Industrieverbände fordern differenziertere, globale Betrachtung von Wasserstoff und E-Fuels

Industrieverbände fordern differenziertere, globale Betrachtung von Wasserstoff und E-Fuels

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Deutschland soll eine global führende Wasserstoff-Industrie aufbauen, in der Wasserstoff und wasserstoffbasierte Kraftstoffe eine entscheidende Rolle spielen sollen. Dieses Ziel sei jedoch durch einen aktuellen Gesetzesplan des Bundesumweltministeriums (BMU) ernsthaft gefährdet, so der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoff­zellenverband (DWV), der Mineralölwirtschafts­verband (MWV), der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Nach Ansicht der vier großen Industrieverbände führe der Referentenentwurf zur nationalen Umsetzung der europäischen Erneuerbare-Energie-Richtlinie (RED II), in der die EU die Mindestmengen an erneuerbaren Energien für den Verkehrssektor festlegt, in die falsche Richtung und sollte daher gestoppt werden. Vor dem Hintergrund einer Anhörung zum Thema Wasserstoff im Deutschen Bundestag fordern die vier Verbände, den Referentenentwurf, unter der Berücksichtigung aller möglichen Optionen und einer Anerkennung der Klimaziele 2030, zukunftsweisend vollständig zu überarbeiten und erneut in die Verbändeanhörung und Ressortabstimmung zu geben.

Der Gesetzesvorschlag schaffe weder die Rahmenbedingungen für den Markthochlauf einer deutschen Wasserstoffwirtschaft, noch führe er zu zusätzlichen CO2-Einsparungen im Verkehr. Somit ignoriere der Entwurf faktisch die Nationale Wasserstoffstrategie, in der die Bundesregierung ambitionierte Ziele im Rahmen der RED II-Umsetzung vorgibt. Nur mit einer ambitionierten Umsetzung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie und unter Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sei eine Verkehrswende und das Erreichen der EU-Klimaziele bis 2030 möglich. Und bei der bestehenden Fahrzeugflotte mit Verbrennungsmotoren könne nur mit Einsatz sogenannter E-Fuels eine schnell wirksame CO2-Reduzierung erreicht werden. Laut einer aktuellen Studie unter anderem im Auftrag des MWV weisen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die mit klimaneutralen Kraftstoffen auf Ökostrombasis angetrieben werden, eine ähnlich gute Energie-Gesamtbilanz auf wie batteriegetriebene Fahrzeuge. Dazu etwas später mehr.

Die Verbände befürchten zudem, dass das Umweltministerium mit seinem Entwurf hunderttausende Arbeitsplätze ebenso gefährdet wie den geplanten Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Bei einer Überarbeitung müssten daher neben den Klimazielen gleichermaßen auch die Anforderungen der beteiligten Industrien sowie die nachhaltige Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft Berücksichtigung finden, betonen sie. Das Schreiben der Verbände wurde an das Bundeskanzleramt, zahlreiche Bundes- und Landesministerien, Abgeordnete sowie Mitglieder des Nationalen Wasserstoffrats versendet.

„Die deutsche Automobilindustrie will die KIimaschutzziele und CO2-Flottenziele der EU erreichen. Wir sind bereit und wollen die dazu notwendigen Beschlüsse auf die Straße bringen. Schon heute können die Kunden unter 70 E-Fahrzeugen deutscher Hersteller wählen. Bis Ende 2023 werden es mehr als 150 sein, das ist eine rasante Entwicklung und hat starke Priorität. Zugleich arbeiten wir an der Marktreife für E-Fuels und Wasserstoff. Auch der moderne Verbrennungsmotor hat Zukunft. Wir brauchen E-Fuels und Wasserstoff aus nachhaltigen Energiequellen, um auch bei den Millionen PKW im Bestand die Klimaziele zu erreichen. Und es wird auch neue, sparsame PKW und LKW mit Verbrennungsmotor geben. Daher ist auch die Forschung und Entwicklung klimafreundlicher Antriebe mit synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoff wesentlich. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, gibt es zu dieser Doppelstrategie keine Alternative.“ – Hildegard Müller, Präsidentin VDA

Studie: Kaum Effizienzunterschied zwischen batterieelektrischen Antrieben und strombasierten Kraftstoffen

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die mit klimaneutralen Kraftstoffen auf Ökostrombasis angetrieben werden, sollen eine ähnlich gute Energie-Gesamtbilanz aufweisen wie batteriegetriebene Fahrzeuge, wie aus der Studie „Der Effizienzbegriff in der klimapolitischen Debatte zum Straßenverkehr“ des Beratungsunternehmens Frontier Economics im Auftrag der Verbände MWV und UNITI hervorgehe. Grundlage dieser Neubewertung sei ein gesamtheitlicher Effizienzvergleich.

