Innogy: Für Plug&Charge „muss sich die Autoindustrie noch öffnen“

Copyright Abbildung(en): MOZCO Mateusz Szymanski / Shutterstock.com

Arjan van der Eijk, der neue Leiter der Eon-Tochter Innogy eMobility Solutions, erklärte in einem Interview mit Edison, wie sein erster Arbeitstag mitten in der Corona-Krise verlaufen ist, wie das Laden von Elektroautos besser und komfortabler werden kann und wie er zu Subventionen der Wirtschaft als Reaktion auf die Virus-Pandemie steht.

Er war schon sehr ungewöhnlich: Meine erste Handlung bestand darin, sämtliche Mitarbeiter nach Hause ins Home-Office zu schicken“, sagt van der Eijk über seinen ersten Tag bei Innogy eMobility Solutions am 1. April. Ansonsten halten sich die Auswirkungen von Corona auf den laufenden Betrieb in Grenzen: „Viele unsere Aktivitäten und Projekte etwa auf dem Gebiet der Software-Entwicklung können durchaus auch ferngesteuert werden“, so der Manager. Auch die Arbeiten an Hardware-Komponenten in den technischen Laboren habe das Unternehmen „mit viel Mühe weiterlaufen lassen können“.

Bei den Auswirkungen auf die Wirtschaft nimmt van der Eijk „ganz unterschiedliche Bewegungen“ wahr. Er ist der Meinung, dass Corona hin oder her „die Elektrifizierung des Verkehrs nicht mehr zu bremsen ist“, was sich auch in den Zulassungszahlen der vergangenen Wochen zeige: „Die Nachfrage nach Verbrennern brach ein, die Verkäufe von Elektroautos und Plug-in-Hybriden deutlich weniger.“ Klar sei aber auch, dass Investments, sei es von Privatkunden oder großen Unternehmen, derzeit oft verschoben werden. Wie lange, sei noch nicht absehbar. „Das werden wir wohl erst in einigen Monaten sehen.“

„Es wäre super, wenn die Wirtschaft auf grüne Art und Weise wieder angekurbelt würde“

Nachhaltige Fördermaßnahmen im Zuge der Corona-Krise wie etwa mehr Geld für die Elektromobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur würde der Innogy eMobility Solutions-Chef begrüßen: „Es wäre super, wenn die Wirtschaft auf grüne Art und Weise wieder angekurbelt würde“. Persönlich hoffe er stark, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur dabei bedacht wird. „Denn wir haben in Deutschland gerade auf dem Gebiet noch einiges an Arbeit vor uns.“

Innogy arbeite aktuell an mehreren Projekten, die das Laden von Elektroautos bequemer, zuverlässiger und schneller machen sollen. Etwa an „Ladesäulen mit hoher Leistung und sicherem Zugang, die sich intuitiv bedienen lassen und bei denen der Strom mit allen möglichen Zahlungsmöglichkeiten bezogen werden“ könne, etwa per Smartphone mit Apple Pay. Auch für Plug & Pay und Plug & Charge will das Unternehmen „innovative Lösungen“ bieten.

Innogy sehe sich als „einer der Treiber der ISO-Norm 15118 für Plug-&Charge-Lösungen“, bei denen Kunden das Auto nur mit der Ladesäule verbinden müssen und der Rest (wie etwa Start des Ladevorgangs, Abrechnung) automatisch im Hintergrund abläuft. Tesla-Fahrer kennen dieses System bereits vom Supercharger-Netzwerk. Andere Hersteller sind noch nicht so weit wie der E-Auto-Pionier aus Kalifornien, hier sieht van der Eijk Nachholbedarf: „Da muss sich die Autoindustrie noch öffnen. Denn das System funktioniert nur, wenn die Fahrzeugdaten mit den Ladesäulen ausgetauscht werden können – in beide Richtungen.

