wird ein viel geringerer Ausbau von PV- und Windkraftwerken notwendig. Denn in einem 100%-EE-System ohne H2 würde man extrem überdimensionierte Leistung vorhalten müssen, um jederzeit genügend Strom im System zu haben. Unser Wechselstromsystem benötigt permanent eine gleichgroße Stromerzeugung wie Stromnutzung. Damit sollten Sie sich mal intensiver auseinander setzen. Da reicht es aber nicht mal ein paar Websites zu lesen.

Dieses ganzheitliche Denken fehlt aber vor allem Leuten die sich nur mit BEV auskennen und gegen H2 nur die vielverbreiteten Negativsprüche vor allem in Sachen Wirkungsgrad kennen. Übrigens wer die Überschrift der Meldung richtig gelesen hat, der wird bemerken, dass da Elektromobilität steht. Dazu gehören sowohl BEV als auch FCEV. Denn beide haben einen E-Motor als Antrieb. Allerdings ist der Prof. ein H2 Gegner, der sein „Strategiepapier“ (wie er es nennt) schon mehrfach überarbeiten musste, weil es sehr fehlerhaft und damit angreifbar ist. Darauf hatte ich in früheren Threads auch schon mehrfach hingewiesen.

FCEV haben lediglich bei großen Langstreckenfahrzeugen eine Chance und das auch nur wenn die Akkus sich nicht so extrem verbessern wie oft gehofft wird. Darauf sollten wir BEV-Freunde uns alle doch einigen können. Oder ist das so schwer?

„aus einem Input möglichst hohen Output zu bekommen“ – ein 4-facher Output mit einer Erdwärmepumpe ist der Normalfall, das haben ich gelesen und auch verstanden.

„die Wärmepumpen sind nicht mehr annähernd so effektiv wie im Sommer“ – die Erdwärmepumpe arbeitet das ganze Jahr über effektiv, also Sommer wie Winter.

„gerade durch Nutzung von H2 wird ein viel geringerer Ausbau von PV- und Windkraftwerken notwendig“ – ich sehe das umgekehrt, wenn H2 auch CO2-frei sein soll.

„in einem 100%-EE-System ohne H2 würde man extrem überdimensionierte Leistung vorhalten müssen“ – eher ist eine smarte Stromverteilung gefragt, damit z.B. das E-Auto lädt oder der Warmwasserspeicher aufheizt, wenn Strom im Überfluss da ist und nicht in einer windstillen Nacht oder an einem verregneten Tag.

„Und ich wiederhole nochmal, ich bin kein BEV-Gegner“ – dann ist es ja gut.

Sie müssen endlich mal verstehen, dass WP eine tolle Technik sind, aber sehr oft gar nicht eingesetzt werden können. Erdwärmepumpen schon gar nicht, denn dazu benötigt es genügend Grund und Boden mit entsprechenden Abständen der Erdsonden. Sie müssen mal an große Städte denken.
Die Luftwärmepumpen haben das Problem der geringeren Effizienz im Winter wo aber die meiste Wärme gebraucht wird. Geräuschprobleme lasse ich mal beiseite. Und WP haben ein generelles Problem mit Temperaturen oberhalb 55 Grad. Deshalb werden die bevorzugt nur bei Neubauten mit Flächenheizungen eingesetzt. Da geht das meist sehr gut. Andere Gebäude haben meist ein Bedarf an 70 und mehr Grad Vorlauftemperatur im Heizkreis.

Was Sie zu einem 100% EE-System schreiben ist völliger Nonsens. Sie haben da keine Ahnung und sollten das Thema lieber den Leuten überlassen, die sich damit seit Jahrzehnten beschäftigen. Wissenschaftler und Ingenieure können da gerne auf Ihre Einschätzungen verzichten. Die können derlei nämlich berechnen und haben das schon längst getan. Man sollte auch mal erkennen, wenn man von einem Thema nicht genug versteht, um sich dazu auch nur halbwegs qualifiziert äußern zu können.

Ich gestehe gerne, dass ich kein Fachmann bin. Dass Wärmepumpen ein entsprechendes Grundstück brauchen und idealerweise eine Fußbodenheizung verstehe ich auch. Temperaturen über 55 Grad fürs Warmwasser dürften mit Solarenergie oder Zusatzheizung auch kein Problem sein.

Was das 100% EE-System betrifft, da sehe ich auch ein, dass es sich mit teueren Batterien in absehbaren Zeit nicht rechnet und CO2-neutrale Zusatzenergie im Winter benötigt wird, damit es nicht teuerer wird als würde man nur Netzstrom verwenden. Aber ob es unbedingt Wasserstoff sein muss?

Bingo !

Ich finde es immer lustig bei den Kommentaren, sind Professoren spurtreu bei der E Mobilität, werden sie gelobt und geachtet. Wenn Professoren sich gegen E Mobilität äußern sind es verrückte Professoren, die von nichts Ahnung haben. Kritik an E Mobilität unerwünscht! Was seid ihr doch für ein schwaches Völkchen, die mit Scheuklappen durch die Gegend laufen und Probleme einfach nicht sehen und dulden wollt. Probleme werden so leider nicht gelöst. Sorry, wenn ich so deutlich wurde.