Die in bisherigen, konventionellen Analysen ausgewiesene Effizienz der direkten Nutzung von Ökostrom in batterieelektrischen Pkw von rund 70 Prozent schrumpfe in der ganzheitlichen Analyse von Frontier Economics auf magere 13 bis 16 Prozent. Sie liege damit in einer vergleichbaren Größenordnung mit Fahrzeugen, die mit Verbrennungsmotor und erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden. Deren Gesamteffizienz betrage je nach Szenario 10 bis 13 Prozent.

Elektroauto-Wasserstoff-E-Fuel-Effizenzvergleich

Ursache dieser Neubewertung ist, dass in konventionellen Analysen die Unterschiede der Erträge von Solar- oder Windanlagen je nach Standort völlig ausgeblendet seien. Anders ausgedrückt: Eine Solaranlage an einem durchschnittlichen Standort in Deutschland erzeuge nur rund 40 Prozent der Strommenge pro Jahr, die eine vergleichbare Anlage in Nordafrika produziere. Dieser höhere Stromertrag pro Anlage könne über den Import von Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen nach Deutschland im Straßenverkehr genutzt werden. Für batterieelektrische Fahrzeuge sei man dagegen weitgehend auf die erneuerbare Stromerzeugung im Inland angewiesen.

Bisherige Analysen zum Effizienzvergleich von Elektromobilität und erneuerbaren Kraftstoffen sollen darüber hinaus häufig weitere wichtige energiewirtschaftliche Aspekte außer Acht lassen, wie aus der Frontier-Studie hervorgehe:

  • E-Autos müssen auch dann geladen werden können, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. In einem zu 100 Prozent erneuerbaren Stromsystem werde ein gewisser Anteil des Stroms für batterieelektrische Fahrzeuge daher auch über den Umweg der Zwischenspeicherung über Wasserstoff, das dann in Gaskraftwerken wieder in Strom umgewandelt wird, zur Verfügung gestellt werden müssen.
  • Zudem werde häufig nicht berücksichtigt, dass Fahrzeuge zusätzlich Energie zur Kühlung und insbesondere auch zur Heizung des Innenraums benötigen.

Bedarf an Ökostrom-Anlagen nur unwesentlich höher als bei Elektromobilität

Besonders anschaulich werde das Ergebnis der Studie, wenn man vergleicht, wie viele Wind- und Solaranlagen errichtet werden müssen, um den Energiebedarf eines inländischen Pkw mit durchschnittlicher Jahresfahrleistung zu bedienen: Der Betrieb mit erneuerbaren Kraftstoffen erfordere rechnerisch eine Solarkapazität von 6 Kilowatt in Nordafrika, ein Elektroauto mit 5,7 Kilowatt fast ebenso viel Photovoltaik-Leistung in Deutschland. Bei Windstrom müssen für einen Pkw mit grünen Kraftstoffen 3 Kilowatt in Argentinien (Patagonien) oder 2,3 Kilowatt in Deutschland installiert werden. Das heißt, es müssten kaum mehr erneuerbare Stromerzeugungsanlagen für die Mobilitätsvariante des Fahrzeugs mit Verbrennungsmotors im Vergleich zum Batteriefahrzeug gebaut werden, diese aber an anderen, ertragreichen Standorten.

Dazu kommt, dass in Deutschland nicht 100 Prozent Ökostrom zur Verfügung steht und dass die Verfügbarkeit von Flächen mit hohen Ökostrom-Potenzialen und geringer Bevölkerungsdichte in Regionen wie Nordafrika oder Südamerika deutlich höher sei als hierzulande, die Kosten der Flächen und die Akzeptanzhürden seien aber niedriger.

