Hyundai produziert Kona Elektro ab März 2020 in Europa

Copyright Abbildung(en): Hyundai

Für alle, die von den langen Lieferzeiten für den Kona enttäuscht sind, hat Jürgen Keller, Deutschlandchef Hyundai, im September 2019 gute Nachrichten parat. Momentan müssen Interessenten gut zwölf Monate lang warten, bis sie ihr Auto in Empfang nehmen können. Der Kompakt-SUV soll bald nicht mehr nur in Korea, sondern auch in Europa gebaut werden, „sodass sich die Lieferzeiten deutlich reduzieren“. Mittlerweile ist bekannt, dass ab März 2020 die Produktion des Hyundai Kona Elektro im tschechischen Hyundai Werk (HMMC) in Nosovice startet.

Insidern zufolge erwägt Hyundai bereits 2020 46.000 Einheiten der Kona Elektro in seinem tschechischen Werk zu produzieren. Dieses Volumen entspricht fast den 48.000 Einheiten, die in 2019 im Werk Ulsan produziert werden sollen. Um dies zu ermöglichen, wollte Hyundai noch im vergangenen Jahr 80 Millionen Euro in sein tschechisches Werk investieren.

„Wir sehen eine große Nachfrage nach bezahlbaren Elektrofahrzeugen in Deutschland. Mit der Entscheidung, den Kona Elektro ab jetzt auch in Europa zu produzieren, können wir den Wünschen unserer Kunden noch besser entsprechen und ermöglichen ihnen einen schnelleren Zugang zur Mobilität der Zukunft” – Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland

Mit diesem Schritt verdreifacht Hyundai die Produktionskapazität des batterieelektrischen SUV für seine Kunden in Europa. Des Weiteren wird die weiter bestehende Fertigung im Werk im südkoreanischen Ulsan signifikant erhöht. Mit diesen Maßnahmen reagiert der Automobilhersteller auf die kontinuierlich steigenden Bestellungen von Elektrofahrzeugen in Europa und verkürzt die Lieferzeit drastisch.

Kürzere Lieferzeiten und die Tatsache, dass Hyundai Käufer eines Hyundai mit batterieelektrischem Antrieb oder eines Plug-in-Hybriden Kaufvorteile von bis zu 8.000 Euro gewährt, dürften deren Absatz steigern. Denn Hyundai verdreifacht den aktuellen Herstelleranteil des Umweltbonus (2.000 Euro) beim Kauf eines Hyundai Kona Elektro oder Hyundai Ioniq Elektro. Hyundai wird durch die Erhöhung der Kapazitäten in diesem Jahr über 80.000 emissionsfreie Fahrzeuge an Kunden in Europa ausliefern können. Mit dieser Zahl plant der Hersteller im Jahr 2020 zum größten Anbieter von umweltfreundlichen Fahrzeugen in Europa aufzusteigen.

Quelle: Hyundai – Pressemitteilung vom 30. Januar 2020

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15 Antworten

  1. Die sind echt schlau. Der Konzern hat offenbar einen Plan & eine gute Strategie. Wenn die Kunden zufrieden sind, verkaufen sich wahrscheinlich auch Hyundais andere Innovationen wie H2-betriebene NEXO besser. Bisher habe ich über die Performance von Hyundai Fahrzeugen nur Gutes gehört.

    1. Da muss ich aus eigener Erfahrung leider sagen, die sind nich schlauer. Der Wolf unter den Wölfen verhält sich nicht anderst als alle anderen Wölfe.
      Wenn das dumme Schaf (der Kunde) gerissen werden kann, dann sind sich wieder alle einig.

  2. Hyundai hat es verstanden. Die Elektrofahrzeuge sind am Puls der Zeit und qualitativ in Ordnung. Jetzt fehlt noch ein jedermann Preis und dann würde ich sagen good by deutsche Autobauer.

    1. Setz mal die Markenbrille ab. Diese Autos sind Kompromisslösungen, weil sie eben nicht als reine E-Fahrzeuge konzipiert sind und sich mit Verbrennern die Plattform teilen. Das nennt man auch “Bastelkiste”.

      Akkus unter große Autos packen, die gleichzeitig nicht mehr Platz bieten, sondern Platz wegnehmen wie alle anderen SUVs, ist keine Kunst und alles andere als “am Puls der Zeit”. Das kann und macht fast jeder. Bei Hyundai ist maximal das Besondere, dass sie billig(er) sind. Das siehst du aber auch spätestens bei Dingen wie der Innenraum-Qualität.