Sinngemäß zitiert:

Was für ein schwaches Völkchen, das mit Scheuklappen durch die Gegend laufen und Probleme einfach nicht sehen wll.

Stimmt!: Da gibt es doch ein Völkchen, das will das Problem mit lärmenden, stinkenden sowie Gift- und und Feinstaub-erzeugenden CNG-Fahrzeugen einfach nicht sehen!
Vermutlich verdeckt denen das große, aufgeklebte Bio-Etikett all diese Nachteile?!

Last edited 10 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Richtig, genau dies Antwort habe ich erwartet:). Das bestätigt genau das was ich hier schon sage. DANKE! Haben Sie eigentlich schon mal was von Abrollgeräuschen der Reifen gehört, entwickelt ein E Auto auch, dies ist nicht Ohne. Wussten Sie eigentlich wieviel Feinstaub bei Bremsen und Reifen anfallen? Nein, anscheinend nicht! Sonst würden Sie sowas nicht sagen. Informieren! Wussten Sie das Autoreifen zwei bis dreimal schneller ausgewechselt werden müssen bei E Autos als bei Verbrennern, nein? Informieren! Wussten Sie, das für die Herstellung der E Autos schon soviel Energie gebraucht wird, dass ein Verbrenner ca. 80000 Kilometer schon gefahren ist, je nach Studie mehr oder weniger! Wussten Sie, dass die Akkus nach 20% Ladeverlust schon aus dem E Auto wieder entfernt werden, weil diese dann für die Reichweite von einem Renault Zoe zum Beispiel nicht mehr reicht? Und erzählen Sie mir nochmal bitte was von ökologischem E Antrieb. Auch bei Biomethan ist noch nicht alles perfekt, aber ich sehe wenigstens die Probleme und blende sie nicht aus. Das Wort verbessern ist angebracht und Weitsicht. Ein E Auto kann mit 100% schmutzigem Strom fahren und wird als so sauberes Auto gefeiert, was so sauber ist nach der Regierung, dass gleich 4 schmutzige Verbrenner gleich mit sauber sind. Was für ein Zauberantrieb. Nur unser Planet lässt sich auf dies Spiele nicht ein, zu dumm!

Alle Andersdenkenden als „Schwach“, „Dumm“ zu bezeichnen, gibt einen ganz besonderen Einblick in Ihr Demokratieverständnis.

Ihr krankhafter Zwang alle Autofirmen wie z.B. Volvo wieder auf CNG Kurs zu bringen, zeugt von missionarischer Tätigkeit.

Schön dass Sie überall als einsamer Rufer aus Ihrem Gallischen Dorf, konstant immer nur gegen den E-Hype und zu 100% Spur-treu pro CNG auftreten. Sie outen sich zum Glück selbst. Fühlen Sie sich manchmal zu einsam, dass Sie wie auch hier Ihre Hasstiraden voll zum Tragen bringen müssen.

Bleiben Sie weiterhin gesund in dieser schwierigen Coronazeit. Ich erlebe auch so manchen, der nervlich sehr angespannt ist.

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

Bitte richtig lesen! Dumm ist es, dass sich die Erde nicht auf die E Trinkereien einlassen wird und schwach finde ich, das nicht anderes als E toleriert wird. Das dann mit dem Demokratiedenken zurück geben darf. Es bedarf erst ein Scheck von 9000 Euro pro E Auto nötig zu sein um den Antrieb voran zu bekommen. Richtig Bio CNG ist natürlich im Moment auf dem absteigenden Ast weil die Regierung auch lieber Biomethan aus Rest und Abfallstoffen aus einem Kreislauf Steine in den Weg legt und an fossilem Erdgas wie Nord Stream 2 unterstützt. Soviel zur Abschaffung der fossilen Brennstoffe. Da sieht man wieder wie ehrlich die Regierung es meint mit Umweltschutz. Übrigens brauchen wir die Nord Stream 2 um Strom daraus zu machen :). Also Obacht.

Biogas kann für den Wärmebedarf von Gebäuden genutzt werden, da ist es sinnvoll, aber nicht im Auto, wo der größte Teil der Energie als Abwärme verloren geht

Warum nicht Strom, ist doch viel Effizienter:).

Strom lässt sich sehr gut über eine Erdwärmepumpe für Heizung und Warmwasser nutzen. Ob es günstiger ist als Biogas, das dürfen Fachleute berechnen.

Das ist mal ein Kommentar bei dem ich Ihnen gerne zustimme.