„Strom deckt derzeit gut 20 Prozent des deutschen Endenergiebedarfs. Wind- und Photovoltaik-Anlagen tragen ca. 6 Prozent zur Bedarfsdeckung bei. Bei allem notwendigen Ausbau dieser Erzeugungsanlagen in Deutschland wird es auch langfristig nicht möglich sein, ohne substanzielle Energieimporte auszukommen. Damit diese dann erneuerbar sind, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und die in dieser Studie dargelegte ausgeglichene gesamtheitliche technische Effizienz von erneuerbaren Kraftstoffen und Elektromobilität verdeutlichen, dass eine Festlegung allein auf die batterieelektrische Variante im Straßenverkehr zum heutigen Zeitpunkt ein großer Fehler wäre.“ – Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer MWV

Quelle: VDA – Pressemitteilung vom 27.10.2020 // MWV – Pressemitteilung vom 26.10.2020

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Die Industrieverbände spinnen wir wollen keine E Fuels bin nicht bereit 2 € pro Liter zu zahlen wenn ich mein Elektroauto zu hause laden kann da wäre ich ja blöd wenn ich noch Verbrenner kaufen würde

Also, das ist mal kreativ wie hier die Effizienz klein gerechnet wird. Selten so viel Schwachsinn gelesen.

..die spinnen nicht nur, sie könne auch nicht rechnen..
Beispiel: Es bräuchte angeblich 2,3 kW installierte Windleistung in D, um einen PKW fahren zu lassen….
Das ist eine starke Nebelkerze…warum?
Ein durchschnittlicher PKW in D fährt gute 10.000 km im Jahr (Dienstfahrzeuge deutlich mehr, private PKW oft weniger, wir reden hier übe den Durcschnitt…) und bräuchte somit roundabout 2.000 kWh im Jahr (brutto)…=20 kWh je 100 km.
Eine neue, moderne WEA mit 160 m Rotor und 5 MW Generator erzeugt in der Mitte Deutschlands rund 17 bis 19 Mio kWh, mithin 3.500 Vollaststunden. Somit würden 2,3 kW installierte Leistung für rund 7.500 kWh reichen würden…..also gute 3 durchschnittlicher PKW (hier dann sogar mit je 2.500 kWh Verbrauch).
Es müsste also richtig heißen, dass den 3 Kilowatt in Argentinien rund 800 kW installierter Windleistung in D gegenüber stünden….
Man kann Physik nicht überlisten, liebe Lobbyisten…

Ich bin auch für eine differenziertere und globale Betrachtung des Themas Mobilität. Aber da ich mein Geld nicht von einschlägigen Industrieverbänden beziehe, muss ich nicht Wasserstoff und besonders e-fuels schön reden. Perfide ist alleine schon, beides in einen Topf zu werfen. Denn Wasserstoff kann lokal emissionsfrei genutzt werden, e-fuels sind bei der Nutzung genauso dreckig wie jeder Kraftstoff, der verbrannt wird. Wasserstoff kann ich zumindest als Brückentechnologie akzeptieren, denn z.B. Solarstrom wird am effektivsten zu gewinnen sein, wo keiner wohnt – in den Wüsten der Welt. Damit gibt es ein Transportproblem, das Wasserstoff zumindest mittelfristig lösen kann. Schiffe, Flugzeuge, Lastwagen – dort überall kann ich mir Wasserstoff zumindest als mittelfristige Lösung vorstellen. E-fuels gehören dagegen geächtet.

Kommt irgendwann wirklich der E-Fuel?
Also das Verbot von konventionellem Diesel- und Benzintreibstoffen.
Oder wie ist das gemeint?

Wenn man Richtung hoher Marktanteile für das Elektroauto geht, dann könnte man unter Beibehaltung der Mengen an Bio-Treibstoffen den Bio-Anteil pro Liter langfristig stark erhöhen.
z.B. E85 statt E10 als Ottokraftstoff
Mehr Alkohol im Benzin führt zu weniger Energiedichte, somit weniger Reichweite für Verbrenner mit Benzinmotor.

Und der Alkohol wird aus Pflanzen gewonnen, die auf Äckern wachsen, die für die Nahrungsmittelerzeugung benötigt werden.
Und die Effizienz eines Otto oder Dieselmotors wird wohl kaum höher als 25% werden. Also werden 75% durch den Auspuff geblasen. Und die Verluste bei der Erzeugung werden wohl auch nicht 0% betragen.

Den Lobbyisten geht scheinbar echt die Klammer, bei der Vorstellung, dass Leute mit eigenem Solarstrom fahren und sich ein Stück weit unabhängig machen. Und die von ihnen vertretenen Geschäftsmodelle damit überflüssig werden. Drum solche Nebelkerzen, wie Steffen vorrechnet.

