Kanadischer Logistiker kauft 150 Tesla Semi; mit Option auf 500 E-LKW

Kanadischer Logistiker will 150 Tesla Semi kaufen; mit Option auf 500 E-LKW

Copyright Abbildung(en): Tesla

2020 soll der Tesla Semi – der erste Elektro-LKW von Tesla – noch in Produktion gehen. Durchaus passend, scheint am Markt doch entsprechende Nachfrage vorhanden zu sein. So ging Ende September von US-Handelsriese Walmart, für den kanadischen Markt, eine Bestellung über 130 Tesla Semi beim amerikanischen Automobilhersteller ein. Anfang November folgt mit einer Order über 150 Tesla Semi, mit Option darauf, die Zahl auf 500 zu erhöhen, die nächste große Bestellung. Getätigt wurde diese ebenfalls aus Kanada von der Pride Group Enterprises (PGE).

Die Bestellung spült Tesla weiteres Geld in die Kasse. Denn derzeit werden für die Vorbestellung eines Semi rund 20.000 Dollar fällig. Bei 150 vorbestellten E-LKW landet man somit bei einer Anzahlung von mindestens 3 Millionen Dollar; für Semi in der Founder-Serie werden sogar die vollen 200.000 Dollar verlangt. PGE sei eigener Aussage nach in Kanada und den USA vertreten und in mehreren Branchen wie Transport, Logistik, Handel und Leasing tätig. Unter anderem verdiene das Unternehmen Geld damit, dass man die eigenen LKW vermietet, verleast und gebraucht veräußert, ebenso wie Baufahrzeuge.

Der Tesla Semi sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur schrittweisen Elektrifizierung des Unternehmens. Daher investiere man bereits heute in die Infrastruktur für Laden, Parken und Wartung des Semi an allen zwölf Standorten in Nordamerika. PGE erhoffe sich durch den Einsatz von Elektro-Lastwagen Ausfallzeiten wie beispielsweise durch Wartungsarbeiten zu minimieren. Weitere Vorbestellungen für den Tesla Semi liegen von Unternehmen wie Frito Lay, FedEx, Walmart, Anheuser-Busch und Pepsi vor und sollen sich im Rahmen von rund 2.000 Vorbestellungen bewegen.

Derzeit sind wir gespannt, ob die Pläne des Unternehmens für eine begrenzte Produktion des Semi in der zweiten Hälfte des Jahres 2020, die dargelegt wurden tatsächlich greifen. Bereits im Juni 2019 mussten wir von einer entsprechenden Auslieferungsverschiebung berichten. Damals hieß es: “Was den Tesla Semi betrifft, so hat der Autohersteller kürzlich bestätigt, dass sich die Produktion des Elektro-Semi-Lkw auf das nächste Jahr verschoben hat, nachdem er ursprünglich für 2019 geplant war.“ Aktuell habe Tesla mit der Beschaffung entsprechender Batteriezellen zu kämpfen.

Quelle: Teslamag – Nächste Großbestellung: Kanadische Logistik-Firma will 150 bis 500 Tesla Semi kaufen

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ich denke vor allem, dass Tesla mit dem Konzept an sich zu kämpfen hat. Die Frage nach der Nutzlast es ja noch weitgehend unbeantwortet. Der Semi ist, Stand heute, noch deutlich von der Serienfertigung entfernt. Es gibt offenbar nur zweifach fertige Prototypen. Und ob die den finalen Antrieb tragen, steht in den Sternen. Da Tesla keinerlei Details veröffentlicht, ist davon auszugehen, dass es mehr oder weniger Versuchsträger sind.

So in die Richtung denke ich auch, wie oft hat Musk den LKW schon angekündigt.
Aber so ist das halt bei Tesla, es wird Jahre vorher angekündigt.
Das machen die alten Autohersteller „noch“ anders, das erst wenn das Auto fast fertig ist es Informationen gibt.

Ansich finde ich Elektro LKWs gut. Ich denke mal Sie werden sich als erstes als Pendel LKW mit festen Strecken und Firmengeländen in der Nacht (DHL, Amazon, Aldi,…) durchsetzen.

Bis unsere osteuropäischen Freunde die leider über 75% unseres LKW Verkehrs ausmachen Elektrisch fahren wird es wohl noch dauern…

Ich denke, dass Tesla bei den Lkws auf die nächsten Batteriegeneration wartet, z.B. Zink-Luft-Akkus.

„Anders als Lithium-Ionen-Akkus ist die Herstellung von Zink-Luft-Akkus ressourcenschonend, denn alle verwendeten Rohstoffe sind im Überfluss verfügbar und können sehr leicht und kostenschonend abgebaut werden. Ein Zink-Luft-Akku kann sogar zu 98 % recycelt werden und die Herstellungskosten liegen mit rund zehn Euro pro Kilowattstunde sehr niedrig.

Auch die elektrische Kapazität ist deutlich höher als die einer Lithium-Ionen-Batterie, rund drei mal so viel Ladekapazität lässt sich auf gleichem Raum lagern.

Allerdings sind bis dahin nicht nur noch mehrere Jahre Entwicklungszeit notwendig, …
… rechnet mit einer ersten kommerziellen Nutzung erst ab 2023.“ (Quelle: ingenieur.de)

Kein Problem. Man kann heute von bald jedem grösseren LKW-Hersteller Elektro-LKWs kaufen (z.B. Volvo, Renault, MAN, Mercedes). Und für lange Strecken gibt es dann noch die Wasserstoff-LKWs, von denen Hersteller wie Hyundai auch heute schon ausliefern. Ob da irgendwann dann einmal Tesla doch noch dazu kommt, wie seit 2017 angekündigt, ist nicht so wichtig.

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