Japan soll Verdoppelung der E-Auto-Förderung planen

Japan soll Verdoppelung der E-Auto-Förderung planen

Copyright Abbildung(en): Tupungato / Shutterstock.com

Die japanische Regierung will offenbar die direkte Förderung beim Kauf eines batteriebetriebenen Elektroautos verdoppeln, wie The Japan Times unter Berufung auf Infromationen von „Jiji Press“ berichtet. Der Höchstbetrag der pro Fahrzeug gewährten Subvention soll nach Angaben informierter Quellen von derzeit 400.000 Yen auf 800.000 Yen steigen, umgerechnet also von etwa 3170 Euro auf gut 6340 Euro. Die Prämie wird sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen beim Kauf eines Elektroautos gewährt.

Der Schritt spiegelt die Entschlossenheit der Regierung wider, den Kauf von lokal emissionsfreien Elektroautos weiter zu fördern. Dies soll das Vorhaben von Premierminister Yoshihide Suga unterstützen, Japans Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 effektiv auf Null zu senken. Für die Auszahlung der Förderung sei zudem geplant, sie an eine Pflicht zum Bezug von erneuerbaren Energien zu koppeln.

Geplant ist auch, weiterhin den Kauf Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen finanziell zu unterstützen. Die aktuellen Fördersätze dieser beiden alternativen Antriebe sollen jedoch beibehalten werden. Die Obergrenze der Subventionen für Plug-in-Hybride soll unverändert bei 200.000 Yen liegen, umgerechnet etwa 1585 Euro. Wer sich in Japan ein Wasserstoffauto kauft, wird dabei vom Staat mit bis zu 2,25 Millionen Yen unterstützt, was gut 17.830 Euro entspricht. Auch bei Brennstoffzellenautos soll die Förderung an den Bezug von nachhaltig erzeugtem Wasserstoff geknüpft sein.

Quelle: The Japan Times – Japan to offer up to ¥800,000 in subsidies for electric vehicles // Electrive – Japan will offenbar E-Auto-Kaufprämie verdoppeln

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In Japan ist der Anteil erneuerbarer Energien einfach zu gering um wirklich eine Verbesserung für die Umwelt durch ein E-Fahrzeug zu erreichen. Dort sollte man erstmal den Umstieg auf Erneuerbare beschleunigen. Derzeit werden in Japan neue Kohlekraftwerke gebaut. Unvorstellbar eigentlich. Besser also die Japaner fahren noch etwas mit Benzin durch die Gegend.

Lol eigentlich lustig wenn man bedenkt das Japan seit diesem Jahr große Mengen Wasserstoff aus Australien und China aus Kohlekraftwerken ankauft um Ihre Wasserstoff Fahrzeuge zu versorgen…
Und das bei gerade 90k Fahrzeugen plus ein paar busse.
Also Grüner Wandel sieht anders aus…

Da wird einem Einiges klar. 17.000 Euro Förderung für ein Brennstoffzellenauto würden auch bei uns den Absatz erhöhen. Was die Japaner aber nicht gerücksichtigen, ist der vollkommen ausbleibende positive Effekt für das Klima. Wasserstoff aus australischer Kohle ist kontraproduktiv.

Die Japaner betreiben Etikettenschwindel – ein dreckiges E-Auto wird grün lackiert und hoch subventioniert.

Das havariertes Atomkraftwerk in Japan bedroht weiterhin das Meer und alle Lebewesen darin, die Japaner verschmutzen ihre eigene Luft und das Meer – was wollen die in Zukunft atmen und essen?

Das japanische Sushi können wir wohl bald von der Speisekarte streichen – Fisch und Meeresalgen radioaktiv.

Sehe nur einen Fehler: H2 für PkWs.

Ansonsten ist es ökonomisch nicht falsch erst mal Bedarf an Ökostrom zu generieren – bevor massiv in Wind und Sonne investiert wird, kann man mit großen Brennstoffzellen, ausreichend produzierten bidirektionalen E-Fahrzeugen und strategisch optimal platzieren Batteriespeichern mit Zellen neuester Technik (z.B. von Tesla) künftig auch jede kWh wirtschaftlich nutzen.

Gegenbeispiel Deutschland: Windräder und vor allem die ersten Solarfelder produzieren Strom, der, z.B.: jetzt in der Wheinachtszeit, teuer bezahlt und teuer entsorgt werden muss (Negativpreise an der Strombörse). Inzwischen dürfen aus Altersgründen die ersten Windkrafträder nicht mehr betrieben werden – die Rotorblätter liegen vorm Mast und man grübelt, wer denn nun die kostspielige Entsorgung bezahlen soll. Ohne jegliche neue, umgesetzte Art Strom zu speichern , werden auf Teufel komm raus weiter Ökostromerzeugungsanlagen gebaut, und die Kosten über das EEG auf den Bürger umgelegt.

Sobald dadurch zwangsläufig 50Cent pro kWh Haushaltsstrompreis überschritten sind, dürfte, noch verstärkt durch schwachsinniger Ladesäulenverordnung, eichrechstkormer Stromerfassung, etc. die kWh an öffentlichen DC-Ladern über einen Euro kosten. Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich mich von meinem BEV (leider) wieder trennen muß und dank Bestandsschutz, möglichst den billigsten und dreckigsten Diesel anschaffen werde, den ich finde.

Energiewende Deutschland: ausser Spesen nicht gewesen ! Auch Japan wird in 15 Jahren den dämlichsten, ehemaligen Industriestaat Deutschland nur noch belächeln.