Sie können mich gerne mit Birger in einen Topf werfen als überzeugter CNG Fahrer übrigens seit mehr als 15 Jahren. In meinen Augen gibt es zur Zeit einen sehr teuren Hype zur EMobilität. Die Förderungen für die E- Autos zahlen schliesslich alle steuerzahlenden Bürger und sind kein Geschenk an die Bürger sondern an die Autokonzerne, die ansonsten ihre Autos kaum verkaufen könnten über den Preis. Ich bin nicht gegen die weitere Entwicklung von E Fahrzeugen. Sie sind schon die Zukunft. Nur die Art und Weise, wie sie heute in den Verkauf gebracht werden ist mehr als fragwürdig. Sich eine fundierte Meinung anzueignen erfordert halt sehr viel Zeit. Da reicht es nicht einem Proffessor und einem Gutachten zu folgen. CNG Fahrzeuge sind wirklich zur Zeit die grünsten Fahrzeuge.

CNG Fahrzeuge sind wirklich die zur Zeit grünsten Fahrzeuge.

Sie wollen uns wirklich erzählen, dass diese lärmenden, stinkenden sowie Gift- und und Verbrennungs-Feinstaub-erzeugenden CNG-Fahrzeuge die zur Zeit die grünsten Fahrzeuge sind?

Ja, wohl schon besser als ein Standard-Verbrenner — aber kein ernsthafter Gewinn mit allen den o.g. Nachteilen!

Haben Sie auch meine Bericht gelesen bezüglich der o.g.Nachteilen?

Nein, nicht ich will das erzählen, das machen andere wie der ADAC. Lesen Sie einfach Studien. Ich habe auch keine Lust mit Leuten zu diskutieren, die Meinungen haben, aber keine Argumente.

Darf ich Ihnen damit auf die Sprünge helfen :). Ich hoffe Sie wissen wer OECD ist, um so unverständlicher, das diese Information in den Medien kaum Gehör findet.
https://www.automobilwoche.de/article/20201208/NACHRICHTEN/201209934/oecd-empfiehlt-regulierung-stromer-bei-feinstaub-kaum-besser-als-verbrenner

Der Artikel enthält auch diesen Absatz…

Generell räumen die OECD-Experten ein, dass die Forschungs- und Datenlage im Feld der Non-Exhaust-Emissionen unbefriedigend ist. Insofern liegen für viele Effekte noch keine sicheren, harten Zahlen vor und die von der OECD erstellten Prognosen sind mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.

(Quelle: automobilwoche.de)

…es gibt eine „Vermutung“ aufgrund einer unbefriedigenden Datenlage – viel mehr nicht.

Bei Stromern fällt die Bremse als Feinstaubproduzent weitgehend weg – minus 2/3 in der Grafik bei automobilwoche.de gegenüber den Verbrennern.

Es sind die vielen großen, schweren und PS-starken E-Autos, die beim Reifenabrieb für das „Plus 50% gegenüber Verbrennern“ in der Grafik sorgen. Kleinere E-Autos sind gleichauf mit Verbrennern.

@Birger: Auch wenn es durch Donald Trump in Mode gekommen ist mit „alternativen Fakten“ zu arbeiten und durch die Corona-Krise viele verängstigte Menschen fast jeden Blödsinn glauben (erinnert mich an das finsterste Mittelalter), so sollte noch so etwas wie „gesunder Menschenverstand“ bleiben.

Was meinen Sie damit? Ich verstehe nicht? Aber ich gebe Ihnen recht, sieht man ja leider beim E Antrieb. Fakt ist, ich fahre meine beiden CNG Fahrzeuge mit Biomethan aus Rest und Abfallstoffen der Zuckerrübenverarbeitung, ich kenne dem Betrieb und war vor Ort in Dannenberg.Und alles was ich tanke wird in das Erdgasnetz wieder eingespeist. Bevor Sie mich verurteilen informieren Sie sich bitte. Kennen Sie Ihre Quelle für den grünen Strom, den Sie hoffentlich nutzen für Ihr E Auto. Oder sind es vielleicht nur Ausgleichspapiere die eingekauft wurden von dem Stromanbieter? Vorsicht, vorsicht, nicht auf den Leim gehen, hatte ich leider auch schon mit einem Stromversorger.

Nach über 40 Autofahrerjahren mit Verbrennern fahre ich seit gut 1 Jahr kein Auto mehr – also auf dem Gebiet bin ich jetzt ein „Öko-Hoch3“.

Bei Strom und Warmwasser nutze ich den Strommix, der in Zukunft ja „öko“ werden soll.

Bei der Heizung mit Heizöl bin ich kein „Öko“ – wenn ich in 20 Jahren vielleicht 10.000 Euro fürs Heizöl brauche, dann rechnet sich da fast nichts an Investitionen für Dämmung und / oder Heiztechnik.

Birger (oder Bierger Dietrich) und Buerger auf was für einem Kriegspfad sind Sie beide eigenlich? Und wieso gegen mich? Ich bin einfach nur noch sprachlos, wie sie eine andere ebenfalls nachhaltige Technologie zum absoluten BöFei erklären können.