„Das Angebot an bezahlbaren Elektroautos muss wachsen“

Die schwierigste Aufgabe sei, die „end-to-end-Verbindung zwischen Kunde und dem Service Provider herzustellen“ um die „hochkomplexen“ Bezahlvorgänge abwickeln zu können. Hier sei es „wichtig, dass wir uns auch auf dem Gebiet bald auf Standards einigen. Nur dann kriegen wir eine User Experience hin, die einfach zu implementieren ist und alle Nutzer der Ladesäulen zufriedenstellt.“

Damit die Elektromobilität schneller ein Erfolg wird, seien mehrere Dinge notwendig, findet van der Eijk: „Das Angebot an bezahlbaren Fahrzeugen muss wachsen, auch das Ladenetz noch besser werden und – wir haben darüber gesprochen – noch komfortabler werden.“ Er habe allerdings den Eindruck, „dass nicht mehr viel fehlt, um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen.“ Das Interesse und die Kaufbereitschaft der Kunden seien „deutlich gewachsen“.

Quelle: Edison — „Die Elektrifizierung ist nicht mehr zu bremsen“

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Innogy: Für Plug&Charge „muss sich die Autoindustrie noch öffnen““ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
9 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Ich kann den Ausführungen nur zustimmen. Wir von Volabo in München sind fast missionarisch unterwegs, da wir das 48VDC – Konzept unterstützen. Im emobility – Bereich gibt es keinen Königsweg, sondern je nach Anwendung verschiedene Antriebskonzepte. Ein Diesel eignet sich ja auch nicht wirklich für die Kurzstrecke.
Was derzeit in Asien in Richtung alternativer Antriebe entwickelt und auf das Wasser und die Strasse gebracht wird, sollte uns schnellstens aufwecken. Wenig oder nichts tun und zu hoffen, dieser Sturm geht über uns hinweg, wird unserer Fahrzeugindustrie dramatisch schaden.

Ja Dieter da hast du recht, jedoch die Arroganz unsere Fahrzeugindustrie ist einzigartig. Die wollen es nicht begreifen, dann müssen die es auf schmerzhafte Weise lernen so wie alle anderen es tun.

Stimme Dieter und Andreas vollinhaltlich zu. Bin Laie und Privatier mit Plug-in-Hybrid-Erfahrung in Österreich. Wie ich hier schon mehrfach geschrieben habe, hat die Elektromobilität ohnehin nur dann eine Chance die Verbrennungsmotor-Mobilität irgendwann vollständig abzulösen und zu ersetzen, wenn mit genormten Tauschakkus, die in Wechselstationen gegen volle ausgetauscht werden, gearbeitet wird. Dieses von „better place“ vor vielen Jahren in einigen Ländern eingeführte Verfahren hat keinen einzigen der unzähligen Nachteile der derzeitigen Systeme (kein Ladekabel-Salat im Kofferraum, kein Stecker-Chaos, keinerlei Abrechnung nötig, keine Batterie-Schädigung durch Schnell-Laden, keine AKWs alle paar Kilometer entlang den Autobahnen damit z.B. Millionen Deutsche zur selben Zeit nach Italien auf Urlaub fahren können, alle E-Auto-Preise ohne Akku-Kosten: alle Akkus werden vom Staat / der Gesamtwirtschaft gekauft und verwaltet, dadurch auch keine Akku-Haltbarkeits-Sorgen oder Garantie-Fragen, etc.). Dafür hätte dieses System nur unzählige Vorteile, zu deren Aufzählung der Platz hier bei weitem nicht ausreicht (z.B. zumindest gratis Autofahren, da der gesamte Fahrstrom vom Strompreis-Differential zwischen Spitzen- und Überschuss-Strom aus Photovoltaik und Windkraft finanziert wird, da ja alle nicht in den Autos befindlichen Tauschbatterien als dezentrale virtuelle Speicherkraftwerke fungieren). Versuche seit Oktober 2019 mit allen Mitteln eine ganz gewöhnliche „0815“-Haushalts-Steckdose auf meinem Stellplatz und auf meine Kosten in meiner Eigentums-Hausgarage durchzusetzen – unmöglich, zuallererst müssen alle rund 100 Miteigentümer ausdrücklich zustimmen! Dafür werde ich an den öffentlichen Ladesäulen des Monopolisten in Wien mit 2,90€ pro Stunde(!) Laden abgezockt, innerhalb der die Batterie meines Mitsubishi Outlander PHEV aber nur maximal 3kW aufnehmen kann.