Ich vermisse bei den ach so tollen E-Fuels das Anprangern der weiterhin vorhandenen lokalen Emissionen.
Hinten kommt halt auch bei den angeblich sauberen Verbrennern weiterhin Dreck raus – Diesel mit extremen Feinststaubemissionen, die stoßweise in die Umwelt emittiert werden, Benziner mit extremen Abgasen besonders zum Kaltstart.
Das ist doch „prima“: Vatti fährt mit seinem Benziner die Sonntagsbrötchen holen, und hinterlässt per Kaltstart für die lieben Kleinen gleich noch eine Giftwolke, die dem Dreck für nächsten 5000 km entspricht. (so die renommierten ‚Empa‘-Forscher, Schweiz).
Hinzu kommen Abschaltungen der Abgasreinigungen in bestimmten Temperaturbereichen zur Motorschonung…

Es belegt für mich in Teilen irgendwie einen menschenverachtenden Grundcharakter, weil die E-Fuel-Befürworter damit weiterhin diesen Verbrenner-Mist verkaufen wollen, obwohl man es konsequent emissionsfrei mit BEVs machen kann.

Die Wasserstoffmafia möchte Wettbewerbsvorteile und Subventionen vom Staat.
Wasserstoff ist auf sehr lange Zeit nichts anderes als Erdöl/Gas.

E-Fuels dürften dann wohl in der 3.Welt billig aus Palmöl erzeugt werden und damit es auf dem Papier umweltfreundlich aussieht, werden Altflächen für E-Fuels genutzt und diese mit einem Zertifikat versehen. Der Bedarf der Einheimischen an Palmöl wird dann auf frisch gerodeten Flächen gedeckt – Umweltschutz nach Art der Lobbyisten.

Würden E-Fuels bei uns aus Bio-Material erzeugt, dann würden hier wohl die Mais-Wüsten weiter wachsen oder man baut auf Ackerflächen schnellwachsende Gehölze in großen Mengen an, auch dann würde es mit Gemüse und Getreide aus heimischer Erzeugung knapper und es müsste mehr importiert werden.

Egal wo und was man für die E-Fuels nutzt, der Anbau, die Verarbeitung und der Transport kosten reichlich Geld und erzeugen viel CO2. Dagegen könnte man Strom aus Windkraft- und Solaranlagen einfach übers Kabel transportieren und ohne vorherige stoffliche Umwandlung direkt in den Batterien speichern.

Das einzige Problem bei direkter Stromnutzung ist wohl, dass die Verbrenner-, Wasserstoff- und E-Fuel-Lobby und die Unternehmen dahinter leer ausgingen und damit auch keinen Gewinn erwirtschaften könnten. Und wie es scheint haben sie sich jetzt zusammengeschlossen, um die einfache direkte Stromnutzung zu verhindern.

E-Fuels sind im Transportwesen unverzichtbar. Ich fahre selber im Galabau täglich schwere Lasten. Welches E-Auto bietet 3.5t anhängelast? Ein Akzeptabler Akku dafür wäre viel zu groß und zu schwer. Das kann man auch nicht schön rechnen. Die Batterie eines mittelgroßen Traktor bei 8 Stunden Betrieb am Tag bräuchte eine Kapazität von 1 Megawatt. Das wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben. Elektrofahrzeuge sind ein Teil der Lösung aber auch nur zum Personentransport.

Gott sei Dank interessiert sich die Welt nicht für das vertrottelte kleine Deutschland. Leider hat der Bürger hierzulande den Bullshit zu finanzieren. Legalisierte Korruption käme dem Steuerzahler deutlich billiger. Na ja, die neue Seidenstraße wird ja vielleicht Vieles ändern – ohne Hilfe würden wir uns offensichtlich zügigst zu Grunde richten.

@Kasch:
China ist auf dem Weg zur Weltmacht und die Seidenstrasse dient der Kolonisierung von Afrika und wohl auch von Europa. Hoffentlich haben das unsere Politiker auch begriffen, als kleiner Mann kann man da nicht viel machen.

E fuel ist Kraftstoff aus Wasser, co2 und erneuerbar energie ( solar wind waserkraft)
Leider ins die Umwandlung sehr energie verlustreich ( nur 15 % Prozent der Energie wird Kraftstoff )
Biobenzin ist Kraftstoff aus landwirtschaftlich Erzeugnis

Daniel W. sagt:e u.a.:
„[…]. Das einzige Problem bei direkter Stromnutzung ist wohl, dass die Verbrenner-, Wasserstoff- und E-Fuel-Lobby und die Unternehmen dahinter leer ausgingen und damit auch keinen Gewinn erwirtschaften könnten. Und wie es scheint haben sie sich jetzt zusammengeschlossen, um die einfache direkte Stromnutzung zu verhindern.“

Ja, gut zu erkennen am verschleiernden Kürzel „MWV“, als dessen Hauptgeschäftsführer Prof. Christian Küchen im Artikel zitiert wird: Das ist schlicht und entlarvend der *M_ineralöl-W_irtschafts-V_erband*, ein Mitgliedsverband des Bundesverbandes der Deutschen Industrie!