Nun gut, lassen Sie mich wenigsten auf ein paar Punkte eingehen:

  1. Das Haus meiner Eltern wird mit 80% Erdgas + 20% Biogas beheizt. Ist zwar jetzt schon sau teuer, aber ich habe mich entschieden, doch einen Mix zu nehmen. 100% Biogas wäre aber möglich. Wie Daniel W. schon erklärte und wie ich mich beraten liess, ist das eine Lösung, die auch meine Eltern verkraft können.
  2. Ich bin seit Gründung vor 9 Jahren im Schweizer Tesla Club und wir haben etliche Fachleute, die sich recht gut in allen alternative Antriebstechniken auskennen. Ein paar unterrichten/unterrichteten auch an der ETH/Uni in Zürich in Sachen Antriebstechniken. Es ist immer sehr spannend und informativ neues kennen zu lernen. Von wegen „…sich eine fundierte Meinung aneignen braucht halt schon viel Zeit…“.
  3. Ich bin ein sehr sparsamer Type und habe mir nach fast 30 Jahren Arbeit als Software-Entwickler 2011 einen zu 100% eigenfinanzierten Tesla Roadster gekauft (Grund: das Überleben eines wohlbekannten Unternehmens sichern) Keine Subvention nur ein Erlass von 500Euro Strassenverkehrsabgabe/Jahr und etwas Erleichterung bei der Versicherung. Nix mit Geschenk an Tesla und ebenfalls nur marginales bei Steuern des Volkes.
  4. Ich fahre nachweislich mit 100% Strom aus Wasserkraft. In unserer Region in der Schweiz werden alle Haushalte mit 100% Wasserkraft (Inland & Ausland) beliefert und ich lade meine Fahrzeuge zu 99% zu Hause.
  5. Alle Tesla Fahrer machen Gratis Werbung für Tesla in eigener Sache, indem wir an so viele Anlässe wie nur möglich teilnehmen.
  6. Manchmal organisieren wir auch solche Anlässe zusammen mit H2-Autos und wir haben auch schon CNG Fahrer angefragt. Diese haben uns aber stets abgewiesen. „Man möchte lieber unter Seinesgleichen sein“.
  7. Wenn ich bei meinem Hausarzt bin, unterhalten wir uns immer auch 5–10 Minuten über Elektroautos. Er hatte mal von 10 Jahren ein CNG Fahrzeug, hat aber aus genau den Gründen, die hier in diesem Thread schon ein paar mal angesprochen wurde auf einen Hyundai Kona electric gewechselt, das ich ebenfalls im Moment eines der Besten nicht Tesla’s finde.
  8. Prof. Doppelbauer hat schon im September vor einem Jahr ein Strategiepapier veröffentlicht (www.eti.kit.edu/img/content/Strategiepapier Elektroautos Stand 2019-10 V1.5.pdf), das eine relativ breite Palette von Antrieben untersucht und deren Vor-/Nachteile gegenüberstellt. Ich denke, da kann man sich auch schon einiges Wissen aneignen, das schon über die Basis hinausgeht.
  9. Ich finde es gut, wenn Sie auch klar Ihre Meinung zum Ausdruck bringen und pro CNG Stellung nehmen. Das ist legitim und bekommt meinen Respekt. Ich schätze dieses Hin-und-Her geeiere eher weniger. Ebenso legitim ist es, dass die H2 und die BEV Gemeinde sich klar hier äussern darf. Dieser Diskurs trägt zur Demokratie bei. Side-by-Side, jeder akzeptiert den Anderen und nach dem Motto: „Leben und Leben lassen“.
  10. Wieso schiessen Sie beide, und sie können vielleicht noch ein paar andere hier in die Diskussion bringen, die dann auch noch in denselben Chor einstimmen mögen wie Sie, x Breitseiten und aus allen Stalinorgeln, die Sie finden konnten, gegen mich? Einen, den Sie nicht einmal kennen, über den Sie sich aber ein Bild machen könnten, wenn Sie auf meinen Blog gehen. Bei Ihnen beiden hingegen, weiss ich nicht einmal wer Sie wirklich sind, da Sie sich nur unter einem Synonym anmelden. Anonym bleiben ist halt viel einfacher, als das wirkliche Gesicht zu zeigen.
  11. Ich empfinde es als die schlechtest Variante irgendwas vom Staat zu subventionieren. Unsere Kinder haben einen viel kleineren Spielraum, falls das Klima wirklich Ernst macht. Verursacher und zielgerichtet orientierte Abgaben finde ich den richtigen Weg, um Nachhaltigkeit bei den Autos und bei der Energieerzeugung von Energie zu finanzieren.

„Also Obacht“ und „Vorsicht Vorsicht“ sind so oberlehrerhafte Ausdrücke, die Leute wie Sie benützen, um einen andere abzuwürgen, so eine Art „shut the fuck up“ oder auf Deutsch=“halt deine Fresse“. Pflegen Sie im Gedankenaustausch mit anderen Leuten ebenfalls solche Ausdrucksweisen? Beschreibt einfach teilweise Ihren Charakter.
Unglaublich, wie Sie sich hier benehmen, nur weil ein Professor nicht 100% Ihrer Ansicht.
Ich gehe sehe gerne nach Deutschland und habe wie gesagt private und geschäftliche Beziehungen. Ihre selbstherrlich, arrogante und aggressive Art sich zu äussern bestätigt mir aber ein weiteres Mal, dass Sie vor nichts Halt machen.
Stahlhelm auf und wenn einer nicht pariert, dann wird er mit allen Mitteln niedergemacht. Das wird nicht nur in der Schweiz so wahrgenommen, sondern auch in Ländern der EU.