Mit öffentlichen Ladesäulen des Monopolisten in Wien meinst Du vermutlich die „Wien Energie GmbH“. Diese ist aber nicht Schuld daran, wenn Mitsubishi nicht fähig ist einen 3-phasen 16A 11kW Lader in den Outlander einzubauen, so dass die kWh dann noch 26 cents kostet, womit Deine mini Batterie von 12kWh in knapp 1h wieder voll wäre. „Blame the company not the charging infrastructure“.

Ich habe auch eine Eigentumswohnung, allerdings nicht in Wien sondern in der Schweiz Grossraum Zürich mit 8 Parteien, von denen jede Partei 1 eigene Garagenbox hat ( Standard ) und somit auch einen eigenen Hausanschlusszähler. Da habe ich gar niemanden gefragt, als ich meinen eigenen 11kW Wallcharger vom lokalen Elektriker einbauen lassen, angeschlossen an meinem eigenen Hausanschlusszähler 20kW. Installations Dokumente und Abnahme Protokoll macht der Elektriker. Da konnten die anderen 7 Parteien noch so lange strampeln. Vielleicht sind da die Gesetzte schuld. Ich kenne per Zufall Leute, die in Wien eine Eigentumswohnung besitzen und die auch eine Tiefgarage mit eigenem Wallcharger haben. Geht also scheinbar doch irgendwie.

Übrigens, für Deinen Outländer reicht Dein 1-phasig 3.7kW Lader doch aus, um in 3h ( 11kWh usable ) wieder voll geladen zu sein. Ich pflege normalerweise 7h zu schlafen und ich bin normalerweise min. 8h im Büro. Wenn Mitsubishi nur eine 12kWh Batterie einbauen will 🙁 „blame the company“, und das noch zum stoltzen Gesamtpreis von ca. 38’000 Euro 🙁

Mein Tesla Model 3: Stromrechnung zu Hause ( 95%) wird automatisch abgebucht. DeC=DestinationCharger in Hotels, Restaurants etc (2%). muss ich nicht bezahlen, da ich ja auch etwas konsumiere. SuC=SuperCharger (2%) wird automatisch an hinterlegter Kreditkarte abgebucht. Benützung öffentlicher Ladestationen Weltweit mit plugsurfing.de Tolken (1%) wird automatisch an hinterlegter Kreditkarte abgebucht. Einfacher geht es nicht 🙂

Tesla hat vor ca. 7 Jahren einmal einen Versuch mit autom. Tauschakkus gestartet, der auch technisch funktioniert hätte, natürlich nur für Tesla’s. Es blieb bei 1 oder 2 Anlagen. Seither tote Hose, also ein totaler Flop. 7 Jahre sind vergangen und Tesla gibt es immer noch und weitere Startups schiessen wie Pilze aus dem Boden und der ID.3 sollte auch in den kommenden Monaten auf der Strasse sein.

Was für ein grosses Problem ist ein zusätzliches Ladekabel im Frunck=Front Trunck z.B. von NRGKick, TÜV Austria geprüft ( eine gute Firma aus Österreich ) für Dich ?

Der Staat kauft also alle unsere Akkus, eine grosse Hauptverwaltung mehr im Staat und alle Elektroautofirmen einigen sich Schwupps-Di-Wupp auf einen einzigen Standartakku ( natürlich in allen Grössen, 12kWh-100kWh ) mit standart Mechanismen um diesen von einer standartisierten Wechselstation zu tauschen, mit All den vielen Normen usw. usf. Diese Akkus sind aber auch für den Staat nicht gratis, d.h. er wird Leihkosten verlangen. Gratis Autofahren ? Gerhard nichts ist garatis, wer bezahlt immer.