Selbstenthüllend: „Der Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) setzt sich für eine effiziente und breite Nutzung von Mineralölprodukten zum Nutzen von Verbrauchern und Wirtschaft ein.“ (Eigenbeschreibung auf mwv.de !)

Der MWV kennt ja die Zahlen …

„Vergleichen zufolge benötigt ein batterieelektrisches Fahrzeug für 100 km Strecke vermeintlich nur 15 Kilowattstunden (kWh) Strom. Bei einem Brennstoffzellen-Fahrzeug sind es demnach 31 kWh, bei Power-to-Gas-Fahrzeugen (aus Ökostrom gewonnenes Gas) 93 kWh und bei Power-to-Liquid, also E-Fuels, 103 kWh.“ (Quelle: mwv.de)

… versucht sie aber zu verdrehen, zu den vom MWV aufgeführten Punkten ist zu sagen:

Wäre das E-Auto nicht so lange verhindert worden, hätten wir jetzt schon viele stationäre Batterien, um Ökostrom zwischenzuspeichern – ohne Umweg über Wasserstoff.

Würde der Ausbau der Windkraft- und Solaranlagen nicht behindert, würde mehr auf Wärmepumpen und E-Autos (ohne Wasserstoff gesetzt) und würden mehr Güter auf Schienen (von E-Loks gezogen) transportiert und nicht von Lkws (Verbrenner-/Mineralöl-Lobby?!?), dann müssten wir auch nicht soviel Energie aus dem Ausland beziehen.

Angeblich sollen E-Fahrzeuge laut MWV „deutlich ineffizienter als in Norm-Angaben“ sein – und wie ist das mit den geschönten Normangaben bei Verbrennern und Plug-in-Hybriden? Wird bei den Fahrzeugen mit E-Fuels nicht anders sein – ganz zu schweigen von der schlechten Effizienz bei Wasserstoffnutzung in Fahrzeugen.

Dinosauriergebrüll half damals auch nicht gegen den Kometen…
Denn nichts anderes ist das. Im Übrigen sind bereits hunderte von E-Bussen weltweit im Einsatz, es gibt bereits vollelektrische Baumaschinen, und Fähren werden auch schon Testweise mit Akkus betrieben…
Oh, entschuldigung, das mit den Fähren klappt ja gar nicht, der Akku ist viel zu schwer, die gehen alle unter…;-)

Keine Fragen mehr Eure Ehren.
@Daniel W.: Sie bringen das Ganze auf den Punkt mit Ihrer Aussage:
„Wäre das E-Auto nicht so lange verhindert worden, hätten wir jetzt schon viele stationäre Batterien, um Ökostrom zwischenzuspeichern – ohne Umweg über Wasserstoff.“
Fokus:
Wir dürfen uns nicht zu Handlangern eines neuen Kolonialismus machen, im Namen dieser Öl-H2-EFuels Lobby, die uns schon seit 100 Jahren in Geisselhaft hält und wirklichen Fortschritt verhindert.

Nun, diese Zwischenspeicher von Strom in Akku hat eine kleinen Hacken. Die Dinger sind nicht der Rede wert. Und ich war immer schon der Meinung, man wird alte Akkus in Afrika entsorgen. Damit sie nicht brennen, am Besten vor der Küste um Inseln und Tiefseehäfen zu bauen. Dort können dann chinesische Supertransporter anladen um chinesische Akku zu bringen. Die E-Autos werden vor Ort in Afrika zusammen genagelt…. Was liest man zum Thema? Das hier. https://t3n.de/news/tesla-12-mio-strafe-deutschland-1332405/?utm_source=Newsletter+%7C+Elektroauto-News.net&utm_campaign=8451a96fe0-Mail_from_09102017_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_a13cad7d1b-8451a96fe0-154230105.
Bis man mit H2 fahren kann, muss man halt Strom aus Braunkohle tanken und der ganze E-Krempel kommt natürlich per Schweröl-Schiff und LKWs mit Diesel. Die Baumaschinen zum Bau der Ladesäulenwälder und zum Verbuddeln der Kabel laufen natürlich auch mit Erdöl. Das merkt der deutsche Fan aber ned. Warum nicht? Erhat die eletronische E-Brille auf und eine APP, die Diesel verschwinden lässt. SPURLOS, so wie die E-Kohle auch……