Solche aggressive Diskussionen über Autos erlebe ich sonst nur in Deutschen Blogs und Medien. Das ist so wie ein Deutsches Lebenselixier, rechthaberisch und von einem unvergleichlichen Ehrgeiz zerfressen.

Sie spielen sich hier als die einzig moralische Instanz auf, der weltweit die Oberherrschaft über das Thema Auto gebührt, unglaublich. Zum Glück haben Sie nirgendswo Einfluss auf reale Entscheidungsträger. Und in diesem Sinne wären wie Schweizer auch niemals von solchen Entscheiden betroffen. Schweizer würden sich mit demokratischen Mitteln wehren.

Nochmals, ich halte es als legitim, und das sind halt mal die Grundlagen auf der eine Demokratie beruht, dass jeder seine Meinung kundtun darf. Ebenso legitim ist es diese Meinung konstruktiv zu kritisieren.

In diesem Sinne, Sie haben meinen vollen Respekt, wenn Sie mit Nachdruck Ihre Ansicht kundtun und gleichzeitig jedem Anderen hier denselben Respekt zollen.

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

Nein es ist ist nicht meine Absicht irgendeinen zu verurteilen, diskriminieren oder gar anzufeinden. Aber es ist leider so, wenn der CNG Antrieb erwähnt wird, wird der Antrieb mit falschen Argumenten und Unwissenheit in das falsche Licht gerückt und genau so wird der E Antrieb in ein Licht gerückt was er nicht verdient. Ich gratuliere Ihnen zu so einem guten Weg der Umweltfreukeit und wünsche Ihnen einen schönen dritten Advent.

… wenn der CNG Antrieb erwähnt wird, wird der Antrieb mit falschen Argumenten und Unwissenheit in das falsche Licht gerückt …

Na, dann weichen Sie doch hoffentlich nicht zum 3. Mal aus und antworten Sie doch mal endlich auf meine punktuellen Argumente gegen das Greenwashing von CNG-Fahrzeugen, deren Betriebsprobleme nämlich sind:
Sie

  1. lärmen und
  2. stinken,
  3. erzeugen Verbrennungs-Giftstoffe und
  4. Verbrennungs-Feinstaub!

Warum diese Lagerkämpfe zwischen CNG und EV? Alles was hilft von den fossilen Brennstoffen wegzukommen ist doch gut. Sowohl CNG als auch EV haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile und so sollten den mündigen Bürgern doch auch die Wahl gelassen werden. Ich kann diejenigen verstehen, die nicht nur auf Co2 schauen, sondern auch auf die Schäden, die mit der Gewinnung der seltenen Erden für die Batterieproduktion verbunden sind. Ich würde mir wünschen, dass die Politik statt die EVs massiv zu fördern die Bahn und den ÖPNV soweit zu unterstützen, dass diese tatsächlich eine Alternative sind, so wie in Japan. Hätten wir japanische Verhältnisse, dann würde ich auf mein Auto verzichten. Im Übrigen ist aktuell downsizing angebracht, da regenerative Ressource – sei es BioCNG oder Öko-Strom, nicht im Überfluss vorhanden sind. Wir müssen ja überall von den fossilen Brennstoffen runter, nicht nur im Verkehr. Daher sind schwere und PS-protzige EVs oder sonstige auf regenerativen Kraftstoffen fahrende Autos derzeit genauso unangebracht um das Klima zu schützen. Also weder Tesla, E-Tron oder Taycan, sondern eher ein VW e up oder eco up, wenn denn unbedingt notwendig.

Nur mal aus Interesse: Welche seltenen Erden werden in der Batterieproduktion denn eingesetzt?

Mein Fehler. Seltene Erden sind im Elektromotor, z.B. Neodym oder Dysprosium. In den Batterien sind Kobalt und Lithium. Möglicherweise gibt es da bald Ersatzstoffe. Letztendlich ist auch die Elektromobilität nicht unproblematisch. Hier hat BioCNG einen Vorteil. Meine Meinung: Idealerweise würde BioCNG verstromt, aber nur mit gleichzeitiger Fernwärmeversorgung. Wer allerdings Probleme mit der EV-Chemie hat, sollte BioCNG auch direkt im Auto verbrennen dürfen. Hauptsache weg von den fossilen Brennstoffen. Und kleine sparsame Autos, die möglichst unter einer Tonne wiegen, solange wir die regenerativen Energien nicht im Überfluss haben.

