HYZON bringt den Brennstoffzellen-„Superbus“ 950 Mal nach Australien

HYZON bringt den Brennstoffzellen-"Superbus" 950 Mal nach Australien

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HYZON will Fahrzeuge für den Masseneinsatz auf die Straße bringen – Lastwagen und Busse -, um die nachgelagerte Nutzung der Wasserstoffproduktion im großen Maßstab zu unterstützen. In naher Zukunft möchte das Unternehmen seinen ersten „Superbus“ in Australien auf die Straße bringen. 949 weitere Brennstoffzellen-Busse könnten folgen. Denn nicht nur HYZON verspricht sich von seinem Bus mit Brennstoffzellentechnologie, dass dieser längere Fahrstrecken, geringere Herstellungskosten, verbesserte Sicherheitsmerkmale und emissionsfreies Fahren realisiert, sondern auch deren Auftraggeber ATG. Deren Ziel es ist die 950 Busse umfassende Busflotte in ganz Australien zu dekarbonisieren und den Superbus auf den von ATG betriebenen Buslinien einzusetzen.

Der Superbus von HYZON entsteht in Zusammenarbeit mit Warpforge, diese wurde bereits im Oktober 2020 bekannt. Gefertigt wird der Wasserstoff-Bus in den Anlagen von Warpforge in Perth, Westaustralien, wobei die Arbeiten 2021 beginnen sollen. Im Rahmen dieser neuen Partnerschaft mit ATG werden die Unternehmen zusammenarbeiten, um das Fahrzeug auf einer von ATG betriebenen Buslinie in Westaustralien (Hyzon-Staaten) einzuführen.

Herzstück des Brennstoffzellen-Bus ist die bewährte PEM-Brennstoffzellen-Konstruktionen von HYZON. Welche eigener Aussage nach bereits in Hunderten von Nutzfahrzeugen international eingesetzt werden und eine branchenweit führende Effizienz bieten, was zu einem geringeren Wasserstoffverbrauch im Betrieb und damit zu niedrigeren Betriebskosten führt.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit ATG, die in ganz Australien tätig ist und mit einer 950 Busse umfassenden Flotte eine spannende Gelegenheit für Hyzon und Warpforge bietet, unsere bahnbrechende Technologie zum ersten Mal auf dem australischen Busmarkt einzuführen -Wir sehen dieses Abkommen als einen wichtigen Schritt auf unserem Weg zur Dekarbonisierung der Busflotten des Landes, dessen Dringlichkeit sich in der jüngsten Interessenbekundung von Transport for NSW widerspiegelt, die auf Versuche mit emissionsfreien Bussen abzielt, die letztlich zum Ersatz der 8’000 Transitbusse in NSW führen werden.“ – Craig Knight, Mitbegründer und CEO von Hyzon Motors

Der Vorstandsvorsitzende von Warpforge, Brian Maloney, gibt zu verstehen, dass man sich nicht nur auf die Herausforderung durch die Entwicklung und Produktion des Superbus freue, sondern auch die Möglichkeit habe lokal neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mit der Aussage: „ATG freut sich auf die Zusammenarbeit mit Hyzon und Warpforge in diesem aufregenden Superbus-Projekt, mit dem wir unsere gesamte Flotte von fast 1000 Bussen dekarbonisieren und eine klare Führungsrolle bei umweltfreundlichen Mobilitätsdiensten übernehmen wollen“, ordnet Ben Doolan, Geschäftsführer von ATG das gemeinsame Projekt entsprechend ein.

Zuletzt hat Hyzon Motors eine europäische Tochterfirma gegründet und die Eröffnung seiner Europa-Zentrale in der niederländischen Stadt Groningen bekanntgegeben. In den Niederlande soll dann in Kooperation mit dem Spezialisten Holthausen Clean Technology die Brennstoffzellen-Trucks für den europäischen Markt gefertigt werden. Für 2020 sei weiterhin geplant die Produktionsanlage in Rochester, New York, in Betrieb zu nehmen. Hierbei handle es sich um die einzige Hochleistungs-PEM-Brennstoffzellen-Produktionslinie in den gesamten USA. Ebenso will man 2021 schwere Brennstoffzellen-LKW in Neuseeland auf die Straße bringen.