Natürlich shippern Akku-Fähren unter Wasser. Sie werden U-Fähren genannt. Bis jetzt spart man Ballast zum Tauchen. Zum Auftauchen nimmt man Hochdruck-Wasserstoff. Das Projekt ist so geheim, dass es bis jetzt noch Niemand sah. Außer man nimmt Lachgas…

Traktoren für schwere Lasten brauchen einen Anhänger mit Dieselgenerator für den E-Motor. Deshalb dürfen Landwirte ja 2 Anhänger ankuppeln. Auf Anhänger 1 ist der Akku.

Es gibt bereits E Traktoren… 120km Reichweite mit guten Eigenschaften einfach mal im Netz schauen…

Sehr geehrter Herr Meixner,
also um ein E-Auto zu laden benötigt man übrigens über Nacht nur ein 3 KW Kabel , es sei denn Sie fahren einen LKW…
Diese Kabel können ohne viel Aufwand an jeder Straße vom bestehenden Stromnetz abgegriffen werden…
Leider wird aber auch hier suggeriert das an jeder Ecke ein Schnellader zu sein hat… wir fahren ja auch alle zu 90 % mehr als 100km am Tag…
In anderen Ländern wird hier schon fleißig gearbeitet und wir in Deutschland versuchen mit jeder Möglichkeit dieses zu verhindern…
Wenn Deutschland so weitermacht werden wir genauso wie in der Internet Frage hinten anstehen und hier weiß man, wenn man sich umschaut das selbst Länder wie Polen eine bessere Netzabdeckung haben…
Wir sind ja eine so tolle Industriemacht…nur 5 % Deutschlands lebt noch in der Steinzeit…

die ganze chemische Keule mit denen Motoren- und Getriebeteile behandelt werden, gehen immer mit NULL in solche Rechnugnen eine, während die Batterie als schädlich dargestellt wird! Nur das Recycling der Batterien geht heute schon und die Umsetzung in industrielle Standards wächst mit der Menge der Batterien!

Absolut richtig.

Zu bemerken ist zu Ihrem Post, dass diese 5% leider zu 100% Entscheidungsträger in diesem, und unserem Land sind

Ich schließe mich einigen meiner Vorredner an: selten so einen Schwachsinn gelesen. Um es mit Trump zu sagen: den „konventionellen Studien“ würde hier eine gegenüber gestellt, die aus „Alternativen Fakten“ gewonnen wurde. Das ist die Art Studie, wo das gewünschte Ergebnis von vornherein feststeht und sog. Experten sich solange Zusammenhänge herbei fantasieren, bis es passt. Jeder, der in Physik auch nur halbwegs aufgepasst hat, weiß, das die Energiebilanz von sog. E-Fuels durch die sehr verlustbehafteten Umwandlungsprozesse dramatisch schlechter ist als die direkte Nutzung des Stroms im BEV! Bei allem Verständnis für die Industrie, die solange wie irgend möglich am profitablen Geschäftsmodell des Verbrenners festhalten will, habe keinerlei Toleranz dafür, ein ums andere Mal verarscht zu werden!

Wie wäre es denn damit?
https://www.fendt.com/de/fendt-e100-vario

Und dort beginnt der Fortschritt erst…

Herr Helmuth Meixner, hören Sie sich manchmal auch selber zu, wenn Sie so daherfaseln? Jedenfalls ich weiss jetzt genau, dass viele Andere mit mir exakt den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Diese Verbände haben sich hier wirklich selber eklatant bloss gestellt. Ein Verein, der sich selber das Bein stellt.
Bleiben Sie gesund Herr Meixner, die Zeiten für Sie werden nicht einfacher 🙂

Das ist ein durchaus wirkmächtiger Frontalangriff. Es ist ja nicht nur dieses Papier, sondern dieses Papier ist auch die Argumentations-Leitlinie von allen entsprechnden Lobbyarbeitern in Berlin, Brüssel und anderswo. Es wird schweren Schaden anrichten, sowohl für die E-Mobilitätät, als auch für die Nischen, in denen Emobilität tatsächlich (vorläufig noch) nicht geeignet ist. Und es wird der heimischen Industrie langfristig schaden.

Für mich ist es ein klares Indiz dafür, dass bei diesen Verbänden Panik ausgebrochen ist. Niemand veröffentlicht ein solches Pamphlet nur aus Jux und Dollerei, schon gar nicht Institute von solchem Rang und Namen.