An diesem 3. Advent und nach so vielen Wortgefechten, zum Teil um Details, habe ich mal folgendes festgestellt und auch Fragen aufgeworfen:

  • Wieso bekämpfen sich hier eigentlich diejenigen Leute, die Technologien favorisieren, die wo immer sie eingesetzt werden, am meisten Nachhaltigkeit versprechen?
  • Wenn ich jetzt ein Verbrenner Fahrer wäre, was ich natürlich nicht bin, würde ich mir sagen: „da kann ich mich getrost noch ein wenig zurücklehnen, wenn die sich so flott streiten.“

Wieso beginnen wir nicht einmal uns zu fragen, wie soll Mobilität, also mit PkW, LkW, Flugzeug, Schifffahrt, ÖV, etc. im Einklang mit Wohnen und Industrie energietechnisch nachhaltig bedient, aussehen. Und dies im Kontext mit dem Städtebau, Landleben und vor allem, was für Bedürfnisse werden kommende Generationen an die Gesellschaft anmelden.

Nur ein Beispiel: brauchen wir wirklich in Deutschland noch 48 Mio PkW’s, muss der LkW Verkehr immer noch im gleichen Umfang auf den Strassen rollen und wie soll der ÖV aussehen, so dass es den Bedürfnissen der Menschen entspricht. Welche und wieviel Industrie brauchen wir am Ende noch? Wird vermehrtes HomeOffice nicht einen gösseren Teil des PkW und Luftverkehrs ablösen? Und ich bin ganz sicher, dass alle drei oben genannten Technologien ihren Kuchen daran abbekommen.

Irgendwie sollten sich doch Anwendungsfelder definieren lassen, wo alle drei (Batterie, H2 und Bio) optimal zum Zug kommen würden. Meinetwegen auch Länderspezifisch unterschiedlich und das, sagen wir mal bis ins Jahr 2030 ff.

Ich denke, solange wir da nicht eine klare Vorstellung haben, werden wir immer einen Flickenteppich haben und die Einführung einer nachhaltigeren Gesellschaft als sie heute exisitert, wird unsere Verbrenner Kollegen ruhig schlafen lassen. Wieso machen wir es den Verbrenner so einfach?

Bleibt gesund und verbringt eine schöne Vorweihnachtszeit, ob im Full- / oder Halb Lockdown.
Wie Maibritt Illner immer so schön sagt „Bleiben Sie heiter irgendwie“.
Hoffen wir weiter auf ein baldiges Corona Ende: „Schauen wir mal“ oder auf Chinesisch: „Shi mu yi dai“

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

Vielen Dank für so eine tolle Aussage, so sollte es sein. Die genannten alternativen Antriebe sollten sich zusammen tun und überlegen wie es weiter geht. Es müssen die fossilen Brennstoffe vermieden werden, die gibt es bis auf Kohle in wenigen Jahren sowieso nicht mehr. Es mag sein, das der eine oder andere Bericht von mir etwas emotional geschrieben war, dies soll natürlich auch nicht sein. Muss aber auch sagen, egal welcher alternative Antrieb es ist, diese sind noch alle verbesserungswürdig. Aber das tolle, es ist möglich diese Antriebe alle klimaneutral zu machen in Zukunft. Es mag auch langsam sein, das man verzweifelt bei solchen Aussagen der Politik, wenn ein E Auto zugelassen wird sind 4 schmutzige Verbrenner sauber, sowas hilft unserer Erde nicht weiter, oder die geplante Euro 7. Wichtig sollte aber auch wirklich ein Antriebsmix sein. Wenn wir in Zukunft nur noch einen Antrieb hätten, könnte man die Preise so diktieren wie man lustig ist. Sowas kennen wir doch auch schon von Benzin und Diesel, außerdem kann ein einziger Antrieb nicht wirklich für alles gleich gut sein. Das sehen wir auch wieder an Benzin und Dieselantrieben. Warum gibt es Dieselloks und keine Benzinloks? Ich bin auf jeden Fall bei Ihnen, wenn wir den Umweltschutz und Klimawandel stoppen wollen, sollten wir unbedingt ALLES tun um möglichst schnell klimaneutral zu werden und da sollte man auch vielleicht überlegen synthetische Kraftstoffe zumindest übergangsweise zu zulassen, auch wenn ich davon kein großer Fan bin, weil wie schnell wird der Planet mit ca.1,3 Milliarden Fahrzeugen auf erneuerbare Anriebe umgestellt sein? Ich hatte auch vor kurzem eine Mail an das BMU geschickt, ob es nicht möglich ist den Transrapid aus der Versenkung zu holen statt Flugverkehr in Deutschland. Der Transrapid rast mit 600 km/h durch Japan. Wäre dies nicht gut für unsere Großstädte? Hamburg-München, Berlin -Köln u.s.w.? Und dann anständige Bahnverbindungen zu den anderen Städten. Ich bin gespannt, was da kommt. Sicher teuer ist das ganze unterfangen, aber was wollen wir und wenn es kein Flugverkehr mehr geben soll, dann brauchen wir auch eine Alternative, die nicht unbedingt heißt von Flensburg nach Garmisch mit zig mal umsteigen und 14 Stunden unterwegs. Mit dem Auto ist es auch nicht besser nur noch unentspannter, aber die sollen in Zukunft ja auch weniger werden. Ich sehe auch kein klaren Weg von der Regierung zu solchen Sachen oder bekomme diese nicht mit?