Ja, es kommt vor, dass Zuviel Strom im Netz ist. Dies liegt aber daran, das Kohle und Atomkraftwerke nicht beliebig geregelt werden können. Mindestteillast der KW zwischen 50-80%. Mehr Speicher zu bauen ist sinnvoll und passiert ja schon im kleinen Rahmen. Deswegen aber die Erneuerbaren nicht auszubauen wäre Schwachsinn. Der Bedarf an Erneuerbaren ist ja da. Nämlich die Kohlekraftwerke stilllegen. In D wird gerade das größte PV-Kraftwerk gebaut, 500MW und das ohne Förderung.

Mein Bedarf an einem Lottogewin ist auch da – muss nur noch mehr Scheine ausfüllen.

„Sobald dadurch zwangsläufig 50Cent pro kWh Haushaltsstrompreis überschritten sind …“

Das könnte höchstens passieren, wenn die Politik die Solar- und Windkraftanlagen und ihre Betreiber mit Absicht schädigen will und den großen Umweltverschmutzern (lobbygesteuert) „in den Ar… kriecht“.

Wind- und Solarstrom können heute bereits für unter 4 Cent pro kWh erzeugt werden. Es könnten also nur überzogene Steúern und Angaben oder sonstige Behinderungen dafür sorgen, dass der Strom für die Haushalte noch teuerer wird – von der Herstellungskosten her gibt es keinen Grund.

Nach meiner Zukunftsvision könnten viele Hausbesitzer sogar völlig autark in Bezug auf Strom, Gas, Heizöl usw. werden mit einer PV-Batterie-Wärmepumen-Anlage (kurz PBW-Anlage).

Als Anhaltspunkt: KfW-Effizienzhaus z.B. 8400 kWh Gas (Heizung und Warmwasser).

Mit Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.
etwa 2.000 kWh (ca. 1.800 kWh bei Wasser-Wärmepumpe / 2.150 kWh bei Erdwärmepumpe)
plus 5.000 kWh Strom (5 Personen)
plus 3.000 kWh für E-Auto (12.000 km pro Jahr)
———————————.
Ist 10.000 kWh Gesamtstrombedarf pro Jahr – und sonst nichts, kein Gas, Heizöl oder Holz.

Bei heutigen Haushaltsstrompreisen: 10.000 kWh x 0,30 € / kWh wären es 3.000 Euro (Strom + CO2).

In 10 – 15 Jahren könnte dies mit einer 83m² PV-Anlage, Wärmepumpe mit Hauswasser- und Erdspeicher, Fußbodenheizung und Pufferbatterie zum erschwinglichen Preis möglich sein – und das ganz autark, also ohne Netzstrom- oder Gasanschluss, ohne Heizöltank oder Pelletlager, nur mit Strom von der Sonne.

Wie gesagt – vorläufig eine Zukunftsvision bis die Batteriepreise entsprechend gefallen sind – in 10-15 Jahren.

Nachtrag:

Ohne EEG-Umlage wäre die Rechnung schon heute so:
10.000 kWh x 0,22 Euro / kWh = 2.200 Euro für Haushaltstrom, Heizung, Warmwaasser und E-Auto.

Jetzt kann jeder mal in seine Rechnungen schauen und vergleichen.

Bei meinem kleinen Haus 2020 auf ca. 800 Euro für Strom, Heizung (Heizöl) und Warmwasser (elektrisch).

2018 ca. 1.140 Euro und 2016 knapp 1.200 Euro.

Private Haushalte verbrauchten im Jahr 2018 ca. 644 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh).

(Quelle: umweltbundesamt.de).

Windkraft 40,6 TWh- 1. Quartal 2019 (Anmerkung von mir: x 4 = 162,4 TWh im Jahr)

(Quelle: destatis.de).

Also die Windkraft alleine deckt jetzt schon ca 1/4 des privaten Gesamtenergiebedarfes (ohne Autos). Es ist leicht auszurechnen was wäre, wenn Politik und Bürger nicht soviele Windkraftanlagen verhindern würden.

Wir könnten die privaten Haushalte in der EU locker mit Öko-Energie versorgen, wenn die schmutzige Energie nicht so billig aus dem Ausland käme. Wir müssen also die schmutzige Energie weiter verteuern, damit sich saubere Energie lohnt.

Die Politik rechnet natürlich mit Wählerstimmen und da sind die Kosten der Umweltschäden wohl noch zu gering, so dass Wähler auf den Preis schauen – ist wie beim Fleisch und dem Tierschutz.

Vergleich heute:

KfW-Effizienzhaus 8400 kWh Gas (Heizung / Warmwasser) ca. 500 – 700 Euro. (Preisvergleich – Grundversorgung).

8.400 kWh mit Wärmepumpe 1.800-2.150 kWh Strom ca. 540-645 Euro (norm. Haushaltsstrom).

8.400 kWh mit Wärmepumpe und Strom ohne EEG-Umlage (22 ct / kWh) ca. 396 – 473 Euro.

Sogar ohne Pufferbatterie und PV-Anlage könnte man überschüssigen Ökostrom sinnvoll nutzen, wenn er ohne EEG-Umlage für Wärmepumpen eingesetzt wird – würde viel Gas und damit CO2 sparen.

Bald fallen die ersten Anlagen Alten aus dem EEG. Im Jahr 2000 errichtete kleine PV Anlagen wurden damals mit über 1DM/kWh vergütet. Auch alte Windkraft erhält mehr Vergütungen als neue.
Mittelfristig muß Diesel und Benzin teurer werden und Strom im Verhältnis dazu billiger.

Der Anteil erneuerbarer Energien wird auch in Japan ohnehin in Zukunft steigen. Insofern ist es nicht schlecht, wenn mehr Elektrofahrzeuge gekauft werden.

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