>Und es wird auch neue, sparsame PKW und LKW mit Verbrennungsmotor geben. <
Dieses ist das erklärte Ziel dieses Verbandes – Festhalten an Verbrennern, auf Teufdl komm' raus !!

Immer ruhigm natürlich höre ich nicht nur mir selber zu sondern auch Leuten mit Verschwörungstheorien. Bis jetzt finde ich KEINE einzige Antwort auf die Tatsache, dass es OHNE DIESELMOTOREN gar nicht gehen kann, Akku-Mobile zu fahren. Etwas zu lesen? „Geht dem Verbrennungsmotor bald die Luft aus – und was sind die Alternativen?
Erste Länder und Bundesstaaten wollen bis 2035 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verbieten. Was bedeutet das? Und ist E-Mobilität wirklich die beste Alternative?“ in
https://www.autobild.de/artikel/zulassungsverbote-fuer-verbrenner-bis-2035-18490219.html
Dann schreibt Jemand von Traktoren mit Akkus, die es schon gibt. Natürlich ist so eine Zugmaschine in Gebaäudren wie Stallung sinnvoll, aber bitte doch nicht für schwere Arbeiten draußen in der Pampa. Dort müssen z.B. während der Erntezeit die Dinger nahezu rund um die Uhr laufen oder wartet der Regen bis der Akku voll ist? Oder schreibt hier Jemand, der keine Ahnung von landwirtschaftlichen Arbeiten hat?

Tja, dieser Artikel ist wohl ein Aufheulen von Managern, die gerade merken wie schnell ihnen ihr Geschäftsmodell wegbricht.

Ich finde es schon interessant wie man über hunderttausend zugelassene E-Autos dieses Jahr gegen gar nichts aufrechnet. Denn bei E-Fuels gibt es gar nichts. Keine Produktionsanlage ausser Laborbetrieb, kein Wasserstoff aus EE und nicht mal genug EE Strom für die Produktion. In Afrika gibt es auch noch gar nichts ausser einer Idee ohne Konzept.

Das ist nicht die Festplatte wert, auf der dieser Artikel gespeichert wurde.

Ich hoffe inständig, dass die Regierung keine Zeit hat, bis zur Wahl eine Entscheidung zu treffen. Danach sind die Grünen mit Sicherheit in der Regierung, dafür Herr Altmaier und Herr Scheuer weg und dann wird da gar nichts mehr gehn.

Das sind die „Maskenverweigerer“ der Industrie. Die haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Der Mineralölverband sollte zusehen, dass er sich ein neues Standbein sucht. Ansonsten ereilt die alle das gleiche Schicksal wie Kodak, Nokia und Co.
Wie die Kleinkinder „Gar nicht wahr! Unser Kram ist viel toller und besser!“
Selbst wenn Verbrenner und E-Autos gleichauf wären: E-Autos sind leiser, E-Autos stinken nicht und E-Autos fahren sich viel angenehmer. Und: ich muss den Strom für mein Fahrzeug nicht in irgendeinem konfliktbehafteten Land erzeugen lassen, sondern kann den „vom Dach“ tanken oder vom Windrad um die Ecke beziehen.

Farnsworth

Zu den Traktoren – hier werden erstmal nur elektrische Anbauten für Traktoren kommen, reine Batterie-Traktoren dürfte in größeren Stückzahlen erst später kommen.

Problem bei Traktoren ist weniger das Gewicht der Batterie, viele Traktoren brauchen eh Zusatzgewichte, damit die Vorderräder genug Bodenhaftung haben, wenn hinten ein schweres Anbaugerät angehängt wird und Traktoren brauchen eh ein hohes Eigengewicht, wenn mit großem Gerät der Acker gepflügt wird, sonst drehen die Räder durch.

Für Traktoren könnte ich mir Wechselakkus vorstellen. Da wo jetzt der Dieselmotor sitzt, gibt es den schweren Wechselakku. Der Bauer fährt in die Großgarage, entriegelt den Akku und entnimmt ihn per elektrischem Flaschenzug, setzt ihn rechts ab und nimmt von links den geladenen 2. Akku, setzt ihn ein und steckt den leeren Akku an die Ladestation. Danach fährt er wieder aufs Feld und wenn auch dieser Akku leer ist, dann ist der andere Akku schon wieder voll und das Wechselspiel wiederholt sich.