Richtig erkannt, es fehlt halt immer noch sehr, an verschiedenen Ecken und Enden.
– bezahlbare E Autos
– Ladenetz immer noch unvollständig (Steckersalat, und ein viel zu teures und zu kompliziertes Abrechnungschaos auswärts)
– Ziel 50% aller E Autos muss man zu Hause laden können . Dies ist z. Zt. die günstigste Lösung wenn man über 400 Km Reichweite verfügt.

Wechselakkus können, ausser bei E Bicks und Roller, nicht die Lösung sein. E Autos verfügen über die Hochvolttechnik 400 Volt, und brauchen im Gegensatz zu den Zweirädigeren und den Hybriden, ein kompliziertes BMS das die Batterie beim Laden je nach Tempo , auf vorgeschriebener Temperatur hält. Nur Layen glauben das könnte im Stiel der runden Monozellen wie für die Stablampe geschehen. Auch Handling und Bereitstellung fast undenkbar. Warten wir ab bis ein Chinese nach Europa kommt, es gibt einen. Ob der Erfolg hat?

Der Durchbruch der E-Mobilität hängt nach meinen Erfahrungen mit Kunden und denen, die es werden könnten (bin bei einem großen Autohändler in Berlin für E-Mobilität verantwortlich) vor allem mit der alltagstauglich Nutzung eines BEV ohne Angst, eine Lademöglichkeit zu finden, zusammen.
Strom gibt es überall und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Straßenlaternen mit einer simplen 3,7 kW-Lademöglichkeiten ausgerüstet werden können.
Das geht auf dem flachen Land genauso wie in Ballungszentren.
Hier sehe ich definitiv die Politik in der Verantwortung, da derartige Infrastrukturmaßnahmen nur mit öffentlichen Mitteln erfolgreich umgesetzt werden können.
Der Effekt eines solchen „Laternenparker-Ladenetzes“ zusätzlich zur bestehenden Infrastruktur mit Ladestationen ab 11kW wäre der Akzeptanzdurchbruch abseits der Eigenheimbesitzer mit Wallbox bzw. Lademöglichkeit am Arbeitsplatz hin zur Massentauglichkeit.
Die Preise für BEV würden durch die dann erfolgende Erhöhung der Nachfrage durch größeren Stückzahlen in der Produktion sinken und auch der Sekundärmarkt (Gebrauchtwagen) würde enorm an Bedeutung gewinnen, was wiederum den Leasingrate für Neuwagen entgegen kommt.

Ich hoffe sehr, dass es so schnell wie möglich Aktivitäten im Infrastrukturausbau gibt statt wie auch immer gearteten Kaufprämien, die alles andere als nachhaltig sind.

Das sehe ich genau so wie Sie.

Jedes Gebäude ist eine potenzielle Ladestation. Die Infrastruktur besteht bereits, sie muss nur möglichst optimal ausgebaut, effizient und inteligent genutzt werden, gepaart mit dezentralen PV Anlagen, die in grossen Mengen mit Flachdach Industrieanlagen bereits vorhanden sind. Die Basis dazu haben wir schon in den vergangenen Jahrzehnten gelegt.

Wann immer das Elektroauto nicht fährt, lädt es. Wenn ich zu Freunden auf Besuch gehen kann und sicher bin, dass ich mein Elektroauto laden kann, werde ich das völlig unbeschwert tun. Wenn ich ins Restaurant, Hotel, Einkaufszentrum etc. gehe und mein Elektroauto lädt, kann ich sicher sein, dass ich auch völlig unbeschwert nach Hause komme und mein Elektroauto wieder an meine Heimladestation anschliessen kann. Das Alles auf AC Basis. Ich praktiziere das schon erfolgreich seit 9 Jahren und wo immer ich auch bin und jemand mich fragt werde ich Auskunft geben.