Quelle: HYZON Motors – Pressemitteilung per Mail

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Ich bin kein Freund von Wasserstoff-Autos – den Strom 2x mit Energieverlust umwandeln anstatt ihn direkt zu speichern und verwenden, dann kann meiner Meinung nach nicht die Zukunft sein.

Ich hoffe, dass neue Batterien mit 10-facher Energiedichte bald kommen, damit Wasserstoff-Abwarckprämien uns erspart bleiben – das Geld besser in Solar-Thermie-Wärmepumpen-Heizungen investieren.

Heizung braucht man am meisten im Winter. Solar-Thermie bringt da nicht viel und Wärmepumpen sind da nicht sehr effizient. Der Strom kommt dann von Brennstoffzellen, deren Abwärme beim Heizen hilft. Das mal zum Thema Wasserstoff von dem Sie ja nichts halten.

Im Internet habe ich das Modell ein CO2-freien Hauses gefunden, da gibt es eine Wasserstoffanlage mit Elektrolyse, Wasserstofftanks und Brennstoffzellen, aber auch ein BHKW (Wärme Holzzuheizung) und einen hohen Energiespeicher (Höhe ca. 8m, davon 1/3 im Boden) neben dem Haus.

Also scheint sich Wasserstoff zur Speicherung des Stroms im Sommer, um ihn im Winter zu nutzen, alleine nicht rechnet. Es werden noch mehrere Anlagen zusätzlich gebraucht.

Bei reiner Stromnutzung (PV-Anlage, Pufferbatterie und Wärmepumpe mit Erd- oder Eisspeicher) ist der hohe Batteriepreis das Problem. In 3-5 Jahre könnte man bei Batteriepreisen von 10 Euro / kWh liegen, aber es müsste weniger als 4 Euro / kWh sein, damit es sich rechnet.

Möglicherweise in 10-20 Jahren könnten PV-Batterie-Wärmepumpen-Anlagen zum Standard bei der Strom- und Wärmeversorgung von Häusern inkl. der E-Autos werden.

Für eine Wärmepumpe eignet sich eine Eisanlage auch im Winter. Die Technik wird kommen, da hier die Erdwärme auch im Winter genügend Energie liefert

Ich frage mich immer wieder, ob es sich aufwandsmäßig lohnt mit Leuten zu diskutieren, welche von einem Themengebiet zwar kaum Ahnung haben, aber glauben sich aus Langeweile oder aus Wichtigtuerei zu allem äußern zu müssen. Mit ein bisschen Googeln ist es nicht getan.
Ich beschränke meine Kommentare normalerweise darauf einseitiges oder falsches Wissen zu ergänzen oder zu korrigieren. Eisspeicher sind eine tolle Sache, aber nur in bestimmten Fällen einsetzbar.

Ich bin in einer Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt, welche in einem Neubauviertel eine Quartierslösung zu installieren versuchte. Das Projekt scheiterte an den hohen Kosten (Platz wäre dagewesen). Und Daniel W. träumt davon statt Kraftwärmekopplung (derzeit meist Gas-BHKW, zukünftig Brennstoffzellen), den ganzen Winter mit Wärmepumpen deren Strom aus Batterien kommt zu heizen. Derlei Denkweise erfreut die alten Atom- und Kohlestromkonzerne.

Beschäftigt euch doch zur Abwechslung mal intensiv mit der Energiewirtschaft, wie ich das schon sehr lange tue. Ansonsten bleiben Sie lieber beim Thema BEV, da sind wir alle positiv eingestellt. Da gibt es auch genug zu tun, um Verbrennertrolle zu bekämpfen. Dieser prinzipielle Widerstand gegen Wasserstoff ist Zeitverschwendung, denn in der Energiewirtschaft ist H2 definitiv gesetzt, da in einem 100%-EE-System unverzichtbar.

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