Also, alle die meinen etwas zu scharf von mir angegangen zu sein, es war nicht meine Absicht und entschuldige mich, es ist nicht meine Ansicht gewesen und kommt in einer Mail oft auch anders rüber als gedacht. Ich wünsche allen trotz der schwierigen Lage ein gesundes und frohes Weihnachtsfest und eine guten Rutsch in das hoffentlich bessere 2021.

Naja gut. Der gute Herr hat den Lehrstuhl für Elektromobilität. Ist jetzt nicht so ganz überraschend, dass er das fordert. Ratet mal was sein Kollege sagt, der am KIT für die Verbrennungsmotoren zuständig ist.

PS: Ich bin sehr pro Elektromobilität und ich denke das wird sich mehr und mehr durchsetzen. Wollte nur mal veranschaulichen, dass auch Wissenschaftler keines Falls neutral sind. Letztlich wollen die Gelder für ihre Forschung haben. Da werden sie kaum sagen: „Das ist alles quatsch was ich da mache“.

Der Kollege im Bereich Verbrenner ist natürlich für Verbrenner, weil diejenigen, die ihn bezahlen auf für Verbrenner sind – „wes Brot ich ess´ des Lied ich sing“ – das ist doch gemeint oder?

Auch die Kartenlegerin „glaubt“ an die Karten bzw. tut so als ob. Sie weis genau, dass es auf gute Menschenkenntnis ankommt, um den Kunden das zu sagen was sie hören wollen und wofür sie bezahlen.

Auch die Verbrenner-Lobby hat lange so getan, als ob sie das glaubt was sie sagt bzw. von ihren Pressesprechern und bezahlten „Wissenschaftlern“ verkünden lässt. Aber intern wusste die Verbrenner-Lobby (vor allem Shell) längst was Sache ist.

Vertrauliche Shell-Studie Wie ein Ölkonzern sein Wissen über den Klimawandel geheim hielt

Geheimdokumente zeigen: Shell wusste schon vor 30 Jahren im Detail über den Treibhauseffekt Bescheid – und entschied zu schweigen.

Link >> Vertrauliche Shell-Studie (spiegel.de – 2018)

Bei Elektroautos ist das anders, da macht sich der Kollege nicht so beliebt und auch die Gelder dürfen spärlicher fließen als bei der Forschung zu Verbrenner- oder Wasserstoff-Autos, hinter denen große Konzerne stehen.

Sehr lustig der Kommentar. Es fließt viel mehr Geld in das Thema Batterien und BEV, als in FCEV und der Herr macht sich gerade sehr beliebt. Ist auch gut so, da BEV aussichtsreicher im Bereich der Mobilität sind. Allerdings muss man schon aus strategischen Gründen technologieoffen bleiben, um mit den Asiaten und Nordamerikanern auf Dauer mithalten zu können. Das Wissen um Brennstoffzellen ist sowieso wichtig, weil es in vielen Sektoren Anwendungsfälle und Bedarf gibt. Und Zeit, wie ich kürzlich bei ihnen las, wird da keine Verloren, denn beides läuft notwendigerweise parallel und es sind andere Forschungs-Teams.

Wenn ich die derzeitigen „Realen Kosten“ anführe, dürfte man noch gar nichts bei der Elektromobilität tun. Die Marktfähigkeit wäre derzeit erst bei 4€ pro Liter Diesel gegeben

Derzeit wird ein Großteil der Heizungen noch fossil betrieben. Hier braucht man keine 4€ für den Liter Heizöl, dass die Marktfähigkeit gegeben ist. schaffen sie Heizölextra leicht ab und sie brauchen kein Verbot der Ölheizung mehr niemand wird mehr mit Öl heizen.

Aber rechnen wir mal durch was 4€ pro Liter heißt gehen wir von 60 Cent Materialkosten beim Diesel aus wären wir bei 3,4 Steuern pro Liter. ein Liter Diesel sind 2,6 kg CO2 1,307€ pro kg Co2 oder 1307€ pro Tonne. Da wäre es günstiger man schenkt Stahlwerken Holzkohle zum Preis der Supermarkt Sackware.

Die 2 Gründe warum hier gefördert wird sind einerseits die Hoffnung auf technologische Fortschritt und Kostensenkung und andererseits, dass die fossile Energie langfristig auch im Verkehr eingespart werden muss.(wobei es hier sicher am schwierigsten ist)

„… dürfte man noch gar nichts bei der Elektromobilität tun. Die Marktfähigkeit wäre derzeit erst bei 4€ pro Liter Diesel gegeben“.

Meiner Ansicht nach, war der Tipping Point in etwa 2018 erreicht. Das würde ich jetzt aber schon noch genauer wissen. Aber lassen Sie uns ein Beispiel rechnen.

