Hyzon Motors eröffnet Europa-Zentrale in Groningen, Niederlande

HYZON Motors will die Wasserstoff-Revolution einläuten

Copyright Abbildung(en): HYZON Motors

Hyzon will Fahrzeuge für den Masseneinsatz auf die Straße bringen – Lastwagen und Busse -, um die nachgelagerte Nutzung der Wasserstoffproduktion im großen Maßstab zu unterstützen. Dabei stellt sich das Unternehmen einer der größten Herausforderungen des Brennstoffzellen-Antriebs – das typische Henne-Ei-Problem. Sprich, Stückzahlen werden benötigt, um Kosten zu senken. Auch, um Zulieferer Sicherheit zu geben für eigene Planung und Fortführung hin zur Serienreife. Eigener Aussage nach wurde das Unternehmen gegründet, um Komplettlösungen zur drastischen Beschleunigung der Einführung von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen zu liefern. Damit will man auch das Henne-Ei-Problem lösen.

Allerdings nicht nur auf dem heimischen Markt in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa. Hierzu hat Hyzon Motors eine europäische Tochterfirma gegründet und die Eröffnung seiner Europa-Zentrale in der niederländischen Stadt Groningen bekanntgegeben. In den Niederlande soll dann in Kooperation mit dem Spezialisten Holthausen Clean Technology die Brennstoffzellen-Trucks für den europäischen Markt gefertigt werden.

Für 2020 sei weiterhin geplant die Produktionsanlage in Rochester, New York, in Betrieb zu nehmen. Hierbei handle es sich um die einzige Hochleistungs-PEM-Brennstoffzellen-Produktionslinie in den gesamten USA. Das Werk in Rochester wird alle Brennstoffzellensystem-Baugruppen für Hyzon entwickeln und montieren und zusätzlich für die Fahrzeugmontage für die USA und andere Märkte verantwortlich sein. Für Europa verfolgt man einen leicht veränderten Ansatz.

So soll in Groningen die Fertigung der Fahrzeuge ebenfalls bei einem Partner liegen: Holthausen Clean Technology soll die Hyzon-Lkw auf Basis der Sattelzugmaschine XF Space Cab von DAF bauen. Technische Daten sind aber noch nicht bekannt. Geplant ist, dass der Hyzon-Lkw in sechs bis acht Monaten auf den Markt kommen soll. Ist auch nachvollziehbar, da so das Ziel einer Markteinführung vor Jahresende noch gehalten werden kann. Betrieben wird die europäische Niederlassung von Hyzon Motors allerdings nicht, hierzu habe man in Holthausen Clean Technology investiert, um dann die Hyzon Motors Europe B.V. zu gründen.

„Als europäischer Pionier auf dem Feld der Fuel-Cell-Trucks liefern wir seit Jahren BrennstoffzellenLkw und wir sind geehrt, jetzt die Kräfte mit Hyzon zu bündeln, um die fortschrittlichste Technologie zu europäischen Kunden zu bringen.“ – Max und Carl Holthausen, Managing Directors Holthausen

Von der Zusammenarbeit mit Holthausen profitieren sicherlich beide Unternehmen. Holthausen selbst kennt sich im Bereich der E-Mobilität schon sehr gut aus, wenn auch eher durch den Umbau von Diesel LKW auf Brennstoffzellen-Antrieb. Unterstützt wird das Vorhaben aus dem 140-Milliarden-Euro-Paket der EU zur Förderung von Wasserstofftechnologie sowie dem 9-Milliarden-Euro-Programm, dass die Bundesregierung vor kurzem aufgelegt hat.

Quelle: Per Mail

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Mein üblicher Kommentar: Das „Henne-Ei Problem“ ist keins. Es ist weder der Preis noch die Stückzahl ein Problem, sondern dass es keinen CO2 neutralen Wasserstoff gibt. Mit Wasserstoff aus Erdgas sind solche Fahrzeuge so sauber wie Diesel LKWs, also sinnlos, aber teuer.
Hier werden einfach nur Subventionen verbrannt. Das Geld und die Fachkräfte wären in anderen Projekten um Grössenordnungen besser angelegt.

Die Wahl für Holthausen und Groningen ist sehr logisch. Holthausen ist seit Jahren Spezialist in Sachen Wasserstoff. Mit umbau von Verbrennerfagrzeuge als auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff.

In der Provinz Groningen wird in den nächsten Jahren in Küstennähe eine Wasserstofffabrik gebaut die Wasserstoff produziert mit Elektrizität von off-shore Windparks in der Nordsee.

Übrigens stimme ich zu das Wasserstoff was erzeugt wurde aus Strom durch Verbrennung Fossiler Brennstoffe ein Irreweg ist, aber dies gilt genauso für BEV, auch da macht wirklich nur grüner Strom Sinn.

Zwei Punkte:
> Der Wasserstoff wird nicht durch Elektrolyse mit fossilem Strom gewonnen, sondern mit Reformierung direkt aus dem Erdgas. Natürlich wird dafür noch zusätzlich fossile Energie in Form von Wärme benötigt.
> Ein reines Batterieauto (BEV) fährt mit fossilem Strom besser beim CO2 als ein Verbrenner (ICE). Ein Auto mit Brennstoffzelle braucht dreimal soviel Strom wie ein BEV. Das ist mit fossilem Strom schlechter als ein ICE.
Der deutsche Strommix hat einen Anteil von 42% Ökostrom.
> Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse sollte auf jeden Fall gefördert werden. Es wird viel mehr Wasserstoff gebraucht als erzeugt wird. Aber nicht zum Fahren.

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