      Wenn Hyundai (wie beispielsweise Tesla, Renault, Honda, und ja, VW!) verstanden hätte, würden sie ein rein elektrisches Auto konzipieren und umsetzen. So ist der Kona nur der Versuch eben auch nur “besser als nix”.

      1. Sie haben wirklich viel Meinung bei wenig Ahnung. Das muss ich leider so sagen.

        1. Der Kona war von Anfang an als Plattform für ein E-Fahrzeug bzw. elektrifizierte Antriebe konzipiert. Das ist keine “Bastelkiste” sondern ein guter und derzeit erforderlicher Kompromiss, der zudem auch noch wunderbar funktioniert.

        2. Die Qualität von Hyundai sowohl im Innenraum, als auch bei der generellen Verarbeitung ist vorbildlich. In anbetracht des Preises ist das beachtlich! Wer hier von “billig” und nicht von “preiswert” redet, hat etwas grundsätzliches nicht verstanden. Von dem Gedanken der “Reiskocher” aus den 80er und 90er Jahren, müssen auch Sie sich verabschieden.

        3. Der Kona ist also ein unfassbar riesiges SUV, welches etliche Quadratkilometer an Platz beansprucht?! Welche Grundfläche hat denn ein Golf? Welche ein Passat? Welche eine Mercedes E-Klasse oder ein BMW 1er? Wenn Sie sich das mal ergooglen und mit der Grundfläche des Kona vergleichen, dann geht Ihnen sicher ein Lichtlein auf 😉

        1. Das Kompliment gebe ich gerne zurück.

          Drehen wir das Spielchen doch mal um. Wie viel Platz habe ich in einem vergleichbar großen, reinen E-Auto? Vergleich mal den Radstand. Vergleich mal den Mitteltunnel (wenn beim E-Auto überhaupt vorhanden). Von der überlegenen Gewichtsverteilung und Heckantrieb fange ich gar nicht erst an.

          Für die Platzverhältnisse des Kona reichen einem reinen E-Auto beinahe Kleinwagen-Abmessungen. Weil Hyundai eben noch nicht so weit ist und erst ab 2021 eine reine E-Plattform hat, müssen die Kunden mit SUVs rumfahren und reden sich das noch schön. Das Lichtlein geht Ihnen aber auch noch auf, versprochen ;).

        2. Also der Innenraum des Kona erinnert mich an Fisher Price. Sieht aus als hätte jemand eine Wii U in die Mittelkonsole gerammt. Sieht einfach billig aus. Hartplastikwüste. Käme mir nicht vors Haus.

          Reiskocher passt schon …….?!

          1. Naja und im Golf sieht die Mittelkonsole aus als hätten die Ingeneure die Ü-Eier geplündert und den Plastikschrott dort rein verpflanzt. Also besser ist das in Deutschen Autos auch nicht.

    2. Dann würde aber auch Unsere Wirtschaft fast kollabieren. Das muss man wissen. Bevor das passiert, wird die Regierung die Produktion hierzulande massiv subventionieren. Mehr als vorher. Jede Wette

  3. Was die Performance ( Energieeffizienz ) Ioniq und Kona betrifft, kann ich Ihre Aussage nur bestätigen.

    Kona’s fahren regelmässig auf Spitzenränge bei Effizienz und Gleichmässigkeitsrennen für BEV, zusammen mit Tesla und der Renault ZOE.
    Ich hoffe, dass der Ioniq und der Kona zusammen mit der ZOE und den Tesla Modellen erfolgreich sein mögen in Europa und natürlich weltweit.

    By the way, Alles Serienfahrzeuge die seit vielen Jahren weltweit efolgreich auf der Strasse fahren.

  4. Ach, lieber Facepalm, diese Einwände sind völlig daneben und wirklich lächerlich. Mein neuer Kona (64 kWh Premium, Juli 2019) ist in jeder Hinsicht ein phantastisches Fahrzeug. Ich bin nach einer herben Enttäuschung mit dem neuen Leaf 40 kWh (obwohl das nun ein ganz spezielles E-Modell, aber trotzdem dem Kona in jeder Hinsicht um Meilen unterlegen ist) so begeistert, dass ich einen zweiten bestellt habe. Lieferzeit nur knapp 3 Monate, ich kann es kaum erwarten. Der geringe Verbrauch ist mir ein Rätsel. Und die Zoé, schon wieder ein reines E-Auto, ist einfach nur ein Mini-Witzauto, in jeder Hinsicht. Da habe ich ja im E-Up mehr Platz. Und von der Verarbeitung ganz zu schweigen.