Also, ich nehme ein Tesla Model 3 LR AWD (nicht gerade ein unbekanntes Auto) und ich überlasse es Ihnen einen ebenbürtigen Verbrenner auszuwählen, wo wir dann einen Vergleich anstellen können:

  • Laufzeit=15Jahre, mit derselben Batterie und 350’000km. Dann Recycling der Batterie und 2nd Life.
  • Neupreis=47’000 Dollar (inkl. Autopilot)
  • Leistung=346PS oder 260kW
  • Drehmoment=450Nm
  • Beschleunigung=5sec. (0-100)
  • Höchstgeschwindigkeit=225km/h
  • L/B/H=4.7m/1.8m/1.45m
  • Allradantrieb
  • Ladungen > 98% zu Hause an 100% Wasserkraft und kWh Preis=0.22Cents
  • Mein Durchschnittsverbrauch über 1 Jahr hinweg gesehen = 13.5kWh/100km

Ich lasse jetzt mal einfach den ganzen Internetteil und das Over The Air Updates weg.

Wenn Sie mir Ihren Verbrenner nennen, dann können wir einen Vergleich anstellen, und zwar:

  • Diesel oder Benzin vs. Strom
  • Kosten Versicherung (Haftpflicht und Vollkasko)
  • Kosten Strassenverkehrsabgabe
  • Servicekosten pro Jahr

Ich gehe noch davon aus, dass Sie von einem anderen Auto einen Erlös hatten. z.B. bei mir ein BMW 530d mit 19’000 Euro.

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

wo er recht hat hat er recht. Könnte das uneingeschränkt mitunterzeichnen !
Wasserstoff ist DIE (eine!) NEBELKERZE die von einschlägigen Lobbyisten ganz bewußt gezündet wird um sinnvolle, einfache u. klare Konzepte (von Jedermann/-Frau zu verstehen) zu verhindern. Die wissen, je mehr man ’sinnvolle Alternativen‘ bietet, desto verunsicherter wird Ottomormalverbraucher/in.
Die machen dann lieber erst mal nix um sich nicht zu früh auf die ‚bessere ‚(=Kosten dieser Lösung) festlegen zu müssen und an ihrer eigenen Bequemlichkeit weiter festhalten können.
Bei dem Spiel werden leider auch unsere ottonormalpolitiker/innen verunsichert. Ab diesem Pkt. greift dann das Merk…..’sche Handlungsmodell: Lieber nix machen als was verkehrt !
uahhhhhh leben wir in einem gräßlichen System !!!!!!

Mal so allgemein, Sonnenenergie gibt es auf der Welt, pro Tag… gigantisch.
Pflanzen brauchen Wasser, da wird es schon heikel, ausserdem zu Gas zu machen, naja!
Bleibt noch Wind und Wasserkraft, ist auch nicht umsonst!
Nicht zu vergessen das Internet usw braucht unmengen an Strom.
Und Recycling ist wichtiger den je, alles was produziert wird, muss sich Wiederverwerten lassen.

Mann sieht, es gibt Zeit zum Schreiben.
In der Kürze liegt die W…
Bei den PKW s wird man bestimmt beim E Antrieb bleiben
Wasserstoff ?
Bitte nicht zu negativ sehen, für den Schwerverkehr der Zukunft, als Alternative zum Erdöl ersetzen.
Neue Tankstellen – Anlagen sind in Planung auch auf dem Land. Da kommen neu neben Schnelladesäulen, riesigen PV- Anlagen, auch H2 Betankungsmöglickeiten die. den überschüssigen Solarstrom im Sommer dort direkt als Wasserstoff speichern..

Bei solchen Grosstankstellen werden künftig auch LKW s Traktoren sowie Mähdrescher so bedankt werden.

Das würde ich gar nicht so verkrampft sehen. Wettbewerb tut gut. Ich persönlich gebe Wasserstoff auch kaum Chancen. Aus zwei ganz einfachen Gründen.
1.Dem schlechteren Power to Wheel Wirkungsgrad.
2.Die neue Abhängigkeit zu einem Energiemonopolisten

Zu 1. Auch wenn H aus Wind und Sonne erzeugt wird, habe ich enorme Wandlungsverluste. Dazu kommen noch das Risiko und der hohe Energieaufwand für Transport und Speicherung von H, was ja nur flüssig bei -253 Grad oder als Gas (ab 200Bar Druck) gelagert werden kann.

Zu 2: Das ich für 80% meiner alltäglichen Fahrten meinen selbst produzierten Strom vom Dach für mein BEV nutzen kann, ist ein lang ersehnter Traum, der sich erfüllt.Ich emanzipiere mich von Großkonzernen und Quasi Monopolisten. In Kombination mit örtlichen Stadtwerken könnte auch die Wertschöpfung vor Ort bleiben, da diese auch Strom produzieren. Und das ist immer noch am umweltfreundlichsten, ohne lange Transportwege eine schlanke Energieversorgung zu realisieren. Und Bidirektionale BEV als Energiespeicher könnten auch eine Rolle bei der Netzstabilisierung spielen. Und für die Steigerung des Eigenverbrauchs, des Stroms vom Dach.

Last edited 9 Monate zuvor by Stefan

Diese News könnten dich auch interessieren:

VW-Konzern kann E-Auto-Absatz mehr als verdoppeln
Skoda verdreifacht E-Fahrzeug-Absatz
Polestar plant Erlebniszentrum südlich von Frankfurt am Main
104
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).