Bei Umbauten oder Neubauten sollten Architekten Ladeanschlüsse 3.7kW, 7.4kW oder 11kW pro Parkplatz in ihr Konzept einplanen ( Anschluss in Verteileranlagen mit FI Schalter, und Rohre verlegen, wo später ein Kabel eingezogen werden kann ). Und das sowohl in der Garage ls auch auf aussenliegende Besucherparkplätzen. Dann müssen zu gegebener Zeit nur noch das Kabel eingezogen und entweder die CEE Steckdose oder die Wallbox montiert und angeschlossen werden.

Lademöglichkeiten in Strassenzügen könnten im Gehsteig verlegt werden und pro Parkplatz mit einem AC 1-phasig 16A 3.7kW CEE Camping Strecker versehen werden. Ein im Auto mitgeführtes Ladekabel von NRGKick oder ein bereits bestehendes Ladekabel bietet so die Möglichkeit 20km/h zu laden. D.h. bei einem 2h Aufenthalt um Einkäufe zu tätigen, das Kino oder Freunde zu besuchen komme ich ganz sicher wieder zu meiner Ladestation nach Hause. Für 80-90% der Leute das tägliche Brot. Dann brauche ich für die längeren Strecken noch die DC Schnelllader entlang den Hauptachsen und das Ganze funktioniert völlig unbeschwert und sogar noch ohne hässlichen Tankstellenstop, was auch immer dann dort getankt werden soll.

Ein Ausbau der Infrastruktur kann sehr kostengünstig und ohne grosse Administration erfolgen, privat oder öffentlich, es muss einfach nur getan werden. Und diese Infrastruktur bleibt auch wenn ich eine andere Wohnung beziehe. In Zukunft wird bei einem Wohnungsbezug die Ladestation zu einem grösseren Kriterium werden, denn die meisten Leute haben dann nur noch ein Elektroauto. Ich würde niemals mehr in eine Wohnung oder ein Haus einziehen, wo es nicht bereits schon eine Ladestation gibt oder zumindest die Möglichkeit für den Ausbau gegeben sind. Also eine Ladestation zu Hause für mich ein absolutes MUSS, ansonsten der Vermieter keine Chance bei mir hat.

Bis jetzt habe ich noch nie, mit Aussnahme Tesla natürlich, einen Händler angetroffen, der eine Position wie die Ihre inne hat. Gratulation an Ihren Händler.