    1. 1. Wo habe ich denn irgendwelche Einwände gegen den Kona gehabt? Das hast du hineininterpretiert. Offenbar treffe ich ja beim Kona-Klientel einen Punkt. Ich habe klargestellt, dass bei einer Kompromisslösung wie dem Kona Aussagen wie “Hyundai hat verstanden”, “am Puls der Zeit” oder Glaskugel-Vorhersagen zum Untergang der deutschen Hersteller völlig fehl am Platze sind.

      2. “Phantastisches Fahrzeug”: Toll, dass du das für dich passende Auto gefunden hast. Super! Meine ich ehrlich. Wenn du allerdings mal die Markenbrille absetzt, wirst du sehen, dass technisch eben einiges mehr geht, wenn dein Kona gleich als E-Fahrzeug konzipiert worden wäre. Du hättest in deinem Auto mehr Platz, andere hätten außerhalb deines Autos mehr Platz. Du hättest Heckantrieb statt deinen Frontkratzer und eine vermutlich deutlich bessere Beschleunigung durch bessere Traktion, siehe nächster Punkt. Du hättest deutlich bessere Gewichtsverteilung und keinen Motor vorne. Durch die Gewichtsverteilung und den Motor hinten hättest du eine darauf optimierte Sicherheit. So hast du einfach alle Nachteile eines Verbrenners und einen E-Motor unter der Haube. Bravo.

      3. Super, dass du mit dem Leaf, Kona und Zoe drei völlig unterschiedliche Fahrzeuge vergleichst. Den Leaf als Begründung für deine Pauschalisierungen “reiner E-Autos” zu nehmen, sagt schon einiges aus. Ein Auto was mit CHAdeMO und 6,6 kW AC völlig ungeeignet für Europa ist. Wahnsinn! Der Zoe kostet halb so viel wie dein Kona. Aber ist schön aus seinem platzverschwendendem Bastelkisten-SUV Kleinwagen schlecht zu reden. Passt ins Bild.

      4. Zum Glück scheint Hyundai wirklich “verstanden zu haben” und hat bereits Fahrzeuge auf einer reinen E-Plattform für 2021 angekündigt. Sie wären damit nur ein Jahr später als VW, der ID.3 rollt dann bereits ein Jahr in Serie. Der wird übrigens ähnlich groß sein, innen mehr Platz haben (10 cm größerer Radstand), besser Beschleunigen, schneller Laden und genau so weit kommen wie dein Kona. Preislich wird er vermutlich noch drunter liegen. Hyundai weiß, dass sie spätestens dann mit ihrer Bastellösung nicht mehr konkurrenzfähig sind. Wundert mich nicht, dass man vor dem Marktstart des ID.3 nun noch großzügig Rabatte gewährt.

  5. Manche haber wirklich extrem viel Meinung und so gar keine Ahnung! Facepalm ‍♀️
    Vielleicht sich mal richtig informieren und diese Autos auch mal von nahem anschauen und testen. Dann erst den Mund aufmachen!
    In Sachen Qualität können heute viele deutsche Hersteller nicht mehr mithalten. Man bezahlt einen Haufen Geld für nichts und der Service ist auch eine Katastrophe.
    Die letzten 20 Jahre habe ich nur noch “Reisschüsseln” gekauft, denn die Autos der anderen Hersteller waren sehr reparaturanfällig. Bei den Reisschüsseln nur normaler Verschleiß und sonst nichts. Kia neu gekauft, 7 Jahre Garantie, 8 Jahre gefahren und keine Probleme und auch nur Verschleiß. Ich habe seit einem knappen halben Jahr einen Kona, zwar Benziner weil ich keine Garage mit Steckdose habe, aber Ausstattung und Verarbeitung sind Top. Da habe ich bei anderen Herstellern deutlich mehr Grund zum beschweren gefunden.

  6. Hallo
    ich habe seit 7/19 einen e Kona .
    Das Auto hat zwei gravierende Schwächen;
    Traktion – der Frontantrieb ist überfordert !
    Kein 22 KW Bordlader !
    Man sollte kein Auto ohne 22 kW Lader verkaufen dürfen ! Ein Grossteil der Neuen
    Ladestationen sind nur 22 kW !
    Schnellader DC sind auf dem Land fast
    nicht zu finden .

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