Die Probleme lassen sich einfacher lösen als es die bezahlten und unbezahlten Skeptiker darstellen. Auch reine Batterie-Fähren sind kein Probleme, denn statt Dieselmotor, großem Dieseltank und reichlich Ballastwasser, damit das Schiff gut im Wasser liegt, gibt es eben eine schwere Batterie – sinken wird das Schiff deshalb nicht.

Sagt mal, habt ihr in Deutschland noch Mathe und Physik, oder kommt da jeder mit Beten, Singen und Turnen zum Schulabschluss … und fängt dann in einem Verband an … ?
Kopfschüttelnde Grüsse aus dem Nachbarland im Süden … die mit dem + in der Flagge … nicht mit dem „-“.

Bei Elektro Fahrzeugen muss man immer die reine Fahrleistung berücksichtigen also ein e Motor hat viel Kraft mehr als ein Diesel nun sollte man berücksichtigen dass ein Traktor nicht viele Kilometer zurücklegt und alles andere sind Peanuts für einen 120 kW Akku, dazu kommt dass wir erst am Anfang sind, in fünf Jahren wird jeder Industrie Hersteller Traktoren anbieten mit genügend Leistung…
Was ich bei dieser ganzen Sache komisch finde ist wenn man bedenkt was ich für Wasserstoff, synthetischen Treibstoff und Bio Treibstoff brauche… Wasser… Wo bekommt man soviel Wasser in der entsprechenden Menge her? Wir reden hier von Millionen Litern in guter Qualität nix Brackwasser… Und am besten noch in Afrika wo eh kaum vernünftiges Wasser ist…

Wasser ist bei Wasserstoff oder synthetischen Treibstoff wohl kein Problem, notfalls müssen es die Hersteller bei Hochwasser (entlastet die Flüsse) sammeln und filtern, falls es wirklich knapp werden sollte, denn Hochwasser bzw. Monsunregen gibt es fast überall auf der Welt in große Mengen – mehr als den Menschen lieb ist.

Und bei Biokraftstoffen wird diese Material genutzt …

„Ausgangsstoffe der Biokraftstoffe sind nachwachsende Rohstoffe wie Ölpflanzen, Getreide, Zuckerrüben oder -rohr, Wald- und Restholz, Holz aus Schnellwuchsplantagen, spezielle Energiepflanzen und tierische Abfälle.“ (Quelle: Wikipedia)

Das Problem bei Wasserstoff oder synthetischen Treibstoffen ist, dass sie teuer sind, wenn der Strom bezahlt werden muss und zudem werden mehr Kwh an Strom benötigt als wenn der Strom direkt in Batterien gespeichert würde – Wasserstoff oder synthetischen Treibstoffe sind ein teuerer und unnötiger Umweg.

Das Problem bei Biokraftstoffen ist, dass sie – wenn in großen Mengen hergestellt – der Umwelt schaden und in Konkurrenz zu Nahrungsmittelproduktion stehen …

„Beim agroindustriellen Anbau werden große Mengen an fossilem Treibstoff sowie Stickstoffdünger benötigt, was die Klimabilanz verschlechtert; … Wenn Regenwaldflächen gerodet oder Torfmoore trockengelegt werden, um Flächen für den Anbau von Energiepflanzen zu erschließen, verschlechtert sich die Klimabilanz deutlich.“ (Quelle: Wikipedia)

Die Lösung für den Fahrzeugverkehr ist im Grund ganz einfach:

Strom sollte mit Windkraft- und Solaranlagen gewonnen, in Batterien zwischengespeichert und von dort direkt in Elektromotoren der Elektroautos, Lkws usw. genutzt werden.

Alles andere sind teuere Umwege, die die Mineralöl-Lobby und die Unternehmen dahinter nur wollen, damit sie mit aufwändigerer Technik und viel Resourcenverbrauch große Gewinne machen können – und mit jedem Technikwechsel (Verbrenner zu Plugin-Hybrid zu Wasserstoff zu E-Fuels zu … ?) werden neue Umsätze und Gewinne gemacht.

Damit dürfte es genug erklärt sein – und wer es immer noch nicht begriffen hat, der begreift es vermutlich nie.

Etwas Unterhaltungslektüre zur Entspannung? > https://www.hydrogenfuelnews.com/?mc_cid=8ee6667c0b&mc_eid=ed82e1f70e

Eine Webseite, die keine Betreiber und keine Verantwortlichen nennt und zudem eine anonyme Domain nutzt, soll als vertrauenswürdige Quelle dienen?

Sorry – aber wer sich hinter „anonym“ versteckt, der wird von mir ignoriert.

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