Stimme zu praktisch 100% allem zu, was hier am derzeitigen System kritisiert wird, nur nicht der angeblich absoluten Unmöglichkeit des Wechselakku-Systems von „better place“: Es bliebe unter diesem System jedem BEV-Auto-Besitzer ja nach wie vor völlig unbenommen, sein Auto haargenau so zu laden, etc. wie jetzt (also natürlich auch bidirektional), nur kann er den Akku auch gegebenenfalls schneller in einen vollen tauschen als er heute Benzin volltanken kann. Das wäre praktisch bei (längeren) Reisen (z.B. beim jährlichen Millionen-Urlauber-Schichtwechsel quer durch Österreich) oder wenn man es eilig hat und Reichweiten-Angst hat. Die – natürlich möglichst GLOBAL – standardisierten Akkus hätten so 100 kWh Kapazität, so 1.000 Volt Spannung und maximal 600 kg Gewicht, natürlich mit EINGEBAUTEM BMS und auch Thermomanagement (die Kühlmediums-Anschlüsse würden vor dem Wechsel allseits automatisch abgedichtet bzw. danach wieder geöffnet und dicht gekoppelt. Passiert beim z.B. seitlichen Durchschieben völlig automatisch und unbemerkt). Warum sollten der Staat bzw. die Gesamtgesellschaft, vor allem KFZ- und E-Wirtschaft, etc. nicht solche Batterien als langlebige Investitionsgüter anschaffen können, die ja auch vor allem virtuelle, dezentrale Speicherkraftwerke sind zur Realisierung der Energiewende hin zu Fotovoltaik und Windkraft? Er baut ja für die heutigen Autofahrer auch die ganze Verkehrsinfrastruktur und für die Stromverbraucher die gesamte E-Infrastruktur, etc.? Ja, und dass der gesamte Fahrstrom zumindest gratis wäre zeigt eine einfache Milchmädchenrechnung: 100 kWh in die leere 100-kWh-Batterie zum Überschussstrom-Preis von x Cent/kWh hinein-geladen und dabei – zwischenzeitlich – 50 kWh zum Spitzenstrom-Preis von 2x Cent/kWh verkauft ergibt eine halbvolle Batterie mit 50 kWh, die gratis verfahren werden können.
Ja, und in der schönen Schweiz, wo ich selbst das Glück hatte, drei Jahre zu leben, gehen eben die Uhren glücklicherweise anders als z.B. in Felix Austria mit seiner türkis-grünen Regierung, die alles unternimmt, nur um dem Individualverkehr – insbesondere dem Feindbild Nummer eins, dem Autofahrer – zu schaden und zu bestrafen. Ich will ja gar keine Wallbox auf meinem Stellplatz, nur eine 0815-Steckdose, die, wie die meisten hier geschrieben haben, vollkommen ausreichen würde. Ich kann gerne meinen kafkaesken E-Mail-Verkehr mit allen Behörden, Institutionen, etc. vorlegen, inklusive aller Argumente, warum das absolut unmöglich ist – es wäre für berechtigte Erheiterung über die Ösis gesorgt – und auch die Antwort vom Monopolisten „Tanke Wien Energie“, nämlich dass er sich gegen meine Bezeichnung „Abzocke“ strengstens verwahrt und die 2,90€ pro Stunde Laden schon voll in Ordnung sind, auch wenn halt der Akku – je nach Temperatur – nur ca. 2,5 kW aufnehmen kann (ideal übrigens dafür die üblichen 10-Ampere-Haushaltssteckdosen, denn langsames Laden schont die Batterie am allermeisten für deren Langlebigkeit) – so wie die meisten anderen PHEVs übrigens auch (wobei der – übrigens EXTREM, SOGAR SENSATIONELL, GÜNSTIGE – Mitsubishi Outlander PHEV um 32.000€ als EINZIGER PHEV auch schnellladefähig mittels Gleichstrom ist (80% in 25 Minuten), aber mit dem japanischen Chademo-Stecker, den es in Felix Austria leider praktisch nirgends gibt). Und: ein reines BEV (z.B. Tesla) will/kann ich mir nicht leisten, denn ich will einerseits nicht plötzlich irgendwo „in der Pampas“ ohne Strom dastehen und andererseits, ohne eigene, private und somit günstige, Lademöglichkeit nicht um 12€ für eine Voll-Ladung an Monopolisten-Strom nicht einmal halb so weit kommen wie mit dem jetzigen Benzinpreis. Wenn ich meinen PHEV aber immer fleißig anstecke, komme ich auf unter 2 Liter Benzin auf 100 km.

Ich glaube kaum, dass die E-Mobilität momentan überhaupt ein besonderes Thema ist, angesichts der gewaltigen Lasten, die uns das Corona-Virus beschert hat. Lage momentan: „Europas Händler verlieren 75 Prozent ihrer Verkäufe
Dramatische Einbrüche wegen Corona-Lockdown“ Quelle: kfz-betrieb
Zitat daraus: „Der europäische Automarkt ist im April wegen der Coronavirus-Pandemie zusammengebrochen. In den Staaten der EU, der Efta und in Großbritannien wurden zuletzt noch 292.182 Pkw neu zugelassen. Damit sanken die Verkaufszahlen im vergangenen Monat um 78,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte der Herstellerverband Acea am Dienstag in Brüssel mit.“ Was wird denn mit der Unmenge an Autos, die auf Halde stehen? Werden die kostenneutral entsorgt?

Diese News könnten dich auch interessieren:

Mercedes Trucks testet eEconic für die Müllabfuhr
Audi Q4 e-tron nun mit mehr Reichweite sowie als weiteres Allradmodell zu haben
Analyst: Untere Mittelklasse (VW ID.3) verliert an Marktanteil im ersten Halbjahr
9
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).